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Aktuelle Themen Muss mal Dampf ablassen

susannchen
susannchen
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von susannchen
als Antwort auf luchs35 vom 28.09.2008, 22:34:25
Damit überlasse ich dir gerne das Feld und du kannst hier weiter auf den Putz hauen und erzählen, was du alles Grossartiges machst.Das hat hier nämlich noch niemand !

geschrieben von luchsi35


Dann Frage ich mich warum ich so oft davon hier lese.

Im übrigen denke ich,(meine Meinung) dass darkladys Beitrag den Nagel auf den Kopf trifft.
Als Hafel sich ähnlich ausdrückte, war deine Reaktion leider eine andere, verstehe es wer will.

Übrigens schlafen kann ich trotzdem gut!
--
susannchen
cecile
cecile
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von cecile
als Antwort auf susannchen vom 28.09.2008, 22:41:03

Ich kann ( und vor allem: will) es mir auch nur so erklären, daß Luchsis Beitrag einfach nicht gelesen wurde.

Das Entsetzen, das sie ausdrückte über das Elend der Kinder in Manila und überall in der Welt, ihre Wut über unsere eigene Hilflosigkeit und über die Gleichgültigkeit der Machthabenden: wenn das solche Reaktionen wie man sie hier lesen kann, hervorruft ....das ist schon schwer nachvollziehbar.

@ Miriam: Danke für deinen Hinweis auf Jean Ziegler. Der Mann wird viel angefeindet und verlacht - aber die Welt wäre ein gutes Stück besser, wenn man auf ihn hören würde!

--
cecile
darklady
darklady
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von darklady
als Antwort auf luchs35 vom 28.09.2008, 22:34:25

Was für eine unsachliche Antwort.Gekränkte Eitelkeit weil ich Deinen "Sozialschmus" nicht teile???
Es sollte doch gleiches Recht für alle gelten.Wenn Du richtig gelesen hättest,dann hättest Du mein eigentliches Anliegen verstanden. Wahrscheinlich war ich nicht deutlich genug.Ich habe nur Beispiele genannt was man machen kann,in kleinem Rahmen. Scheinbar jonglierst Du aber lieber mit heisser Luft.
Sorry aber in beweihräuchern bin ich gar nicht gut, aber vielleicht kommt das mit den Jahren noch....ggg

darklady

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astrid
astrid
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von astrid
als Antwort auf darklady vom 28.09.2008, 20:45:59
Darklady hallo,
auch ich gebe Dir vollkommen Recht.
Du hast wirklich gute Ansichten,obwohl Du noch
keine Rentnerin bist. )

Wenn ich mitbekomme,das Jemand Hilfe braucht,bin
ich da und im Moment helfe ich auch,doch bei mir im Umkreis.Denn da kann man schon viel erreichen,sofern man
es auch will.

Lieben Gruß,Astrid
darklady
darklady
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von darklady
als Antwort auf astrid vom 28.09.2008, 23:30:31

Ja genauso sehe ich das auch.Zumal man bestimmt Akzente setzen kann, wenn man was positives vorleben kann.
darklady
miriam
miriam
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Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von miriam
als Antwort auf cecile vom 28.09.2008, 23:13:51
Erst jetzt komme ich dazu wieder hier vorbeizuschauen. Der Grund liegt auf der Hand: die Wahlen in Bayern - aber noch mehr: die in Österreich, eine wahre Katastrophe - aber dies ist ein anderes Thema.

Dass Unstimmigkeiten bei einem solchen Thema aufkommen und auch Unverständnis für die Betroffenheit mancher, verstehe ich nicht ganz - werde mich auch nicht damit aufhalten.

Aber als ich dies las, kam mir spontan ein Gedanke. Vielleicht huschen manche zu schnell an solchen Themen vorbei - es stimmt ja auch: sie sind nicht leicht auszuhalten.

Ein kleines Rezept gegen das zu schnell überfliegen: nimmt mal so ein Interview auf Videoband auf (Achtung: zu dem Zeitpunkt gab es noch nicht die Mediathek!) - und übertragt es dann in Textform. Um dies zu machen, spult man ständig zurück und hört sich manche Passagen auch vier-fünfmal an.
Ich muss gestehen, dass manche Details die man vielleicht anders nicht wahrgenommen hätte, erst dann einem unter die Haut gehen.

Bitte versteht es nicht falsch: ich wollte damit niemanden belehren.

