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Aktuelle Themen Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?

hafel
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Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hafel
als Antwort auf luchs35 vom 31.01.2008, 10:33:43
Luchsi, nachdem ich meinen hauswirtschaftlichen Pflichten nach gekommen bin, sollst Du auch noch eine Antwort erhalten.
Wir beide sind uns also einig, dass unsere Soldaten nichts am Hindukusch zu suchen haben..... Punkt.

Als G. Schröder sein "Nein" zum Mitmachen am Irak-Krieg sagte, mag ein Teil davon seiner sozialdemokratischen Überzeugung entsprechen, aber er musste auch eine Wahl gewinnen. Und die hat er dann auch gewonnen. Sein damaliger Verteidigungsminister Struck buhlte bei seinen Besuchen in USA, damit ihm überhaupt jemand die Hand gab. (mir wäre es egal gewesen, diplöomatische Gepflogenheiten sind da eben anders). Nun hat sich die Zeit verändert und wir haben eine ganz andere Regierung. Um beim Beispiel zu bleiben ist heute Struck Fraktionsvorsitzender seiner Partei..... und man mag wohl schlecht hören, er rechtfertigt heute die Kampfeinsätze.

Es lohnt nicht, daüber nachzudenken, warum wir in diesem Bündnis sind und wieweit man sich da von der Vertragstreue entfernen kann. Der Iststand ist eben so. So ist es auch sehr leicht für "Die Linke" dummerhafte Forderungen zu stellen, wie: "raus aus der Nato" usw. Wo hat den Gysi zu DDR-Zeiten laut gerufen: "Raus aus dem Warschauer Pakt"????? Die Genossen sind da nicht ernst zu nehmen.

Nun hat ja "unsere Angela" 2009 auch eine Wahl zu gewinnen. Das gleiche gilt für die SPD, die davon träumen stärkste Partei zu werden. Nun frage ich Dich, liebe Ute, wer wohl Wahlsieger werden wird, wenn wöchtentlich die ersten (stimmt nicht, wir haben ja bereits Verluste) Toten ins Land zurück getragen werden? Man muss da nur zum Nachbar nach England schauen, mit Toten sind keine Wahlen zu gewinnen. Das lässt mich hoffen, dass diese "verfahrene Sicherheitspolitik" BEIN DEN BÜRGERLICHEN PARTEIEN in die nächste Bundeswahl mit einfließt. Anders sehe ich keine Umkehr.
--
hafel
luchs35
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Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von luchs35
als Antwort auf hafel vom 31.01.2008, 13:49:23

@Hafel

Und was versprichst Du Dir von der Wahl 2009?
Es sind die gleichen Parteien, die gleichen Politiker , rechts-oder linksgerichtet, die wiederum nur eines im Kopf haben, die Wahlen egal um welchen Preis zu gewinnen. Man muss nur dem Wahlvolk aufs Maul schauen, dann fällt einem schon der richtige Slogan ein. Und der wird danach ohnehin "angepasst"!

Siehst Du irgendwo unter ihnen auch nur einen einzigen Visionär, der sein Land im Weitblick hat und nicht in erster Linie Wahrer seiner eigenen Interessen ist? Stuhlkleber und Opportunisten werden wieder in vorderster Reihe stehen und jeden mundtot machen, der weiter als über den eigenen Tellerrand blickt und der nicht Rückgrat, Verantwortungsbewusstsein, Courage und Querdenken für Stichwörter aus Grimms Märchen hält?

Ich drehe beim Gedanken an die einzelnen Parteien die Hand nicht um, alle rühren mehr oder weniger die gleiche Suppe mal mit, mal ohne Salz.

Auch der heute so geschätzte Heiner Geissler kam während seiner Zeit in der Regierung nicht auf die Erkenntnisse, die er heute hat, zumindest nicht so laut wie heute!
--
luchsi35
hafel
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Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hafel
als Antwort auf luchs35 vom 31.01.2008, 15:59:11
Ute, ich gebe Dir ja unumwunden Recht. Ich vergleiche das mit einem sportlichen Manschaftsspiel, wo der Trainer sagt: "ich kann nur mit den Leuten spielen, die ich habe. Andere habe ich nicht".
Du hast ja soooo recht. Andere Politiker haben wir nicht und ich sehe da auch keinen im Hindergrund.

Leider werden nur an den politischen Rändern die "Rattenfänger" sich dieses Themas annehmen und das Wahlvolk wird ihnen zuhören.

