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Aktuelle Themen Rentner müssen zahlen !

astrid
astrid
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von astrid
als Antwort auf frank vom 15.08.2008, 17:34:54
Toll Frank,Deine Ruhrpottsprache.
Auch ich bin dort aufgewachsen,aber nicht dort
geboren und hatte meinen Exmann dort kennen gelernt,
der im Bergbau tätig war.Er war dort 10 Jahre und ging
dann in den öffentlich Dienst,bekommt aber von der Knappschaft seine Rente. Außerdem hatte Er keine Fehlzeiten,war immer in Arbeit.
Doch leider sind die Renten nicht so hoch,wie von Dir angegeben,von wegen 2.500 €. Die machten sich damals noch den Puckel krumm unter Tage,also es war Schwerstarbeit.
Er bekommt mit Zusatversorgung nicht mal 1.900 €.
Also bitte nicht so angeben,stimmt nur die Hälfte davon.
Und wenn so großzügig Rentenerhöhung ansteht,bekommt
Er nicht mal welche,weil dann diese Erhöhung von der
Zusatzversorgungskasse wieder einbehalten wird.
So ist das und nicht anders,punktum.
Erlebe es ja mit,also,mir kannste da nichts vormachen.
Mal eine Frage "Frank beziehst Du selber Rente
als Bergmann???"
***********************************************
Wie schön,wenn man immer meint,besser
über andere Leute's Geldbeutelinhalt zu wissen.

Astrid

uki
uki
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Re: :-)
geschrieben von uki
als Antwort auf frank vom 15.08.2008, 17:34:54
@ Wenn man es in ihrer Ruhrpottsprache so sagen darf.

Klar darfst du es so formulieren. Doch warum stehst du dann nicht auch dazu? Nicht auf den Ruhrpott schieben. )
Die Ruhrpottsprache ist mannigfach, doch wer sie einsetzt, steht dazu. Das macht sie identisch und ist typisch für die "Ruhrgebietler"

Zum Thema: Seit 2005 sollen Rentner Steuererklärungen ihren Finanzämtern vorlegen. Wer das nicht machte, musste seitdem damit rechnen, erfasst zu werden und Steuernachzahlungen, bei entsprechender Rente und anderweitiger Einkünfte, zu leisten.
Wer dem entgehen wollte, hätte es nicht so weit kommen lassen müssen. Ich schätze, dass vor allem die
anderweitigen Einkünfte“ der Grund dafür waren, eine Steuerklärung zu umgehen.
Liebe Grüße

--
uki
frank
frank
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Re: :-)
geschrieben von frank
als Antwort auf astrid vom 15.08.2008, 19:03:34
Als Malocher nannte ich Berg- und Hüttenleute mit langjähriger Firmentreue. um an die 2500€ zu kommen muß man aber länger als 10 Jahre im Pütt gewesen sein, ich habe dort nur als Student malocht und beziehe keine Knappschaftsrente
--

@ uki: ich steh doch dazu, abba hier musse dir vorsichtig ausdrücken, sonz kloppt dich gleich widda eina eins aufe Kirsche.

frank

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uki
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Re: :-)
geschrieben von uki
als Antwort auf frank vom 15.08.2008, 19:38:57
Na denn isset ja jutt. Sach ma imma watte denken tust und tu Butter bei de Fische, datt tut dir schon keina übel nehmen.
Bloß glaubse im Ärnst, datt ich dir datt glauben tu, datt datt deine Sprache is, wennze inne Grube nur als Student wars, dann bisse doch en feiner Pinkel und tust anders quatschen als die Malocher. ))
Glück auf
--
uki
frank
frank
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Re: :-)
geschrieben von frank
als Antwort auf uki vom 15.08.2008, 20:50:54
Ach uki, ich war in der Grube als Student aber meistens bei Karl Hoesch und meine Sprache war das sicher nicht, denn meine Mutter stammte aus Westpreußen und unse Omma aus Hessen, die schwätzte ihren Dialekt. So ging alles bei mir durcheinander und ich war sprachlos wenn se uffem Wosse en Huckel mirem Wackel gedilwet, gedengelt un gedorengelt horre.
Aber den feinen Pinkel lass ich nicht auf mir sitzen, den schüttelich ab.
--
frank
Nachtrag: Vielleicht kann karl Dir den Huckel übersetzen, ich glaub, das ist ein Siegerländer, die schwätze so ähnlich.
heide
heide
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Re: :-)
geschrieben von heide
als Antwort auf frank vom 15.08.2008, 21:46:25
Uki und Frank, es weicht zwar etwas vom eigentlichem Thema ab, zu dem ich mich persönlich auch gar nicht einbringen werde, aber hier die Aussprache der “Malocher“ aus dem Pott so zu verhunzen, finde ich nicht okay. Ich kenne unzählige Menschen hier aus dem Ruhrgebiet, die unter Tage gearbeitet haben, aber selten hörte ich Worte aus deren Mund, die Eurer schriftlichen Ausdrucksform entsprachen. Es reicht doch, wenn die Kölner ihren Spleen hier ausleben...........

heide

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frank
frank
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von frank
als Antwort auf heide vom 15.08.2008, 21:59:33
Heide Du warst sicherlich nicht unter Tage, da liessen die auch keine Frauen runter, aber ich war lange in dem Hüttenmilieu tätig und die Kumpels haben sich stolz als Malocher (kommt aus dem Jiddischen) beezeichnet, also keine Verhunze.
frank
heide
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Re: :-)
geschrieben von heide
als Antwort auf frank vom 15.08.2008, 22:05:51
Frank, es geht auch nicht um den Malocher als solchen, sondern lediglich um dessen Ausdrucksweise, die wie hier ausgedrückt, nicht stimmt. Sonntag früh bin ich z.B. wieder mit einer Reihe von Bergleuten zusammen, ich werde ‘mal genau hinhören!