Gute Nacht

Miriam


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susannchen
susannchen
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von susannchen
als Antwort auf miriam vom 28.09.2008, 23:40:21
Miriam, ich bitte dich, wir laufen doch alle nicht mit Scheuklappen durch die Gegend!
Es gibt z.B.im TV jedes Jahr einige Benfizveranstaltungen, da darf Geld gespendet werden, begleitet sind die Veranstaltungen mit schlimmen Berichten aus der dritten Welt, fast täglich werden wir doch durch die Medien auf die hungernden Menschen, das Elend in der Welt aufmerksam gemacht.
Das hat doch nichts mit wegschauen zu tun wenn wie ich, einige sagen, was können wir daran ändern, wenig, sehr wenig.
Es hilft doch keinem immer wieder das Thema(wir hatten das schon einige male hier)neu zu entfachen.

Ich kann die Wut und Empörung eines jeden verstehen, auch ich bin wütend, aber auch weitgehend machtlos.

Und mal im ernst, was ich nicht ändern kann, sollte mir keine schlaflosen Nächte bereiten, viele von uns haben mit sich auch nicht gerade wenig zu tun um zu Leben!
Wobei das Leben, natürlich für uns ein ganz anderes ist wie in der dritten Welt.
--
susannchen
Medea
Medea
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von Medea
als Antwort auf cecile vom 28.09.2008, 23:13:51
Liebe Luchs,
lese gerade was sich hier wiedermal so tut.
Ich teile Deine Wut und auch die Hilflosigkeit darüber, so wenig bewegen zu können gegen das Elend in unserer Welt, gegen diese Gier viel zu vieler Menschen, sich immer mehr zu bereichern, sich aber wenig oder gar keine Gedanken zu machen, ob Nachbarns Kinder ausreichend versorgt werden. Und wie im Kleinen, so ist es auch im Großen. Und immer und immer wieder darauf hinzuweisen, wie du es jetzt getan hast, ist mehr als notwendig, viele kleine Nadelstiche können auch eine Wunde hervorrufen, die zu schmerzen beginnt.
Wir alle hier sind doch wütend und nicht gleichgültig und möchten etwas bewegen. Vielleicht die Entwicklungsministerin mit Briefen bombardieren, darauf hinzuwirken, mit ihren Kollegen in allen Ländern mal mutig an die Wurzeln dieses Elends zu gehen. Ohne ein Umdenken und auch Handeln wird es kein Ende dieser Mißstände geben.
Irgendwo muß angefangen werden - und wenn das jetzt naiv klingt,
ist es mir auch egal. Wut läßt sich in Energie umsetzen.

M.

karl
karl
Administrator

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von karl
als Antwort auf Medea vom 29.09.2008, 07:50:12
lese gerade was sich hier wiedermal so tut.


Hallo medea und andere Diskutanten,


wirklich weit auseinander driften sehe ich die Meinungen der Diskutanten hier eigentlich nicht. Die Akzente liegen anders und nicht jede(r) hat genau verstanden, was die Vorschreiber gemeint haben. Gut findet das Elend der Kinder in der dritten Welt niemand, die Ansichten gehen auseinander bei der Frage, was angesichts dieser Tatsache sinnvolles Verhalten sei.

Ich denke, dass zunächst einmal es wichtig ist, immer wieder (auch wenn es weh tut) auf das Elend zu verweisen. Dann denke ich setzen die Denkprozesse ein. Es ist legitim festzustellen, dass unsere Sorgen und Nöte hier sich relativieren angesichts der Not anderswo, aber selbstverständlich sollte auch in dem direkten Umfeld geholfen werde, akute Hilfen wie Tafeln, aber auch prinzipielles Nachdenken über die Ursachen der sozialen Ungleichheiten. Letzteres hat aber eben nicht nur eine nationale, sondern auch eine internationale Dimension.

Ich teile luchsies Empörung darüber, dass private Banken eine Finanzspritze über 700 Milliarden Dollar erhalten und das UNO-Programm für die Armen dieser Welt gerade einmal einen unteren zweistelligen Betrag. Vieles im Weltwirtschaftssystem liegt im Argen und so Not die konkrete direkte Hilfe für die Armen tut, das System ist krank und die Therapie wird langfristig sich nicht auf Almosen beschränken können.

--
karl
hugo
hugo
Mitglied

Re: Wer sagt denn, dass wir nichts tun können???
geschrieben von hugo
als Antwort auf Medea vom 29.09.2008, 07:50:12
die Frage: wie kann ich persönlich am Besten mithelfen, was kann ich tun, um die größte Armut auf unserer Erde zu bekämpfen,,,hat sich bestimmt fast Jeder schon mal gestellt.