Ja, und wenn man erst mal wie Heiner Geißler in der zweiten Reihe sitzt, kann man auch laut "wettern". Wenn ich mir seine Reden als damaliger Generalsekretär mit den heutigen Reden vor Augen halte, so ist aus einem "damaligen Ekelpaket" ein kluger alter Mann geworden, dem man gerne zuhört. Sind Politiker in der aktiven Ausübung, werden sie parteipolitisch gebunden, unterstehen gewissen Zwängen und üben ihr Amt durchaus nicht, wie die Väter des Grundgesetzes es einmal vorgesehen haben, nach Ihrem Gewissen aus. Lobbies und Parteiräson geben dem einzelnen Politiker fast keinen persönlichen Spielraum mehr. Das ist in allen Parteien gleich, da gibt es keine Ausnahmen.

Dem Wahlvolk bleibt nur das demokratische Mittel Strömungen durch Abwahl zu verändern. Das sind die Regeln der Demokratie..... würde es etwas Besseres geben, würde es das dann auch irgendwo auf diesem Erdball praktiziert.


--
hafel

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gila
gila
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von gila
als Antwort auf hafel vom 31.01.2008, 16:27:14
hafel,
ich möchte nur auf Deinen letzten Absatz antworten.
Wir sind schon lange mehr kein Wahlvolk, wir sind abdegradiert zum "Wahlvieh".
Denkt
--
gila
hafel
hafel
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Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hafel
als Antwort auf hafel vom 31.01.2008, 16:27:14
Ich komme mal auf einen alten, (fast) vergessenen Thread zurück.
Hier schlugen (zu Recht) die Wellen hoch, als unsere "Jungs" in den Kampfeinsatz geschickt werden SOLLTEN. Zu Recht, ich sehe dazu auch keine Notwendigkeit.
Was mich nur hier etwas irritiert ist, dass jetzt, wo mit Mehrheit der Bundestag entschieden hat, dass nur ein humanitärer Einsatz in Afghanistan möglich ist, die deutsche "Sicherheitspolitik" sich ----ähnlich wie zu Schröders Zeiten---- mit Amerika reibt, würdigt diese parlamentarische Leistung (durch alle Parteien) kein Mensch. Ich denke, man sollte nicht nur über praktizierte Politik meckern, sondern auch mal anerkennen.
--
hafel
eisblume
eisblume
Mitglied

Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von eisblume
als Antwort auf hafel vom 03.02.2008, 13:12:16

--
eisblume
wir haben Wahlkampfzeiten--------schon vergessen?
eisblume

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hafel
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Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von hafel
als Antwort auf eisblume vom 03.02.2008, 13:33:19
Wahlkampf hin und Wahlkampf her, letztendlich interessiert die Mütter, Bräute etc. nur, dass ihr Jungs nicht in einen Kampfeinsatz müssen. Wie das entstanden ist interessiert da nicht.
--
hafel
Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von klaus
als Antwort auf hafel vom 03.02.2008, 13:40:30
@hafel,
"Wahlkampf hin und Wahlkampf her, letztendlich interessiert die Mütter, Bräute etc. nur, dass ihr Jungs nicht in einen Kampfeinsatz müssen."

RICHTIG !
Aber auch im ST ist meist "Wahlkampf" - da werden gleiche Entscheidungen unterschiedlich bewertet.
--
klaus
Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf klaus vom 03.02.2008, 14:02:52
versteh ich nicht, bei der ted-umfrage hier im st wurde bisher wie folgt entschieden:

Wie steht ihr zum Afghanistan Einsatz der Bundeswehr?

44,36% - Sehr positiv, der Einsatz sollte so weit wie nötig ausgeweitet werden,
notfalls auch im Süden.
3,75% - Positiv, der Einsatz sollte aber nicht in den Süden ausgedehnt werden
12,78% - Skeptisch, der Einsatz sollte nicht ausgeweitet werden
39,11% - Sehr skeptisch, der Einsatz sollte beendet werden.

wo kommen denn die ganzen ja-stimmen her ?

--
plumpudding
Re: Soll Deutschland die Eingreifgruppe für Afghanistan stellen?
geschrieben von klaus
als Antwort auf vom 03.02.2008, 14:12:17
@plumpudding,
"wo kommen denn die ganzen ja-stimmen her ? "

Da kann doch jeder "vorüberziehende Wanderer" sich "einbringen" - müssen doch nicht die hier Diskutierenden sein.
--
klaus

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