Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Reinkarnation - aus atheistischer Sicht

Aktuelle Themen Reinkarnation - aus atheistischer Sicht

hema
hema
Mitglied

Re: Was ist der Geist?
geschrieben von hema
als Antwort auf felix vom 31.01.2009, 19:04:34
Du kannst dir auch nicht vorstellen, dass dies eine gewaltige Selbstüberschätzung sein könnte?
Ich will dir nicht zu nahe treten ... aber jeder Psychiater könnte dir nun eine klare Diagnose stellen!

Hast du meine erkenntnistheoretischen Einwände überlesen ... oder nicht verstanden?


Hallo Felix!

Vielleicht hast du eine gewaltige Selbstüberschätzung! Wäre das möglich? Dein Hinweis auf den Psychiater läßt mich das vermuten.

Was deine "erkenntnistheoretischen Einwände" betrifft so könnte es sein, dass ich anderer Meinung bin oder hast du die absolute Weisheit und Wahrheit vielleicht?

Von eurer Uriella hab ich gehört. Ich hab mit ihr nichts gemein!

Lieben Gruß in die Schweiz sendet

Hema




--
hema
Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf wanderer vom 26.01.2009, 21:18:24


Wenn aber die Voraussetzungen gleich sind, weshalb sollten sich dann die sich ändernden Aktivitätszustände unter bestimmten Bedingungen nicht ebenso identisch verhalten können, wenn man das Bewusstsein als Widerspiegelung der objektiven Realität versteht?

--
wanderer




Du stellst Dir offenbar vor, dass unser Gehirn wie ein Computer mit festen Codes und Dateien arbeitet. Das ist aber nicht der Fall:
Die Struktur und die Funktion unseres Gehirns ist ständigen Veränderungen unterworfen, was zu einer Variabilität unvorstellbaren Ausmaßes führt.

Aus diesem Grunde kann es keine zwei gleiche Gehirne geben (auch die Gehirne eineiiger Zwillinge sind nicht gleich), sondern jedes Gehirn ist einzigartig und damit sind auch der Geist (für mich =subjektives Erleben) und das Bewusstsein etc., die unser Gehirn hervorbringt, einzigartig!

--
ursula
felix
felix
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von felix
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 01.02.2009, 15:30:42
Hier ein neuer Aspekt:

Die Reinkarnationslehre aus politischer Betrachtungsweise:

Der Glaube an eine Wiedergeburt macht das aktuelle Leben erträglicher.
Da man ja seine durch ethisches Verhalten verbessern kann, bekommt man die Chance im nächsten Leben eine höhere Stellung zu erlangen.
Es fehlt also die Motivation, eine bessere Position schon im jetzigen Leben zu verwirklichen. Dies hat zur Folge, dass in Bevölkerungen, die an die Reinkarnation glauben, kaum Bestrebungen zu revolutionären Erneuerungen existieren.
Tatsache ist, dass gesellschaftliche Revolutionen eigentlich nur in Populationen vorkommen, die wie bei den Muslim, den Juden und Christen nur ein einziges Leben annehmen.
Da muss man eben dieses zu ändern versuchen ... und kann sich nicht auf ein besseres vertrösten!

Habt ihr das auch schon so betrachtet?

--
felix

Anzeige

felix
felix
Mitglied

Re: Was ist der Geist?
geschrieben von felix
als Antwort auf hema vom 01.02.2009, 15:23:27
Nein, Hema,

im Gegenteil.
Ich bin mir bewusst, dass ich prinzipiell keinen Zugang zur Wahrheit haben kann!

Eine ähnliche Aussage ist ja:

Zum Psychiater muss man erst gehen, wenn man durch seine paranoiden Vorstellungen einen Leidensdruck verspürt, oder wenn die Mitmenschen darunter leiden müssten.
Ansonsten kann es ja auch dein Selbstwertgefühl anheben!

--
felix
Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von meli
als Antwort auf felix vom 01.02.2009, 18:27:24
Ich habe Felix und ich stimme Dir da auch zu.

Immer wenn es darum geht, schlechtere Lebensbedingungen auszuhalten, weil irgendwann dafür ein Gewinn ins Haus steht, werde ich sehr hellhörig.

Es bleibt letztlich dabei, alles dies sind Glaubensdinge und meiner Erfahrung nach kann dort, wo etwas "geglaubt" wird, nicht mehr wirklich diskutiert werden.
Denn der Glaube verhindert die Diskussion, weil die Gedanken nicht mehr frei im Raum wandern dürfen!

Wenn ich nicht glaube, kann ich jeden Gedanken aufgreifen, drehen, wenden und überlegen. Wenn ich glaube, darf ich dies nicht mehr, denn sonst käme der Glaube evtl. in Gefahr.
Und mit dem Glauben die Gemeinschaft der Gläubigen, die ja eine Welt für sich ausmacht. Und, und, und ....

