Aktuelle Themen Sexismus und Werbung

mane
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von mane
als Antwort auf Klaro vom 23.08.2017, 08:50:12

Liebe Klaro,

Achill schrieb:" Kinder und Jugendliche werden mit Lockbegriffen eingefangen und landen selbst dann auf Pornoseiten, wenn diese nicht gezielt gesurft wurden."
Etwa, wenn sie auf einen Pop-up klicken und plötzlich bei einem Hardcore-Porno landen. Das finde ich bedenklich, denn meiner Meinung nach, sollten Kinder nicht mit einem Thema (damit meine ich nicht Nacktheit und Sexualität) konfrontiert werden, wenn sie dafür noch nicht die nötige Reife haben.

Außerdem gefallen mir die Frauen- und Männerbilder nicht, die in der Regel in Pornos gezeigt werden und denke, dass häufiger Konsum dazu führen kann, dass (gefährdete) Jugendliche diese übernehmen und als normal empfinden.
Junge Menschen sind neugierig, so wie wir früher auch. Ein wichtiger Unterschied ist, dass wir damals nicht so leicht an Pornos rangekommen sind. Die Filme, die Jugendliche heute zu sehen bekommen, sind nicht mehr zu vergleichen mit dem, was wir vielleicht im Kleiderschrank der Eltern gefunden haben. Es sind Filme, die umsonst im Internet zu finden sind, auch illegal hochgeladene schreckliche Filme, die Frauen zu unterwürfigen Objekten degradieren und besonders perfide, auch noch Spaß dabei zeigen. Man kann seine Kinder nicht vor Pornografie schützen, scheint mir, man kann ihnen nur dabei helfen, richtig damit umzugehen und einzuordnen.
Gruß Mane










 

werderanerin
werderanerin
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf olga64 vom 22.08.2017, 17:57:28

Weiß ja nicht...olga, was du mit "nicht mehr erziehungstechnisch tätig sein" meinst...kennts du das alles eigentlich wirklich..., soviel ich mitbekommen habe, hast du nie ein Kind "erzogen" aber egal...
Habe ja nun derweile Enkel und würde nie sagen, dass ich sie "erziehe"..., nee ganz sicher nicht aber ich gebe ihnen durch mein Dasein, mein Interesse etwas für ihr Leben mit..., nehme sie in die Arme, wenn sie Kummer haben, würde sie aber nie belehren aber immer zuhören !!!

Was ich schreiben möchte ist eigentlich nur, dass man in der Erziehung eines Kindes irgendwie (fast) alles zulassen muss/kann, wie sonst sollte ein Kind Erfahrungen für das Leben bekommen.

Verbieten oder rechthaberisch rüberkommen, nützt überhaupt nichts...dann gehen sie woanders hin..., ich habe selbst einen Sohn heranwachsen sehen und immer einen guten Kontakt zu ihm gehabt und habe ihn heute noch, was nicht selbstverständlich ist.
Was ein Grundprinzip war und ist..., mische dich nie in die privaten Belange ein..., ich helfe immer und aufopferungsvoll gerne..., würde mir aber nie anmaßen, meine Vorstellungen o.ä. auf andere Beziehungen zu projizieren. Damit bin ich immer gut gefahren.

Kinder haben ein ungeheuer gutes Feingefühl für Menschen..., dass sie ihre guten und schlechten Erfahrungen machen müssen, ist immer so gewesen aber wenn sie Jemand haben, der sie auch mal auffängt, wenns weh tut, einfach nur tröstet...ist mehr als nur wichtig!

Kristine

RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von umanitad
als Antwort auf Achill vom 24.08.2017, 09:52:56

Du sagst es, " unverkrampft",mit der Sexualtiät umgehen!
Neugierig sind sie allemal,waren wir ... wirklich... "Unaufgeklärten" anno dazumal auch.-

Ich war immer von Kindern umgeben.Es gab eine Zeit,wo Geburt ein aktuelles Thema war.Sie waren isofern ,was den Geburtsablauf betrifft, ziemlich aufgeklärt. Das war einige Wochen ein aktuelles " Spielthema" dies aber ohne Nacktedei.Ich liess sie,aus der Ferne beobachtend gewähren,ohne mich je einzumischen.So war das dann relativ schnell nicht mehr aktuell.

Neulich kam meine Grossnichte 10 Jahre alt ,mit einem Bravo zu mir, dem üblichen "Tanti-Tag."
Ein nackter,hübscher junger Mann, war da zu sehen. Gekicher und absolutes Neuland ,sowie reges Interesse war die Reaktion. Wir diskutierten darüber was sie empfinden.Nichts spektaktuläres kam zum Vorschein,einfach das Bild des  körperlichen Unterschiedes von Mann und Frau.
Auf die Frage, ob sie sich aber so ablichten würden....kam eine entsetztes Nein!

TV -Konsum,sollte von den Eltern kontrolliert werden,aber das Interesse am TV+PC Pornos anzusehen, ist bei aufgekärten Jugendlichen uninteressant.

Ich meine zu glauben,auch Kinder haben ein ganz natürliches Schamgefühl,wenn man nicht allzusehr moralisiert.-
 


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Klaro
Klaro
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Klaro
als Antwort auf umanitad vom 24.08.2017, 10:59:48


TV -Konsum,sollte von den Eltern kontrolliert werden,aber das Interesse am TV+PC Pornos anzusehen, ist bei aufgekärten Jugendlichen uninteressant.

