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Aktuelle Themen Peking: adé-!London:Hallo!

luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Na und?
geschrieben von luchs35
als Antwort auf gutgelaunt vom 25.08.2008, 13:54:31


Bei all den Riesensummen, die China zur Ausrichtung der olympischen Spiele ausgegeben hat, sollte man aber auch berücksichtigen, dass in Zukunft das ganze Land von der neuen Infrastruktur profitieren wird.

Vieles wurde neu errichtet, verbessert oder ausgebaut. Die neuen Einrichtungen sowie die Stätten der Wettkämpfe werden weiterhin genutzt werden können.

Die Welt war zu Gast in Peking, dessen Menschen noch nie so viele Fremde aus aller Welt erlebten.
Und die Gäste werden erkannt haben, dass die Chinesen in anderen Werten denken, reagieren und handeln, aber trotzdem Menschen wie du und ich sind.

Wer erwartet hatte, dass die olympischen Spiele das Land schlagartig verändern werde, ist ein Träumer.

Aber hier gilt nun der alte Spruch: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Nämlich die Hoffnung, dass auch Chinas Regierung gegenüber ihren Kritikern entgegenkommender, offener und gesprächsbereiter sein wird.

Vielleicht haben ja die Spiele zu mehr Verständnis und Toleranz beigetragen. Dann wäre auch der olympische Anspruch und Auftrag erfüllt.








luchsi35
gutgelaunt
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Re: Na und?
geschrieben von gutgelaunt
als Antwort auf luchs35 vom 25.08.2008, 14:29:19
Vielleicht haben ja die Spiele zu mehr Verständnis und Toleranz beigetragen. Dann wäre auch der olympische Anspruch und Auftrag erfüllt.
geschrieben von luchsi35

...dieser Hoffnung kann ich mich nur anschließen, da wäre dann auch jeder Euro gut investiert...

gutgelaunt
hafel
hafel
Mitglied

Re: Na und?
geschrieben von hafel
als Antwort auf luchs35 vom 25.08.2008, 14:29:19
Na warten wir es ab Luchsi, bald werden wieder die Fabriken "angeworfen" und der Autoverkehr wieder voll aktiviert und wird es nicht sehr lange dauern, dass Peking wieder im Smok und Mief versinkt. Da wird sich wenig verändern. ((
--
hafel

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schorsch
schorsch
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Re: Na und?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf dunkelgraf vom 25.08.2008, 14:24:03
Die chinesische Regierung wird wissen, was sie tun muß, um sich zu verteidigen. Schließlich ist es ja in der Vergangenheit des öfteren von imperialistischen Kräften überfallen oder bedroht worden. Mir ist aber nicht bekannt, daß sich die Militärkraft gegen irgendeinen ausländischen Staat richtet, im Gegensatz zu den aggressiven NATO-Staaten.
--
dunkelgraf


Bin ich wohl im falschen Film? )

--
schorsch
ingo
ingo
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Re: Na und?
geschrieben von ingo
als Antwort auf dunkelgraf vom 25.08.2008, 13:27:53
eleonores Beitrag ist das, was Du für unpassend hältst.
--
kreuzkampus
Medea
Medea
Mitglied

Re: Na und?
geschrieben von Medea
als Antwort auf hafel vom 25.08.2008, 15:03:49
Daß 16 Tage Olympische Spiele einen durchschlagenden Demokratisierungsprozeß in Gang setzen sollen, erscheint mir nicht realistisch. China ist und bleibt ein kommunistisches Land, seine Massen verehren immer noch den großen Mao mit der roten Bibel, der so viele Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat. Natürlich war das ganze Spektakel eine großartige Inszenierung, eben eine Leistungsshow, durchgedrillt bis zum letzten Trommler in vielen Monaten Vorbereitung, beeindruckend in seiner Perfektion. Gestört hat dann wohl nur ein wenig das mit so viel Gelassenheit ausgesprochene Wort "Umerziehungslager" des chinesischen Funktionärs als Strafe für die beiden alten Ladies, welches ihm so selbstverständlich von den Lippen ging.
Ach ja, das ist nun mal die Strafe für unbotmäßige Bürger, also chinesisches Recht, da hält sich dann das IOC fein heraus. Dazu zu schweigen fand ich besonders schäbig, hier hätte eine Einmischung erwartet werden dürfen.

Medea

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ehemaligesMitglied57
ehemaligesMitglied57
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Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von ehemaligesMitglied57
als Antwort auf eko † vom 24.08.2008, 20:55:59
Ausserdem, Deine Verächtlichmachung der deutschen Sportler ist genauso meilenweit daneben.
geschrieben von eko


