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Aktuelle Themen Syrien-Ein Land blutet aus

eka231246
eka231246
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Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von eka231246
Seit Beginn des Konfliktes vor 20 Monaten, sind zwischen 40 und 60.000 Menschen ums Leben gekommen und es geht weiter. Vor einigen Tagen erst sind bei einem Anschlag mehr als 70 Zivilisten umgekommen. ca. 20.000 der Toten sollen zivilisten, viele Frauemn und Kinder sein. Mehr als ein halbe Million Menschen haben das Land verlassen und 400.000 Syrer leben in Lagern. Vor Weihnachten sollen in Homs Chemiewaffen eingesetzt worden sein. Ein Nervengas, was über die Atemorgane wirkt und dort große Schäden anrichten kann. Es soll sogar Tote gegeben haben. Obwohl diese Nachricht von einigen Medien veröffentlicht wurde, hat das Auswärtige Amt in Washington diese Meldung nicht bestätigt. Für Obama würde eine Bestätigung bedeuten, dass er, wie für einen solchen Fall angekündigt, eingreifen müsste.

Aleppo, einst eine blühende Stadt, ist inzwischen ein Trümmerhaufen, Sexuelle Gewalt gegen Frauen und KInder ist an der Tagesordnung. Die medizinische Versorgung ist katastrophal, aber humanitäre Unterstützung aus dem Ausland fast nicht möglich. Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges hat Syrien 80 % aller Medikamente für Syrien im Land selbst produziert. Leider ist inzwischen die Produktion der Pharmaindustrie vollkommen zusammengebrochen.

Eka
Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf eka231246 vom 18.01.2013, 22:01:21
Komisch, immer da wo es den USA oder Israel entgegenkommt, faengt es an zu brennen.
eka231246
eka231246
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Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von eka231246
als Antwort auf vom 18.01.2013, 23:24:18
schnarchzapfen, den Zusammenhang versteh ich leider nicht.Das musst du mir näher erklären.

eka

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Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf eka231246 vom 19.01.2013, 10:51:02
schnarchzapfen, den Zusammenhang versteh ich leider nicht.Das musst du mir näher erklären.

eka


Das hat keinen Sinn, ich bin ueberzeugt, dass du es nicht verstehen willst.
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von eka231246
als Antwort auf vom 19.01.2013, 12:12:32
Schnarzapfen, wo her willst du wissen, was ich verstehen will? Als Antwort ist das ziemlich dünn.

Welches Interesse soll die USA an einem brennenden Syrien haben. Syrien hat aus meiner Info weder eigene Ölreserven noch den Ergeiz sich im Atombereich aus dem Fenster zu hängen. Israel hat kein Interesse am Flächenbrand zwischen Iran und Israel. Ein neues destabilisierendes Element bedeutet eher große Gefahr als Nutzen. Also, wenn es weder Öl noch Atomare Gefahr gibt, was soll es dann sein.

Eka
karl
karl
Administrator

Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von karl
als Antwort auf eka231246 vom 18.01.2013, 22:01:21
Liebe Eka,

das Schweigen zu Deinem Thema hat sicherlich viel mit der Hilflosigkeit zu tun, die viele Diskutanten bei diesem Thema empfinden. Das gilt z. B. für mich. Es ist sehr schwer für mich, den Überblick über die Vielzahl der Widerstandsgruppen zu behalten und einschätzen kann ich die schon überhaupt nicht auf eine seriöse Art und Weise. Syrien ist ein sehr heterogenes Land mit vielen religiösen Schattierungen. Ich weiß, dass die Christen eher Anhänger Assads sind. Für sie wird es nach einem Sieg der Revolution sehr schwer werden. Aber deshalb möchte ich noch lange nicht mich auf die Seite Assads schlagen. Ich weiß einfach nicht zu wem ich halten soll und was das Beste für die Menschen dort ist. Fakt ist nur, dass dieser Bürgerkrieg wie alle Bürgerkriege schlimm ist. Ich wünsche mir Frieden. Sag mir, was für den Frieden getan werden müsste und ich würde Dich liebend gern unterstützen, wenn es aussichtsreich wäre.

