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Aktuelle Themen Rede und Gegenrede ...

sissismam
sissismam
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von sissismam
als Antwort auf schorsch vom 24.03.2009, 11:34:28

--
sissismam

wouw...kommt uns das nicht aehr bekannt vor?
carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von carlos1
als Antwort auf karl vom 24.03.2009, 08:37:41
"Die Frage - wie moralisch oder unmoralisch ist Israels Armee? - wird am falschen Ort und zur falsche Zeit gestellt." carlos1
"Gegenfrage: Wann ist die richtige Zeit, wo der richtige Ort?" Karl

Der richtige Zeitpunkt ist immer vor dem Krieg, der viele Menschenleben kosten wird. Es gilt vorher abzuwägen, ob die mit dem Krieg anvisierten politischen Ziele die verbrannten Häuser, zerstörten Familien, vernichteten Menschenleben, den zunehmenden Hass auch im Falle eines Sieges aufwiegen. Jeder Sieger kann auch Verlierer sein in den Augen der Betroffenen, wenn er zu teuer erkauft wird und die Politiker müssen sich dafür rechtfertigen. Der Ort, an dem darüber gesprochen wird, darf nicht ein abgeschlossener Zirkel von Geheimnisträgern, ein Ministerium, sondern muss das Parlament sein und die informierte Öffentlichkeit.
So zu tun als gäbe es einen moralisch sauberen Krieg ist Selbsttäuschung. Das gilt für alle Seiten. Für den Frieden gibt es keinen Ersatz. Ein schlechter Waffenstillstand ist besser als ein guter Krieg.
c.
carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von carlos1
als Antwort auf arno vom 24.03.2009, 08:59:33
"Krieg" scheint in unserer Kultur bereits etwas ganz Normales
geworden zu sein, denn er wird akzeptiert und verharmlost. arno

Ich kann nicht in jeden Kopf hineinsehen, aber mir scheint das eine große Übertreibung zu sein. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges haben wir die längste Nichtschießkriegsperiode in Mitteleuropa gehabt. Mit Unbehagen werden Missionen deutscher Soldaten im Ausland gesehen. Sicher gibt es einige Leute, die Soldatsein als Abenteuer sehen und von Größe träumen. Sie haben Krieg noch nicht erlebt.

Wer ihn erleiden musste, hat genug davon. Für Frieden gibt es keinen Ersatz.
c.

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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von klaus
als Antwort auf arno vom 24.03.2009, 08:59:33
@arno,
"Krieg" scheint in unserer Kultur bereits etwas ganz Normales
geworden zu sein, denn er wird akzeptiert und verharmlost."


Das sehe ich aber ganz anders.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurde der Krieg so klar als das UNNORMALSTE erkannt, wie in den letzten 60 Jahren.
Noch nie war die Gegnerschaft zum Krieg so hoch und die Akzeptanz so gering, wie heute.



--
klaus
arno
arno
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von arno
als Antwort auf carlos1 vom 24.03.2009, 18:40:04
Hallo, carlos1,

unter "unserer Kultur" verstehe ich insgesamt
die westliche Kultur, wozu ich auch Israel und
den Kosovo zähle. Wir in der BRD haben wirklich
Glück gehabt, daß wir seit dem Ende des zweiten
Weltkrieges die längste Nichtschießkriegsperiode
in Mitteleuropa erleben durften, obwohl in diesem
Zeitraum die Kriegsgefahr stets gegeben war!
Ich denke nur daran, was H. Schmidt in
Hamburg auf dem evangelischen Kirchentag zu Zeiten des
eisernen Vorhangs sagte!