--
heide
uki
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Re: :-)
geschrieben von uki
als Antwort auf heide vom 15.08.2008, 21:59:33
Liebe Heide, ich kann mich beherrschen, von nun an auf die gleiche Art und Weise weiter zu schreiben. Doch wenn es sich mal ergibt, ist es durchaus keine Verhunze. Fast im Gegenteil. Es ist meinerseits ein liebevolles Gedenken an Ausdrucksweisen mit denen ich als Kind konfrontiert wurde, wenn auch nicht direkt im Elternhaus, so doch in der Umgebung und zwar von sehr liebenswerten, ehrlichen, fleißigen Menschen. Vielleicht schaust du mal in in diese Url hinein. Wenn du im Ruhrgebiet wohnst, werden dir heutzutage noch ganz andere Dialekte und "Verhunzungen" zu Ohren kommen.
. . .und zum Thema hatte ich mich schon geäußert.

Frank, ich glaube, du hattest doch Recht, mit dem Aufpassen und auffe Kirsche kloppen. )



--
uki
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von pilli †
als Antwort auf uki vom 15.08.2008, 22:23:37
hihi...

wer Kumpel Anton nicht kennt und seine geschichten über die Maloche hat sicher watt verpennt! :

vielleicht hilft da bissel nachhilfe-unterricht der Landeszentrale für politische Bildung NRW:


Kumpel Antons erste Schicht
Seit dem 4. Dezember 1954 ist er bei der WAZ auf Maloche - quasi "übertage".

Im typischen Ruhrgebiets-Slang, der aus der Verschmelzung verschiedenster Sprachen und Dialekte der Arbeiter entstand, kommentiert Kumpel Anton Alltagserlebnisse quer durch den Pott.

Die Figur von Wilhelm Herbert Koch, Sportredakteur bei der "Westfälischen Allgemeinen Zeitung" und selbst erfahren in der Arbeit untertage, gewinnt Kult-Status. Anton denkt und spricht direkt aus dem Bauch wie die "Püttrologen auf Schicht". Er ist kein arroganter "Graf Koks", der abgehoben über den kleinen Leuten schwebt.

Bis zur Rente erzählt Kumpel Anton über 1400 Geschichten und ist in jeder Ruhrgebietsstadt zu Hause.

Dirk Bitzer
geschrieben von Dirk Bitzer


aufmerksam gemacht auf Kumpel Anton und die deftige sprache hat pamina in den klassischen foren des Seniorentreffs im jahr 2004 mit einer dieser geschichten:

pamina begann die Diskussion am 12.06.04 (16:16) :

nochmal ein paar tiefgründige Gedanken vom Kumpel Anton
(alias Wilhelm Herbert Koch)

"Anton", sachtä Cervinski für mich, "hasse schomma gehört, dattet ne männliche unne waipliche Ortnunk gippt?"

"Nä", sarich, "Ortnunk, wieso sollet denn da ne männliche unne waiplich Ortnunk geem??"

"Gipptet aber, Anton", sachtä Cervinski, "Anton, wennze aams im Bett geess, dann kannze nich aimfach im Bett geen! Dann sachti Olle ärss: ,Hänkti Buxe orntlich übern Bügel? Un wie hasse dat Hempta widder hingeschmissen, Du alten Klüngelpott! Unti Strümfe kannze ruich übern Stuhl legen, die brauchse nich aimfach auffe Erde schmeissen!' Anton, un dat isti waipliche Ortnunk. Kannze noch so müde sein, du tustatt, watti Olle dich sacht."

"Aber Anton", sachtä Cervinski, "Ihr happtoch auch zu Hause auffe Anrichte sonne Pötte stehn, aus Pozzelan, wo Feffer un Salz un Muskat und Zucker un Fannilje draufsteht?"

"Sicher" sarich, "sonne Pötte hamwer auch."
"Anton", sachtä Cervinski, "un wennzema nachkux, watta drin is, dann ista immer wat anderet drin alz wie da drauf steht.
In Feffer sinti Maaken aussen Konsum, un in Salz istat Backpulfer und de Kamillentee, un in Fannilje Heftzwecken un Binnfaan, dattet ein richtig ärgern tut! Anton, wenn da nämlich wat drauf steht, dann mussta auch drinsein, watta draufsteht. Dattis eem die männliche Ortnunk, Anton."

"Aber wennich zu meine Olle sach: ,Maingottnomma,tu doch datta drin, watta draufsteht!' dann sachze: 'Für son Blöözinn happich keine Zeit.'"

"Anton", sachtä Cervinski, "un dat is eem dä Unterschiet zwischen die männliche unti waipliche Ortnunk. Bei die waipliche Ortnunk tun die Männer watti Weiber sagen, aber bei die männliche Ortnunk sagen die Weiber, datt wär doch Blöözinn."
geschrieben von pamina / zitiert aus WAZ


sprachbegabte menschen sprechen und verstehen halt mehrere sprachen...*zwinker*

--
pilli .-)

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