Aktuelle Themen Perverse Praktiken?

olga64
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Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 22.10.2014, 15:42:52
Das war vor Jahrzehnten die Zeit, wo er meinte "ich pass schon auf", bzw. sie jeden Morgen ihr Fieber gemessen hatte und dann eine Tabelle führte (Exxel gab es da ja noch nicht). Und dann ging das monatliche Zittern an.... nein danke! Ich war als Spätzünderin davon nicht lange betroffen, weil ich die erste Anti-Baby-Pille mit 20 Jahre schluckte und von da an einige Jahrzehnte. War nervenschonender. Olga
Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 22.10.2014, 15:45:40
genau DAS meine ich.

meine großmutter bekam ihr 'zufallsprodukt' als nachzügler,
als die anderen beiden kinder schon 16 und 17 waren.
das war zu anfang bestimmt nicht lustig.
daß er nachher der liebling der familie wurde, steht auf
einem anderen blatt.
karl
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Administrator

Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von karl
als Antwort auf Edita vom 22.10.2014, 15:44:15
Richtig Edita,

die Wortwahl war Absicht, weil ich bei solchen Zukunftsbetrachtungen gerne einen Schritt zurücktrete und die Entwicklungen aus der Distanz durch meine berufliche Brille als Biologe betrachte. Am kommenden Montag darf ich einen Vortrag über die Evolution halten und ich habe nicht die Absicht, die kulturelle Evolution der menschlichen Gesellschaft außen vor zulassen.

Karl

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olga64
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Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 22.10.2014, 15:49:11
IN genau so lebenslanger Erinnerung behalte ich die Abtreibungen, die damals ja noch verboten waren, im Gedächtnis. Für eine Freundin, die dank eines One-Night-Stands (gab es ja damals auch schon) schwanger wurde, sammelten wir Geld (es waren 1.500.-- Mark). Daraufhin kam der sog. Engelmacher-Bus. Das waren Medizinstudenten in einem umgebauten VW-Bus, die die Abtreibung vornahmen und dann sofort verschwanden als sie das Geld bekamen. Wenn die Frau dann fast verblutet wäre, kam sie in ein Krankenhaus, wo sie entsprechend mies behandelt wurde.
Für all das, was Frauen an Entwürdigung geboten wurde, ist es nur gut, wenn es saubere Alternativen gibt, die vor allem von Frauen akzeptiert werden. Olga
Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 22.10.2014, 16:54:33
.
Für all das, was Frauen an Entwürdigung geboten wurde, ist es nur gut, wenn es saubere Alternativen gibt, die vor allem von Frauen akzeptiert werden.
geschrieben von olga

und jetzt sind schon wieder bestrebungen im gange,
abtreibungen zu verteufeln.
trotz pille vor und danach kommen ja immer wieder unerwünschte schwangerschaften vor ...

das verstehe, wer will
m./.
olga64
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Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 22.10.2014, 17:10:15
ES gab sie zu allen Zeiten, die Pillen (davor oder danach) falsch genommen haben, Präservative irrtümlich als Luftballons betrachteten oder Mütter, die dachten, ihre pubertierenden Töchter würden sowieso noch mit Puppen spielen - und dann kam sie, die plötzliche Schwangerschaft. Aber der Abbruch beizeiten ist gottseidank seit langem gesetzlich geregelt - heute braucht keine mehr einen Engelmacher-Bus oder nach Holland zu fahren, so wie zu unseren sehr aktiven Zeiten. Olga

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Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 22.10.2014, 17:16:33
Es ist sowieso eine schande, dass das thema schwangerschaft so lange ein 'frauentrauma'
war.
olga64
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Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 22.10.2014, 17:24:01
Das war aber auch immer die Schuld von uns Frauen in unserer Generation. DA war immer noch das Vorleben unserer Mütter und Grossmütter, dass Männer zwar ERzeuger sind, dann aber raus aus der Pflicht, bzw. mussten sie halt Geld verdienen, um dieses Modell zu finanzieren.
Frauen, die dies anders sahen, hielten sich ebenfalls raus aus der Reproduktions-Materie und bekamen keine Kinder mehr. Das Thema blieb aber in der SChwebe, bis die heutigen jungen Frauen zaghaft, aber immerhin, hier aufbegehrten und mehr Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder forderten, um auch berufstätig sein zu können und auch ihre Männer, sofern vorhanden, mehr eingebunden haben.
Ich hoffe, nur das Thema geht nun auch weiter mit guten Resultaten - es erscheint mir aber so,dass gerade der Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften hier nun ein Tor öffnet, weil man die Frauen wieder mal braucht. Olga
Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 22.10.2014, 17:27:51
Zu ihrem letzten satz:

Könnte sein. Neulich in einer reportage war zu hören, dass frauen generell aufgrund
ihres naturells und ihrer weit- und umsicht die besseren chefs wären.

Na bitte, hab ich schon immer gewusst. 😄
justus39 †
justus39 †
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Re: Perverse Praktiken?
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf karl vom 22.10.2014, 15:28:53
Ich stelle fest, dass offenbar eine große Bereitschaft besteht, das Kinderkriegen der Karriere oder des Berufs wegen aufzuschieben. Die Zukunft wird zeigen, was daraus entstehen wird. Ich vermute, dass sich das komplette Outsourcing des Kinderkriegens und deren Aufzucht entwickeln wird. Nur optimistisch zu sein, kann auch Naivität bedeuten.

Karl
geschrieben von karl

Wenn es so ist, wie ich inzwischen hier lesen kann,
dass das Leben sorgfältig mit einem Raum für das Studium und der unbedingt damit verbundenen Kariere, dem langzeitig geplanten Schwangerschaftstermin und dem rechtzeitigen Einfrieren von Eizellen, die auch den biologischen Nachwuchs im höchsten Alter noch ermöglichen, sowie dem voraussehbaren Rententermin mit dem damit verbundenen Wohnsitz schon von vornherein sorgfältig geplant werden muss, dann habe ich wohl in meinem Leben alles grundsätzlich falsch gemacht.

Da muss ich mich nur wundern, dass ich mit meiner Familie so glücklich leben und den Rest meines Lebens so unbeschwert genießen kann.

justus

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