Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Muss nun die Geschichte der Studentenbewegung neu geschrieben werden?

Aktuelle Themen Muss nun die Geschichte der Studentenbewegung neu geschrieben werden?

uki
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von uki
als Antwort auf mulde22 vom 28.05.2009, 16:41:20
mulde, so hatte ich dich auch verstanden. Du wolltest einfach darauf hinweisen, dass der Ruhrpott tatsächlich viele Bombenangriffe über sich ergehen lassen musste. Von Anfang bis Ende des Krieges. Hast ja nicht geschrieben, dass andere Städte oder Regionen verschont blieben.
--
uki
hafel
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von hafel
als Antwort auf mulde22 vom 28.05.2009, 16:41:20
Ach Mulde lies doch richtig. Ich hatte bemerkt, dass Hamburg die erste Stadt war, die bombardiert wurde.
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hafel
rolf †
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von rolf †
als Antwort auf hafel vom 28.05.2009, 16:52:32
Ist das so wichtig, welche Stadt als erste bombardiert wurde?
Den Betroffenen war es wohl wirklich egal, ob sie die ersten oder die letzte waren.
Mit dem Thema hat das ganze sowieso nichts zu tun, oder war daran auch die Stasi schuld?
--
rolf

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hugo
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von hugo
als Antwort auf pilli † vom 28.05.2009, 12:58:05

oh ja pilli,, Du bist doch hier für mich mal wieder der lebende Beweis für meine Ansicht, das besonders diejenigen welche die DDR niemals über längere Zeit (Wochen Monate hintereinander) selbst erlebten, davon ausgehen das genau nur das stimmt was sie bisher aus Erzählungen Nachrichten TV usw mitbekommen haben.

und da auch die Exossis unterschiedlichen Wahrnehmungen unterliegen (da sie selber ja auch verschiedene Erlebnisse speicherten und diese auch noch verschieden werten)
kommt es nun zwangsläufig zu unterschiedlichen ja sogar gegensätzlichen Meinungen zu speziellen Themen,,und,,sowas verwirrt nun mal die ehrenwerte Leserschaft, ergo auch Dich.

Nun hast Du Dich für eine Variante deines Denkens entschieden- und bist durch nichts mehr davon abzubringen,,Du suchst auschießlich nach Beweisen und Belegen FÜR DEINE Variante, machst daraus Riesen und minimalisierst alle anderen Angebote,,
(Mulde hat recht, auch wir beide haben schon solche Diskussionen vor Jahren geführt, jedoch hier im alten Forum und Deine Wortwahl war damals ähnlich)

Was erwartest Du ? das wir Ossis unsere eigenen Erlebnisberichte überarbeiten und nun von Jahr zu Jahr Deiner Wunschvorstellung annähern ? nee das geht doch nicht, zumindest nicht bei denen, die damals nicht geflunkert oder Märchen erzählt haben,,auch die werden tapfer bei Ihrer Version bleiben müssen.

Und wenn ich Dir sage das meine Wahrnehmung eine andere war, das ich mich nicht bei Familienfeiern vorrangig mit dem Gedanken an unerwünschte Beisitzer und Stiefeldingsda befasste sondern diese Gelegenheiten voll auskostete ohne auch nur im Geringsten irgendwelche Bedenken zu hegen, dann kannste das mal als gegeben und richtig verinnerlichen...und das traf auch für die vielen hunderte betrieblich organisierten Feten, Feste, Feiern, Spieleabende, Sportveranstaltungen (wöchentlich und das ununterbrochen über 35 Jahre) und all die privaten Feten mit Freunden, Bekannten, Nachbarn oder der Hausgemeinschaft zu.

Bei letzteren war ein mit im Haus wohnender bei der Stasi beschäftigter Mitbewohner anwesend,,,der war einer der Besten beim Organisieren und einer der standhaftesten beim Feiern, kannte die extremsten DDR-Witze, benahm sich auch ansonsten wie ein richtiger Mensch, war sehr lieb zu Frau und Kindern und muss nun eben mit dem Makel des ehemaligen Stasimitarbeiters weiter mit und neben und unter Exossis leben und ?? er wurde nicht gesteinigt, nicht geschnitten nicht vor Gericht gezerrt (das hätten ja all jene tun können/sollen/müssen die sich von ihm gequält, existenziell vernichtet oder gar nach Sibirien verschleppt wähnen so wie Du es vermutlich vermutest.

Nein auch sowas gehörte zum damaligem und gehört zum heutigem Alltag und wir hier-nicht DU- müssen damit klarkommen und,,kannst Dich drauf verlassen, wir kommen damit klar, zumal es hier und heute viel wichtigere und dringlichere Aufgaben zu lösen und Gefahren abzuwenden gibt als uns im Nachgang neue EX-Furcht und Exgräuel einreden zu lassen.

schön das wenigstens einige der schlimmsten Exstasileute denen Verbrechen bzw Straftaten nachgewiesen wurden ihre -wenn auch sehr milden Strafen- abbekommen haben,,,natürlich fast ausschließlich (wie könnte es auch anders sein in einem nur teilweise Rechtsstaat) Ostdeutsche IMs usw.

