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Aktuelle Themen Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?

Re: Wir schlittern fast ohne Diskussion in einen schmutzigen Krieg
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 30.01.2008, 12:02:32
Hallo Arno,

Hat Deutschland denn seinen Stolz u.Ehre total aufgegeben?
Wir bespucken uns seit 60 Jahren selbst. Siehe "Gedenkfeiern und Auftritte unseren Poltikern hier, in Polen und Israel. Es muß langsam aufhören uns selbst "nur" als Kriegsverbrecher darzustellen.

Über Vietnam, Churchil, Stalin usw. wird kein Wort verloren
--
aballa
Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf fahrstg. vom 30.01.2008, 10:37:27
Hallo Arno,

Hat Deutschland denn seinen Stolz u.Ehre total aufgegeben?
Wir bespucken uns seit 60 Jahren selbst. Siehe "Gedenkfeiern und Auftritte unseren Poltikern hier, in Polen und Israel. Es muß langsam aufhören uns selbst "nur" als Kriegsverbrecher darzustellen.

Über Vietnam, Churchil, Stalin usw. wird kein Wort verloren
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aballa
karl
karl
Administrator

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von karl
als Antwort auf vom 30.01.2008, 13:06:20
Aber hallo,


soll das heißen, wir sollen wieder Krieg führen, um uns nicht mehr zu "bespucken"?


Über Vietnam, Churchil, Stalin usw. wird kein Wort verloren
geschrieben von aballa

Erstens stimmt das nicht und zweitens, sollen wir dem jetzt nacheifern?
Das ist nicht nur verquere Logik, sondern völlig geschichtsloses und verantwortungsloses Denken.
--
karl

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hugo
hugo
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hugo
als Antwort auf karl vom 30.01.2008, 17:20:49
na endlich gehts los, los, los,,,Kriegsminister Jung hat schon mal die neue Schutzweste angepasst, ist extra dafür zu seinen Jungs geflogen und fordert:


"mehr Rückhalt der deutschen Bevölkerung für Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Den Bürgern sei oft nicht bewusst, dass die Einsätze der Sicherheit der Bundesrepublik dienten,
Es werde nicht ausreichend zur Kenntnis genommen, dass sich (( endlich -mit großem Aufwand und deutscher Beteiligung ,,Einwand hugo)) die Bedrohungslage verändert habe.

Wenn man den neuen Risiken durch den Terrorismus aber entgegentreten wolle, müsse man die Gefahr an der Wurzel anpacken."

Also Ihr "Wurzelpacker", nun aber mal los,,
-gehn wir mit der Sammelbüchse rum?
-fordern wir von den Enkeln freiwillige Einsätze und Verpflichtungserklärungen?
-bereiten wir die allgemeine Mobilmachung vor ?
-verhaften wir solche Leute die in den Foren noch mahnend unterwegs sind,,
-
die deutschen Soldaten in Afghanistan leisten einen ungeheuren Stabilisierungseinsatz und wir nörgeln hier herum, eine Schande ist das, eine Schande ,,auf zu neuen Schwandtaten,, *g*

Busch und Co schafften einen Rekord als es darum ging die Waffen sprechen zu lassen.
"George W. Bush und sein damaliger Außenminister Colin Powell seien mit 260 und 254 bewussten Falschaussagen die Spitzenreiter."(so zu lesen in einer Studie in den USA)

ob Jung seinem Idol seinem Vorbild nacheifern will ?
Die Bedrohung ist da und wenn sie nicht da ist, muss sie eben herbeigeredet werden und wenn das nicht hilft, dann muss nachgeholfen werden,,
--
hugo
luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von luchs35
als Antwort auf karl vom 30.01.2008, 17:20:49
Eigentich möchte ich gerne mal wissen, wie die völkerrechtliche Lage in Deutschland aussieht, wenn man bedenkt, dass es nicht mal einen Friedensvertrag , sondern nur Waffenstillstand mit den am Zweiten Weltkrieg beteiligten Ländern gibt?

Es wurde doch damals in den Vereinbat^rungen festgelegt, dass "von deutschem Boden" aus nie wieder ein Krieg geführt werden darf. Nur zum Schutz des eigenen Landes!

