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Aktuelle Themen Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.

karl
karl
Administrator

Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von karl

Ich wurde gebeten, den Aufruf unten zu unterstützen und ich komme dem nach, da auch ich das angesprochene Problem wahrnehme.

Bildschirmfoto 2018-06-21 um 12.19.51.png
Wer möchte kann diesen Aufruf mit seiner Unterschrift unterstützen. Im Wortlaut:

medico international:

Vom „gefährdeten Rechtsstaat“ in Ellwangen über die „Anti-Abschiebe-Industrie“, vom „BAMF-Skandal“ über „Asylschmarotzer“, von der „Islamisierung“ bis zu den „Gefährdern“: Wir erleben seit Monaten eine unerträgliche öffentliche Schmutzkampagne, einen regelrechten Überbietungswettbewerb der Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen, aber auch gegen die solidarischen Milieus dieser Gesellschaft. Die politischen Debatten über Migration und Flucht werden seit Monaten von rechts befeuert und dominiert – und kaum jemand lässt es sich nehmen, auch noch mit auf den rechten Zug aufzuspringen.
Doch nicht nur das. Inmitten einer immer noch lebendigen Willkommens- und Unterstützungsbewegung, inmitten der großen und wachsenden Proteste gegen die AfD, inmitten der beeindruckenden Kämpfe von Geflüchteten für ihr Recht auf ein gutes Leben und inmitten wachsender Bewegungen für eine nachhaltige, globale Gerechtigkeit wird vielerorts so getan, als sei der Rechtspopulismus der einzig maßgebliche Ausdruck der aktuellen gesellschaftlichen Stimmungslage. Diese Behauptung ist falsch. Und sie ist politisch fatal.
Es ist daher für uns an der Zeit, gemeinsam und eindeutig Stellung zu beziehen. Wir verweigern uns ausdrücklich der politischen Logik einer sich verfestigenden rechten Hegemonie. Wir wenden uns gegen eine Politik des Ressentiments – und gegen Strategien, die hieraus Kapital schlagen wollen für eine nur dem Anschein nach progressive oder soziale Politik. Wir sind uns sicher, dass es keine fortschrittlichen Antworten auf reaktionäre Fragen gibt. Der rechte Diskurs formuliert keine Probleme. Er ist das Problem.
Nennen wir das Problem beim Namen. 
Es heißt nicht Migration. 
Es heißt Rassismus.
Ich vestehe, warum aus rhetorischen Gründen die Alternative zwischen "Solidarität" und "Heimat" gewählt wurde, sehe das persönlich allerdings als unglücklich an, denn ich kann auch dann Solidarität mit Hilfesuchenden üben, wenn ich ein ausgesprochenes Heimatgefühl entwickelt habe. 

Karl
Majanne
Majanne
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von Majanne
als Antwort auf karl vom 21.06.2018, 12:52:44

Ja, m.E. eine dringende wichtige da leider so zutreffende Analyse in dem Aufruf und daher so wichtig, ihn zu unterstützen! Mach ich! 

Das „Gegensatzpaar“ Heimat-Solidarität finde ich auch unglücklich gewählt, es spielt den Spaltern in die Hände und ist missverständlich,  schade! 

kirk
kirk
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von kirk
als Antwort auf karl vom 21.06.2018, 12:52:44
Schon erledigt.

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Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von Monja_moin

Ich empfinde die Formulierung "Solidarität statt Heimat"  auch recht unglücklich formuliert.
 
Das Eine schließt ja das Andere nicht aus.
 
"Heimat und Solidarität" oder ähnlich würde wahrscheinlich besser klingen.
 
Monja.
 

adam
adam
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 21.06.2018, 12:52:44

Meines Erachtens schweben die Verantwortlichen von medico international derart in linksextremen Sphären, daß sie für vernunftorientierte Problemlösungen so wenig geeignet sind wie die AfD. 

Da ich gegen die AfD bin, muß ich nicht automatisch für den Unsinn sein, den medico international in ihrem Aufruf verfasst hat. Die Reste der selbsternannten Multikultielite können kein Vorbild sein und die Teddybärwerfer von 2015 haben genug angerichtet, die Gesellschaft belogen und im Stich gelassen.

Nein, ich unterschreibe nicht!

Es heißt nicht medico international - es heißt bevölkerungsfeindlich.

--

adam

Bote Asgards
Bote Asgards
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von Bote Asgards

Ich schließe mich Adam an. Solidarität statt Heimat ist keine unglückliche Formulierung, das  ist deren weltfremde Überzeugung. 


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CharlotteSusanne
CharlotteSusanne
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von CharlotteSusanne
als Antwort auf Bote Asgards vom 23.06.2018, 00:50:26

Heimat  UND  Solidarität    ...... so würde ein Schuh draus !
CharlotteSusanne

olga64
olga64
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von olga64
als Antwort auf CharlotteSusanne vom 23.06.2018, 01:25:57

Ich erkläre mich auch solidarisch mit denjenigen, die ihre Heimat verlassen mussten und verloren habe.
Zum Begriff "Heimat" habe ich sowieso ein differenziertes Verhältnis, was vermutlich in meiner Biografie begründet liegt:
Geboren in Garmisch (da Mutter evakuiert wurde); dann aufgewachsen, SChule und Uni in München.
Dann ca 30 Jahre in anderen Städten in Deutschland und anderswo im Ausland.
Dann Rückkehr nach Bayern, aber nicht nach Garmisch und München.
Wo soll also meine Heimat sein? Habe dies immer so gesehen, dass die dort ist (auch temporär) wo es mir gut geht. DAs werde ich auch weiterhin so halten, den Begriff für mich aber niemals überfrachten. Olga

Marcy
Marcy
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von Marcy
als Antwort auf olga64 vom 25.06.2018, 18:07:23

Ich bin schockiert über die Ansichten  die vertreten werden. Ich  hoffe, es gibt es kein böses Erwachen eines Tages. Teile  und Herrsche scheint immer zu funktionieren.

Werde dies Thema wohl meiden müssen.
freddy-2015
freddy-2015
Mitglied

RE: Solidarität statt Heimat. Das Problem beim Namen nennen.
geschrieben von freddy-2015
Solidarität mit Flüchtlingen sollte weltweit ein Thema sein.
Und weltweit sollten Flüchtlinge aufgenommen werden.
Solange einige reiche Länder strikt keine Flüchtlinge aufnehmen (in Asien und Afrika)
sehe ich ein grosses Problem darin hier in der EU den
Mittelpunkt der Welt zu sehen wenn es um Flüchtlinge geht.
Helfen ist ein Muss und das für alle die es könnten,
sonst siegen die rechten und linken Extremen.
(denn die sind nicht weit auseinander in ihren Ansichten).
Ich werde das nicht unterschreiben, weil es zu einseitig ist.
Und was ist mit den geschätzten 200 Millionen die noch kommen wollen.??????

Augen zu und durch..............

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