Aktuelle Themen RENTENERHOEHUNG 2008

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von klaus
als Antwort auf thom vom 03.04.2008, 12:35:53
@thom,
"dass in der DDR zumindest auf dem Papier im Gegensatz zu uns im Westen Frauen und Männer gleichermaßen voll beschäftigt waren und entsprechende Rentenansprüche erwarben."

Nur kurz - die Frauen in der DDR waren nicht nur auf dem Papier, sondern wirklich voll beschäftigt !



--
klaus
pea
pea
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von pea
als Antwort auf thom vom 03.04.2008, 12:06:55

Wowereit (übrigens mein Geheimtipp für die SPD)
geschrieben von thom



Meiner auch!

Seine Biografie war wohl kaum ein Zufall

--
pea
pea
pea
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von pea
als Antwort auf marina vom 03.04.2008, 11:05:27
Schwamm drüber!

Dazu paßt Brechts Gedicht an die Nachgeborenen:


Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!
Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
Hat die furchtbare Nachricht
Nur noch nicht empfangen.

Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
Der dort ruhig über die Straße geht
Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
Die in Not sind?

Es ist wahr: ich verdiene noch meinen Unterhalt
Aber glaubt mir: das ist nur ein Zufall. Nichts
Von dem, was ich tue, berechtigt mich dazu, mich sattzuessen.
Zufällig bin ich verschont. (Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren.)

Man sagt mir: Iß und trink du! Sei froh, daß du hast!
Aber wie kann ich essen und trinken, wenn
Ich dem Hungernden entreiße, was ich esse, und
Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?
Und doch esse und trinke ich.

Ich wäre gerne auch weise.
In den alten Büchern steht, was weise ist:
Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit
Ohne Furcht verbringen
Auch ohne Gewalt auskommen
Böses mit Gutem vergelten
Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen
Gilt für weise.
Alles das kann ich nicht:
Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!


II

In die Städte kam ich zur Zeit der Unordnung
Als da Hunger herrschte.
Unter die Menschen kam ich zu der Zeit des Aufruhrs
Und ich empörte mich mit ihnen.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

Mein Essen aß ich zwischen den Schlachten
Schlafen legte ich mich unter die Mörder
Der Liebe pflegte ich achtlos
Und die Natur sah ich ohne Geduld.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

Die Straßen führten in den Sumpf zu meiner Zeit.
Die Sprache verriet mich dem Schlächter.
Ich vermochte nur wenig. Aber die Herrschenden
Saßen ohne mich sicherer, das hoffte ich.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

Die Kräfte waren gering. Das Ziel
Lag in großer Ferne
Es war deutlich sichtbar, wenn auch für mich
Kaum zu erreichen.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.


III

Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
In der wir untergegangen sind
Gedenkt
Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
Auch der finsteren Zeit
Der ihr entronnen seid.

Gingen wir doch, öfter als die Schuhe die Länder wechselnd
Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt
Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung.

Dabei wissen wir doch:
Auch der Haß gegen die Niedrigkeit
Verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
Macht die Stimme heiser. Ach, wir
Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
Konnten selber nicht freundlich sein.

Ihr aber, wenn es so weit sein wird
Daß der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
Gedenkt unserer
Mit Nachsicht.






--
pea

Anzeige

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von marina
als Antwort auf pea vom 04.04.2008, 09:00:00
Pea, das ist wirklich ein tolles Gedicht und immer wieder gültig. Danke, dass du es hier eingesetzt hast.
--
marina
thom
thom
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von thom
als Antwort auf mulde1 vom 03.04.2008, 15:08:13
Hallo, Mulde, ich bitte alle Teilnehmer dieses Forums um Nachsicht und Entschuldigung.
Ich bin ein hochbetagter - und das könnte mit gutem Willen schon als Indiz dafür herhalten - friedfertiger Mensch, und ich habe wirklich nicht damit gerechnet, in einem Seniorentreff z.B. als Ratte, gekaufter Meinungsmacher beschimpft und schließlich sogar in die Nähe von Nazis gerückt zu werden.
Und das nur weil ich meine Meinung offen und ehrlich vertrete, was leider auch in diesem Forum - ausgenommen natürlich unsere viel zu wenigen Frauen - nicht selbstverständlich ist.
Das ist doch krank!
Wenn jemand dauernd unter die Gürtellinie schlägt, ist es eine Stilfrage, wenn dieser Jemand aber selbst provozierten Gegenwind als persönliche Angriffe bejammert und empfindet, ganz offensichtlich an einem Mangel an Selbstkritik leidend, ist es ein Charakterproblem.

