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Aktuelle Themen Rassismus gegen Rösler

clara
clara
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Rassismus gegen Rösler
geschrieben von clara
Nachdem sich der hessische FDP-Landesvorsitzende und Integrationsminister (!) Jörg-Uwe Hahn über das "asiatische Aussehen" von Philipp Rösler ausließ und deshalb dessen allgemeine Akzeptanz in der Bevölkerung bezweifelt, nimmt Rösler selbst ihn jetzt in Schutz. Was bleibt ihm auch Anderes übrig, um der FDP nach Brüderle nicht weiter zu schaden?

Ich finde diese Aussage von Hahn eindeutig rassistisch, und ihre Rechtfertigung in FDP-Kreisen, viele Menschen in Deutschland würden so denken, fast noch schlimmer. Meinungen von Leuten am Wahlkampfstand der FDP werden angeführt, sie würden "ja Euch wählen, aber dafür müsste erst einmal der Chinese weg" (Augsburger Zeitung).

http://www.sueddeutsche.de/politik/rassismus-diskussion-in-der-fdp-roesler-stellt-sich-hinter-hahn-1.1594547

Clara
wandersmann_1
wandersmann_1
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Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf clara vom 08.02.2013, 13:50:09
Ich denke auch, dass unsere Gesellschaft an sich weiter ist, dass sie also auch in politischen Führungspositionen und speziell in der Regierung Menschen akzeptiert, die anders resp. ungewöhnlich für ihr Amt sind.
Wir werden von einer Frau regiert. Von einer ostddeutschen obendrein.
Ein Schwerbehinderter ist Finanzminister.
Ein Schwuler ist Außenminister.
Weshalb also diese vom hessischen Landesvorsitzenden Hahn vermuteten Ressentiments gegenüber Rösler?

Zitat Hahn:
"Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."

Selbstverständlich ist diese Fragestellung kein Rassismus, sondern eher das Anstoßen einer Diskussion darüber, wie tief wohl Rassismus in der Gesellschaft wurzelt, wenn die von Hahn beobachtete Ablehnung gegenüber Rösler allein auf dessen Herkunft beruht.
Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von klaus
als Antwort auf wandersmann_1 vom 08.02.2013, 14:06:46
"Selbstverständlich ist diese Fragestellung kein Rassismus, sondern eher das Anstoßen einer Diskussion darüber, wie tief wohl Rassismus in der Gesellschaft wurzelt, wenn die von Hahn beobachtete Ablehnung gegenüber Rösler allein auf dessen Herkunft beruht."


Das sehe ich auch so.

Dass einige Parteigrößen der Linken, Grünen und leider auch der SPD die Worte von Hahn als rassistisch motivierten Ausspruch kennzeichnen und seinen Rücktritt fordern, ist eine der üblichen reflexhaften Reaktionen, wenn es um die FDP geht.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, betonte sogar : "Sie zeigt auch, dass der Integrationsminister selbst offenbar rassistische Tendenzen hat."
Dafür sollte sich Rudolph schnellstens entschuldigen und sich etwas genauer mit dem Rassismusproblem beschäftigen.

Dann müssten sie eigentlich auch die Ausländerbeiräte als rassistisch bezeichnen, die die Äußerungen völlig anders einschätzen.

Frankfurt (dpa/lhe)" Nach seiner scharf kritisierten Äußerung über den "asiatisch aussehenden Vizekanzler" Philipp Rösler bekommt Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn Rückendeckung von Ausländerbeiräten. «Er ist nicht rassistisch eingestellt", sagte der Vorsitzende der hessischen Ausländerbeiräte (agah), Corrado Di Benedetto, der dpa. Im Gegenteil: «Ich sehe die Äußerungen des Integrationsministers unmissverständlich positiv."


Dass das Einbrigen dieser Debatte und der Bezug zu Rösler zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerade förderlich für die FDP ist, ist eine andere Sache -aber eine Angelegenheit der FDP.
UND - dass die FDP ziemlich gut ist, wenn es darum geht, sich selbst zu schaden, ist bekannt.

