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Aktuelle Themen Reinkarnation - aus atheistischer Sicht

wanderer
wanderer
Mitglied

Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von wanderer
Ich selber bin der Ansicht, dass der Mensch aus zwei elementaren Grundsystemen besteht:
1. aus Materie, und
2. aus Bewusstein.

Nun gibt es ja bekanntlich zwei antagonistische Auffassungen darüber, wie das Verhältnis beider zueinander definiert werden muss.
Also: Was war zuerst da?
Die Materie?
Oder das Bewusstsein?
Der dialektische und historische Materialismus beantwortet diese fundamentale Frage dahingehend, dass das Primäre die Materie war, und im Ergebnis eines bestimmten Qualitätsprunges in deren Entwicklung sich Bewusstsein herausgebildet hat.

Der Idealismus geht davon aus, dass das Primat beim Bewusstsein liegen muss, denn nur dieses kann hochentwickelte Materie, wie den Menschen in Form eines SChöpfungsaktes hervorbringen.

Meiner Kenntnis nach ist das ICH - dass, was sich hinter JEDER STIRN verbirgt, die Seele also, nicht auslöschbar durch das Sterben der materiellen Hülle.

Wer diesem Gedankengang nicht folgen möchte oder kann, dem biete ich folgendes an:

Ihr seid der Ansicht, dass euer Leben einmalig ist, und mit dem Tod eure Existenz ein endgültiges Ende findet. Ok.
Ihr seid der Ansicht,dass euer Bewusstsein, also euer ICH, ein Produkt eures hochentwickeltenden Gehirns ist. Ok.

Wenn dies so wäre, weshalb eigentlich kann dieses Bewusstsein nicht irgendwann wieder entstehen, wenn dieselben Voraussetzungen dafür gegeben wären?

Also, als Beispiel, aller 1000 Milliarden Menschen entwickelt sich ein identisches Gehirn mit dem selben Bewusstsein, also demselben ICH.
Wäre das nicht die lupenreine Reinkarnation für Atheisten?
Näme es den Atheisten vielleicht die Angst vorm Tod?



--
wanderer
Drachenmutter
Drachenmutter
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf wanderer vom 25.01.2009, 18:06:32
Eine Frage zum Verständnis Deines Textes. Setzt Du das Bewusstsein mit dem ICH und der Seele gleich?

Könnte es nicht sein, dass der Mensch nicht nur aus Materie und Bewusstsein besteht, sondern, dass die Seele die dritte Komponente ist und nicht mit dem Bewusstsein gleichgesetzt werden kann? Ich frage nur, ich weiß es nicht.

Könnte es weiterhin nicht sein, dass Bewusstsein, Materie und Seele gleichzeitig entstanden sind? Dass sie also ein und denselben Ursprung haben und untrennbar miteinander verschmolzen sind, dass sie sich gleichsam parallel entwickeln?

Warum sollte nur eines am Anfang gewesen sein, aus dem das andere entstanden ist?

Könnte nicht alles aus einem großen Bewusstsein, einer großen Seele und einer großen Materie bestehen und zum Zwecke des Erlebens für eine gewisse Zeit in kleinere Einheiten getrennt worden sein, die nach dem Tode wieder in die eine große Einheit eingehen?

Alles Überlegungen, die ich mir schon vor langer Zeit gemacht habe. Da ich aber keine Antwort auf all' diese Fragen geben kann und auch von keinem anderen Menschen erwarte, dass er sie geben kann, ist es müßig, darüber zu philosophieren. Wir werden es nicht erfahren, jedenfalls nicht auf unserem heutigen Entwicklungsstand.

Liebe Grüße,
--
woelfin
wanderer
wanderer
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von wanderer
als Antwort auf Drachenmutter vom 25.01.2009, 18:36:07
Könnte nicht alles aus einem großen Bewusstsein, einer großen Seele und einer großen Materie bestehen und zum Zwecke des Erlebens für eine gewisse Zeit in kleinere Einheiten getrennt worden sein, die nach dem Tode wieder in die eine große Einheit eingehen?
geschrieben von woelfin


Perfekt!

Danke für Deinen Beitrag, woelfin!

