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Aktuelle Themen Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei

Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von ehemaliges Mitglied
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diejenigen länder, die grenznah so viele bemitleidenswerte flüchtlinge in jämmerlichen zeltlagern aufnehmen, können damit rechnen, dass in friedenzeiten die menschenmassen wieder in ihre heimat zurückkehren, freiwillig oder gezwungen.

im tv wurde ein syrer in seiner zeltwohnung im "wohnzimmer" interviewt. wie der auf deutschland, das ihm zuflucht bot, schimpfte, war nicht gerade angenehm.
Forderung: eine vernünftige wohnung, und zwar sofort.

die erfahrung in deutschland lehrt, dass der grösste teil der flüchtlinge, die hierhin kommen, bleibt, egal welche ammenmärchen
uns von politikern vorher erzählt wurden.
nur ein verschwindender teil kehrt in seine heimat zurück und sehr viele wandern nach.

es ist m.e. ein denkfehler, die aufnahmekapzität nach der bevölkerungszahl zu beurteilen.
was haltet ihr von dem begriff "bevölkerungsdichte"?

wo sollen allein die zukünftig benötigten baugrundstücke für bezahlbaren wohnraum herkommen?
wo sollen sich die industriebetriebe für arbeitsplätze ansiedeln?

Olga, am ammersee selbt und im weiteren umkreis desselben sind doch noch (relativ) viele grundstücke zu haben, oder?
bebauungsplanänderungen auf 10-stöckige bauten wären ja möglich.
arbeit bekämen die einwanderer dann in münchen ...
wie wär's?

m./.
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olga64
olga64
Mitglied

Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 24.09.2014, 17:49:02
Sie täuschen sich: bei uns im sog. 5-Seen-Gebiet ist alles sehr dicht besiedelt und dies seit Jahrhunderten. Die teuren Grundstücke und Villen werden vererbt und immer gerne von den Nachfahren bewohnt. Aber wir haben am Ort eine Schule, die nicht mehr benötigt wird (dies ist ja in ganz Deutschland aufgrund der sinkenden Kinderzahlen der Fall) - dort sind Asylbewerber eingezogen und leben nun friedlich mit der recht solidarischen Bevölkerung.
Und es stimmt auch nicht ,dass Flüchtlinge nicht in ihre Heimat zurückkehren. Erinnern wir uns nur an den Balkankrieg und die vielen Flüchtlinge (die ja auch meist in Bayern strandeten) - die sind fast alle zurückgekehrt.
Auch bei den Syrern usw. dürfte es wieder so sein - es verlässt kein Mensch ohne Grund und unter Schmerzen seine Heimat - fast alle machen es, wenn sie sonst ihr Leben verlieren, bzw. verhungern. Auch Deutsche machten dies zu allen Zeiten - wer sollte es den Menschen auch verdenken.
Die Relation zu den aufgenommenen Flüchtlingen ist meist keine Platzfrage, sondern eine finanzielle. Merke: wenn es mehr Steuerzahler gibt, können diese Kosten leichter erwirtschaftet werden als bei einer geringen Bevölkerungszahl in einem Land. WEnn es eine Platzfrage wäre: wie machen dies dann die Länder Libanon, Jordanien und auch die Türkei? Olga
FrauOberschlau
FrauOberschlau
Mitglied

Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von FrauOberschlau
als Antwort auf olga64 vom 24.09.2014, 15:55:15

Und was die Flutopfer anbelangt - da habe ich in Bayern ganz andere Erfahrungen gemacht - die Leute wurden entschädigt und zwar grosszügig und schnell. Hier sollte aber auch bedacht werden,dass es in der Zukunft für den deutschen Steuerzahler nicht mehr hinnehmbar ist, wenn Leute, die partout an einem Gewässer leben möchten keinerlei Versicherungen abschliessen so unter dem Motto: der Staat muss bezahlen. Das ist extrem unsolidarisch und sollte dringend geändert werden, auch damit mehr Geld übrig bleibt, um die wirklichen Tragödien auf dieser Welt zu finanzieren. Olga


text von mir farblich hervorgehoben...

es gibt kaum noch versicherungen, die grundstücke in gewässernähe versichern, weil das risiko des absaufens zu hoch ist... im osten des landes gibt es kaum noch versicherungsschutz, da trägt der besitzer das risiko alleine

weshalb soll mehr geld für die tragödien der welt übrig sein???

sind wir jetzt der retter der welt???

es kann doch nicht angehen, dass deutschland überall und jedem hilft der in not gerät da wehre ich mich vehement gegen

f.o.

