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Aktuelle Themen Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?

eko †
eko †
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von eko †
als Antwort auf loretta † vom 13.09.2010, 11:29:44


Ich denke mal, dass dies andere Beweggründe hat.

Es ist doch so, dass Männer meistens keinen Bock oder keine Übung darin haben, sich selbst zu versorgen, sprich:

Einkaufen, Essen kochen, Wäsche waschen, Wohnung putzen.

All das entfällt bei einem Heimaufenthalt.

Dazu kommt noch, dass Männer, noch dazu "jüngere", in Heimen meistens die Hähne im Korb zwischen den alten, übrig gebliebenen Damen sind.

Also nix wie hin - geschickt eingefädelt - wenn sich das rumspricht, werden die Heimplätze bald knapp werden, grins.

loretta




Ich würde mal sagen: Das hängt ganz davon ab, was für Männer "frau" in ihrem Leben kennengelernt hat.

Und dann lasse ich es mir auch nicht ausreden, dass Frauen häufiger als man denkt, Küche und Haushalt als ihr ureigenstes Revier betrachten. Sie brauchen das für ihre Selbstbestätigung (uuii, jetzt habe ich aber was Provokantes gesagt! ) und lassen sich da auch gar nicht dreinreden.

Ich käme mir dooof vor, wenn man mir die Pantoffeln hinstellen würde und wegen jeder Kleinigkeit (mal ein Brot schmieren oder einen Tee zubereiten) die Frau bemühen würde.

Aber es ist schon so, dass viele Männer es unter ihrer Würde halten, mal ein Essen zu kochen, zu putzen oder zu waschen. Sie finden die Aufgabenteilung in Ordnung..........und viele Frauen unterstützen sie auch noch darin, indem sie jeden Wunsch ihres Herrn und Gebieters erfüllen. So haben sie es von der Mutter und der Großmutter übernommen.

Ich kenne einen Mann, der in einem Verein sogar Vizepräsident war, der sagte zu mir mal über seine Frau: "I hätt jo a schenere hann könna, aber koine, wo so schafft"

Inzwischen ist seine "schaffige" Frau an Krebs gestorben. Jetzt muss er!!!



e k o
Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf eko † vom 14.09.2010, 15:02:06
Das Einkaufen wäre vermutlich nicht das Problem. Aber Kochen, Waschen, Putzen hat für einen Intellektuellen schon etwas Deprimierendes an sich.

Die haupts. Motivation aber bleibt: der arme Kerl wünscht sich manchmal eben einfach ein Leben in Ruhe und Frieden, ohne Stress und permanenten Leistungsdruck.

Zurück zu den Ausgangsfragen:
1) wäre dies möglich, oder gibt es eine Mindest-Altersgrenze?
2)finanziell: wie viel kostet ein Einzelzimmer im Seniorenheim monatlich?
3)praktisch: gibt es auch Mobbing der Älteren und Alteingesessenen gegen Jüngere, weil die automatisch Außenseiter sind?
4) geht es im Allgemeinen friedlich zu in einem Seniorenheim oder wird oft gestritten?

einen schönen Tag noch,
s.sch.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von olga64
als Antwort auf filius43 vom 14.09.2010, 10:43:49
Die heutigen, jungen Männer sind sehr wohl in der Lage und auch bereit, "niedrige Hausfrauendienste" selbst zu erledigen. Der Beweggrund dafür dürfte sein, dass sie einfach von ihren (berufstätigen und emanzipierten) Müttern nicht zum Pascha-Dasein erzogen wurden und ausserdem selbst PartnerInnen bevorzugen, die ihr Heil und ihre Domäne nicht im Hausfrauen-Dasein suchen; ganz einfach gut ausgebildete Frauen wissen, dass sie damit ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren könnten und es keine unproduktiveren Tätigkeiten gibt, als zu putzen usw.
Ausserdem gibt es seit Jahrzehnten sehr viel technische Unterstützung (WAschmaschine, Geschirrspüler usw.) - und auch Männer sind jederzeit in der Lage, diese Maschinen zu bedienen.
Wenn Frauen der älteren Generation immer noch erklären, Männer wären dazu nicht bereit, haben sie es im Laufe ihrer langen Ehen versäumt, ihre Männer auch auf diesem Gebiet zu fordern (womöglich auch ihre Söhne falsch erzogen) und halten krampfhaft an ihrer Domäne Haushalt fest - dies muss leider irgendwann im Frust enden. Olga

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eko †
eko †
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von eko †
als Antwort auf vom 14.09.2010, 15:22:23
"Das Einkaufen wäre vermutlich nicht das Problem. Aber Kochen, Waschen, Putzen hat für einen Intellektuellen schon etwas Deprimierendes an sich"


Oha!!