Er korreliert 1:1 mit meiner Kenntnis, sowie der Einsicht, die ich erlangen konnte.
Ein URGEIST existiert, in einem Zustand in Abwesenheit der Dimension Zeit.
Diese entstand gemeinsam mit der Materie während des Urknalls, hat einen Anfang und ein Ende.
Der Urgeist kann sich teilen.
In kleinste Fitzelchen.
Diese infiltrieren, so es sie wollen, junge Materie.
Das Ergebnis ist ein neuer Mensch, eine Kombination von Materie und Geist.
Dieser Mensch wächst heran, altert, und stirbt.
Seine Seele, sein ICH, verlässt den Körper, und kehrt zurück zum Urgeist.
Dort muss er unter Beweis stellen, ob er während dieses Lebens einen Reifeprozess durchfahren hat.
Er wird "gewogen", und ggf. für "zu leicht befunden".
Dann muss er nochmal ran.
Nochmal in irgendein Leben hinein, um zu "reifen".
Das kann einmal sein oder tausendmal.



--
wanderer

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carlotta
carlotta
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von carlotta
als Antwort auf wanderer vom 25.01.2009, 18:06:32
woraus schliesst du, dass atheisten angst vor dem tod haben? ich habe keine.
wir müssen alle einmal gehen, und was uns erwartet kann ohnehin keiner wissen. wahrscheinlich ist alles ganz anders als wir glauben. jedenfalls, mich jetzt schon zu fürchten, betrachte ich als energieverschwendung. mit dieser energie kann ich in der zeit die mir noch bleibt besseres anfangen.
--
carlotta
hema
hema
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von hema
als Antwort auf wanderer vom 25.01.2009, 19:06:35
Ein URGEIST existiert, in einem Zustand in Abwesenheit der Dimension Zeit.
Diese entstand gemeinsam mit der Materie während des Urknalls, hat einen Anfang und ein Ende.


Dieser URGEIST war vor der Materie da und er hat KEINEN ANFANG UND KEIN ENDE.

Ansonsten bin ich dem was du sagst einverstanden.


--
hema
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf wanderer vom 25.01.2009, 18:06:32
@wanderer

du schreibst doch sonst nicht so einen blödsinn?

egal was du geraucht hast, nimm beim nächsten mal die hälfte!


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Drachenmutter
Drachenmutter
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf hema vom 25.01.2009, 23:51:26
Ein URGEIST existiert, in einem Zustand in Abwesenheit der Dimension Zeit.
Diese entstand gemeinsam mit der Materie während des Urknalls, hat einen Anfang und ein Ende.


Dieser URGEIST war vor der Materie da und er hat KEINEN ANFANG UND KEIN ENDE.

Ansonsten bin ich dem was du sagst einverstanden.


--
hema
geschrieben von hema


Soweit ich den Wanderer verstanden habe, bezog er Anfang und Ende auf die Dimension Zeit und die Materie und nicht auf den Urgeist. Kann mich aber auch irren.

LG,

--
woelfin
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von schorsch
als Antwort auf wanderer vom 25.01.2009, 18:06:32
Ach wie schön wäre es, wären wir doch Tiere geblieben, die sich nicht mit solchen Gedanken befassen müssen (

Im Ernst: Als der Mensch einer wurde, weil er zu denken begann, begann auch sein Denken darüber wie.... aber das hast du oben ja bereits trefflich formuliert.

Also muss ich annehmen, dass der denkende Mensch zeitlebens keine Ruhe haben kann, nachzudenken, was nach seinem Tod passieren wird. Wie schön haben es da doch die "Verrückten" und die Tiere, die sich keine Gedanken darüber machen, was nachher sei, sondern sich am Leben freuen und dieses unbekümmert leben!

--
schorsch
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von schorsch
als Antwort auf hema vom 25.01.2009, 23:51:26
Ein URGEIST existiert, in einem Zustand in Abwesenheit der Dimension Zeit.
Diese entstand gemeinsam mit der Materie während des Urknalls, hat einen Anfang und ein Ende.


Dieser URGEIST war vor der Materie da und er hat KEINEN ANFANG UND KEIN ENDE.

Ansonsten bin ich dem was du sagst einverstanden.


--
hema
geschrieben von hema


Tja, und da war noch einer der dabei war - und alles schön säuberlich aufgeschrieben hat, auf dass du uns dies plausibel erklären kannst (


--
schorsch
Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf Drachenmutter vom 26.01.2009, 08:51:32
Für Hema ist der "Urgeist" identisch mit Gott ... womit wir wieder bei Hemas (einzigem?) Thema wären
--
ursula

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