Ich meine zu glauben,auch Kinder haben ein ganz natürliches Schamgefühl,wenn man nicht allzusehr moralisiert.-
 
Hallo,

uninteressant würde ich Pornos auch für aufgeklärte Jugendliche nicht nennen - denn das sie für uns Menschen, die ihre Sexualität leben, eine Wirkung haben ist nicht wegzudiskutieren.
Ich denke eher sie gehen damit anders um, wissen, was sie davon zu halten haben, aber interessant für das eigene "Kopfkino" ist es mit Sicherheit.

Klaro

mane
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von mane
als Antwort auf Achill vom 24.08.2017, 09:52:56

Achill, deinem Beitrag kann ich weitgehend zustimmen. ich denke auch, sowie "normale" Pornofilme als auch Egoshooter werden bei Jugendlichen, die eine stabile Persönlichkeit und Eltern haben, die, wie du schreibst, mit solchen Dingen unverkrampft und natürlich umgehen, keinen Schaden anrichten. Wenn aber bereits eine Gewaltbereitschaft oder ausgeprägte Konflikte da sind, könnten diese durch eine exessive Beschäftigung damit, verschärft werden. Als alleinige Ursache werden diese Spiele oder Filme sicher nicht verantwortlich gemacht werden können.

Laut Jugendschutz.net wird allerdings z.B.das beliebte Spiel "Grand Theft Auto" vom Islamischen Staat genutzt, um junge Männer anzulocken. In gleicher Optik werden Kriegsszenen aus der Perspektive einens Dschihadisten nachgespielt. Medienpsychologe Weiß spricht von einer "medialen Gehirnwäsche". So würde der IS mit dem Slogan locken: "Was ihr virtuell auf eurem Computer spielt, könnt ihr bei uns live tun."
Mane

olga64
olga64
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von olga64
als Antwort auf Klaro vom 24.08.2017, 12:12:57


uninteressant würde ich Pornos auch für aufgeklärte Jugendliche nicht nennen - denn das sie für uns Menschen, die ihre Sexualität leben, eine Wirkung haben ist nicht wegzudiskutieren.
Ich denke eher sie gehen damit anders um, wissen, was sie davon zu halten haben, aber interessant für das eigene "Kopfkino" ist es mit Sicherheit.

Klaro


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Achill
Achill
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Achill


Kann auch eine Sprache sexistisch sein? Sie kann, Französisch ist eine sexistische Sprache. Hier ein paar Beispiele:

Besteht eine Gruppe aus 100 Personen und sind 99 davon Frauen und nur ein Mann ist die Gruppe sprachlich gesehen männlich. Man sagt nämlich: “Ils...“ und nicht „Elles...“ Das ist doch pervers, oder?

Bis vor kurzem war es noch üblich, von der Académie bis heute noch nicht verbannt. „Madame le(!!!) Président“ zu sagen.
Denn alle französischen Schüler lernen immer noch die grammatikalische Regel (le masculin l'emporte sur le féminin). Dass nämlich der männliche Genus stärker ist als der weibliche.

Zum Beispiel ist „un professionnel“ ein Sachverständiger, „ une professionnelle“ aber eine Hure.

Für die männliche Berufsbezeichnung „“écrivain“ (Schriftsteller) git es keine weibliche Bezeichnung. „Une écrivaine“ ist von der Académie untersagt.

Es gibt keine „professeure“ „Professorin“, keine „auteure“ (Autorin) oder „ingénieure“ (Ingenieurin).

 

RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Morrison
als Antwort auf Achill vom 24.08.2017, 16:42:34


Kann auch eine Sprache sexistisch sein? Sie kann, Französisch ist eine sexistische Sprache. Hier ein paar Beispiele:
.............
 Das ist doch pervers, oder?

........................

 
Grundgütiger!
aus welchem Jahrhundert bist du denn, Achill?

Französisch nicht gleich Deutsch emoji_yum

= Die Sonne ist männlich,
die Katze ist männlich,
der Mond ist weiblich,
der Apfel ist weiblich etc. ...
NA UND??

In der deutschen Sprache muss seit ein paar Jahren alles mögliche zwanghaft männlich/weiblich oder entschuldigung vielmals!! weiblich/männlich geschrieben werden. Kokolores.
Morrison

Federstrich
Federstrich
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Federstrich
als Antwort auf Achill vom 24.08.2017, 16:42:34

Kann auch eine Sprache sexistisch sein? Sie kann, [...]

Es gibt keine „professeure“ „Professorin“, keine „auteure“ (Autorin) oder „ingénieure“ (Ingenieurin).

 
Das kann sie bekanntlich auch im Deutschen. Um dem vermeintlich entgegenzuwirken (hier nur mal ein Beispiel), ist an der Uni Leipzig ein Professor, egal welchen Geschlechts, zunächst erstmal eine "Professorin". Erst bei konkretem Bezug auf ihn wird dann ein männlicher Professor "Professor" genannt. Das Binnen-I (AutorInnen) ist inzwischen auch schon sexistisch, ein Kompliment an eine Frau, das sich nicht expizit auf ihre Leistung bezieht, sowieso. Das Grauen hat einen Namen.
RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von umanitad
als Antwort auf Achill vom 24.08.2017, 16:42:34

Was du nicht alles weisstemoji_ok_hand
Komisch, dass sich die "emanzipierten" Frauen nicht wehren.Es ist schon sexistisch und sogar diskriminierend.

Mir selber, ist das gar nicht aufgefallen,resp. musste es nicht anwenden.

Beispiel ,wie ich das wählen würde,wenn ich spontan müsste.emoji_innocentIn dieser Beziehung sind die frankophonen
Menschen,recht tolerant

1) würde ich sagen....ce Groupe
2) eben das - la-  Presidente gebrauchen..
3) .....une experte,qui connait bien ce chose
4) würde ich die weibliche Form nehmen, infolge Nichtwissens


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