Aktuelle Themen Sexismus und Werbung

schorsch
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von schorsch

Ich habe den Verdacht, dass Schwarzer mit ihren eigenen Problemen nicht klar kommt und deshalb versucht, den anderen Frauen beizubringen, dass Sex etwas Widerliches sei - damit sie nicht allein sei auf der Welt mit dieser Ansicht!

pschroed
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von pschroed
als Antwort auf schorsch vom 28.08.2017, 10:34:40
Ich habe den Verdacht, dass Schwarzer mit ihren eigenen Problemen nicht klar kommt und deshalb versucht, den anderen Frauen beizubringen, dass Sex etwas Widerliches sei - damit sie nicht allein sei auf der Welt mit dieser Ansicht, 
Interessant, Schwarzer als Lesbe stuft die Männer ein   und erkennt eine grosse Veränderung am Lustgefühl der Männer. siehe ZITAT WIKIPEDIA . emoji_yum emoji_yum
Wenn sie ihre Sicht über die Sexualität genau so ehrlich sieht wie das Geld was sie am deutschen Fiskus vorbei geschleust hat. Für mich ist die Frau etwas desorientiert. Schon alleine ihre Aussage über die männliche Beschneidung kann man nur noch mit dem Kopf schütteln Phil.
Bolting von mir.

Alice Schwarzer

ZITAT WIKIPEDIA

Sie meinte, eine „neue sexuelle Verunsicherung“ der Männer zu erkennen: „Die Frauen von heute erwarten auch in der Sexualität ein ganzheitliches Interesse an ihrer Person und eine umfassende Erotik, den Blick in Ausschnitt und Seele. Und die Männer von heute? Die sind verunsichert. Und reagieren sauer. Nur jeder fünfte Mann findet Emanzipation scharf, fand das Berliner Institut für Männerarbeit heraus. Die übrigen reagieren mit 'Lustlosigkeit, vorzeitigem Samenerguss, Erektionsproblemen oder Impotenz'. Seelischer Impotenz, wohlgemerkt.“[51] Schwarzer spricht sich aus hygienischen Gründen für die Beschneidung von Männern aus; die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes sei demgegenüber „sehr gering“.
Monja_moin
Monja_moin
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Monja_moin

Ich mochte bereits als Teenager Alice Schwarzer nicht, meinen Freundinnen und Bekannten im gleichen Alter erging es ebenso.
Schon damals hatten wir den Eindruck, daß sie Männerfeindlich eingestellt ist.
 
Sie hatte nur die lauteste Klappe, oft auch in ihrer Wortwahl abstoßend.
Da waren noch ganz andere die für die Rechte und Gleichstellung der Frauen kämpften und viel erreichten.
 
Zitat aus Wiki:
"So forderte Olympe de Gouges mit ihrer Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne bereits 1791, also kurz nach der Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte (1789), dieselben Rechte und Pflichten für Frauen ein. Denn Aussagen zu Menschen- und Bürgerrechten berücksichtigten zu diesem Zeitpunkt nur Männer."
 
Danach folgten noch viele andere Frauen die viel erreicht haben..
 
Auf Wikipedia ist ein interessanter Beitrag dazu.
Frauenbewegung 


Alice Schwarzer hätten wir nicht gebraucht.
 Schwartzer ist nur auf den Zug aufgesprungen und schaffte es zum großen Teil populistisch die Erfolge der anderen Frauen als ihre eigenen Erfolge zu vermarkten.

Monja.

Nachtrag:

Daß Schwarzer lesbisch ist, wußten wir damals nicht.
Ist auch unwichtig.
Lesbisch zu sein bedeutet nicht automatisch männerfeindlich zu sein!
 

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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von umanitad
als Antwort auf mane vom 28.08.2017, 10:17:36

Oh..es sind so viele Jahre her,wo ich mich mit Alice Schwarzer befasst habe.

Nachher  eigentlich nie mehr,da sie mir zu sehr polarisierte.-
Nun, die Antworten darauf haben nun einige gegeben,in so etwa denke ich auch.-
Mich dünkt...sie ist nun doch etwas ruhiger,loyaler geworden?

