Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Über die Verselbständigung von Diskussionen

Aktuelle Themen Über die Verselbständigung von Diskussionen

ehemaligesMitglied31
ehemaligesMitglied31
Mitglied

Re: positive Bilanz
geschrieben von ehemaligesMitglied31
als Antwort auf karl vom 17.01.2013, 18:03:40
Leider passiert hier in den Foren nicht selten folgendes:
A schreibt seine Sicht der Dinge und B fühlt sich sofort genötigt, A zu bescheinigen, dass er Blödsinn schreibt. Leider geschieht das Zurechtrücken nicht primär mit sachlichen Informationen, sondern die Beiträge werden mit persönlichen Beschimpfungen garniert mit Aussprüchen wie "Da hast Du, A, aber wieder einmal Blödsinn erzählt" und schon ist der Austausch auf die persönliche Ebene verlagert.
Karl
geschrieben von karl
... na, nicht selten ist „die Sicht der Dinge“ grundsätzlich eine persönliche Unzufriedenheit, die hier zum Ausdruck gebracht werden muss.
Dann ist die Bemerkung, dass heute schönes Winterwetter herrscht, schon Anlass dazu, mitzuteilen, dass sich nicht Jeder ein paar warme Schuhe des oberen Preissegments leisten kann und schon ist es passiert.
Wobei zu sagen ist, dass hier, also bei „ST“, nicht diese Extremisten unterwegs sind, wie ich sie in einigen anderen Foren erlebt habe und es recht sachlich zugeht.
Dass Foren immer für Einige zur „Frustbewältigung“ benutzt werden, liegt wohl in der Natur der Sache.
miriam
miriam
Mitglied

Re: Ariadnes Faden
geschrieben von miriam
Eine positive Bilanz, ist durchaus bereichtigt.

Was meinte ich aber eigentlich mit der Verselbstständigung einer Diskussion?

Die Frage stelle ich auch mir selber, denn die Verselbständigung einer Diskussion, kann auch derjenige verursachen, dem dieses (leider alltägliches Phänomen), in einer gewissen Situation, als erster wahrgenommen hat – bzw. darüber laut nachgedacht hat.

Es muss doch eine Ursache dafür bestehen:
Mangel an Interesse für das initial vorgeschlagene Thema? Unverständnis für den angesprochenen Themenbereich?
Was mir persönlich auffällt ist, wie oft der rote Faden einer Diskussion verloren geht.

Man könnte es auch als eine inkonsequente Denkweise betrachten. Dies muss ja nicht immer als negativer Aspekt registriert werden.
Persönlich finde ich es aber eher begrüßenswert, wenn man nicht wieder, im Laufe eines Gedankenaustausches, auf die Abkürzung OT trifft – mit anderen Worten nicht wieder diese Verselbständigung von Teilen der Diskussion, und damit erneut den erst vorgeschlagenen Faden verlässt.

Der Gedanke des Ariadnefadens ist m.E. eines der schönsten Mythen der griechischen Antike.

Miriam

Zitat aus Wikipedia:


Der Ariadnefaden war der griechischen Mythologie zufolge ein Geschenk der Prinzessin Ariadne, Tochter des Königs Minos, an Theseus. Mit Hilfe des Fadens fand Theseus den Weg durch das Labyrinth, in dem sich der Minotauros befand. Nachdem Theseus den Minotauros getötet hatte, konnte er entlang des Fadens das Labyrinth wieder verlassen. Der Hinweis für die Verwendung des Fadens stammte von Daidalos (deutsch: Dädalus), der auch das Labyrinth entworfen hatte.
niro
niro
Mitglied

Re: Ariadnes Faden
geschrieben von niro
als Antwort auf miriam vom 26.01.2013, 12:23:27
.................
Was mir persönlich auffällt ist, wie oft der rote Faden einer Diskussion verloren geht.
..............

Der Gedanke des Ariadnefadens ist m.E. eines der schönsten Mythen der griechischen Antike.

Miriam

Zitat aus Wikipedia:


Der Ariadnefaden war der griechischen Mythologie zufolge ein Geschenk der Prinzessin Ariadne, Tochter des Königs Minos, an Theseus. Mit Hilfe des Fadens fand Theseus den Weg durch das Labyrinth, in dem sich der Minotauros befand. Nachdem Theseus den Minotauros getötet hatte, konnte er entlang des Fadens das Labyrinth wieder verlassen. Der Hinweis für die Verwendung des Fadens stammte von Daidalos (deutsch: Dädalus), der auch das Labyrinth entworfen hatte.


Ich denke, es fehlt der Diskussionsleiter, der, wenn die Diskussionsteilnehmer abschweifen, den Faden ( = ein schönes Bild) in der Hand hält und zurück zum rechten Weg, zum Thema führen kann!
Idealerweise sollte der Themenersteller diese Funktion übernehmen! Das heißt aber nicht, daß Diskussionteilnehmer dies nicht tun dürfen!

Warum Diskussionsteilnehmer sich manchesmal sehr weit vom Thema entfernen, und es nicht bemerken, darüber kann ich nur spekulieren!

niro

Anzeige

karl
karl
Administrator

Re: Ariadnes Faden
geschrieben von karl
als Antwort auf niro vom 26.01.2013, 12:55:47
Warum Diskussionsteilnehmer sich manchesmal sehr weit vom Thema entfernen, und es nicht bemerken, darüber kann ich nur spekulieren
geschrieben von niro
Ich denke, sie bemerken es schon und schreiben dann ja auch oft "OT" oder "off topic".

Ich finde es natürlich ebenso prima, wenn ein Themensteller sich anschließend moderierend um den Gang der Diskussion bemüht. Ich wollte es aber nicht zur Pflicht gemacht sehen. Ich finde auch, er sollte mit eventuellen Abweichlern nicht zu hart ins Gericht gehen und eher dezent und höflich den "richtigen" Weg weisen.

Lebendige Diskussionen entzünden sich ja oft auch gerade dann, wenn das Mäandern von Gedanken erlaubt bleibt. Unser Gedächtnis ist ein assoziatives Gedächtnis, d. h. wir erkennen ständig Querbezüge und Ähnlichkeiten. Natürlich kann das schon einmal vom ursprünglichen Thema weg führen. Da eine Rückkehr aber immer möglich ist, halte ich das nicht für ein Schwerverbrechen

Beste Grüße in die Runde, Karl
niro
niro
Mitglied

Re: Ariadnes Faden
geschrieben von niro
als Antwort auf karl vom 26.01.2013, 13:17:32
Eine Moderationspflicht für Themensteller kann ich mir auch nicht vorstellen, Karl!
Und Abschweifungen, sachliche, gehören dazu! Ich muß ja mal um die Ecke gucken, um rauszufinden, wo denn nun der Weg weitergeht!(...um bei dem Ariadnefaden zu bleiben)
Als ich schrieb:..."Warum Diskussionsteilnehmer sich manchesmal sehr weit vom Thema entfernen, und es nicht bemerken, darüber kann ich nur spekulieren!"..., hatte ich eher die persönlichen Streitereien im Kopf!
Und über deren Ursache zu spekulieren, hilft niemandem!

niro

Anzeige