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eleonore
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Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von eleonore
als Antwort auf klaus vom 09.08.2008, 09:35:04
ja, es war eine perfekte show.

camouflage.
keine polizei???
massenhaft wohl, als touristen/zuschauer getarnt.
wir sollten uns nichts vormachen.

mich freut es für die sportler, aber dass rumherum........panem et circensis von feinstem.


--
eleonore
baerliner
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Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von baerliner
als Antwort auf eleonore vom 09.08.2008, 09:41:35
ja, es war eine perfekte show.

....aber dass rumherum........panem et circensis von feinstem.


--
eleonore


Na und? Was stört Dich daran? Vielleicht, dass man mit dem Feuerwerk Tausende von Chinesen hätte satt machen können? Feuerwerk ist für Chinesen so was von wichtig.

--
baerliner
Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von klaus
als Antwort auf eleonore vom 09.08.2008, 09:41:35
@eleonore,
"camouflage ...panem et circensis..."

Na endlich mal eine echte Expertin, die den Unterschied zu den bei uns zelebrierten Shows erkannt hat - und dann noch diese "internationalen" Sprachkenntnisse.


--
klaus

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eleonore
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Mitglied

Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von eleonore
als Antwort auf klaus vom 09.08.2008, 10:26:51
meine herren,


machen wir die augen zu, jubeln und gut.

ich mag so bombastische feiern, ob china, timbuktu oder hintertupfingen,nicht.

ebenso bin ich keine expertin, aber ich kann lesen.
und da mich das ferne osten schon als kind in ihren bann zog, hab ich sehr viel gelesen, über geschichte, politik usw.

@baerliner,
mit *dass drumherum* hab ich nicht dass feuerwerk gemeint.
dass könne die chinesen seit jahrtausende schon.

aber in china ist ja alles in beste ordnung, die betonköpfe sind souverän, großzügig und sowas von zugänglich.

die pressefreiheit funktioniert, regierungs kritiker stehen an Tian'anmen-Platz, haben dort ein *speakers corner* und reden unbehelligt stundenlang.
wunderbar.

--
eleonore
luchs35
luchs35
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Re: ein großartiger Tag!
geschrieben von luchs35
als Antwort auf dutchweepee vom 09.08.2008, 00:43:40

Dutch, das "politische Signal" war doch unübersehbar: die deutschen Politiker fehlten! Auch beim grossen Empfang gaben sich alle politischen Spitzen ein Stelldichein: von Sarkoszi bis Bush waren alle an der Tafel des chinesichen Staatsoberhauptes anwesend- nur die mit der "Zipfelmütze" mussten ihr "Signal" setzen. Einfach nur peinlich und kleinkarriert, sie hatten sich von dem vorolympischen Geplänkel einschüchtern lassen! Von Staatsoberhäuptern erwartet man anderes, als eingezogene ...naja,könnte falsch verstanden werden,gg.
Soll jetzt bloss keiner meinen, das sei aus Solidarität mit Tibet geschehen. Als ob es da nicht andere Möglichkeiten gegeben hätte!!

Ich freue mich jedenfalls mit dem chinesischen Volk für diesen gelungenen, geschichtlich hintergründig inszenierten Auftakt, bei dem taktvollerweise auch die Mao-Zeit übergangen wurde, ein riesiges Zugeständnis an die westliche Welt, die ihn nicht als Volksheld sieht und sehen kann.

Da half auch Maischbergers Geplapper von der Kühle des perfekten Spektakels nichts: es war einfach ein grossartiges Ereignis, in dem - zugegebenermassen - man aber auch andere Aspekte sehen kann.
--
luchsi35
angelottchen
angelottchen
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Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf klaus vom 09.08.2008, 09:35:04
da stimme ich dir zu - das Dummgelaber dieser völlig talentfreien Frau Maischberger war kaum noch zu unterbieten, ihre Kommentare zu den einmarschierenden Nationenmannschaften zum Teil geschmacklos und völlig unpassend.

Aber die Show war grossartig - und persönlich denke ich, dass in Peking jeder sehen wird, was er sehen will. Hoffentlich haben die Sportler aus aller Welt ihren erwünschten Spass und ihre Erfolgserlebnisse.