Bei den Westbeschäftigten des Herrn Mielke wird nur noch die Zeit bis zur Verjährung abgewartet -ich behauptete das schon vor 10 Jahren und hatte recht- um dann vermutlich zur Tagesordnung überzugehen,,es lohnt ja eh nicht mehr, kein Anwalt kein Richter, keine Yellowpress kann dann noch tüchtig ihren Schnitt machen...also was solls, und wir Bundis werden uns mal wieder mit Halbwahrheiten zufriedengeben, mit unaufgearbeiteter Geschichte,,und bei unseren nichtbestätigten Sichten bleiben müssen und die Vermutungen werden wachsen und gedeihen wie derzeit allüberall.--
hugo
hafel
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von hafel
als Antwort auf rolf † vom 28.05.2009, 16:58:33
Richtig rolf, ich habe das Thema hier nicht verändert.

Vielleicht lies Du doch mal richtig, auch wenn das ein wenig Mühe mund Zeit kostet. Hier ging es um die ersten Städte die bombardiert wurden....
und da hatte ich lediglich Hamburg genannt.

Dein Kommentar war absolut überflüssig, aber schön dass wir sehen dass Du auch da bist.
--
hafel
uki
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von uki
als Antwort auf rolf † vom 28.05.2009, 16:58:33
Rolf, der Schwenk ergab sich aus einer Bemerkung von, na ist egal, jedenfalls ging es von Höckchen auf Stöckchen zur Bombardierung.

that´s life

Schuld ist nur der Bossanova oder doch die Stasi? ))

--
uki

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pilli †
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Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von pilli †
als Antwort auf hugo vom 28.05.2009, 17:03:17
das eine bleibt mir aber hugo

den kontakt suchen zu allen, die mir begegnen, sei es als mensch im chat, draussen vor der forentüre, in büchern und zeitschriften zu lesen und filme der zeitzeugen anzuschauen. diese gelegenheit bietet mir das programm des MDR und gerade da erinnere ich mich an die mehrteilige serie eines ehemaligen Defa-Filmemachers, der mehr als ein jahrzehnt die bewohner eines dorfes zuhause und bei der arbeit filmisch festgehalten hat. eine dokumentation, die manche wissenslücke bei mir geschlossen hat und die meine gedanken mehr als bestätigt hat. es waren überwiegend junge menschen und filmisch über viele stunden mitzuerleben, wie triste ihr leben seinerzeit sich gestaltet hat und das dokumentiert noch zu *DDR-Zeiten*. das schien mir schon glaubwürdig, wenn auch vielfach offensichtlich geschöntes zu sehen war. es hatte eine moderierende funktion zu jedem teil der film-serie, die jeweils kommentiert wurde aus der sichtweise von heute.

im link eine seite, die thematisch wohl passt?

In der vorübergehenden Phase der Liberalisierung nach dem VI. Parteitag (Januar 1963) entstehen kritische Filme über das Leben in der DDR. Sie werden zunächst von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gefördert, sind ihr aber bald ein Dorn im Auge. Das 11. Plenum des Zentralkomitees im Dezember 1965 übt scharfe Kritik an der Filmproduktion. Kurt Maetzigs Film "Das Kaninchen bin ich" und andere Filme werden verboten. Bei der öffentlichen Uraufführung von Frank Beyers "Spur der Steine" 1966 inszeniert die SED Kinoproteste und erzwingt die Absetzung des Films. Wie viele andere Filme verschwindet er in der Schublade und darf erst nach 1989 wieder aufgeführt werden.

Die Filmemacher der DDR nutzen die Liberalisierung der Kulturpolitik für eine offenere Auseinandersetzung mit den Mängeln der DDR-Gesellschaft. Filme wie "Berlin um die Ecke" von Gerhard Klein oder Frank Vogels "Denk' bloß nicht, ich heule" über einen 18jährigen Oberschüler, der von der Schule gewiesen wird, nähern sich behutsam der Wirklichkeit und versuchen, die Toleranzschwelle des Regimes zu testen. Das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED Ende 1965 beendet den kulturpolitischen Frühling. In einer prinzipiellen Kritik am DEFA-Film werden dessen schädliche ideologische Tendenzen angeprangert und viele kritische Filme verboten.

geschrieben von www.dhm.de


natürlich erinnere ich mich an das buch, hugo & mulde, dass ich als leichte lesekost seinerzeit betrachtet habe und euch zur diskussion in chat & forum angeboten habe. aber leider, leider...

hat es bisher vielleicht noch eine mauer in euren köppen, die es verhindern "könnte", dass ich nicht einfach mal watt ansprechen darf, ohne gleich zubetoniert zu werden.

ich hugo,

sehe vieles kritsch, watt so die nordies, südies, wessis und ossis in unserm ländchen betrifft; aber kritische denke mögt ihr beiden nicht sobald sich meine gedanken und überlegungen richtung osten bewegen? schade!

hihi...ein schritt nur hinter meinen schreibtisch und der griff in datt bücherregal zeigt:

das buch des seinerzeitigen anstosses: "Die Soli-Abzocke" von Felix R. Mindt. lange, lange ist es her, hugo und doch erinnern wir uns.

nur eines stimmt, vom eigentlichen thema entfernen wir uns immer mehr und darum bitte ich um verständnis, wenn ich jetzt weiter aufmerksam lesend teilnehmen möchte, so wie ich das bei vielen der politischen themen bevorzuge.