Bei jeder Benefiz-Gala mit Spendenaufrufen, bei jeder Sammelaktion, jeder Tombola mit Hilfeversprechen usw hab ich ein gemischtes Gefühl.

einerseits sage ich mir, ist dies ein bequemer Weg seine eigene, innere nach Hilfeleistung rufende Stimme zu beruhigen und gleichzeitig nach außen hin zu dokumentieren: seht her,,,was bin ich doch für ein edler Mensch (solchen Eindruck hab ich oft auch von vielen Reichen und Superreichen,,
dann gibts auch noch diese Leute die ihr Herz für die ärmsten Kinder entdecken, sich einer Hilfsorganisation zur Verfügung stellen ( genauer -ihren Namen)um dann mit öffentlich Medienwirksamen Sendungen ihre eigene "politische Ausstrahlung und Ansehen" zu verbessern.

Dazu ein kleines Beispiel: beim letzten Urlaub in der Domi lernte ich eine Organisation kennen welche mittels privater Spenden punktuelle Hilfe für Haiti organisiert.

Da konnte man sich auf eine Reise ins Ungewisse einlassen und mit einem Kleinbus über die grüne Grenze, an bestochenen Grenzern vorüber, in ein größeres Dorf ca 25 Meilen nach Haiti mitfahren.

Die mitfahrenden Touris waren aufgefordert, Spenden und kleine Mitbringsel den Organisatoren zu übergeben, welche dann organisiert an bestimmte Leute (Lehrer, Bürgermeister,,)übergeben wurden zum weiterverteilen.
(da es ansonsten zu chaotischen Sturmläufen mit blutigen Kämpfen um diese milden Gaben bei den Einheimischen kommen würde,,,,,Erfahrungswerte !?

Als dann ein paar ausgesuchte Kinder dieses Dorfes, sogar mit einheitlicher Schulkleidung, in einem Klassenzimmer (einer gesponsorten Schule) Platz nehmen (die eigentliche Dorfschule hatte keine Stühle, keine Tische, sondern nur glatten Betonfußboden zum Sitzen,) und sich hinter eine Schüssel mit frisch gekochtem Reis setzen durften -
stand der Rest der Dorfbewohner (einige hundert Menschen in Lumpen und barfuß)rund um diese offene Fensterlose Schule und beobachtete dieses Schauspiel wie eine Woodo-, oder sonstige Festveranstaltung,,

Als dann die Schulkinder noch 3 Lieder zu unseren Eheren singen mussten und der Lehrer noch eine Dankesansprache hielt und dabei die kargen Mahlzeiten kalt wurden und ich die immer größer werdenden traurigen Augen der Draußenstehenden sah, wurde mir ein für allemal klar,,,,so kann es nicht gehen, das ist keine Hilfe (wenn auch vom Einzelnen gut gemeint,,), das ist ein Schmarrn, eine Verarsche, eine Beleidigung eine organisierte Diskriminierung der Menschen die in bitterster Armut leben müssen.

da müssen andere Wege gefunden werden, da muss z.B die Weltorganisation die UN große Anstrengungen an den tag Legen und und die Hilfe weltweit bündeln, konzentrieren, zur Selbsthilfe Anreize schaffen usw,,

Was hat ein hungerndes Volk davon, wenn in einigen wenigen Gegenden ein paar Touristen Bonbons und Kaugummi verteilen, abgetragene Wäsche verschenken ein paar Krokodilstränen vergießen, entsetzt die Köpfe über sooo viel Desasteröse Armut schütteln um dann wieder zur Tagesordnung überzugehen ??

Nein davon haben die nix,,,denen hilft eher wenn solche Kriegstreiber wie Busch abgewählt werden, echte und friedfertige Demokraten gewählt werden, welche die Militärausgaben drastisch reduzieren, den Handel auf gegenseitigen Vorteil ankurbeln und dem schamlosen Ausrauben der Länder der Dritten Welt ein Ende setzen,,

es ist eine Riesengefahr das die Spendenorganisationen zu einer Geldvernichtungs und persönlichen Bereicherungstruppe verkommen, die Rate der Insichgeschäfte ist bei denen wohl ungeheuer groß,,,immer wieder kann man lesen: Undurchsichtige Finanzen, Dubiose Praktiken, betrügerische Vorstände, Aberkennung des Spendensiegels, fehlende Transparenz, Zweckentfremdeter Einsatz von Spendengeldern usw,,,

naja um sein eigenes Gewissen etwas zu beruhigen, möchte man solche Nachrichten eher verdrängen und annehmen das "Meine Spende" schon die Richtigen treffen werde *g*


hugo

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