Sich über das politische System des Gastgeberlandes aufzuregen, ist doch müssig. Der IOC hast schon immer gerne auch mit den korruptesten Diktatoren gemauschelt - man denke an Hitlers Versprechen, auch deutsche Juden an den Start zu lassen ....oder an die Tatsache, dass Samarant nie einen Hehl aus seiner Franco-Treue und seiner nicht geänderten Meinung zu dessen Regime gemacht hat - und so ein Sack war mehr als 20 Jahre an der Spitze dieses feinen Vereins , den keiner kontrolliert, der u.a. einen ehemaligen Vertrauten und Minister von Idi Amin in seiner Runde hat oder eben jenen grossartigen Scheich aus Saudiarabien, der die Statuten des olymischen Geistes wie kein anderer mit Füssen tritt. Wenn es nach diesen sauberen Herren geht, dann darf die übernächste Olympiade bestimmt in Zimbabwe sein.

Die Chinesen machen sich nun aber sichtbar, ob sie es wollen oder nicht und das ist auch gut so.
--
angelottchen

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bellis
bellis
Mitglied

Re: stimmt
geschrieben von bellis
als Antwort auf stange vom 08.08.2008, 19:51:22
Was hier bis jetzt aufgeschrieben wurde, ist an Schwachsinn nicht zu überbieten. Klar wird sich auch in China einiges ändern. Das China noch vor 10 Jahren ist heute schon ein anderes China geworden. Die Chinesische Führung merkt selbst, dass eine weitere Isolation gegenüber der westlichen Welt der chinesischen Nation nur schadet. Und die westliche Welt tut dem chinesischen Volk keinen guten Dienst, wenn sie China boykottiert. Das betrifft auch die olympischen Spiele. China wird sich der Welt weiter öffnen, dass sagt ihnen schon die Vernumpft. Klar wird das nicht so schnell gehen wie wir uns das immer erhoffen, aber ich bin da zuversichtlich. Wir werden über die weitere Entwicklung Chinas noch mal staunen.
Die olympischen Spiele sind eröffnet und ich habe kein Haar in der Suppe gefunden. Das chinesische Volk wollte die Spiele und steht mit ihrer Führung voll dahinter. Wisst ihr überhaupt was die Zahl 1,3 Milliarden Menschen überhaupt bedeuten, und wenn da einige 1000 damit nicht einverstanden sind, ist ungefähr soviel, wie 10 Personen in Deutschland einer mittelgroßen Stadt. Was meint ihr wohl, was die Menge bei uns in Deutschland oder in dieser Stadt bewirken würde.

--
stange


Ich stimme dir in der Einschätzung der Situation völlig zu (nur deinen aggressiven Eingangssatz hättest du dir wirklich schenken können. Hier ist niemand schwachsinnig!)

Als mein Sohn in den 80er Jahren für 2 Jahre in China zum Studium war, konnte man diese rasante Entwicklung schon erkennen. China ist die Nation der Zukunft und wird sich mehr und mehr öffnen. China ist eine ungeheure Wirtschaftsmacht, an der keine Nation vorbei kommt. In so einem Riesenreich, mit derartigen Bevölkerungszahlen ist eine schnellere Wandlung doch gar nicht möglich.
Und was soll das eigentlich, Hongkong ist nun mal chinesisch, wenn es auch noch diesen Sonderstatus hat - das ist nun mal so.
Die Situation ist schwierig, denn entläßt Peking eine Region aus der Zentralregierung, stehen schon 10 andere Regionen bereit und verlangen dieselben Sonderrechte. Dann zerfällt so ein Staat ganz schnell und verliert an Größe, Macht und Einfluß.

Was würde Deutschland sagen, wollte Bayern nicht nur Freistaat, sondern ein freier eigener Staat werden. Dieselben Probleme haben beinahe alle europäischen Staaten - gegenüber China in Miniaturform - wohin man schaut, da sind die Basken, die Corsen, die Flamen, die Wallonen, die ... was weiß ich was. Wenn sich alle separieren, können wir von vorn anfangen und mit dutzenden von Kriegen klären, wer der Stärkere ist.