--
pilli
uki
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Mitglied

Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von uki
als Antwort auf pilli † vom 28.05.2009, 17:48:43
Guter Link, danke.
Habe ihn gespeichert.
--
uki
carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von carlos1
als Antwort auf hugo vom 28.05.2009, 11:43:02

"was wohl den Gorbi damals geritten hat sich plötzlich dieser üblichen Herrschaftssystematik zu entziehen und ein völlig neuartiges ungewöhnliches Spiel zu beginnen. Wars Erkenntnis dass das Alte am Ende war ?" hugo

Im Systemvergleich fiel die Sowjetunion zurück. Mit den seitherigen Methoden, so Gorbis Ansicht, war das große Ziel - Kommunismus - nicht mehr zu erreichen. Der Sowjetunion fehlte es an wirtschaftlicher Dynamik: Stagnation regierte.

"Diesen Vorhang akzeptierten viel Deutsche, nur das die Ostregierung das auch praktisch damit sehr genau nahm und in ihrer Not (einen ausgebluteten Staat führen zu müssen und dies unmöglich zu können) die Mauer baute, das nahmen und nehmen Ihr noch heute die Allermeisten sehr übel,,(so wie Einige Ihr alles übel nahmen egal was sie auch immer leistete) .." hugo


Deutschland insgesamt war 1945 ein ausgeblutetes Land. Die Vorstellung im Westen sei alles besser gewesen, weil der Marshallplan half, ist nur bedingt richtig. Die Hilfe bestand vor allem darin, dass die westliche Hälfte Deutschland wirtschaftlich wieder auf dem Weltmarkt Fuß fassen konnte, freien Zugang zu den Märkten erhielt, Handel treiben konnte. Die Dollarbeträge im Rahmen des Marshallplans, die damals nach Deutschland flossen, waren nach heutigen Maßstäben sehr bescheiden. 1948, noch vor Gründung der Bundesrepublik wurde das Dreizonenwirtschaftsgebiet Mitglied in der OEEC (Organiszation for European Economic Cooperation, heute OECD). Dies und die Währungsreform waren der Startschuss für den Wiederaufbau. Die sowjetische Besatzungszone und die DDR (ab Okt 1949) war durch die Spaltung stärker betroffen als Westdeutschland, da die traditionellen wirtschaftlcchen Verbindungen abbrachen. Auch die Reparationen und direkten Entnahmen aus der Produktion dauerten länger. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der SBZ und dann der DDR wurden auch durch die mit ideologischem Übereifer durchgeführten Enteignungsmaßnahmen 1945, die Bodenreform und die Kollektivierung der Landwirtschaft nach stalinistischem Vorbild Ende der 50er Jahre und 1960 heraufbeschworen. Die Flüchtlingsströme waren im Westen kaum noch zu bewältigen. Die DDR andererseits drohte wirtschafltich auszubluten. Die Schließung der Grenze war die logische Folge. Sie wurde in Moskau befohlen. Einen Zusammenbruch der DDR als Eckpfeiler des sowjetische Imperiums in Mitteleuropa konnte die Sowjetunion nicht hinnehmen, der Westen wiederum durfte keinen heißen Krieg wegen Berlin und der Mauer nicführen. Die Mauer brachte eine Stabilisierung der DDR, aber auf Dauer eine Stagnation und führte damit indirekt zum Ende des szialisitischen Experimentes.

c.
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: Realistisches Geschichtsbild ...
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf hugo vom 28.05.2009, 17:03:17

Bei letzteren war ein mit im Haus wohnender bei der Stasi beschäftigter Mitbewohner anwesend,,,der war einer der Besten beim Organisieren und einer der standhaftesten beim Feiern, kannte die extremsten DDR-Witze, benahm sich auch ansonsten wie ein richtiger Mensch, war sehr lieb zu Frau und Kindern und muss nun eben mit dem Makel des ehemaligen Stasimitarbeiters weiter mit und neben und unter Exossis leben und ?? er wurde nicht gesteinigt, nicht geschnitten nicht vor Gericht gezerrt (das hätten ja all jene tun können/sollen/müssen die sich von ihm gequält, existenziell vernichtet oder gar nach Sibirien verschleppt wähnen so wie Du es vermutlich vermutest.
hugo[/quote]


Ja da haben wir es, Hugo sei Dank, das realistische geschichtsbild über den wahren charakter der Stasi.
Waren friedliche hausbewohner, die ihre frauen, wirklich nur Ihre, liebten und weltmeister im feiern waren.
Die Stasi ein verein zur vorbereitung von feiern für nette hausbewohner.
Das wußte bisher selbst ich nicht, aber bei Hugo erstaunt nun wirklich nix mehr.
nun wird endlich auch dem verbohrtesten Wessi klar, daß man der Stasi allweit unrecht tut und reuevoll abbitte leisten sollte.



--


gram

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