Ich habe in anderen Foren geblättert und stieß überall auf diesen umtriebigen Teilnehmer und dessen provozierendes Verhalten. Dabei hat er eigentlich das Zeug für einen guten Gesprächspartner.
Derzeit habe ich aber den Eindruck, dass er nicht nur auf seiner Homepage, sondern auch hier in seiner Gedankenwelt ein mumifiziertes Wesen darstellt.

Alle InteressentenInnen, die sich dem miesen Stil nicht mehr aussetzten wollten, bitte ich herzlich, sich wieder hier im Forum kompetent, streitig und fair zu engagieren.
Ich werde mich nicht mehr provozieren lassen, Angriffe einfach links liegen lassen und damit zur Entgiftung beitragen.

Hi, Karl, das könnte beinahe von Dir sein, nicht wahr?

thom

PS: Mulde, kannst Du mir verraten, ob und wie man Beiträge ausdrucken
oder versenden kann? Verdammt, das habe ich mir nicht zeigen lassen!
dto





Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von klaus
als Antwort auf thom vom 04.04.2008, 13:12:10
@thom,
wer hat dich denn hier als Ratte bezeichnet ?
Den hätte Karl mit Sicherheit "abgeschossen".
--
klaus

Anzeige

thom
thom
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von thom
als Antwort auf klaus vom 03.04.2008, 16:40:59
Hallo, Klaus, Du siehst, dass mir viele Einzelheiten fehlen. Gut, dass Du alles zurechtrücken kannst.
Egal, wer oder was die Verschuldung verursacht hat - die Frage bleibt, ob man angesichts einer solch extrem schlechten Haushaltslage nicht sehr sorgfältig und unter Berücksichtung aller Umstände Rückschlüsse auf die zuletzt handelnden Politiker ziehen sollte, egal welcher Farbe?

Es gab doch unrühmliche Abgänge von Oberbürgermeistern, nicht wahr?

Wie eigentlich wurde der Zusammenschluss Berlins letztlich finanziert?
Etwa nur über Schulden?

Erinnere ich mich richtig, dass doch der einstmals angestrebte Zusammenschluss Berlins und Brandenburgs an der Schuldenfrage scheiterte. Angeblich?

Und nun doch noch zum Kernthema Rente:

Was die DDR-Arbeiterinnen angeht, so habe ich nach Erinnerung verkürzt aus einem Artikel zitiert. Spiegel, Focus, Stern? Ich weiß es nicht mehr.
Aber im Zusmmenhang lautete die Aussage etwa:

Die Materialversorgung der DDR - Betriebe war zeitweilig so schlecht, dass die Vollbeschäftigung nur noch auf dem Papier bestand.

Du kannst sicherlich dazu etwas sagen.
Und hallo, meine Damen aus dem wunderschönen Osten: Ich will Euch keineswegs abwerten!!!

Klaus,ist die Diskussion über eine Änderung unserer Sozialsysteme vom Tisch?

--
thom
thom
thom
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von thom
als Antwort auf klaus vom 04.04.2008, 14:14:10
Ich werde versuchen, den Beitrag zu finden. Er liegt etwas zurück.
--
thom
thom
thom
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von thom
als Antwort auf klaus vom 04.04.2008, 14:14:10
Klaus, Du bist nicht im Anwesenheitsverzeichnis und bedienst das Forum. Wie macht man das?

Ich habe bis vor wenigen Tagen gar nicht gewusst, dass es einen Karl mit besonderer Rolle hier gibt.

Bin halt ein ziemlich alter blutiger Anfänger.

--
thom
mulde1
mulde1
Mitglied

Re: Sag mir, wo Du stehst ;-
geschrieben von mulde1
als Antwort auf thom vom 04.04.2008, 13:12:10
Thom
Ich bitte um eine klare unmissverständliche Klarstellung
Der Äußerung "Ratte"
Zu mindest liest es sich so , das man es deuten könnte
ich währe der Schreiberling.
Das ist nicht mein Stil!
--
mulde

Anzeige