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Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 24.09.2014, 18:06:06
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olga, ich gönne dir die exquisite wohngegend von herzen,
ich glaube, das weisst du.

aber 1 schule, die von asylanten bewohnt wird ...
das ist ja noch verkraftbar.
und aus den umliegenden ererbten villen sind bestimmt viele bereit,
wohltätig zu sein.

aber schon jetzt stehen industrielle städte und gemeinden,
die die hauptlast tragen müssen, vor fast unlösbaren problemen.
hinzu kommt noch der vorher schon hohe anteil der arbeitslosen
und der nach bezahlbarem wohnraum suchenden.

m./.
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myrja
myrja
Mitglied

Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von myrja
Schon alleine die Zustände dort mit unseren Überschwemmungen zu vergleichen, halte ich für völlig daneben. Mord, Vertreibung, Folter etc., also Schaden an Leib, Leben und Psyche, ist doch etwas total Anderes, als Sachschaden und finanzieller Verlust. Wo bleibt da nur die Menschlichkeit?

Was die Türkei betrifft: Da wird hier bemängelt, dass die Menschen in Zelten untergebracht sind. Ja, wo sollen sie denn sonst hin? Es gibt nicht soviel freien Wohnraum, Schulen etc. in der türkischen Region, dass eine so große Menge Menschen auf einmal untergebracht werden kann. Übrigens, auch die Zelte für die Zeltstädte müssen von der Türkei bezahlt werden, die gibt es nirgends umsonst.

Nun kommt auch in der Türkei der Winter und der ist in der Region, wo die Flüchtlinge sind, bitterkalt. Natürlich wünschen sich darum die Menschen Wohnungen, denn niemand möchte erfrieren.

Ich habe übrigens in keinem Interview in der Presse gelesen oder im TV gesehen bzw. gehört, dass Flüchtlinge über Deutschland schimpfen und hier Wohnraum fordern. Es wäre doch schön, wenn da eine Quelle genannt würde. Aber selbst wenn tatsächlich einer über Deutschland geschimpft hat, heißt dies noch lange nicht, dass dies die Meinung der großen Mehrheit dort ist!

Danke all’ denen hier, die nachfühlen können, wie arm die Flüchtlinge wirklich dran sind und wie dringend sie Hilfe auch vom reichen Deutschland brauchen.

Myrja
beresina
beresina
Mitglied

Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von beresina
als Antwort auf myrja vom 24.09.2014, 19:11:07
ch habe übrigens in keinem Interview in der Presse gelesen oder im TV gesehen bzw. gehört, dass Flüchtlinge über Deutschland schimpfen und hier Wohnraum fordern. Es wäre doch schön, wenn da eine Quelle genannt würde. Aber selbst wenn tatsächlich einer über Deutschland geschimpft hat, heißt dies noch lange nicht, dass dies die Meinung der großen Mehrheit dort ist!

doch myrja, ich muss dir widersprechen.
es gab doch schon einige, die sich beschwerten (flüchlinge).
ich kann das jetzt hier nicht reinsetzen - aber wenn du mal rbb guckst, siehst du, dass gewisse flüchtlinge rechte "einfordern",
wir wollen doch alle helfen, aber wenn man sieht, dass "flüchtlinge" , denen es so schlecht geht, unzufrieden sind mit den wohnungen, die man ihnen zuweist, schwillt mir oft der kamm! - entschuldige!
was erwarten sie denn von uns hier? dass man sie mit offenen armen aufnimmt? daß sie hier schnell integriert werden?
ich persönlich bin dafür, dass sie unsere sprache schnellstens erlernen (wollen die meisten nicht) und dann haben sie die möglichkeit, sich zu integrieren - sonst nicht!

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Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Im August hatte ich ein neues Thema eröffnet,nur ein User ging mit einer Gegenfrage darauf ein.
Weil es immer noch und viel stärker Thema ist,hier eine Kopie.

Die Entwicklung in Syrien wurde falsch eingeschätzt,es wird eng ...und die Gastfreunschaft schlägt in Feindseligkeit um.

"Kein anderer Staat hat so bereitwillig Menschen aus Syrien aufgenommen wie die Türkei, hat Zeltstädte entlang der Grenze errichtet und Flüchtlingsunterkünfte mit Gebetsräumen und Familienzimmern in mehreren Städten gebaut. "Unsere Türen stehen diesen Menschen offen", sagte Premierminister Recep Tayyip Erdogan kürzlich bei einem Wahlkampfauftritt, am 10. August tritt er bei der Präsidentschaftswahl an."

und weiter :

""Die Angriffe gegen Flüchtlinge, die wir in den vergangenen Wochen erlebt haben, sind alarmierend", sagt Piril Ercoban von der türkischen Vereinigung für Solidarität mit Flüchtlingen der "New York Times". Die Regierung muss etwas dagegen tun, was aber nicht bedeutet, die Flüchtlinge aus den Städten zu verbannen und sie in Lager zu stecken. Diese Leute in Camps zu zwingen und sie vom Rest der Gesellschaft zu isolieren, widerspricht den Menschenrechten. Es mag hart klingen, aber solche Aktionen führen dazu, dass die Camps aussehen wie Konzentrationslager."

