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Aktuelle Themen Peking: adé-!London:Hallo!

ingo
ingo
Mitglied

Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von ingo
Vorab: Ich war 1972 in München und habe die Spiele trotz des Massakers in toller Erinnerung. Peking? Absolut perfekt; und die Athleten hatten ihr olympisches Erlebnis. Das ändert für mich nichts daran, dass die chinesische Regierung die Spiele instrumentalisiert hat wie keine Nation zuvor. Das einzig Positive daran ist für mich, dass China nach den Spielen nicht mehr so sein wird, wie vor den Spielen; und insofern hat sich die Regierung m.E. politisch verrechnet.
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kreuzkampus
luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von luchs35
als Antwort auf ingo vom 24.08.2008, 15:26:25
Eine gigantische Eröffnungsshow und eine ebensolche zum Abschluss der olympischen Spiele hat China den 204 Nationen und ihren Sportlern geboten. China hat sich perfekt präsentiert, Gedanken an das, was sich hinter den undurchsichtigen "Mauern" abspielt, wurden für 16 Tage verdrängt.

Nun wird es sich in den nächsten Jahren zeigen, wie weit sich China verändern wird. Jetzt stehen wieder Menschenrechtsverletzungen, Meinungsfreiheit und die Tibetfrage im Vordergrund.
Wir werden weiterhin Geduld haben müssen, denn alles wird langsam gehen. Das ist nicht anders möglich, da sollten wir uns keine Illusionen hingeben.

Seit Anfang der 80er Jahre war ich viele Male in China, habe dort auch Freunde, mit denen ich oft telefoniere, die ich jederzeit besuchen kann oder sie mich, und ich habe diese Entwicklung hautnah miterlebt. Der Fortschritt ist so unglaublich, dass ich manchmal meine, ein anderes Land zu sehen. Trotzdem bin ich immer darauf bedacht, mich dort vorsichtig zu verhalten, denn ich habe keine Lust, dort Schwedische Gardinen zu besichtigen.

Die Zügel, die die chinesische Regierung ihren "Untertanen" anlegt, werden bei dem Volk aber überwiegend anders betrachtet als bei jemand, der mit demokratischer Sichtweise urteilt.

Ich bin wirklich überzeugt, dass in etwa 5 Jahren in China die Zäsuren völlig anders aussehen werden als heute oder gar gestern.

Mit Hauruck- Ideen, Erpressungsversuchen und Druck von aussen lassen sich die Chinesen - Regierung wie Volk - nicht beeindrucken. Man sollte es kaum glauben, aber das Volk steht hinter der Regierung - aus vielfältigen Gründen, die auch in der Geschichte zu suchen sind.

Aber allein für das liebenswerte chinesiche Volk freue ich mich, dass sie so stolz auf diese perfekten Spiele sein dürfen.





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luchsi35
eko †
eko †
Mitglied

Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von eko †
als Antwort auf luchs35 vom 24.08.2008, 16:23:25
Zitat luchsi:

"Mit Hauruck- Ideen, Erpressungsversuchen und Druck von aussen lassen sich die Chinesen - Regierung wie Volk - nicht beeindrucken. Man sollte es kaum glauben, aber das Volk steht hinter der Regierung - aus vielfältigen Gründen, die auch in der Geschichte zu suchen sind."

Da bin ich derselben Meinung! In China gehen die Uhren anders, da ist nichts mit europäischen Maßstäben zu messen.

Ich bin dennoch der Überzeugung, dass diese olympischen Spiele Bewegung in die chinesische Geschichte gebracht haben. Vieles wird jetzt, nach den Spielen, anders sein als vorher. Aber die Veränderungen gehen viel, viel langsamer voran, als sich das viele hier bei uns wünschen. Und Druck von aussen wird gar nichts bewirken. Warten wir es ab!
--
eko

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ehemaligesMitglied57
ehemaligesMitglied57
Mitglied

Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von ehemaligesMitglied57
als Antwort auf ingo vom 24.08.2008, 15:26:25
Das einzig Positive daran ist für mich, dass China nach den Spielen nicht mehr so sein wird, wie vor den Spielen; und insofern hat sich die Regierung m.E. politisch verrechnet.
geschrieben von kreuzkampus


Na man sollte die Chinesen mal nicht unterschätzen, und ihnen von oben herab Plumpheit unterstellen.
Im grunde genommen haben sie ja eine lupenreine Reinkarnation des "american dream" vorgeführt, frei nach dem Motto: Wenn du etwas wirklich erreichen willst, dann kannst du es auch schaffen.
Sie hatten es sich vorgenommen, bei den olympics im eigenen Land die Sportnation Nr. 1 zu werden. Darüber haben sie sich im Vorfeld Gedanken gemacht, wie so etwas zu realisieren ist, haben es auf der Prioritätenliste ganz oben gesetzt, und entsprechend gehandelt. Und es hat funktioniert! Sie haben uns gezeigt, dass es geht.
Deutschland kann sich diesbezüglich ruhigen Gewissens mal ne ordentliche Scheibe abschneiden. Wenngleich in den sog. Randsportarten erfreulicherweise gepunktet wurde, versagten die Athleten in den Kerndisziplinen, wie Schwimmen und vor allem Leichtathletik auf der ganzen Linie. Die beiden Medaillengewinner sowie die wenigen Überraschungen, die in der Lage waren, ihre Bestleistungen abzurufen, natürlich ausgenommen. Die Leichtathleten erreichten das schlechteste Ergebnis seit 1 9 0 4 !!!
Deutsche Athleten erbrachten Zeiten und Weiten, die normalerweise in den A-Jugenbereich gehören. Es war erschreckend! Es wäre besser für alle gewesen, sie wären zu Hause geblieben, und hätten sich die Spiele beim "public viewing" angeschaut. Auch um sich mal darüber zu informieren, was Sportsgeist ist.

Nun bin ich etwas vom eigentlichen Thema abgekommen. Es ging ja ursprünglich um das Böse im Wesen Chinas.
Die wirklich große Überraschung am Ende dieser Spiele für mich war ja:
Der Dalai Lama - er lebt noch!
Die hiesige Berichterstattung im Vorfeld der Spiele hätte vermuten lassen, dass die Chinesen den ollen Rotkittel heimlich des nachts, wenn es keiner bemerkt, in die olympische Fackel werfen werden. Dieses Fanal blieb aus, worüber ich nun einigermaßen irritiert bin.



--
gerald
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von eleonore
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 24.08.2008, 19:14:40
Die hiesige Berichterstattung im Vorfeld der Spiele hätte vermuten lassen, dass die Chinesen den ollen Rotkittel heimlich des nachts, wenn es keiner bemerkt, in die olympische Fackel werfen werden. Dieses Fanal blieb aus, worüber ich nun einigermaßen irritiert bin.
geschrieben von gerald


der dalai lama so zu bezeichnen finde ich nicht so prickelnd.
--
eleonore
ingo
ingo
Mitglied

Gerald:
geschrieben von ingo
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 24.08.2008, 19:14:40
"""""Sie hatten es sich vorgenommen, bei den olympics im eigenen Land die Sportnation Nr. 1 zu werden.""""
WER, bitte, gerald? Doch wohl die chinesische Regierung und nicht die Sportler....

"""Deutschland kann sich diesbezüglich ruhigen Gewissens mal ne ordentliche Scheibe abschneiden"""
Nee, danke! VOM DOPING soll sich die deutsche Mannschaft keine Scheibe abschneiden.

"""""versagten die Athleten in den Kerndisziplinen, wie Schwimmen und vor allem Leichtathletik auf der ganzen Linie"""""
Ja-da hast Du Recht....wenn Du der Meinung bist, dass die Athleten nicht genug gedopt haben....

""""Es ging ja ursprünglich um das Böse im Wesen Chinas."""
DARUM ging es mir nicht.....aber um die Verlogenheit Chinas....Und deshalb freue ich mich mehr auf London...

