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Aktuelle Themen Kriminalität in Deutschland

nostalgie
nostalgie
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Kriminalität in Deutschland
geschrieben von nostalgie
In der offiziellen Version gibt es immer mal wieder die Beruhigungspille " die Kriminalität ist am sinken".
Stimmt das? Ich glaube das nicht.
Oder hat sie sich nur verändert? Da würde ich ja sagen, aber das wird offiziel von den Verantwortlichen niemand zugeben, denn dann müßte man auch zugeben, dass die Kriminalitätsbekämpfung gescheitert ist.
Wie seht Ihr das?
karl
karl
Administrator

Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von karl
als Antwort auf nostalgie vom 20.04.2014, 14:07:12
dass die Kriminalitätsbekämpfung gescheitert ist
Dieser Kampf wird ja nie beendet, aber natürlich verändert sich mit den Lebensumständen der Menschen auch die Kriminalität. Vor 30 Jahren gab es noch keine Internetkriminalität, weil es noch kein Internet gab - nur als Beispiel.

Aber dieses Beispiel macht einen Trend deutlich, die Kriminalität verlagert sich in den virtuellen Bereich, wobei dieser zunehmend ein Teil des realen Lebens wird.

Karl
nostalgie
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Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von nostalgie
als Antwort auf karl vom 20.04.2014, 16:03:47
dass die Kriminalitätsbekämpfung gescheitert ist
geschrieben von karl


Aber dieses Beispiel macht einen Trend deutlich, die Kriminalität verlagert sich in den virtuellen Bereich, wobei dieser zunehmend ein Teil des realen Lebens wird.

Karl


Ist da unsere Polizei nicht hoffnungslos überfordert? Zum einen durch drastischen Stellenabbau, Schließung von Polizeistationen und sträflich veralteter Technik sowie Ausrüstung?

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pschroed
pschroed
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Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von pschroed
Hallo Nostalgie > nicht nur in Deutschland

Die Hemmschwelle sinkt wahrhaftig immer tiefer, ich glaube es hat auch mit der antiautoritären Erziehung zu tun, Luxemburg (Grevenmacher) ist ein Dorf also nur eine Handvoll Einwohner.

ZITAT:

50 Polizeibeamte und knapp 20 Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma waren am Samstagnachmittag nötig, um das Meisterschaftsspiel im Fußball zwischen CS Grevenmacher und Jeunesse Esch geregelt über die Bühne zu kommen. Dabei spielte sich das Geschehen zu großen Teilen abseits des grünen Rasens ab.
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von schorsch
In der kleinen Schweiz ist das Problem eher noch prozentual grösser; da fahren ganze Überfall- und Einbrecher-Kommandos über die Grenze, steigen ungehemmt am helllichten Tag in Häuser ein uns sperren die Bewohner ins Klo ein. Und dann räumen sie in aller Ruhe die ganze Wohnung von Geld, Schmuck, Kunst und sogar Kleidern aus.
nostalgie
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Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von nostalgie
als Antwort auf schorsch vom 21.04.2014, 11:34:31
Das ist in Deutschland nicht anders.
Ich meine, die Hemmschwelle sinkt, Kriminalität ist brutaler geworden und macht auch nicht mehr vor alten Menschen und Kindern halt.
Früher gab es , auch innerhalb der Banden, einen Ehrenkodex. Und wer den brach, der wurde geächtet und ausgeschlossen, meistens landeten sie ohne den Gruppenhalt in der Kleinkriminalität und hatten lange Knastlaufbahnen.
Und dazu gehörte: wehrlose Menschen sind tabu.
Schußwaffengebrauch ist tabu.
Körperverletzungen der Opfer sind zu vermeiden, können aber passieren.

Und heute? Wahllos werden alte Menschen, Behinderte und auch Kinder Opfer einer bisher beispiellosen Brutalität.
Es wird weder der Mensch an sich, noch sein Leben geachtet.

Was sind die Ursachen?

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karl
karl
Administrator

Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von karl
als Antwort auf nostalgie vom 21.04.2014, 11:57:50
Ich glaube nicht, dass Deine Sicht objektiv belegbar ist. Sie entspricht aber der subjektiven Wahrnehmung vieler, weil wir über besonders brutale Verbrechen auch Berichte lesen, wenn sie im entfernten Rio de Janeiro passieren.

Lokal dürfte das Sicherheitsempfinden der Bürger z. B. in der BRD sehr unterschiedlich sein, je nach Wohnort. Wir widersprechen aber auch meiner Schwiegermutter immer vehement, wenn sie behauptet, früher sei alles besser gewesen. Da ist doch sehr viel Verdrängung im Spiel und "besser", "früher"? Da wurde Gewalt an Mitbürgern in einer "1000jährigen" Epoche noch staatlicherseits gefördert.

Karl
Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf nostalgie vom 21.04.2014, 11:57:50

Und heute? Wahllos werden alte Menschen, Behinderte und auch Kinder Opfer einer bisher beispiellosen Brutalität.
Es wird weder der Mensch an sich, noch sein Leben geachtet.