Edita
Edita
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Edita
als Antwort auf umanitad vom 28.08.2017, 09:48:06

Edita Deine Meinung kann ich voll und ganz bestätigen.

Ist dir nicht ein Fehler,sogar ein freudscher Versprecher unterlaufen?
 Meintest Du .  " bei Schweizer,habe ich immer das Gefühl..."???? nicht Schwarzer?emoji_open_mouth

 
Jau Umanitad - und was für Einer! Beim schreiben dieses statements stritt ich nebenbei um Schweizer Käse!!!    emoji_laughing   emoji_laughing    emoji_laughing

@ Mane

Mane - entschuldige bitte - wäre sie ein Mann würde ich sagen " ich kann diese Hackfresse nicht mehr sehen, hören und lesen "!
Ihre oftmals m.M.n. rein öffentlichkeitsgeilen Ansichten über Sexualität, Unterdrückung der Frauen usw. finde ich einfach nur zum .......

So wie das hier " Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!

Da ging es um eine Amerikanerin, die die ihrem schlafenden Mann den Penis abgetrennt hatte, nachdem dieser sie angeblich betrogen, zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen und im Laufe der Ehe mehrmals vergewaltigt hatte!  Sie entging aber einer Verurteilung wegen der Annahme geistiger Unzurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt durch die Geschworenen. John Bobbitt wurde noch mehrmals sexueller Missbrauch vorgeworfen, aus Mangel an Beweisen wurde er vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Und naja - ihre Meinung, daß Heterosexualität generell nichts weiter als ein kulturelles Diktat sei, finde ich auch äußerst merkwürdig,  eigentlich nur pressegeil, möchte sie ihre bevorzugte Bi-Sexualität damit "häuslicher" machen ? Keine Ahnung - ist mir auch wurrrscht - ich kann se einfach nich ab!   emoji_laughing

Edita

olga64
olga64
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von olga64
als Antwort auf werderanerin vom 24.08.2017, 10:25:31

Weiß ja nicht...olga, was du mit "nicht mehr erziehungstechnisch tätig sein" meinst...kennts du das alles eigentlich wirklich..., soviel ich mitbekommen habe, hast du nie ein Kind "erzogen" aber egal...


Kristine


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mane
mane
Mitglied

RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von mane
als Antwort auf Edita vom 28.08.2017, 15:58:32
Mane - entschuldige bitte - wäre sie ein Mann würde ich sagen " ich kann diese Hackfresse nicht mehr sehen, hören und lesen "!
Ihre oftmals m.M.n. rein öffentlichkeitsgeilen Ansichten über Sexualität, Unterdrückung der Frauen usw. finde ich einfach nur zum .......
So wie das hier " Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!

Da ging es um eine Amerikanerin, die die ihrem schlafenden Mann den Penis abgetrennt hatte, nachdem dieser sie angeblich betrogen, zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen und im Laufe der Ehe mehrmals vergewaltigt hatte!  Sie entging aber einer Verurteilung wegen der Annahme geistiger Unzurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt durch die Geschworenen. John Bobbitt wurde noch mehrmals sexueller Missbrauch vorgeworfen, aus Mangel an Beweisen wurde er vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Und naja - ihre Meinung, daß Heterosexualität generell nichts weiter als ein kulturelles Diktat sei, finde ich auch äußerst merkwürdig,  eigentlich nur pressegeil, möchte sie ihre bevorzugte Bi-Sexualität damit "häuslicher" machen ? Keine Ahnung - ist mir auch wurrrscht - ich kann se einfach nich ab!   emoji_laughing

Edita
Liebe Edita,

Alice Schwarzer hat in den letzten 40 Jahren sehr vieles geschrieben, sie hat Lust zu streiten, klagt an und geht manchmal über Grenzen. Dafür hat sie wichtige Preise  und Auszeichnungen bekommen, u.a. das Bundesverdienstkreuz. Es gab eine Umfrage wo nach deutschen Vorbildern gefragt wurde und Alice Schwarzer "wegen ihrer Glaubwürdigkeit, wegen ihrer Bereitschaft, trotz Widerständen den eigenen Weg zu gehen", ganz weit vorne auftauchte.
Sie polarisiert sehr stark, manche sehen eher das, was sie bewirkt hat und andere ziehen sich an ihren Äußerungen hoch, die manchmal daneben liegen. Sie ist ein Mensch mit Fehlern, mit Ecken und Kanten, wie alle anderen auch. Ihr Leben ist ein Auf und Ab, sie sagt: "Ich wusste natürlich, wie schnell öffentliche Sympathie vergeht, aber ich dachte, ich falle nicht mehr zurück, wie es früher war." Da hieß es "Schwanz-ab-Schwarzer", "Hängetitten-Schwarzer" und "Männer-Albtraum".
Doch da hatte sie sich geirrt, es geht immer so weiter.

