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Aktuelle Themen Stierkampf zum Kulturgut erklärt !

luchs35
luchs35
Mitglied

Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von luchs35
Spanienes Parlament hat vor einigen Tagen das grausame Spektakel "Stierkampf" zum Kulturgut erhoben und greift dafür nun zu zusätzlichen finanziellen Subventionen aus der Staatskasse.
Nicht genug damit, Spanien will bei der Unesco beantragen, dass dieser blutige und ungleiche Kampf zwischen Stier und Torero zum Weltkulturerbe erklärt wird. Dieser Antrag hat einflussreiche Fürsprecher wie beispielsweise König Juan Carlos, der ein Fan dieser "Schlachterei" ist, aber auch andere - wie Regierungsschef Mariano Rajoy und viele Unternehmer, die sich auf den Tribünen der Arenen treffen um Stiere im Sand bluten zu sehen und nebenbei ihre Geschäfte abzuschließen.

Immer weniger Spanier interessieren sich für Stierkämpfe und wenden sich von den Corridas ab. Nur noch 8 Prozent der Spanier besuchen eine derartige Veranstaltung.
Tierschützer rufen zum Boykott auf. Für sie ist Tierquälerei keine Kultur, sondern ein grundloses. grausames Abschlachten von Tieren.

Mit dieser Entscheidung des Parlamentes dreht Spanien das Rad der Zeit um 1500 Jahre zurück, als noch mit "Brot und Spielen" das Volk von den wirklichen Problemen abgelenkt werden musste. Offenbar ist das auch heute notwendig !

Luchs
Clematis
Clematis
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von Clematis
als Antwort auf luchs35 vom 14.11.2013, 18:14:48
Himmel, hilf! Hört das nie auf!

Wer geht denn diese Abschlachterei angucken. Muss das ein Vergnügen sein,
das Tier röchelnd verenden zu sehen! Kultur? Tradition? Es ist an der Zeit,
solche fragwürdige Traditionen kritisch anzugucken.

Ich bin empört!
Danke Luchs für den Bericht.

Ingeborg-Clemstis
Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von meli
als Antwort auf luchs35 vom 14.11.2013, 18:14:48
Ute,

ich denke, dass bedauerlicherweise der Stierkampf immer noch auch ein Touristenmagnet ist.
Wenn die Kassen leer blieben, würde so ein Irrsinn nicht geplant, also muss da viel Geld im Spiel sein und die Lobby stark.
Das beginnt bei den Stierzüchtern, geht über die Schulen, die die Ausbildungen der Stierkämpfer übernehmen usw. usw.

Ich fürchte, sie werden das durchbekommen, so wie die Franzosen die Gänseleber geschützt haben als nationales Gut und die Quälerei der Stopfgänse, die eigentlich abgeschafft werden sollte, nun ebenfalls weitergeht.

Meli

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Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf luchs35 vom 14.11.2013, 18:14:48
ich habe neulich einen bericht gesehen, in dem gezeigt wurde,
daß die sogenannten stierkampfschulen enormen zulauf von jungen
menschen haben, die unbedingt diesen ekligen "beruf" machen wollen.

ich verabscheue das zutiefst, verstehe auch nicht, daß die jungen
leute wohl keine hemmschwelle haben, ein tier in slowmotion zu töten.
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von Tina1
als Antwort auf Clematis vom 14.11.2013, 18:28:39
Himmel, hilf! Hört das nie auf!

Wer geht denn diese Abschlachterei angucken. Muss das ein Vergnügen sein,
das Tier röchelnd verenden zu sehen! Kultur? Tradition? Es ist an der Zeit,
solche fragwürdige Traditionen kritisch anzugucken.

Ich bin empört!
Danke Luchs für den Bericht.

Ingeborg-Clemstis


Ingeborg da gehen ganz viele hin,
und schauen sich das "abschlachten" der Tiere an!
Die Arena ist voll! Sie ergötzen sich dabei
feuern den Torero an, sie wollen Blut sehen!
Unvorstellbar dieses Verhalten von Menschen?
Ich kann nur Empörung empfinden über das Vorhaben
des spanischen Staates!Leider kann man nichts
dagegen tun solange Menschen heiß auf Kämpfe sind
die qualvoll sind u zum "Tot" führen. Nur die
Spanier, die Bevölkerung könnte was tun,indem
sie diese Kämpfe boikottieren!
Leider tun sie es aber nicht.
Ich danke auch Luchs, aber es wird nicht viele
interessieren.
Tina

luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von luchs35
Natürlich haben die Verantwortlichen ihre Ausreden parat. Ihnen geht es angeblich um den Erhalt von Arbeitsplätzen, weil ein ganzer Wirtschaftsteil an diesem "Zweig" hängt.