Das kann ich so nicht bestätigen.
Eher ist es so, wie schorsch schrieb.

Aber um das genau zu erfahren, liest man besser die regionalen Berichte der Taten, wo die Polizei ermittelt.
Das sind nicht unbedingt alle Taten, aber Überfälle, Gewalttaten, Einbrüche sind fast immer mit Fahndungen verknüpft.
Ich kann nicht sagen wie es im Süden ist.
Aber in meinem Kreis kann ich es täglich nachlesen.
Polizeilich belegt.

nordstern
nostalgie
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Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von nostalgie
als Antwort auf vom 21.04.2014, 12:25:58
...................Aktuell ist die Zahl beim Einbruchsdiebstahl um 8,7 Prozent auf 144.117 Fälle in die Höhe geschnellt. In 61.200 Fällen davon kamen die Täter tagsüber, ein Plus von 9,5 Prozent. Beim Wohnungseinbruch gehen die Zahlen schon seit 2009 kontinuierlich nach oben. Bezogen auf dieses Jahr beträgt die Steigerungsrate fast 30 Prozent.

Die höchsten Zuwachsraten beim Wohnungseinbruch hat Niedersachsen mit einen Anstieg um 24 Prozent. Deutlich über dem Bundesschnitt liegen auch Brandenburg (plus 17 Prozent) sowie die Stadtstaaten Hamburg (plus 9,4 Prozent) und Berlin (plus 11,7 Prozent). Es trifft in der Hauptstadt immer öfter wohlhabende Menschen. In der Extra-Rubrik "Villa/Einfamilienhaus" steht ein satter Zuwachs von 32 Prozent.

Erschreckend niedrig bleibt die Aufklärungsquote beim Einbruch. Alle Bundesländer haben zwar längst Beratungsstellen der Polizei eingerichtet, doch das bringt nicht viel. Während die Quote bei der Gesamtkriminalität 54,4 Prozent beträgt, liegt sie republikweit lediglich bei 15,7 Prozent.

Hinter den Zahlen steckt ein besorgniserregender Trend: Die Täter gehen immer brutaler vor. Das zeigt ein spektakulärer Fall aus Berlin, der kürzlich für Schlagzeilen sorgte. In der beschaulichen Villengegend Hermsdorf hatten zwei maskierte Täter nachts um 2 Uhr eine Leiter an die Hauswand gestellt und waren im ersten Stock eingestiegen. Der Mieter wurde aus dem Schlaf gerissen, es kam zum Kampf. Die Eindringlinge schlugen ihn nieder, knebelten und fesselten ihn an einem Sessel. Dann traten die Männer auch noch die Tür der Nachbarwohnung ein und überwältigten dort eine Seniorin. Als andere Hausbewohner die Polizei holten, waren die Verbrecher längst weg.

steigende brutalität

Der Artikel ist zwar aus 20013, aber von diesem Jahr kann noch kein Bericht vorliegen.
Die Tendenz ist steigend.

***********************************************************

Die Aufklärungsquoten sind katastrophal niedrig, die Polizei ist einfach machtlos. Und das weiß die Gegenseite nur zu genau.

Der Bürger und der Geschädigte , sie werden weitgehendst sich selbst überlassen, der Staat hat die Verantwortung abgegeben an die Eigenverantwortung der Menschen, aber die Gesetze nicht dementsprechend angepasst.
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

Re: Kriminalität in Deutschland
geschrieben von Monja_moin
Ich möchte behaupten früher gab es genauso viele Gewalttätige wie heute auch, daran hat sich nichts geändert. Heute nimmt man es nur die Medien viel deutlicher wahr.
So hat es zum Beispiel früher auch schon Mißbrauch innerhalb und außerhalb der Familie stattgefunden, nur es hat keiner drüber geredet.
Ebenso wie gewalttätige Überfälle, man solche Vorkommnisse eher totgeschwiegen, und dennoch gab es sie.
Meist erfuhr man nur was im näheren Umfeld passierte, der Informationsfluß war nicht so schnell wie heute.
Wenn man so auch die brutalen Überfälle in den U-Bahnen nimmt, so werden diese Bilder durch die Überwachungskameras uns deutlicher gezeigt.
Es ist was anderes wenn darüber nur ein kurzer Textbericht in der Zeitung zu lesen ist oder es durch Bilder belegt wird.

Schon der alte Sokrates (470-399 v.Chr.) klagte: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“
Bereits vor zweieinhalbtausend Jahren wurde gesagt. Früher war alles besser!
Robert Lemke, Fernsehmoderator und Journalist, der 1989 gestorben ist, hat einmal scharfsinnig festgestellt: „Das Geschrei nach der guten alten Zeit ist nur ein Geschrei nach der eigenen Jugend.“
Zitat Robert Lemke

Monja.

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