Natürlich muß geholfen werden...aber mit Konzept,sonst wird das Leid verschlimmert.
Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf beresina vom 24.09.2014, 20:18:23
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Myrja: "Danke all’ denen hier, die nachfühlen können, wie arm die Flüchtlinge wirklich dran sind und wie dringend sie Hilfe auch vom reichen Deutschland brauchen."
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danke, myrja, für deinen dank auch an mich,
denn auch ich fühle nach oder mit, nicht nur "AUSERWÄHLTE".

die quelle wurde genannt: tv.
auch in deinen texten fehlen sehr oft quellen.

deutschland hilft an allen ecken und enden der welt
und auch hier im lande.
was willst du mehr?

die aufnahmekapazitäten vieler städte und gemeinden sind total erschöpft, wie oft geschildert wird. quelle: tv.

wie reich oder nicht deutschland heutzutage wirklich ist/war,
werden unsere enkel und urenkel sachlicher beurteilen können.

m./.
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Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 24.09.2014, 21:02:00
Myrja: "Danke all’ denen hier, die nachfühlen können, wie arm die Flüchtlinge wirklich dran sind und wie dringend sie Hilfe auch vom reichen Deutschland brauchen."

Aufteilung in gut und böse.Musst nur auf das reiche Deutschland schimpfen,dann bekommst Du auch ein Lob...

Nur, ob dadurch das Problem gemildert wird...
LG Inga
bukamary
bukamary
Mitglied

Re: Syrische Flüchtlinge - Hut ab vor der Türkei
geschrieben von bukamary
Im nachfolgenden schließe ich ausdrücklich die aus, die das Asylrecht unberechtigter Weise in Anspruch nehmen und das ist eindeutig die Minderheit. Die derzeitige Asyl-/Flüchtlingspolitik zwingt die Menschen zur illegalen Einreise und das meistens unter abenteuer-lichsten und lebensgefährlichen Bedingungen. Das ansich ist schon ein unwürdiger Zustand. Sie tun dies gewiss nicht freiwillig sondern weil sie politisch verfolgt werden, den falschen Glauben haben, vom Hungertod bedroht sind, permanent Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind und keinerlei Perspektive haben. Kurz sie wollen einfach zunächst nur Überleben um dann zu Leben, d.h. auch mit Würde behandelt werden.

Die Wenigsten machen sich Gedanken darüber, wie in der Realität mit Ihnen umgegangen wird. Das wird von politischer Seite auch so gut wie nicht kommuniziert. Das hier manche Kommune sich zurecht überfordert sieht und allein gelassen fühlt ist unbestritten, hat aber auch mit dem politischen Handling zu tun.
Dagegen wird lautstark gefordert (aus dem Brief unseres Innenministers)
1. Bessere überwachung der Außengrenzen und Migrationsströme
2. Verstärkte Bekämpfung von Schleuserbanden
3. Verstärkte Zusammenarbeit der EU mit den von Migrationsfragen
betroffenen Transit- und Herkunftsstaaten
Diese Drei Forderungen kosten ein immenses Geld (wer auch nur ein bißchen Ahnung hat, weiß dies), ganz abgesehen davon, dass diese Teilweise garnicht umsetzbar sind.
Diese Forderungen eignen sich auch m.E. in keinster Weise dazu, die Flüchtlingsströme einzudämmen.

Die Illegalität, in die die Flüchtlinge hineingezwungen werden führt zwangsläufig zu Gewalt und weiterer Kriminalität.
Und Menschenrechte bleiben zunehmend auf der Strecke.
Es gibt m.W. niemanden der verlangt, dass die BRD das Flüchtlings-problem alleine lösen kann. Aber es würde uns verdammt gut anstehen, wenn wir uns dafür einsetzen, dass eine Flüchtlingspolitik gemacht wird, die den Betroffenen Menschen nicht nur ihre Würde zurückgibt, sondern auch geeignet ist Ihnen eine Perspektive zu bieten, egal wo. Darauf hat jeder, aber wirklich jeder ein Anrecht.

Ich habe mir vorgestellt, ich sei ein Flüchtling und hätte einige der Beiträge hier gelesen, brrr... da ist es mir eiskalt den Rücken runter gegangen.
Einige der Argumente tauchen immer wieder auf. Von wegen Armut, diverse andere Probleme usw. Unbestritten , die gibt es. Aber will irgend jemand hier ernsthaft, diese Probleme in unserem Land vergleichen mit dem, was in den Herkunftsländern vor sich geht?

Tja, vielleicht können wir gerade von Ländern wie der Türkei in dieser Hinsicht etwas lernen und mal von unserem hohen Ross runterkommen.
Aber wir schotten lieber ab, sonst könnte es sein, dass wir unseren Lebensstandard ein klitzekleines Bißchen einschränken müßten.
Die Tatsache, das ein Asylantrag abgelehnt wird bedeutet noch lange nicht, dass der Antrag dennoch berechtigt war.

Übrigens ich bin kein Gutmensch, auch keine Sozialromantikerin und auch nicht rot-grün verblendet.

bukamary

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