Aktuelle Themen Müntes Frau...

pea
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Müntes Frau...
geschrieben von pea
Mich würde interessieren,
wie Ihr die öffentliche 'Trauerarbeit' Müntes findet.

Ich fand es schon damals ziemlich geschmacklos,
daß der plötzliche Rücktritt nur mit der Krankheit seiner Frau,
die ja schon lange schwer krank war, begründet wurde.

Und jetzt - passend zur Weihnachtsstimmung -
der unten verlinkte Bild-Aufmacher von gestern...

*seufz*

Die SPD liegt wohl auch im Sterben,
wenn solche PR-Aktionen angesagt sind.


--
pea
schwede2
schwede2
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Re: Müntes Frau...
geschrieben von schwede2
als Antwort auf pea vom 23.12.2008, 10:28:51
Hej Pea,
ich finde, daß solche Gefühlsäuserungen doch sehr zum persönlichen Bereich gehören und nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten werden müssen. Leider ist es Usus geworden aus allem, was eigentlich jeden Sterblichen trifft, wie Tod, Geburt usw. in irgendeiner Weise Kapital zu schlagen.
Dabei ist es z.B. so interresant ob die Jolie ihr 5. oder 10. Kind bekommt, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.
--
schwede2
old_go
old_go
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Re: Müntes Frau...
geschrieben von old_go
als Antwort auf schwede2 vom 23.12.2008, 12:45:27
Und ich finde es,gelinde gesagt,geschmacklos,in dieser Weise Äusserungen zu einem sehr sensiblen Thema zu machen!

Wäre "Münte" kein Politiker,
sondern ein Mensch wie du und ich
und würde von einer Zeit erzählen,die er in dem Wissen um die Unheilbarkeit der Krebserkrankung des geliebten langjährigen Ehepartners,diese letzte Lebensphase so gut und liebevoll wie nur möglich gestaltet zu haben.....
hättet ihr dann auch diese respektlose Beurteilung parat?

Sehr viele Menschen sollten mal darüber nachdenken,
wie schwer es ist,zu wissen,dass der Partner sterben wird-
weil keine Heilung möglich.
Wer so ein Schicksal nicht erlebte,kann auch nicht nachempfinden,was es bedeutet,diese letzte Zeit so zu gestalten,dass der Partner eingebunden in Ehe und Familie zuhause liebevoll umsorgt verbringen durfte!

Dazu gehört sehr,sehr viel Liebe und Opferbereitschaft und ist wesentlich schwerer,als einen Sterbenskranken in eine Pflegeeinrichtung zu geben und mal eben zum händchenhalten vorbei zu kommen!

Gudrun







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schwede2
schwede2
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Re: Müntes Frau...
geschrieben von schwede2
als Antwort auf old_go vom 23.12.2008, 13:20:28
Hej Gudrun,
genau deshalb habe ich meinen Beitrag geschrieben, er sollte ausdrücken, daß normale Sterbliche das Gleiche erleben und damit nicht an die Öffentlichkeit gehen und damit Geld verdienen und ich weiß wohl wovon ich schreibe.
--
schwede2
Re: Müntes Frau...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf old_go vom 23.12.2008, 13:20:28
Genauso empfinde ich es auch.
Es gibt eigentlich nur eine Legitimation,
ein Verhalten eines Menschen in der angesprochenen,
schweren Lebenssituation zu beurteilen.
Nämlich die, das man diese oder eine ähnliche Lebenssituation selber durchleiden muß(te).
Dann beginnt man zu verstehen.

@ schwede
Ich denke, jeder Mensch geht in seiner Art mit der Verarbeitung um.
Verdient er damit Geld ? Ich habe keine Info gelesen.

Gelesen habe ich aber seine Meinung über die Palliativmedizin.
Das etwas herauszuheben könnte sein Anliegen sein.
Ich will nicht spekulieren, weiß aber, daß viele Hinterbliebene
Institutionen unterstützen, die dem Verstorbenen beistanden.