Ich fand die Eröffnungfeier grandios und überwältigen aber mit wunderschönen zarten Elementen.
Was mich störte war diese Kommentatorin Maischberger, die permanent alles kleinreden und ein Haar in der Suppe finden wollte.

--
bellis
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von pilli †
als Antwort auf klaus vom 09.08.2008, 09:35:04
ja klaus,

die Maischberger...ich hätte es nicht gedacht...hat sich selbst in nur wenigen stunden ins moderatoren-aus gestellt!

ansonsten auch für mich ein seh-und-hör-erlebnis vom allerfeinsten; grosse chinesische olympia-oper, inszeniert vom filmregisseur Zhang Yimou!

So was hat die Welt noch nicht gesehen. Im Vogelnest zu Peking rumste, krachte und glitzerte es, als fielen sämtliche Silvesterfeiern vom olympischen Premierendatum 1896 bis heute auf einen Tag. Dabei schrieb man den 8. 8. 2008, einen Glückstag in der Volksrepublik, als vier Milliarden Fernsehzuschauer auf das 1,3-Milliardenreich blickten. Irgendwo feierten gleichzeitig angeblich 10.000 Paare ihre Hochzeit.

Im Vogelnest aber wurde China zelebriert. Oder vielmehr ein Gegenbild dessen, wofür China in der westlichen Welt häufig steht. Nicht der ins Bedrohliche wachsende Wirtschaftsgigant, sondern eine Nation mit uralter Kultur, faszinierenden Klängen und Traditionsbildern.

Nicht die gigantische Bevölkerungszahl, sondern Massenbilder von seltsam geballter Kraft. Nicht die auf West-Beobachter erschreckende Härte der Diktatur, sondern das, was ein straff organisiertes Land leisten kann, wenn es sich unendlich anstrengt.

geschrieben von FAZ
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eine prächtige eröffnungsfeier, die wohl einzigartig bleiben wird, was die bildnerische darstellung von geschichte und kultur des gastgeberlandes betrifft. lange haben tochter Anne und ich überlegt, ob nun die druckletttern aufgrund der exakten ausführung in einer szene von computergesteuerten einstellungen oder mit menschen dargestellt wurden.

meine begeisterung für die feier aber bedeutet doch nicht, dass ich mich nicht in gleicher weise informiere, was und wie die als touristen getarnte spitzel ihre aufgabe erfüllen und vieles andere mehr?

gestern war die stunde der sportler, ob sie nun alleine als Lichtensteiner oder im riesenaufgebot anderer länder auftraten.


pilli , die gerade fasziniert die vorläufe zu den ruder-wettbewerben anschaut und aus alter leidenschaft zu dieser sportart bei jedem schlag mitzittert.
frank
frank
Mitglied

Re: .......
geschrieben von frank
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 08.08.2008, 11:17:31

nicht einschnappen sondern argumentieren.donaldd
geschrieben von donaldd


Und woher beziehst Du Deine Argumente? Ich nehme an, aus dem Internet und anderen Medien. Nennst Du das argumentieren? Ich sehe das als Wiedergabe des Geschwafels Anderer an
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frank
bellis
bellis
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Re: P.S.: ein großartiger Tag!
geschrieben von bellis
als Antwort auf pilli † vom 09.08.2008, 10:48:18
Mag ja so sein, dass da viele getarnt als Spitzel eingesetzt waren, aber bei uns in den Stadien ist das nicht mal möglich. Da müssen sie martialisch bepanzert mit Schlagstock auftreten.
Die Kehrseite der Freiheit?

Wie kann man aber mit Diplomatie und Samthandschuhen Störer wie Hooligans und Rechtsradikale fernhalten, oder politische Demonstrationen aus friedlichen Sportstätten fernhalten?
Was ist die richtige Lösung?

Ich verfolge die Olympischen Spiele jedenfalls mit Freude.
Nur die Dopingsünder stören mich daran gewaltig, weil man nicht mehr an "wahre" Siege glauben kann und inzwischen doch bei jedem Sportler denkt, hat der nicht wohl nur den besseren Arzt?
--
bellis

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