Das heißt also, nachdem mir persönlich diese Arbeiten keine Probleme und Depressionen bereiten, darf ich mich Deiner Deutung nach nicht zu den Intellektuellen zählen?

Mann, was hast Du bloß für ein Männer-Weltbild ! Da muss man ja jede Frau davor warnen.


e k o
myrja
myrja
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von myrja
als Antwort auf vom 14.09.2010, 15:22:23

.........
Zurück zu den Ausgangsfragen:
1) wäre dies möglich, oder gibt es eine Mindest-Altersgrenze?
2)finanziell: wie viel kostet ein Einzelzimmer im Seniorenheim monatlich?
3)praktisch: gibt es auch Mobbing der Älteren und Alteingesessenen gegen Jüngere, weil die automatisch Außenseiter sind?
4) geht es im Allgemeinen friedlich zu in einem Seniorenheim oder wird oft gestritten?

einen schönen Tag noch,
s.sch.
geschrieben von seniorenschach


Wie wäre es, wenn der gute Mann einfach mal bei den örtlichen Seniorenheimen nachfragt?!?! Da gibt es doch keine4 Einheitspreise. Es kommt sicherlich auf die Ausstattung eines Zimmers und auf die in Anspruch genommenen Bequemlichkeiten an.

Myrja
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf vom 13.09.2010, 10:33:15
Ich nehme mal an, dass die Frau deines Bekannten Ursache und Wirkung verwechselt:

Er wurde wohl liebesmüde, weil ihn seine Frau seit Jahren runtermachte, nicht umgekehrt.

Mein Rat an ihn: Ausziehen, eine Jüngere nehmen, die ihn nicht runtermacht!

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Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von Felide1

Dies ist keine gute Idee.

Es sei denn, der Mann hat eine schwerwiegende Krankheit!!!!!

Ansonst Selbstvertrauen aufbauen.

Mit 50 steht die Allgemeinheit noch 10 - 15 Jahre im Beruf.

Felide
lalelu
lalelu
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von lalelu
als Antwort auf schorsch vom 15.09.2010, 08:46:55
Mein Rat an ihn: Ausziehen, eine Jüngere nehmen, die ihn nicht runtermacht!

Na ja, schorsch, wenn es so einfach wäre….

Runtermachen ist immer schlecht, aber gerade die Jüngeren haben gewisse Ansprüche an die "Herren der Schöpfung", auch was die Mithilfe im Haushalt betrifft. Da käme dieser Freund womöglich vom Regen in die Traufe und müsste sich vielleicht sogar täglich mit so "untergeordneten, deprimierenden und wenig intellektuellen Tätigkeiten" abgeben, wie Putzen, Waschen und Bügeln, was er ja offensichtlich für unter seiner Würde hält.

Wenn er Glück hat, findet er vielleicht ein jüngeres weibliches Wesen, dass gerne und freiwillig die "niederen" Dienste verrichtet, damit er ungestört seinen Intellekt pflegen kann, aber so dicht gesät sind die Jüngeren nicht, die nur darauf warten, einem schon etwas angegrauten Herren das Leben bequem zu machen. Sarkasmus aus!

Generell würde ich nie im Leben in einem Altenheim wohnen wollen, solange ich mich selbst versorgen kann. Die meisten Menschen gehen erst dorthin, wenn sie ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können, so dass man nur selten jemand findet, der aktiv genug ist, um die Interessen eines 50jährigen zu teilen und mit ihm mithalten zu können. Das wiederum fände ich weitaus deprimierender als Kochen, Waschen und Putzen.

Eine gute Alternative, die schon angesprochen wurde, ist das selbstständige Wohnen in einer Einrichtung, in der man je nach Bedarf – oder auch Lust und Laune – gegen Bezahlung Unterstützung bekommt. Fragt sich aber, ob für einen 50jährigen eine Putzfrau in einer normalen Wohnung nicht noch besser wäre.

Lalelu
gitti66
gitti66
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von gitti66
als Antwort auf vom 13.09.2010, 10:33:15
Es könnte auch sein das Ihr Bekannter an Depressionen leidet,
wenn er immer müde ist etc. Vielleicht könnte man da mal
nachschauen lassen, ich habe schon gelesen das es gute Chancen
gibt die in den Griff zubekommen.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Mit 50 ins Seniorenheim: eine gute Idee?
geschrieben von olga64
als Antwort auf gitti66 vom 15.09.2010, 13:26:48
Gitti66 mit "Nachschauen" (wo denn bitte?) dürfte es bei Depressionen nicht reichen. Da ist eine seriöse Psychotherapie nebst medikamentöser Begleitung notwendig, die dann allerdings Jahre dauern kann mit ungewissem Ausgang. Olga

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