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Aktuelle Themen Rendite ohne Personal ????

freddy-2015
freddy-2015
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Rendite ohne Personal ????
geschrieben von freddy-2015

Amazon arbeitet schon länger am Supermarkt ohne oder fast ohne Kassen und damit ohne bzw.
weniger Personal.
Amazons erster Supermarkt ohne Kassen öffnet für das Publikum und setzt neue Maßstäbe in der Geschäftswelt.
Amazon Go, eine Idee, jetzt Wirklichkeit.
Jeder der ein Konto bei Amazon hat, kann bargeldlos einkaufen ohne an einer Kasse anzustehen.
Heute am Montag den 22.01.2018 mit einem Jahr Verspätung geht es los.
Während sich Europa noch über die Abschaffung von Kleingeld streitet/auseinandersetz, werden
in den USA Fakten geschaffen die die Welt bzw. die Arbeitswelt noch mehr verändern wird.

Gut ?
Schlecht?
Nicht zu ändern?

Wenn Amazon das hier in Deutschland auch so macht, dann gibt es Druck auf alle Supermärkte und Disqounter.
 

http://winfuture.de/news,101581.html

Die Kunden werden mit Kameras und Sensoren bei ihrem Einkauf so überwacht, dass Amazon genau mitbekommt, welche Produkte diese aus dem Laden mitnehmen. Die Zahlung erfolgt automatisch über die bei Amazon hinterlegten Kreditkartendaten beim Verlassen des Su­per­markts.

schorsch
schorsch
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RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von schorsch
als Antwort auf freddy-2015 vom 22.01.2018, 08:02:45

Am Tag, wo es kein Personal und keine Arbeiter mehr braucht auf der Erde, wird es auch keine Kunden mehr geben. Denn Kunden können nur Menschen sein, die Geld haben. Woher aber sollen sie Geld haben, wenn sie arbeitslos sind? Sogar die Arbeitslosenkassen können nur so lange Geld geben, als Geld hereinkommt. Von wem denn, wenn niemand mehr arbeitet!

Es gab vor Jahrhunderten mal den sogenannten "Maschinensturm"; da stürmten die arbeitslos gewordenen Weber die Fabrikhallen der Webereien, die sie arbeitlos gemacht hatten. Ich sehe den Zeitpunkt nahen, dass es wieder so einen "Sturm" geben wird!

digizar
digizar
Mitglied

RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von digizar
als Antwort auf schorsch vom 22.01.2018, 08:11:36

Das war schon lange fällig; die ersten 'Gehversuche' dazu hab ich mal vor 100 Jahren schon in einem holländischen Betrieb programmiert. Da fehlte es aber noch an der zuverlässigen Technik.
Das werden auch ALDI & Co einführen.
Vielleicht geht das sogar noch einen Schritt weiter, nach oben ist nämlich auch dabei noch recht viel Luft.
Das zusätzliche wirkliche Problem ist dabei die Bonitätsprüfung; aber die sollte mittlerweile auch jeder Supermarkt im Griff haben. Diebstahl, Betrug und Unterschlagung werden so auch unterbunden.

Dadurch werden aber (noch) nicht die Menschen arbeitslos, die die Ware bauen, liefern und einstapeln. Aber auch da wird sich noch etwas ändern. Wir könnten es noch erleben. Die sozialen Folgen sind nicht kalkulierbar.

Wenn mehr Ware umgesetzt werden kann -eben durch so ein Prinzip-, dann wird auch mehr eingenommen. Und wenn das dann noch wegen niedrigerer Steuern/Abgaben bei den Firmen hängen bleibt, dann kann es investiert werden in andere Arbeitsplätze. Um dumme und langweilige Jobs abzuschaffen. Das widerum verlangt (Selbst-)Ausbildung, und somit mindestens die Erkenntnis -und den Willen-, sich selber geschickt und zweckmäßig auszubilden.

Somit ist abzusehen, dass 'dumme' Arbeitsplätze durch Automatisierung in großem Rahmen wegfallen werden. Das Problem besteht aber schon seit 30 Jahren, die ersten windigen Ausläufer sind jetzt schon relativ derbe zu bemerken. Und da hilft auch keine noch so schön polierte Statistik.

Amazon, speziell mit diesem Projekt, ist ein ganz typisches Beispiel übrigens für 'America first'.
Aber wir werden auch das aussitzen - und verpassen.


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pschroed
pschroed
Mitglied

RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von pschroed
als Antwort auf freddy-2015 vom 22.01.2018, 08:02:45


Gut ?
Schlecht?
Nicht zu ändern?