Den Artikel, aus dem du einen kleinen Ausschnitt bringst, schrieb sie 1994, also vor 23 Jahren. Man kann sich eine Meinung nicht aus einem, aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat, bilden. Dazu sollte man einen Text immer als ganzes lesen und versuchen zu verstehen, wie der Autor ihn gemeint hat:
Standpunkt Alice Schwarzer

Der Artikel beginnt folgendermaßen:
Die Ruhe ist dahin. „Ich kann nur raten, auf dem Bauch zu schlafen“, warnte John Bobbitt seine Geschlechtsgenossen. „Wenn ein Typ darauf besteht, seinen Penis als Waffe einzusetzen, gehört er – wie auch immer – schleunigst entwaffnet“, bekräftigte „Time“-Kolumnistin Barbara Ehrenreich. Und auf den Autos, Frau am Steuer, mehren sich die Aufkleber: „Beyond Bitch“. Frei übersetzt: „Schlampen wehrt euch!“

Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden...
Darauf folgt natürlich auch das von dir Zitierte - was in meinen Augen überzogen und sehr provokant ist. Aber,emoji_astonished sie deshalb u.a.als "Hackfresse" zu bezeichnen?

Es ging Alice Schwarzer und anderen, in meinen Augen darum, dass sie sich freute(n), dass die Frau sich gegen ihren Vergewaltiger gewehrt hatte. Diese haben oft deswegen "Erfolg", weil die Frauen gar nicht versuchen, sich zu wehren. Die Dunkelziffer war zur damaligen Zeit sehr hoch, selten kam es zur Anzeige, noch seltener zu einer angemessenen Bestrafung.
Alice Schwarzer freute sich, dass Lorena Bobbitt dafür gesogt hatte, dass sich die allgemeine Wahrnehmung des Geschlechterverhältnisses sich geändert hatte und Frauen nicht mehr als hilflose Opfer gesehen wurden.
Gruß Mane
 
pschroed
pschroed
Mitglied

RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von pschroed

Was Alice unter Liebe versteht/verstand.  

Phil.

ZITAT

 Jetzt meldet sich eine frühere Partnerin zu Wort – und macht der Feministin heftige Vorwürfe.
Waltraud Schade will in den Jahren 1972 und 1973 Schwarzers Geliebte gewesen sein. So schreibt sie es in ihrem Buch „Tango mit Alice“, das Mitte September im Verlag Rot und Licht erscheint und aus dem die „Bild am Sonntag“ vorab zitiert. Schade habe die damals 29-jährige Schwarzer bei einer Frauengruppe in München kennengelernt. Die beiden seien ein Paar geworden, gemeinsam durch Deutschland und an die Côte d’Azur gereist.
Was auf den ersten Blick romantisch aussieht, soll aber häufig schwierig gewesen sein. So sei Schwarzer schon mal wütend geworden, wenn Schade keinen Sex wollte. Sie beschreibt eine Szene, in der Schwarzer das Bett „demonstrativ“ verlassen habe: „Du rauschst aus dem Zimmer und knallst die Tür. ... Plötzlich: ein Höllenlärm ... In deiner Wut hast du alle gusseisernen Bratpfannen runtergerissen.“ Sogar mit Seife soll Alice Schwarzer einmal nach ihrer Freundin geworfen haben. „Deinen Wutausbruch rechtfertigst du mit deinem Temperament.“