Und das muss wohl am Hindukusch verteidigt werden....???
--
luchsi35
gila
gila
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von gila
als Antwort auf fahrstg. vom 30.01.2008, 10:37:27
Deutschlands Stolz - Ehre und Denkermentalität "wurde" aufgegeben. Dagegen kann sich nur jeder einzelne Deutsche im Inneren wehren. I c h b i n D e u t s c h. Mit vollem Dazustehen - mit Ablehnung der Geschichte von den 13 Jahren - denn das hab ich nicht miterlebt.
Jedoch streite ich manchmal heute noch mit meiner Mutter (83) über Hitler. Sie denkt nach wie vor, daß er den Menschen Arbeit und Lebensunterhalt verschaffte.
Von den schlimmen Dingen, die er tat, weiß sie (glaub ich ihr auch) - nichts.
Letztendlich können doch 13 Jahre nicht sooo viel ausrichten. Wie gesagt, ich glaube, Stalin war länger an der Regierung.
Nun aber - denken wir halt mal drüber nach....

--
gila

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hafel
hafel
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hafel
als Antwort auf luchs35 vom 30.01.2008, 17:55:05
Mit der Entsendung reiner Kampftruppen wagt sich die Bundesregierung in eine Grauzone des vom Bundestag beschlossenen ISAF-Mandats, welches offensivere Operationen der Bundeswehr in Afghanistan NICHT ausdrücklich abdeckt. Diese Entscheidung ist auch für mich sehr umstritten. Kommt noch hinzu, dass ein enger Verwandter nun zum dritten Mal nach Afghanistan geht (in Afrika war er auch schon einmal).

Für Hugo sollten doch aber solche Regierungsentscheidungen bekannt sein. Wenn der "große Bruder" seine Verbündeten aufruft beim Nachbarn (zufällig auch ein Verbündeter) einzumaschieren, dann hat die Volksarmee das zu machen.... und macht es dann auch. Hugo, das sind die Nachteile der Bündnistreue.
--
hafel
niederrhein
niederrhein
Mitglied

Da reibt man sich die Augen ...
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf karl vom 30.01.2008, 17:20:49
Da reibt man sich die Augen ...

(nur ganz spontan beim Karl eingeklinkt, kein Bezug zu dessen Beitrag oder doch ...?)

... es darf nicht wahr sein ... da äußert jemand Kalauer, jene hohlen Phrasen, die vor und während eines Krieges immer gefaselt werden ...

Wenn wir nur schauen, was uns, d.h. der Weltöffentlichkeit, so alles von den USA und ihren Lakaien und Vertretern so vorgesabbert und vorgelogen worden ist (es gibt etliche Publikationen, die das schonungslos aufgedeckt haben) ... wo jeder weiß, es geht um die Erdölleitungen in Afghanistan, um Öl im Irak, um Rohstoffquellen etc. etc. aber etwa nie und nimmer um das Wohl der in den dortigen Ländern lebenden Menschen, sondern ausschließlich um wirtschaftliche, finanzielle und machtpolitische Interessen.

Laut Verfassung hat die Bundeswehr einen reinen Verteidigungsauftrag innerhalb ihrer Grenzen. Was so etliche Leute (dazu gehören auf Leute innerhlab der Bundeswehr ... Karriere etc.). die deutsche (!) Rüstungsindustrie u.a. so von sich geben, hat nichts und auch gar nichts mit der Verfassung zu tun.
Es sei denn, man besitzt die Unverfrorenheit dahingehend die Verfassung zu ändern.


(Empfehle, mal regelmäßig die Zeitschrift Wehrtechnik lesen ... da offenbart sich vieles!)

Aber um des Friedens willen, hier wiederhole ich meinen Vorschlag (schon woanders hier im ST vorgeschlagen)

Auf zum Rentnervolkssturm, da können sich all die Unverbesserlichen vor allem melden (und man spart sich den Tod und die Verstümmelung der jungen Männer, von denen es ohnehin zu wenig gibt - im Gegensatz zur Rentnergeneration) ... Etliche dürften ja sogar ihren Führerschein bei der Bundeswehr erworben haben.