--
kreuzkampus

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eko †
eko †
Mitglied

Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von eko †
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 24.08.2008, 19:14:40
Zitat gerald:

"........dass die Chinesen den ollen Rotkittel........."



gerald, wenn Du nicht mehr drauf hast, tust Du mir leid!!

Ausserdem, Deine Verächtlichmachung der deutschen Sportler ist genauso meilenweit daneben.

Zum Glück ist Deine Meinung nicht massgebend. (((
--
eko
dunkelgraf
dunkelgraf
Mitglied

Re: Gerald:
geschrieben von dunkelgraf
als Antwort auf ingo vom 24.08.2008, 20:45:33
Na Kreuzkampus, da hast du ja ein paar gewaltige Bolzen abgeschossen.
"""""Sie hatten es sich vorgenommen, bei den olympics im eigenen Land die Sportnation Nr. 1 zu werden.""""
WER, bitte, gerald? Doch wohl die chinesische Regierung und nicht die Sportler....
geschrieben von kreuzkampus

Da haben also die Regierungsmitglieder die 51 Goldmedaillen gewonnen, und nicht die chinesischen die Sportler ...
da muß ich was verpaßt haben.
)

"""Deutschland kann sich diesbezüglich ruhigen Gewissens mal ne ordentliche Scheibe abschneiden"""
Nee, danke! VOM DOPING soll sich die deutsche Mannschaft keine Scheibe abschneiden.
geschrieben von kreuzkampus

aha, die Chinesen haben am meisten gewonnen, also haben sie gedopt. Bloß davon habe ich nichts gehört, bloß daß ein Deutscher seinen Gaul gedopt hatte, daß wurde berichtet.

"""""versagten die Athleten in den Kerndisziplinen, wie Schwimmen und vor allem Leichtathletik auf der ganzen Linie"""""
Ja-da hast Du Recht....wenn Du der Meinung bist, dass die Athleten nicht genug gedopt haben....
geschrieben von kreuzkampus

Quatsch, nicht genug gedopt. Die Sportler wurden nicht genug gefördert. Die Strukturen der Sportorganisation der ehemaligen DDR sind zerstört, davon hatten die Sportler in den ersten Jahren der Wiedervereinigung noch gezehrt.

""""Es ging ja ursprünglich um das Böse im Wesen Chinas."""
DARUM ging es mir nicht.....aber um die Verlogenheit Chinas....Und deshalb freue ich mich mehr auf London...
geschrieben von kreuzkampus

Das Böse und Verlogene Chinas spielte sich nur in den westlichen Massenmedien ab, durch Neid und Mißgunst getrieben.
Ich habe mich sehr über die wunderschönen Spiele in Peking gefreut, und besonders, daß es dem Westen nicht gelungen ist, die Spiele zu ihren politschen Ziele zu mißbrauchen.

--
dunkelgraf
eko †
eko †
Mitglied

Re: Gerald:
geschrieben von eko †
als Antwort auf dunkelgraf vom 24.08.2008, 21:09:57
Zitat dunkelgraf:

"Das Böse und Verlogene Chinas spielte sich nur in den westlichen Massenmedien ab, durch Neid und Mißgunst getrieben."

??????

Da muss ich wohl was verpasst haben, ich habe nichts von Neid und Missgunst gelesen. Wer sich das wohl aus den Fingern gesaugt haben mag? Tztztz
--
eko
pilli †
pilli †
Mitglied

mmmhhh...
geschrieben von pilli †
als Antwort auf dunkelgraf vom 24.08.2008, 21:09:57
aha, die Chinesen haben am meisten gewonnen, also haben sie gedopt. Bloß davon habe ich nichts gehört, bloß daß ein Deutscher seinen Gaul gedopt hatte, daß wurde berichtet.




wie denn auch konnten wir es hören?

wurde doch einem wissenschaftler aus der Schweiz vom Labor für Dopinganalyse, der die dopingtests überwachen sollte, trotz der erteilten aufenthaltserlaubis bereits im vorfeld die einreise nach China verweigert? ob die chinesen watt zu verbergen hatten?

--
pilli

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