Und da muss man verstehen, dass dies Angst macht.
Deshalb auch meine Antwort auf die Sinn-Frage des Lebens.
Für mich ist das Leben selbst der Sinn und diesem gerecht zu werden, ist keine einfache Aufgabe.
Drücke ich mich sehr unverständlich aus?

Und ich komme damit auch wieder zu der Verantwortung, die im Leben übernommen werden sollte.
Wenn ich glaube, kann ich Absolution erlangen, wenn ich das nicht tue, gibt es diese Vorzüge nicht. Ich muss mit dem, was mein Gewissen mir erzählt, irgendwie zu Potte kommen - auch nicht immer einfach.

Meli


--
meli
felix
felix
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von felix
als Antwort auf meli vom 01.02.2009, 19:08:14
Ja meli,

ich sehe das ähnlich. Glauben an religieuse oder politische Idealogien scheint wie eine Droge zu wirken, die den kritischen Verstand einschränkt und das Individuum damit manipulierbar macht.

An der Macht interessierte Kreise haben das immer ausgenützt. Ein Blick in die Menschheitsgeschichte spricht davon ein klares Zeugnis!


Die Frage ist nur, weshalb dies von den Betroffenen nicht erkannt wird?


--
felix

Anzeige

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von meli
als Antwort auf felix vom 01.02.2009, 20:44:43
Ach Felix, weil sie g l a u b e n ! Und da bedarf es keines Beweises mehr. Glaube schließt Beweisführung aus, das ist meine Erfahrung.
Glaube hat nichts mit Rationalität zu tun und steht direkt im Gegensatz dazu.

Und je rationaler, ja selbst nachvollziehbar Deine Beweisführung ist, belegt durch die Neurophysiologie etc. , um so stärker wird der Glaube zitiert als mächtiges Bollwerk gegen alles, was ihn gefährden könnte. Das macht ja das Wesen des Glaubens aus, dass er der Versuchung Stand hält. Und je größer die Versuchung, um so fester der Glaube!

Mach ein Rollenspiel - Der Glaube als Person und die Beweisführung als Person - Du wirst Dein blaues Wunder erleben. Ich hatte das Vergnügen!

Und - Felix - ich denke, es handelt sich ja oftmals um tief verankerte Erziehungsmodelle, die vermittelt werden.
Es ist immer die Frage nach der Biographie. In welchen Strukturen wächst ein Mensch auf. Stadt - Dorf, macht erhebliche Unterschiede.
Die soziale Kontrolle auf dem Dorf ist auch heute noch heftig.
Also, da sind ganz viele Bereiche, die hier noch gar nicht berücksichtigt wurden.
Und diesen Bereich zu verlassen, setzt sehr viel Arbeit voraus - wenn sie nicht vom Elternhaus schon angelegt war.

meli
barbarakary
barbarakary
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf meli vom 01.02.2009, 21:07:58
Warum ihr lieben Ungläubigen lebt ihr dann überhaupt anständig und hört auf euer Gewissen, wenn nach dem Tod doch alles aus ist??? Oder nur aus Angst davor, erwischt zu werden und im Gefängnis zu landen???
LG Roswitha
--
barbarakary
Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von meli
als Antwort auf barbarakary vom 01.02.2009, 21:20:58
Ich denke einmal Barbarakary, dass dieser Ton hier nicht unbedingt angebracht ist. Bisher ging es ruhig und sachlich zu. Es wäre schön, wenn es so bliebe.

Es gibt - auch außerhalb des Glaubens: Ethik - Menschlichkeit - Anständigkeit - Philosophie, selbst so alte Begriffe wie Rechtschaffenheit. Das ist nichts, was Gläubige - egal welcher Konfession - für sich gepachtet haben.
Gläubige glauben einfach etwas anderes, als Menschen, die keiner Konfession angehören. So einfach ist das.
Und während man mit Menschen "ohne Glauben" diskutieren kann, kann man das mit Menschen "mit Glauben" nur ganz selten - aber sie sind mir vereinzelt begegnet.
Allerdings nicht in der Überzahl.

Also merke: "Nicht glauben" heißt nicht "menschliche Regeln mißachten".
--
meli
barbarakary
barbarakary
Mitglied

Re: Reinkarnation - aus atheistischer Sicht
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf meli vom 01.02.2009, 21:31:05
Liebe meli, ich wollte nur etwas provozieren! Unter Ungläubigen verstehe ich in diesem Fall nicht diejenigen, die keiner Kirche angehören, sondern die, die grundsätzlich nicht an ein Jenseits glauben - das hat mit Kirchenzugehörigkeit absolut nichts zu tun!
Es ist ja schön, dass es Ethik und Gewissen gibt!
LG Roswitha
--
barbarakary

Anzeige