Wenn Amazon das hier in Deutschland auch so macht, dann gibt es Druck auf alle Supermärkte und Disqounter.http://winfuture.de/news,101581.html
Ich habe zur Zeit ein Problem mit einem Rolladenmotor, die Handwerkerfirma weiß nun seit dem 15 Dezember 2017 bescheid, für ihn ist der Motor nicht auf Lager, und vertröstete mich mal wieder.
Heute morgen war meine Geduld am Ende, ich sagte ihm daß der Motor bei Amazon in circa drei Tagen lieferbar wäre.
Ich gab ihm sehr diplomatisch zu verstehen daß der analoge Mittelstand keine Chance mehr in der digitalen Welt haben wird, wenn sie sich mit ihrer circa 100 Mann Firma nicht an die Neuzeit anpassen würde.
Freddy das ist ein typisches Problem, viele realisieren den Wandel nicht, sie vegetieren in den 70ziger 80ziger dahin. Zusätzlich ist der Elektromotor noch wesentlich billiger bei Amazon als bei der Firma.
Ich habe solches Gerät noch nie montiert sonst würde ich es selbst machen.
Phil.
olga64
olga64
Mitglied

RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 22.01.2018, 12:44:01

Bei Handwerkern (z.B. in Bayern) ist es noch komplizierter. Aufgrund des gewaltigen Baubooms haben die derzeit keinerlei Kapazitäten frei; Personal bekommen sie auch nicht, weil die Menschen andere Berufe wählen.
Ich brauchte Ende letzten Jahres einen Elektriker und erfuhr von "meinem", dass er erst wieder neue Aufträge nach Ostern 2018 annehmen kann.
Ich konne dann gottlob auf den Elektriker meines Vermieters zurückgreifen, der dies im Nebenberuf zu seiner Bürgermeister-Tätigkeit macht.
Personal ist nicht zur schwierig zu finden (und es wird immer noch schwieriger werden, wenn weniger junge Menschen "nachwachsen"), es zeigt im Gegensatz zur Technik Probleme, die diese nicht hat: Maschinen werden nicht wie Menschen krank (wenn sie gut gewartet sind), haben keinen Urlaubsanspruch, streiken nicht wie Menschen usw. Aber der Prozess läuft seit Jahren. Man sollte sich nur mal eine Automobilfabrik ansehen, die von Maschinen dominiert wird und die Menschen in klinisch reiner Atmosphäre ihren Jobs nachgehen, meist in Supervisor Tätigkeiten.
Jeder junge Mensch, der vor seiner Berufswahl steht, sollte die Finger lassen von Tätigkeiten, die sich laufend wiederholen, da sie der Technik zum Opfer fallen werden. Dafür entstehen sicher höher qualifizierte Jobs, für die man dann aber lebenslang sein Wissen updaten muss. Olga

digizar
digizar
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RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von digizar
als Antwort auf pschroed vom 22.01.2018, 12:44:01
Ich habe solches Gerät noch nie montiert sonst würde ich es selbst machen.
geschrieben von pschroed
Das ist überhaupt kein Grund, es nicht wenigstens ernsthaft zu versuchen.
Motto: Wenn jemand anderer das kann, dann kann ich das schon lange.
Es sei denn es würde Spezialwerkzeug benötigt - aber dann kauft man sowas schon mal gar nicht.

Also - worauf wartest Du?
Daumen hoch

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digizar
digizar
Mitglied

RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von digizar
als Antwort auf olga64 vom 22.01.2018, 18:12:25
Jeder junge Mensch, der vor seiner Berufswahl steht, sollte die Finger lassen von Tätigkeiten, die sich laufend wiederholen, da sie der Technik zum Opfer fallen werden. Dafür entstehen sicher höher qualifizierte Jobs, für die man dann aber lebenslang sein Wissen updaten muss.
Meine Rede seit 1955 (ja, fünfundfünfzig).

Das Wissen-Updaten wird dann auch nicht als lästig oder beschwerlich empfunden; es geht automatisch in Fleisch&Blut über. Jede neue, weitere Erkenntnis stärkt das Hemde.
Aber man muss es wenigstens einmal erfahren haben.
Und die Chance dafür suchen und natürlich auch finden und nutzen.