Nun mal langsam, Herr eko.
Wenn unsere Leichtathleten und Schwimmer, und auch die Radfahrer Platzierungen mit Zeiten und Weiten belegen, die weitab von ihren Bestwerten sind, dann ist definitiv allerhand schief gelaufen in der Vorbereitung. Das darf man kritisieren, ohne der Verächtlichmachung beschuldigt zu werden. Da ich selbst mal zum erweiterten Olympiakader für Montreal gehörte, glaube ich in der Rückschau noch einigermaßen realistisch einschätzen zu können, dass diese Auftritte ein ziemliches Desaster waren. Denn es ist nunmal so, dass man die Vorbereitung so zu gestalten hat, dass man zu Olympia seine Maximalleistung erbringen kann. Wir können die Leistungen unserer Leichtathleten auch gern mal im einzelnen durchgehen, aber die erste Übersicht hat ergeben, dass manche Ergebnisse auch schon bei den DDR-Kinder- und Jugendspartakiaden erreicht wurden. Wer so etwas beim Jahreshöhepunkt abliefert, ist für mich ein Olympiatourist, mehr nicht.
Und nur mal zur Erinnerung:
Der Anspruch bei Olympia ist mitnichten, "Dabei sein ist alles".
Denn dieser Spruch ist eine Einladung zur beliebigen Mittelmäßigkeit.
Das Motto seit der Antike lautet: "Schneller - Höher - Weiter"!

@ kreuzkampus

Ich hab`s mir nun mehrfach durchgelesen, Dein posting,
auch in der Hoffnung, einen diskussionswürdigen Ansatz darin zu finden, es ist mir nicht gelungen. Ganz offensichtlich schiebst Du Deine Vorurteile wie einen feisten Schmerbauch vor Dir her...
--
gerald
dunkelgraf
dunkelgraf
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Re: Na und?
geschrieben von dunkelgraf
als Antwort auf Medea vom 25.08.2008, 19:56:10
Die Olympischen Spiele sind dazu da, daß sich die Sportler der Welt zu friedlichen und freundschaftlichen Wettkämpfen treffen. Es sollte ein Fest der Lebensfreude werden. Und das waren sie auch.
Die Olympischen Spiele werden nicht durchgeführt, um über die Hintertür einen souveränen Staat umzukrempeln, ihm wesensfremde Eigenheiten unterzujubeln, seine sozialistische Demokratie durch eine bürgerliche Pseudo-Demokratie zu ersetzen. Sie sind auch nicht dazu da, um Leute zu Demonstrationen vor den Olympiastätten aufzuhetzen, und die Medienvertreter haben auch nicht die Aufgabe, mit der Lupe nach Leuten zu suchen, die ihnen staatskritische Interviews geben, sondern sie sollen über das Sportgeschehen berichten.
--
dunkelgraf
erde
erde
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Re: Peking: adé-!London:Hallo!
geschrieben von erde
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 25.08.2008, 22:14:54
Verloren haben doch die, denen man schon vor den Spielen die Medaillen umgehängt hat mit Vorschußlorbeeren ohne Ende.

Gewonnen haben fleißige und begeisterte Sportler, die man vorher vermutlich nicht wichtig genug nahm, um über sie zu berichten.
Die haben um ihrere selbst willen gekämft und alles gegeben und über diese Medaillen freue ich mich am allermeisten.

Vielleicht sollten Verantwortliche und Medien nicht schon vorher immer einen Riesendruck ausüben, unter dem diese "Favoriten" dann versagen müssen. Den Druck steckt niemand so einfach weg.

eri

--
erde
Medea
Medea
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Sozialistische Weltjugendspiele 1973 in der DDR
geschrieben von Medea
als Antwort auf dunkelgraf vom 25.08.2008, 22:22:45
35 Jahre ist es nun schon her, daß eine Gruppe Jusos auf Einladung zu den Weltjugendspielen 1973 in die damalige DDR reiste. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, was da so alles aufgeboten wurde. Untergebracht in Privatquartieren in Güstrow, mit einem ständigen Betreuer an unserer Seite, besuchten wir Sport- und Kulturveranstaltungen, wurden zu Diskussionsabenden eingeladen, eindeutig hofiert und bevorzugt behandelt, sahen Bananen und Südfrüchte für die Gäste und die Normalbevölkerung, die in langen Schlangen nach Tomaten anstanden. Selten haben wir uns so geschämt, denn trotz unserer Che Guevara Baskenmützen sahen wir unverkennbar wie Wessis aus, die sich verlaufen hatten. Einprägsam und bis heute nicht vergessen die überall angebrachten großen Transparente "Die Ostsee soll ein Meer des Friedens sein". Das alles beeindruckte uns wenig, dafür aber um so mehr das Badehaus in Güstrow, wo bitte schön hatte so etwas der Westen noch zu bieten? Ein langgestreckter Bau mit einzelnen oben und unten offenen Kabinen mit großen Badewannen und einer Badefrau, die jedem von uns ein Stückchen Kernseife und ein rauhes Badetuch in die Hand drückte, wir hatten genau eine halbe Stunde im heißen Wasser - das war einfach Vergnügen pur. Und der Kirchenbesuch zu Ernst Barlachs "Schwebendem Engel", die Ausflüge in die schöne Umgebung, der Grillabend, die Brötchen fest wie kleine Steine - die Politik konnte uns gestohlen bleiben, wir wollten hautnah sehen und erleben, wie die Menschen in der DDR leben. Das war unser Anliegen, nicht die monströsen sportlichen Großveranstaltungen, wie sie im sozialistischen/kommunistischen Lager üblich sind.
Diese fünf Tage haben sich uns tief eingeprägt, die sportlichen Wettkämpfe weniger.

Medea

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