Karl

P.S.: Ich möchte Dir bei Deiner Einschätzung der Interessen Israels und der USA recht geben. Die Situation ist so instabil, dass eine vernünftige Planung sich das nicht wünschen kann. Niemand weiß, was aus Chaos entsteht und darum glaube ich, dass derzeit Israel und die USA zwar versuchen ihre Interessen zu wahren, aber sie waren nicht die Auslöser des Bürgerkrieges und sie sind über den Ausgang vor allem besorgt. Ich denke schon, dass sie über viele Kanäle versuchen, irgendwie Einfluss auszuüben, aber das ist die Aufgabe von Politik, wenn ein Nachbarland sich zerfleischt.

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eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von eka231246
als Antwort auf karl vom 21.01.2013, 21:08:44
Vielen Dank Karl, leider kann von hier aus im Moment niemand etwas für den Frieden in Syrien tun. Gerade deshalb fühlen sich die Menschen im Stich gelassen. Das Schweigen der Medien, fast alle ausländischen Organisationen haben das Land verlassen, humanitäre Hilfe ist wegen der inzwischen erschwerten Einfuhrbedingungen fast eingestellt, aber Herr Westerwelle engagiert sich in Mali!!

Du hast recht, kein Mensch kann im Moment sagen, wo hin sich das Dilemma entwickeln wird.Im Moment ist die Assad Regierung wieder ziemlich weit vorn. Gerade hat die Regierungstreue Armee Vororte von Damaskus zurück erobert und ein fürchterliches Blutbad angerichtet. Allepo liegt in Schutt und Asche. Dort ist wie hier Winter und es ist bitter kalt.

Eka
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von schorsch
als Antwort auf eka231246 vom 21.01.2013, 22:54:38
Im Moment sind auf der ganzen Welt so viele Brandherde, dass die Vereinigten Nationen gar nicht mehr die Kontrolle darüber haben - geschweige denn, dass sie überall eingreifen könnten.

Würden sie nämlich überall eingreifen, dann würden sämtliche Armeen der nicht direkt von diesen Brandherden betroffenen Welt so verzettelt und geschwächt, dass ein eventueller Angreifer auf diese Interventionsländer nur noch einzumarschieren bräuchte.

Leider scheint es also so zu sein, dass man die Dinge sich selber regeln lässt. Heisst, dass man zuschauen müsste, wie sich die dummen Völker gegenseitig ausrotten!

Dumm nur, dass es kaum mehr eine Rolle spielt, ob wir uns einmischen oder nur zuschauen. Denn so oder so sind wir Betroffene.
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Syrien-Ein Land blutet aus
geschrieben von eka231246
als Antwort auf schorsch vom 22.01.2013, 09:42:06
Schorch, was ich nicht verstehe ist, dass die gesammte westliche Welt sofort Ideen entwickelt militärisch zu intervenieren, wenn es persönliche oder internationale wirtschaftliche Interessen zu verteidigen gilt.

Ich bin überzeugt davon, dass es auch ohne militärisches Eingreifen Möglichkeiten geben muss, den Parteien in Syrien zu einer vernünftigen Lösung zu verhelfen. Wie wir an Ägypten erlebt haben, kann eine Demokratisierung der Völker im NO nur sehr behutsam und schrittweise vollzogen werden!

Ich will uns nicht damit vergleichen, aber wir haben längst vergessen, dass die demokratische Idee in unserem Land erst nach dem 2. Weltkrieg richtig Fuß fassen konnte. Vorher gab es große Brüche z.B. die gescheiterte Weimarer Republick und später der totalitäre Hitlerstaat. Mit ihm hatten wir uns radikal vom demokratischen Gedankengut des Westens entfernt und standen, was Greueltaten anbetrifft, den aktuellen Ereignissen im NO in keinster Weise nach. Ich weiß, dass, was ich hier sage, ist mehr als provokant und könnte falsch verstanden werden. Dennoch etwas mehr Demuth würde den Völkern der westlichen Welt ganz gut stehen.

eka

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