Aktuelle Themen Olympiaboykott ?

ehemaligesMitglied451
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf arno vom 17.03.2008, 09:58:13
Bemerkenswerte Logik:


Bei der Vergabe der Olympischenspiele hieß es:

Ja das hilft den Menschen in China und wird Verbesserungen und mehr Achtung der menschenrechte bringen...

dh.: Einfluss hoch

Bei der Frage eines boykotts heißt es:

Nein das bringt nichts das heißt:

Einfluss gleich null

Also WAS DENN NUN ????

Meine Meinung:

Die These von der Beeinflussung der Chinesischen Machthaber durch die Vergabe der Spiele war und ist eine kindische Illusion. Insofern wäre eine Absage der Spiele sicher wirkungslos da die Wirkung eh gleich NULL ist.

Die Boykottierung durch einzelne Länder ist hier nicht die Alternative, sondern eine Wiederhohlung in Athen zb. Oder eine alternative Ausrichtung von Sparspielen in aller Welt als massiver Protest gegen diese menschenverachtende Diktatur hätte sehrwohl eine Wirkung, da die Machthaber sich Ihrer Hochglanz-Selbstdarstellung beraubt sehen würden und einer Isolation gegenüber stünden. Aber das illusionäre IOC mit ihren hirnvernebelten und reihenweise geschmierten Mitgliedern kann über seinen beschränkten Horizont eh nicht hinaussehen. Also wird man sehr vielen Sportlern zumuten dieser verlogenen Propagandaveranstaltung durch ihre erzwunge Teilnahme Vorschub leisten zu müssen.

donaldd
navallo
navallo
Mitglied

Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von navallo
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 18.03.2008, 15:34:17
Ich würde Verbrechern keinen Freundschaftsbesuch, zu welcher Gelegenheit auch immer, abstatten wollen müssen! Im Interesse der Athleten braucht es aber nicht unbedingt ein Boykott zu sein.
Wenn die nach Peking reisenden Sportler und Journalisten die internationale Arena nicht nur zum Feiern sportlicher Erfolge nützen würden, sondern auch die damit verbundene einmalige Gelegenheit, um mit lauter Stimme vor aller Welt Chinas menschenverachtende Politik bloßzustellen, wäre viel gewonnen. Aber nicht einmal das erwarte ich. Es wäre schön, wenn ich mich täusche. Was wiegt heutzutage schon die existentiellen Bedrohung eines Volkes gegenüber der Chance einer Olympiateilnahme einiger gewinnorientierter Sportler? Nichts?
--
navallo
luchs35 †
luchs35 †
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von luchs35 †
als Antwort auf navallo vom 18.03.2008, 16:13:38


Provokante Frage: Was unterscheidet den Überfall der Chinesen auf die Tibeter von dem Überfall der Amerikaner auf die Vietnamesen, Afghanen, Iraker?
Sollen allein die Sportler mit einem Boykott der Olympischen Spiele die längst verlorene Ehre der Nationen retten?

--
luchsi35

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arno
arno
Mitglied

Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von arno
als Antwort auf fahrstg. vom 18.03.2008, 11:03:48
Hallo, fahrstg,

die Chinesen sind an den unermeßlichen Bodenschätzen
in Tibet sehr interessiert. Nicht umsonst werden beste
Transportmöglichkeiten geschaffen (Eisenbahn und Straßen.
Soviel dazu.

Im alten Griechenland wurden Zwistigkeiten über den
Zeitraum der olympischen Spiele begraben. Wenn diese
Idee heute auch noch die Grundlage der Olympiade sein
soll, dürfen die Spiele nicht boykottiert werden!

Ich verstehe auch nicht, warum politische Angelegenheiten
über den Boykott von Sportveranstaltungen angegangen bzw.
durchgesetzt werden (sollen).
Leider beherrschen die meisten Politiker nicht die Kunst der
Diplomatie. Sie verstecken sich hinter Sportler, Wissenschftlern,
Künstlern, usw..

Viele Grüße
--
arno
susannchen
susannchen
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von susannchen
als Antwort auf arno vom 18.03.2008, 19:18:00
Wen Sport zum Politikum wird ist es kein Sport mehr!
--
susannchen
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf navallo vom 18.03.2008, 16:13:38
Ich erinnere mich vage an einen Fussballmatch, an dem eine Schweizer Mannschaft beteiligt war. Beim Aufstellen der Mannschaften zogen die Schweizer plötzlich ein riesiges Transparent hervor, mit dem sie gegen einen im Moment gerade herrschenden Missstand protestierten. Leider weiss ich nicht mehr um was es damals ging.

Wenn nun alle Mannschaften, die in China an den Olympics teilnehmen, solche Transparente zeigen würden....?

--
schorsch

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ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf arno vom 18.03.2008, 19:18:00
es war doch das IOC SELBST, das über das Argument, die Spiele würden der Verbesserung der Menschenrechtssituation, den Spielen speziell Richtung China eine politische Bedeutung gegeben hat. Nun wo diese Vorstellung sich als illusionäres Wunschdenken herausstellt, will man davon nichts meHr wissen. Das ganze stellt sich als Scheinargument des IOC heraus, um der damals berechtigten Kritik an der Vergabe nach Peking den Wind aus den Segeln zunehmen.

Wer bei der Entscheidung für China wann und warum hinter den Kulissen an welchen Rädern gedreht hat (wie üblich sicher politischer Druck und Einflußnahmen wirtschaftlich interessierter Kreise incl Schmiergeldzahlungen), bleibt wie immer unter dem olymischen Deckmantel "friedlicher Spiele" verborgen.

Nun hängt das IOC unlösbar am Tropf der Sponsoren und muß nun zum Hohn seiner illusionären Träumen da durch.

Da bleibt nur der persönliche Zuschauerboykott des Einzelnen um nicht dieser gigantischen Geschäftemacherei auf den Leim zu gehen. Diese Erkenntnis hat allerdings nicht nur mit China zu tun sondern mit der Umfunktionierung der Spiele in eine Werbeveranstaltung. Man kann der ursprünglichen olympischen Idee nur einen drastischen Einbruch der Zuschauerquoten bei diesen Kommerzspielen wünschen.

DD



longtime
longtime
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von longtime
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 19.03.2008, 13:24:22
"Cut"?



Dann soll das Bild in Erinnerung bleiben!

--
longtime
ehemaligesMitglied57
ehemaligesMitglied57
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von ehemaligesMitglied57
als Antwort auf longtime vom 03.04.2008, 19:00:43
Wenn die Regierungen Europas der Meinung sind, China unterdrücke Tibet, und sind nicht damit einverstanden, ja denn müssen SIE es den Chinesen klarmachen. Dass sie sich dies nicht trauen, und ihren "Protest" stets nur unglaubwürdig säuselnd hervorbringen, wissen wir.
Die Sportler vor`s Loch zu schieben, zeugt von Feigheit Vor dem Feind, und ist unwürdig.

Der einzig nachvollziehbare Grund, sich als Sportler von den Spielen in Peking fernzuhalten, wäre aus meiner Sicht die tatsächlich gesundheitsschädigende Luftverschmutzung. Mehr nicht.
--
gerald
arno
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Re: Olympiaboykott ?
geschrieben von arno
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 03.04.2008, 19:37:40
Hallo, gerald,

vielen Dank für Deinen sehr guten Beitrag! Du hast die
Dinge auf den Punkt gebracht.

Viele Grüße
--
arno

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