Es ist auch nichts entwürdigender als am Tropf des Staates zu hängen.
Oder bei einer EisCremeFabrik nächtsSchichtens am Fließband SchokoEis zu verpacken.
Hr.Bert
Hr.Bert
Mitglied

RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von Hr.Bert
als Antwort auf freddy-2015 vom 22.01.2018, 08:02:45

Schon ziemlich beeindruckend und schockierend zugleich, was heute langsam möglich wird. Einerseits bin ich sehr neugierig, andererseits auch froh, dass ich manches nicht mehr als Angestellter miterleben werde müssen. Die Beziehung zwischen Kunden und Verkäufern und Mitarbeitern fällt dann natürlich weg und die Sorge, dass dann vielleicht weniger Stellen für viele gibt, umtreibt mich auch etwas. Kann man nur das Beste hoffen.
Bert

pschroed
pschroed
Mitglied

RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von pschroed
als Antwort auf digizar vom 22.01.2018, 19:51:38

Danke Digizar, aber de Umstände wo die Arbeit ausgeführt werden sollte ist schon etwas komplizierter emoji_smiley

Tina1
Tina1
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RE: Rendite ohne Personal ????
geschrieben von Tina1
https://www.focus.de/finanzen/boerse/zukunft-der-arbeit-die-neue-german-angst_id_6816692.html

 

Folge der DigitalisierungJob-Hammer: Roboter ersetzen die Hälfte der deutschen Arbeitsplätze

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt von Grund auf. Laut Experten ist in 20 Jahren jeder Zweite ohne Arbeit. Das trifft auch Deutschland hart! Während der technische Wandel früher neue Arbeitsfelder schuf, ist das bei der Industrie 4.0 anders.

Was ist meine Arbeit, meine erbrachte „Leistung gegen Lohn“, in Zukunft noch wert, wenn eine Maschine in der Lage ist, sie um ein Vielfaches schneller und kostengünstiger zu bewerkstelligen?Die Antwort in der Vergangenheit war so einfach wie besänftigend.

Sie lautet: Wann immer in der Menschheitsgeschichte technischer Fortschritt menschliche Arbeitskraft überflüssig machte, entstanden neue Märkte mit neuen Möglichkeiten, Arbeit zu finden. Am Ende, so das Resümee der Experten, war die Gesellschaft insgesamt immer wohlhabender. Das Problem: Diesmal ist alles anders. „Wir stehen vor einem Umbruch der Gesellschaft, der strukturell der größte seit 250 Jahren ist“, lautet die These von Richard David Precht.

Der Philosoph und Publizist beruft sich auf die bahnbrechende sogenannte „Oxford-Studie“, in der die renommierten Ökonomen Carl Benedikt Frey und Michael Osborne ein düsteres Bild der „Zukunft der Arbeit“ malen. Ihr Fazit: In den nächsten zwei Jahrzehnten ist mutmaßlich jeder zweite Job in den USA ersetzbar.

Der Grund: Das klassische Arbeitsmodell „Leistung gegen Entlohnung“, wie es jahrzehntelang funktionierte und Deutschland groß gemacht hat, wird künftig nicht mehr funktionieren. Oder wie Precht sagt: „Business as usual ist angesichts der gewaltigen Umbrüche nicht mehr möglich.“ Die Folgen sind beängstigend. Martin Sonnenschein, Partner und Europa-Chef der Unternehmensberatung A.T. Kearney, sagt für Deutschland ein ähnliches Szenario wie in den USA voraus. „In 20 Jahren wird fast die Hälfte der heutigen Arbeitsplätze in Deutschland durch Roboter, die die Jobs effizienter erledigen können, ersetzt werden“, prophezeit der Experte.

Dass ausgerechnet aus der Wiege der digitalen Revolution, dem Silicon Valley, inzwischen ernst zu nehmende Warnrufe kommen, gibt zu denken. „Software is eating the world“, bringt der Internet-Unternehmer und Wagniskapitalgeber Marc Andreessen die schleichende Gefahr auf den Punkt. Welcher Umbruch auf die Gesellschaft zukommt, deutet sich bereits in vielen Bereichen der Wirtschaft an. Software scannt Röntgenbilder nach Tumoren, auf den Straßen rollen selbstfahrende Autos. Computer stellen Anlagedepots zusammen und prüfen Immobilienkredite.

Schlimmer noch: Anders als in früheren Umbrüchen trifft der Jobabbau auch die Hochqualifizierten. Technologie lernt, versteht Muster, scannt Millionen von Daten in Bruchteilen von Sekunden. Sie unterrichtet Studenten, diagnostiziert Krankheiten und klärt Rechtsfragen. „Sie ersetzt Professoren, Ärzte, Anwälte“, beobachtet die VWL-Professorin Dalia Marin. Paradox: Ausgerechnet im Land von Facebook und Google, wo die gefeierten Geschäftsmodelle des Internet entstehen, wurden überdurchschnittlich viele Akademiker arbeitslos.


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