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Aktuelle Themen Rede und Gegenrede ...

carlos1
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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von carlos1
als Antwort auf karl vom 24.03.2009, 19:31:53
" ..... das Beste wäre vor dem Krieg ihn als ungeheuerlich zu begreifen und ihn sein zu lassen. Es ist aber notwendig nach einem Krieg dessen Gräuel nicht totzuschweigen, sondern sie aufzudecken, gerade weil wir den nächsten Krieg vermeiden wollen." Karl

Mein Verstand und mein Herz sagen, dass dies richtig ist und uns allen dient. Aber die Wirklichkeit ist anders. Gewalt hat für viele etwas Faszinierendes an sich, sie löst die Konflikte in scheinbar ausweglosen Situationen scheinbar schnell und gut. Sie macht den stark, der an sie glaubt. Krieg führen jene, die einen Zustand anstreben, der ihrem Dafürhalten besser ist als der Zustand vor dem Krieg. Der Glaube an den eigenen Plan, die eigenen Fähigkeiten, macht ihn sicher das zu erreichen. Die Beschreibung von Gräueln reicht nicht aus, prallt ab.

Gegen Testosteron hat die Vernunft einen harten Stand.

c.
carlos1
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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von carlos1
als Antwort auf arno vom 24.03.2009, 19:26:55

"..längste Nichtschießkriegsperiode in Mitteleuropa." arno

Hallo arno,Der Friede war imemr bedroht, aber die Rationalität der Politik im Kalten Krieg auf beiden Seiten hat es zu keinem Schießkrieg kommen lassen. Genauer: Es war die Einsicht in die Tatsache, dass wer als erster schießt als zweiter stirbt. Das Patt in der Atomrüstung (Zweitschlagskapazität, MAD = mutually assured destruction) sorgte dafür. Es wird in Zukunft aber nicht ohne weiteres für "Frieden" sorgen, wenn der Tod etwas Schönes ist und den Platz im Paradies sichert.
Gruß an dich
c.
carlos1
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Re: Ergänzung zum Ausgangsartikel
geschrieben von carlos1
als Antwort auf niederrhein vom 23.03.2009, 16:50:22

Hallo Niederrhein, den SPIEGEL ONLINE Artikel habe ich jetzt gelesen. Für uns ist das ein entsetzliches Geschehen, was sich im Häuserkampf abspielt. Danken wir dem Schicksal, dass wir den letzten Weltkrtieg verloren haben und unsere Fehler bereuen dürfen und zwar öffentlich und vor aller Welt, so dass jeder sich von unseren edlen Absichten überzeugen kann und unsere einwandfreie Moral bewundert. Aber dürfen wir den Soldaten im Einastz Vorwürfe machen? Leider muss ich es sagen: Wären wir an deren Stelle gewesen und unter Befehl gestanden, was hätten wir anderes tun können? Türe eintreten (oder doch besser vorher anklopfen und laut rufen, dass wir bewaffnet seien, aber in guter Absicht kämen?) und reinschießen oder freundlich fragen, ob jemand vielleicht Waffen besitzt oder Sprengstoff und dann bittet, bitte diese Dinge doch vor Gebrauch vorher abzugeben? Unter einer schwarzen Kutte lässt sich viel verbergen. Kinder können Nachrichtenübermittler sein etc

Die Vorwürfe muss sich an Verantwortliche in der Politik wenden. Jeder Krieg ist eine Verrohung der Sitten, besonders wenn sich ein gewaltiger Hass aufgestaut hat.

Gruß
c.

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hockey
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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von hockey
als Antwort auf schorsch vom 24.03.2009, 11:34:28
Ich halte mich sehr zurueck aber was du hier sagst ist nicht nur unwahr sondern gehoehrt in den Stuermer. (vielleicht aenderst du deinen nick in Julius Streicher) Gib mir eineinziges Beispiel wo die Israelische ArmeeFuehrung oder ihre Ausbilder andere Menschen Tieren gleichstellen.
Das solche Ausagen hier unwiedersprochen oder von einigen sogar gut geheissen werden, finde ich furchbar.
Ich sehe gerade Karl hat der aussage von schorsch wiedersprochen
Shalom
--
hockey
Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von klaus
als Antwort auf hockey vom 25.03.2009, 22:22:59
@hockey,
"Das solche Ausagen hier unwiedersprochen oder von einigen sogar gut geheissen werden, finde ich furchbar."