Schwarzer war damals schon eine bekannte Frauenrechtlerin. 1971 – sie lebte in Frankreich – hatte sie eine der ersten Gruppen der französischen Frauenbewegung mitgegründet und eine ursprünglich französische Aktion nach Deutschland geholt: Der „Stern“ druckte nach dem Vorbild des „Nouvel Observateur“ eine Titelgeschichte, in der über 300 Frauen öffentlich bekannten, abgetrieben zu haben. Gegen Ende des Jahres schrieb Schwarzer ein Buch über und gegen den Paragraphen 218, der Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellte. Die feministische Ikone war geboren.
Zu der Zeit, als sie Waltraud Schade kennenlernte, lebte Schwarzer mit einem Völkerkundler zusammen. Der soll die Parallelbeziehung geduldet haben, schreibt Schade. Schwarzer habe weiter mit dem Mann zusammengelebt, den Urlaub aber abwechselnd mit ihr und ihm verbracht. „Die erste Hälfte willst du mit Bruno verbringen, die zweite mit mir. Du glaubst auch zu wissen, wie viel du mir zumutest. Weißt du das wirklich?“, heißt es in dem Buch.

Schwarzer

Edita
Edita
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von Edita
als Antwort auf mane vom 28.08.2017, 21:07:56
 

Darauf folgt natürlich auch das von dir Zitierte - was in meinen Augen überzogen und sehr provokant ist. Aber,emoji_astonished sie deshalb u.a.als "Hackfresse" zu bezeichnen?

 
geschrieben von mane
Nein Mane - natürlich nicht nur deshalb - ihre komplette Haltung in "Chefsachen" - also wie sie sich als Chefin benimmt - sie regiert ihre Emma keinen Deut anders als die von ihr ( zu recht ) kritisierten Männer, denen sie das aber als machtgeil und herrschaftssüchtig vorwirft -
ihre m.M.n. total verquere Haltung zur Sexualität insgesamt: Männer sind Täter - Frauen sind Opfer, der Koitus und das Penetrieren des Mannes währenddessen,  seien der beste Beweis und der hauptsächliche Grund für die Unterdrückung der Frau und alle Folgerungen daraus,
ihre Einstellung zur "Solidargesellschaft", siehe Steuerhinterziehung und Vorteilsnahme bei Stiftungsgeldern,
wie sie sich in der "Kachelmann- Causa verhalten hat,
wie sie unter dem Vorwand der Gleichberechtigung Frauen dringlichst "ermuntert" hat, doch "intimste Geheimnisse" preiszugeben, sich selbst aber bis unter die Zähne zugeknöpft hielt,
usw. und sofort!
Sie hat zwar viele tatsächlich zu kritisierende Zustände in der Männer - Frauen - Gesellschaft angesprochen - aber wie sie das für sich vermarktet hat, das finde ich ekelhaft!
Kurzum - ich sagte es schon - ich kann sie nicht ab, von mir hätte sie die zwei Bundesverdienstkreuze und andere Auszeichnungen nicht bekommen!    emoji_grinning

Edita
 
mane
mane
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RE: Sexismus und Werbung
geschrieben von mane
als Antwort auf pschroed vom 29.08.2017, 08:31:05

Lieber Philippe,

das Buch fällt bei mir unter Klatsch und Tratsch und wäre für mich völlig uninteressant gewesen. Es ist soweit ich weiß, nie in den Handel gekommen

Buch über Affäre von Alice Schwarzer bleibt verboten

 Aus deinem Link von 2015 entnehme ich, dass Schwarzer die Äußerungen in dem Buch als reine Privatangelegenheit empfand, was ich ebenso sehe. Was sie selbst über ihre damalige Beziehung zu dem angesprochen Franzosen sagt, ist diesem Video zu entnehmen:


Im Dialog mit Alfred Schier von Phoenix spricht sie über ihre Biografie und erzählt auch sehr offen über ihre Kindheit und Jugend, ihre Motivation für ihre Arbeit und eröffnet seltene Einblicke in ihr privates Leben mit vielen Fotografien.
Magst du dir das Video mal unvoreingenommen anschauen?

Um wieder auf das Thema zurückzukommen: emoji_winkAlice Schwarzer wirft ihrem Dialogpartner zum Schluss sexistische Äußerungen vor und erläutert auch ihre Gründe.
Gruß Mane

 

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