Viele Grüße
--
arno
karl
karl
Administrator

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von karl
als Antwort auf carlos1 vom 24.03.2009, 18:29:32
@ carlos1,


ich stimme dir zu, das Beste wäre vor dem Krieg ihn als ungeheuerlich zu begreifen und ihn sein zu lassen. Es ist aber notwendig nach einem Krieg dessen Gräuel nicht totzuschweigen, sondern sie aufzudecken, gerade weil wir den nächsten Krieg vermeiden wollen. Deshalb wird m. E. keineswegs zur falschen Zeit am falschen Ort über Kriegsverbrechen geredet. Sie dürfen nicht totgeschwiegen werden!!
--
karl

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Medea
Medea
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von Medea
als Antwort auf karl vom 24.03.2009, 19:31:53
Krieg muß geächtet werden, milliardenfaches Leid
hat er über die Menschen gebracht seit der Antike bis in die Jetztzeit - und doch scheint er kaum ausrottbar.
Irgend jemand hat immer wieder die Macht, Soldaten zu rekrutieren und in den Kampf zu schicken. Eine furchtbare Spirale dreht sich da. Ich weiß, daß der folgende Satz unvollständig ist, für mich aber sind diese Zeilen hier wichtig:
Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin ...

M.

NB: (.... dann kommt der Krieg zu euch ....
soll angeblich das vollständige Zitat
lauten, das fälschlicherweise B. Brecht
zugeschrieben wird.)

Linta †
Linta †
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von Linta †
als Antwort auf Medea vom 24.03.2009, 19:50:03

Die erste Zeile des erfundenen Zitats "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin" ist abgewandelt aus dem 1936 veröffentlichten Roman "The People, Yes" des Schriftstellers und Poeten Carl Sandburg.

Der zweite Teil stammt wohl offenbar von Brecht, nur heißt es bei
Brecht nicht "Krieg", sondern KAMPF.

n.
lotte
lotte
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von lotte
als Antwort auf karl vom 24.03.2009, 19:31:53
@ carlos1,


Deshalb wird m. E. keineswegs zur falschen Zeit am falschen Ort über Kriegsverbrechen geredet. Sie dürfen nicht totgeschwiegen werden!!
--
karl
geschrieben von karl


Da hast Du 100 Pro Recht , Karl..

aber sie dürfen auch nicht immer und überall zum Anlass genommen werden, das meine ich speziell in Altenforen - zum AUFREGER stilisiert zu werden.

Ich bin ganz der Meinung von Carlos, will seine Argumentation nicht widerkäuen - zumal der Nahostkonflikt ein Thema ohne Ende ist - alle Interessierten sich sowie wie so informieren - und last but not least: jede/r von uns hier auch bei Bemühen um höchste Objektivität seinen Favoriten hat: Israel - Palästina.

Wobei die betroffenen Menschen und ihr Leid - auch das der kämpfenden Truppe - in beiden Lagern GLEICH groß ist.
Auch das ist hinlänglich bekannt.

ehemaligesMitglied65
ehemaligesMitglied65
Mitglied

Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von ehemaligesMitglied65
als Antwort auf Medea vom 24.03.2009, 19:50:03
Krieg muß geächtet werden, milliardenfaches Leid
hat er über die Menschen gebracht seit der Antike bis in die Jetztzeit - und doch scheint er kaum ausrottbar.

Weil es immer Menschen geben wird, die sich das, was sie haben möchten, auch mit Gewalt holen werden. Das ist in einer Nation mit Gesetzen und Regeln einigermaßen einzudämmen, weil man versteht, dass Anarchie letztendlich jedem schadet.
Im Völkergefüge hat sich das noch nicht so durchgesetzt, wenn auch die UNO als Idee ein erster Schritt ist. Allerdings ist ihre Macht nur so groß wie der Wille besonders der tonangebenden Nationen.



Irgend jemand hat immer wieder die Macht, Soldaten zu rekrutieren und in den Kampf zu schicken. Eine furchtbare Spirale dreht sich da. Ich weiß, daß der folgende Satz unvollständig ist, für mich aber sind diese Zeilen hier wichtig:
Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin ...

M.

NB: (.... dann kommt der Krieg zu euch ....
soll angeblich das vollständige Zitat
lauten, das fälschlicherweise B. Brecht
zugeschrieben wird.)

Und daher ist dieser Zusatz so wahr.


--
meritaton

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