Das ist Abenteuer und Patriotismus pur, hier können all die schönen Phrasen vertreten und verteidigt werden ... unter uns: Laut Heckler & Koch (www.heckler-koch.de) ist das neue MG4 wesentlich besser als das MG-42.

Und sollte man fallen etc. ... es erleichtert hier die demographische Bilanz, man spart sich die Beerdigungskosten ... Es versteht sich, daß im Rahmen der Gleichberechtigung auch Frauen, sagen wir ab 55 bis 8o, diese Möglichkeit eingeräumt wird - mit Dienstgrad und Beförderungsmöglichkeiten!

Stramm stehend

Die Bertha
vom Niederrhein


(die ihren Rudi für Kurierdienste sofort trainiert)
hugo
hugo
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hugo
als Antwort auf gila vom 30.01.2008, 18:02:44
hall gila,,Stalin war länger an der Regierung,,,ich verstehe Dein Anliegen Deine Aussage nicht welche Du damit verbinden möchtest.

Hafel, hast Du diesen Satz begriffen und was denkst Du Dir dabei ? (du hast darauf nicht reagiert)

aber hafel wenn das soo ist und vergleichbar mit dem großen Bruder, ok dann verstehe ich Dich mal wieder falsch.

Du gehst auch fälschlicherweise davon aus das alle DDR Bürger wohl solche Aktionen gut geheissen haben und liebend gerne NVA Soldaten in Prag gesehen hätten?

Ich kann mich nicht daran erinnern das ich auch nur einen einzigen Menschen persönlich kenne, der sowas gedacht hat, zumindest gesagt hat mir das noch niemand.

übrigens haben wir das eben NICHT zu machen, wie schon bei Schröder eindeutig bewiesen wurde, auch wenn die Merkel und Co damals noch dagegen waren das Deutschland dagegen war.
Die Welt wird eben NICHT zusammenbrechen wenn der Jung seinen Truppen keinen Marsch-, und Schießbefehl gibt.

Aber die zunehmende Unbeliebtheit Deutschlands wird nicht in Beifall der afghanischen Bevölkerung umschlagen und bei uns Zuhause schon mal gar nicht, wenn die ersten Toten auf beiden Seiten zu beklagen sein werden.

Ich bin immer noch nicht davon überzeugt das der 11. September 2002 die Ursache für die heutigen Scherereien gelegt hat denen wir nun ausgesetzt sind. Diese Anschläge waren schon das Echo, die Wirkung, das schlimme Zwischen-Ergebnis einer völlig verkorksten USA-Außenpolitik.

Diese Ursachen lagen viel früher und nach meiner Hypothese verhindern westliche Regierungen, dass die tatsächlichen Hintergründe dieser Verbrechen ans Tageslicht gelangen. Der deutsche Kampfeinsatz ist dabei nur ein Mosaikstein in der Betrachtung der gesamten verfahrenen Sache und macht es nur noch schlimmer.

sind wir Deutschen klug, sind die anderen so blöd ??

Japan hat seine Unterstützung der internationalen Afghanistan-Truppen beendet und sogar die Kriegsschiffe aus dem Indischen Ozean in die heimatlichen Häfen zurückbeordert, wollen wir unbedingt in solche Lücken springen ?

erst warens die Tornados, nun sinds Bodentruppen und was wird folgen ??
--
hugo
hafel
hafel
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hafel
als Antwort auf hugo vom 30.01.2008, 18:41:24
@ Hugo: Du gehst auch fälschlicherweise davon aus das alle DDR Bürger wohl solche Aktionen gut geheissen haben und liebend gerne NVA Soldaten in Prag gesehen hätten?


Nein natürlich nicht Hugo. Ich glaube Dir ehrlich, dass genau so wenig Menschen in der DDR damals den Einmarsch ins Nachbarland gewollt und gebilligt haben wie Du bitte auch glauben solltest, dass es hier und jetzt ebenso wenig Menschen gibt, die den Afhanistan-Einsatz gut finden.
Leider hast Du meinen Enwand nicht richtig verstanden. Aber gerne nochmal:
Das sind die Probleme, die ein Land in einer Bündnistreue hat. Diese Probleme hatte damals die DDR-Regierung heute der Bundestag.
--
hafel

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