Eine Statistik der Regierung allerdings besagt auch,dass es 2008 noch 3300 "Kämpfe" mit jeweils 6 Stieren (also insgesamt 19800) gegeben habe, im Jahr 2012 "nur" noch 2000 Corridas. Und nur 8 % aller Spanier sehen sich noch Stierkämpfe an.

Das ist wohl auch der Hintergrund, warum man dieses Töten zum "Kulturgut" erhoben hat, um dem scheußlichen Spektakel einen Freipass mit Glorienschein zu geben.

Und was macht die EU? Schließlich ist Spanien Mitglied.

Womöglich bekommt Spanien dafür auch noch Zuschüsse aus dem EU-Topf?

Luchs

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FrauOberschlau
FrauOberschlau
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von FrauOberschlau
als Antwort auf luchs35 vom 14.11.2013, 18:14:48
luchs und meli...

das ist wirklich eine regelrechte abschlachterei der tiere... erst werden sie gereizt bis auf´s blut, da kommen erst die picaderos mit ihren kleinen messern und machen den stier richtig angriffslustig...

wenn er dann so richtig wütend ist, dann kommt der torrero und erledigt den rest, wenn er gut ist dann schafft er es den stier mit einem stich in den nacken zu töten

ich habe 1980 in barcelona in der arena gesessen und diesem spektakel mit meinem jugendlichen leichtsinn damals zugesehen, es gab insgesamt 5 kämpfe zusehen...

ein torerro hat es nicht geschafft den stier zu töten, immer stach er daneben und das tier litt qualen ohne ende und bäumte sich immer wieder auf und wollte fliehen...die masse auf den rängen hat getobt und gebuht und das leben des stiers gefordert und die roten sitzkissen in die arena geworfen, was eigentlich verboten war...

dann wurde der stier von drei torreros getötet und aus der arena geschleift mit einer grausig breiten blutspur... ein gellendes pfeifkonzert begeleitete den torrero nach draußen

ich habe mir da geschworen, nie mehr zu solch einem spektakel zu gehen und was daran weltkulturerbe sein soll ist äußerst fragwürdig

genau wie die stierhatz in pamplona, wo menschen vor den stieren herlaufen und sich dann aufregen, wenn der stier sie erwischt... das ist alles grausam uns muss verboten werden...

was ist schön daran, ein tier zu quälen und anschließend zu töten, auch wenn es ein kräftiger stier ist, da gibt es keine rechtfertigung

f.o.
Edita
Edita
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von Edita
als Antwort auf luchs35 vom 14.11.2013, 20:14:45
Natürlich haben die Verantwortlichen ihre Ausreden parat. Ihnen geht es angeblich um den Erhalt von Arbeitsplätzen, weil ein ganzer Wirtschaftsteil an diesem "Zweig" hängt.
Luchs


So nachlässig arrogant und ignorant wie sie mit dem Wasser in den Gemüseanbaugebietzen umgehen, so ignorant und arrogant behandeln sie den Stier! Schon sehr lange ein Grund für mich, keinen einzigen Cent in Spanien zu lassen, ich kaufe auch hier kein spanisches Obst oder Gemüse, auch kein Olivenöl ! In ein spanisches Restaurant hier, gehe ich aber gerne!

Edita
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von Tina1
als Antwort auf Edita vom 14.11.2013, 20:24:09


So nachlässig arrogant und ignorant wie sie mit dem Wasser in den Gemüseanbaugebietzen umgehen, so ignorant und arrogant behandeln sie den Stier! Schon sehr lange ein Grund für mich, keinen einzigen Cent in Spanien zu lassen, ich kaufe auch hier kein spanisches Obst oder Gemüse, auch kein Olivenöl ! In ein spanisches Restaurant hier, gehe ich aber gerne!
Edita


Auch ich habe aus diesen Gründen Spanien als Urlaubsland
gestrichen und das schon länger.
Tina
cooki
cooki
Mitglied

Re: Stierkampf zum Kulturgut erklärt !
geschrieben von cooki
als Antwort auf Tina1 vom 15.11.2013, 01:22:13
Dieses Abschlachten ist einfach widerlich.
Meiner Meinung nach sollte Spanien mit diesem Ansinnen so unter Druck gesetzt werden, das von diesem Vorhaben Abstand genommen wird.
Es ist für mich gar nicht vorstellbar, wie man einem solchen Gemetzel überhaupt nur beiwohnen kann.

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