--
clabauterman
pea
pea
Mitglied

Re: Müntes Frau...
geschrieben von pea
als Antwort auf vom 23.12.2008, 13:28:10
Unten noch als zusätzlichen Input der Auftritt bei Beckmann.

Ich will jetzt nur soviel sagen:

Es ist eine Sache, wie sich Münte um seine Frau gekümmert hat.
Ich denke, er hätte früher den Rückzug ins Private suchen sollen.

Was mich stört:

Ich habe den Eindruck,
daß das private Schicksal hier mediengerecht instrumentalisiert wird -
zugunsten einer SPD, die sich besser durch politische Inhalte profilieren sollte.


--
pea

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Re: Müntes Frau...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pea vom 23.12.2008, 13:36:01
Nein , das glaube ich nicht.
Aber auch ein Prominenter muß das gleiche Recht haben, wie jeder Andere,
über seine Angelegenheit zu sprechen, wenn er befragt wird.
Ich würde das nun nicht mit der Partei in Verbindung bringen.
Es gibt und gab immer Prominente Politiker oder deren Frauen,
die segensreich medizinische Bereiche unterstützten.
Eben mit Hilfe ihres Bekanntheitsgrades.
Da könnte man auch vermuten, es wäre für eine Partei.
Was ich aber nicht glaube.

--
clabauterman
uki
uki
Mitglied

Re: Müntes Frau...
geschrieben von uki
als Antwort auf old_go vom 23.12.2008, 13:20:28
z.Thema:

Ich habe die Sendung gesehen und mir kam Müntefering mit all seinen Äußerungen sympathisch rüber.

Ob es richtig oder falsch war, über die letzten Wochen, die er mit seiner Frau verbracht hat, öffentlich zu sprechen, kam mir nicht in den Sinn, und das sollte auch jedem selbst überlassen bleiben.

Dieses Interview, in irgendeiner Art, gegen oder für die SPD auszulegen, käme mir nicht in den Sinn. Wenn schon eine Beurteilung, dann nur vom Menschen Müntefering.

--
uki
Re: Müntes Frau...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf uki vom 23.12.2008, 13:45:09
Sehe ich auch so.
Sein Politikerberuf hört ja nicht plötzlich auf.
Und ob er frühzeitig überhaupt die Gelegenheit zum Rückzug bekam,
bleibt auch noch die Frage.
Natürlich wird Zeitung und Fernsehen eher ihn befragen als mich beispielsweise.
Das ist aber nicht seine Verantwortung.
In Krisensituationen mußte ich mich auch ganz schön durchbeißen, ehe ich meine Freizeit dort verbringen durfte, wo es dringend nötig war.
Da fragt nämlich keiner erst lange den Betroffenen.
Aber auch das kann man nur beurteilen, wenn man es selber erlebt hat.
--
clabauterman
ruth
ruth
Mitglied

Re: Müntes Frau...
geschrieben von ruth
als Antwort auf vom 23.12.2008, 13:51:33
Wäre Münte ein Vertreter der Unterhaltungsbranche hätte es wahrscheinlich kein böses Wort über seinen TV-Auftritt und seine Worte gegeben.
Wie man auch politisch denken mag, auch mir forderte Münte Sympathie und Verbundenheit ab. Dass sein vorübergehender Rücktritt aus der Politik kein termingerichteter Akt war, wird deutlich, nachdem Frau Münte erst wenige Tage zuvor über den Ernst der Situation Kenntnis erhielt. Die daraufhin erfolgte schnelle Reaktion ihres Gatten sagt sehr viel über die Liebe zu seiner Frau aus und darf nicht in die Nähe von Parteiwerbung oder Berechnung gebracht werden.
Aber, wie schon gesagt: nachvollziehen kann das wohl nur derjenige, der Ähnliches erlebte.
--
ruth

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