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Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Hier wiederhole ich den von Clara eingestellten Link aus der Süddeutschen.de.
Der Artikel ist kurz und lesenswert.
RÖSLER stellt sich hinter Hahn [/url]
"Jörg-Uwe Hahn ist über jeden Verdacht des Rassismus erhaben", sagte Rösler ... "Mit Jörg-Uwe Hahn verbindet mich seit vielen Jahren nicht nur die politische Arbeit, sondern auch eine persönliche Freundschaft." ... "Ich verstehe die Aufregung über die vielfach kritisierte Interview-Äußerung von Jörg-Uwe Hahn vom Donnerstag nicht. Mit Jörg-Uwe Hahn verbindet mich seit vielen Jahren nicht nur die politische Arbeit, sondern auch eine persönliche Freundschaft."

Hahn hatte ... die Akzeptanz Röslers als Vizekanzler in der Bevölkerung wegen dessen Herkunft in Zweifel gezogen. Wörtlich sagte Hahn dem Blatt: "Bei Philipp Rösler [u]würde ich allerdings gerne wissen
, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."
geschrieben von Süddeutsche.de


Was ist an solchen parteipolitischen Überlegungen rassistisch?
Muss denn Jeder jedes Wort erst auf eine politisch korrekte Goldwaage legen?


Rösler ist vietnameser Herkunft und wurde von deutschen Eltern als Baby adoptiert.
Er ist ein selbstbewusster Deutscher mit wacher, wendiger Intelligenz und spricht gewandteres Deutsch als z.B. meine Wenigkeit.

Rösler hat sich für den (schwierigen) Beruf des Politikers entschieden.
Seit einer Sendung bei Lanz (mit talentiertem kaberett-reifem Spott gegen die Kanzlerin), mag ich ihn in der Politszene nicht mehr vorbehaltslos.
Lieber sähe ihn in der Kleinkunstszene (Kabarett), wo es sehr an echten Talenten mangelt . (Das meine ich ganz und gar NICHT NEGATIV.)

Jedoch ist mein Berufvorschlag hier "total off Topic".

MargArit
schorsch
schorsch
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Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von schorsch
als Antwort auf clara vom 08.02.2013, 13:50:09
Die einen lernen es halt ihr Leben lang nicht.

Oder anders ausgedrückt: Idioten können nix für ihren Idiotismus!

Zumindest war die Fragestellung unglücklich.
margrit
margrit
Mitglied

Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von margrit
als Antwort auf clara vom 08.02.2013, 13:50:09
Also, ich finde solche rssistischen Äußerungen von einem
Parteigenossen sehr schlimm. Herr Rösler ist doch auch Deutscher.
Dann müßte man Herrn Obama ja auch verbannen.
Es kommt doch wohl nicht auf das Äußere an.
Margrit

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Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von meli
als Antwort auf clara vom 08.02.2013, 13:50:09
Clara,

ich teile Deine Meinung. Er ist auf eine m.M.n. schlimme Weise persönlich geworden.

Menschen, die "zum Wohle" des Volkes arbeiten, sollten einen sorgfältigeren Umgang mit der Sprache pflegen.
Ob diese Aussage zum Wohle des Volkes oder gar seines Freundes ist bezweifele ich stark.

Fokussiert man diese Aussage aber auf die Gesellschaft, so unterstellt er m.M.n. einem großen (oder kleinen?) Teil der Bevölkerung rassistische Denke. Und das völlig ungeprüft und bezogen auf die biologischen Eltern des Herrn R., der deutscher Staatsbürger ist von Kindheit an.

Und das geht schon einmal gar nicht.

Meli
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf meli vom 08.02.2013, 16:45:51
Ihr könnt aufhören und solltet eher darüber nachdenken, weshalb andere führende SPD-Mitglieder Bücher mit dem Titel "Deutschland schafft sich ab" schreiben. Er wird gefeiert wie ein Held, darf weiterhin seine Vorträge und Lesungen halten und wird nicht aus der Sozialdemokratischen Partei auf hochkant rausgeworfen!
Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf meli vom 08.02.2013, 16:45:51
Meli, ich bin, wie Du oben lesen kannst, wenn Du magst, anderer Meinung.

Tabus gemäss politischer Korrektheit finde ich nicht gut (dies sagt man nicht, das darf man nicht).

Was ständig unter den Teppich gekehrt wird, fängt irgendwann an zu stinken.
Nein, ich empfinde das nicht als Rassissmus.
Und Rösler doch offensichtlich auch nicht.

MargArit
Re: Rassismus gegen Rösler
geschrieben von meli
als Antwort auf vom 08.02.2013, 17:04:02
Es bleibt Dir doch Deine Meinung und so lass mir die meine!

Meli

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