Ich auch !
Ich halte aber die Aussage von schorsch für einen Wutausbruch.
Wutausbrüche lassen sich nicht belegen, weil sie nicht der Realität entspringen, sondern Ausdruck von Gefühlen sind. Gefühle sind nicht immer die richtigen Ratgeber.

Ich finde, dass die Bemerkung vom "Chef" zu dieser Aussage deutlich genug ist. Da muss sich nicht jeder einzeln zu diesem Ausraster äußern.
--
klaus
arno
arno
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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von arno
als Antwort auf niederrhein vom 23.03.2009, 07:17:51
Hallo, Die Bertha
vom Niederrhein,

eine solche Veröffentlichung finde ich schockierend!

Viele Grüße
--
arno

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senhora
senhora
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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von senhora
als Antwort auf karl vom 24.03.2009, 12:18:29
Derartige Aussagen von Menachem Begin, vom Generalstabschef der IDF Rapahel Eitan und von Yitzhak Shamir kursieren schon lange im Netz und werden häufig zitiert. Ich möchte die Zitate nicht wiederholen.

Noam Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie

Nur eine Quelle:

senhora
Medea
Medea
Mitglied

Re: Ergänzung zum Ausgangsartikel
geschrieben von Medea
als Antwort auf carlos1 vom 25.03.2009, 19:35:29
Was Häuserkampf tatsächlich bedeutet, habe ich mir durch dein posting erst mal richtig klargemacht - furchtbar, abscheulich, grausam, unbeschreiblich für beide Seiten - Du oder ich - ja, genau das ist es.
Und diese dumpfe Angst sitzt in den Knochen, im Gehirn, beherrscht das schreckliche Geschehen und so kommen diese unmenschlichen Taten zustande.
Wer davongekommen ist - auf beiden Seiten - ist damit belastet sein Leben lang.

Medea
carlos1
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Re: Ergänzung zum Ausgangsartikel
geschrieben von carlos1
als Antwort auf Medea vom 26.03.2009, 10:08:14

"Wer davongekommen ist - auf beiden Seiten - ist damit belastet sein Leben lang." Medea
Die Frontgeneration des ersten Weltkrieges hat Ähnliches im Grabenkampf mitmachen müssen. Der Großvater meiner Frau, ein stämmiger schwäbischer Bauer, hat vier Jahre den Grabenkrieg durchkämpft, mit Sturmangriffen, Nahkämpfen bei feindlichen Einbrüchen. Mit dem Spaten haben sie sich des Feindes erwehren müssen, eine geschliffene Waffe, mit der man die Halsschlagader des Gegners zerschlug, Pistole und Bajonett als letztes Mittel. Anrennen gegen feindliche Maschinengewehre. Grabenkämpfe. So ging das hin und her. Sinnlos ohne Bodengewinn, ohne Aussicht auf ein Ende. Nur Erschöpfung. Die Blutmühle von Verdun kostete ein Mio Opfer auf beiden Seiten. Eine Folgerung, die er daraus zog: 1939 verbot er seinem Sohn, der sich 17jährig freiwillig als Soldat gemeldet hatte, den Wehrdienst. Als dieser volljährig war, ging das nicht mehr. Der Sohn kam hochdekoriert aus dem Krieg zurück und erhält heute bewundernde Briefe aus aller Welt.

Es fehlt Menschen an Phantasie. Krieg ist kein Abenteuer.
c.
ehemaligesMitglied65
ehemaligesMitglied65
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Re: Rede und Gegenrede ...
geschrieben von ehemaligesMitglied65
als Antwort auf carlos1 vom 25.03.2009, 17:09:21
" .....

Gegen Testosteron hat die Vernunft einen harten Stand.

c.


DAS ist es! Wobei ich nicht leugnen will, das die ein oder andere eiserne Lady auch zu viel davon besitzt.

Ich denke nicht, dass Kriege irgendwann einmal der Vergangenheit angehören werden. Selbst ohne Testosteron.
Es sieht zwar so aus, als wären wir von derartigen Agressionen geheilt.
Wir haben es aber auch nicht nötig, Kriege zu führen. Zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt.
Es geht uns nämlich in jeder Hinsicht sehr gut.

Aber was wäre z. B., wenn wir um Ressourcen kämpfen müssten, um überleben zu können?

Könnte schneller kommen, als wir denken.

--
meritaton

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