Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Und weil's so schön ist ... "Privatisierung der Wasserversorgung und -vorräte" ...

Aktuelle Themen Und weil's so schön ist ... "Privatisierung der Wasserversorgung und -vorräte" ...

niederrhein
niederrhein
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Und weil's so schön ist ... "Privatisierung der Wasserversorgung und -vorräte" ...
geschrieben von niederrhein
Und weil's so schön ist ...
und so ermunternd und kreislaufbelebend ... wie wäre es, der Frage nachzugehen, wie es denn wäre, wenn die Wasserversorgung und die Wasservorräte der Welt in die private Hand übergehen würden?

Der "Chef" des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns (den Namen dieses smarten Herrn habe ich leider nicht präsent) äußerte dies in dem Film "We feed the world".

Brechen dann nicht erfrischende Zeiten heran? Eine wunderschöne neue Welt ...


Die Bertha,
die neugierig schaut, was jetzt so alles geschrieben wird.
darklady
darklady
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von darklady
als Antwort auf niederrhein vom 10.07.2007, 21:45:32
Na dankeschön, dann wird es Zeit dass wir unseren eigenen Brunnen bekommen.
--
darklady
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von schorsch
als Antwort auf niederrhein vom 10.07.2007, 21:45:32
Es gab mal im Radio vor langer Zeit ein kleines Hörspiel. In diesem privatisierte der Scheich zuerst das Land, dann das Wasser und dann auch noch die Luft. Und alle, die von diesen Ressourcen haben wollten, mussten dem Scheich dafür bezahlen. Und der Scheich musste Tausende von Beamten einsetzen um die Bürger seines Landes zu beaufsichtigen, ob sich da nicht etwa einer erlauben könnte, einen Schluck Wasser oder eine Lunge voll Luft zu genehmigen, ohne dafür zu bezahlen......

.....sie schlugen ihn tot!
--
schorsch

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hema
hema
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von hema
als Antwort auf schorsch vom 11.07.2007, 09:50:42
Ein guter Weg schorsch.

In England wurden Wasserleitungen etc. schon privatisiert.

Die Folge davon: Teuerungen und keiner kümmert sich um die Sanierung und Erhaltung des Leitungsnetzes.
Private wollen viel Geld verdienen. Geld ausgeben ist nicht ihre Stärke.

Diese Diskussionen gab und gibt es auch noch immer in Österreich. Aber wir sind der Meinung, dass da eine soziale Denkweise der Politiker notwendig ist.


--
hema
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von eleonore
als Antwort auf niederrhein vom 10.07.2007, 21:45:32
es gibt genug länder schon, wo leute wasser kaufen müssen.
damit meine ich , trinkbares , sauberes wasser.

ich hab schon woanders den ausspruch von der damalige UNO-generalsekretär Boutros Boutros-Gali zitiert, der ende der 90er jahre sagte: "Der nächste Krieg wird ums Wasser geführt"

--
eleonore
simba
simba
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von simba
als Antwort auf eleonore vom 11.07.2007, 10:08:15
Schlimm finde ich es auch, wenn Leute, die in Gebieten wohnen, wo es wirklich gutes Wasser gibt, freiwillig irgendwelches Zeugs um teures Geld vom Supermarkt heimschleppen...
--
simba

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eko †
eko †
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von eko †
als Antwort auf niederrhein vom 10.07.2007, 21:45:32
Wasserversorgung privatisieren ? Auweia ! So manchem Bub wärs recht, wenn sich ersparen könnte, sich das Gesicht zu waschen - oder gar Zähne putzen. (

Aber im Ernst: Das gäbe eine Katastrophe! Wie schon geschrieben wurde, ginge es den Privaten nur um den Reibach, die wollten sich eine goldene Nase verdienen. Hoffentlich kommt es nie dazu!

Wasser, und zwar reines sauberes Wasser, wird in den nächsten Jahrzehnten möglicherweise noch rarer als Öl. Wir hier auf der Nordhalbkugel und speziell in unseren Breiten werden wohl am längsten sauberes Wasser haben, aber ansonsten? Wenn ich sehe, wie die durch Öl reich gewordenen Scheichtümer und Golfstaaten mit dem Wasser aasen, da könnte man schon die Kränke kriegen.

Ich denke, bei uns ist die Wasserversorgung bei den Kommunen immer noch in den besten Händen.

--
eko
hugo
hugo
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von hugo
als Antwort auf eko † vom 13.07.2007, 21:35:31
eko, dazu sah ich gerade einen Bericht im Fernsehen:

Verschmutztes Wasser ist in China nach offiziellen Angaben verantwortlich für den frühzeitigen Tod von 60 000 Menschen jährlich, wie die Zeitung «Financial Times» unter Berufung auf amtliche Zahlen berichtet hatte. Chinas Regierung hat demnach verhindert, dass die Schätzung in einen neuen Umweltbericht der Weltbank über China aufgenommen wird.

ich denke auch, das hier in Europa die Vorräte recht groß sind und die derzeitige Gesetzgebung und Kontrolle eine gewisse Sicherheit bieten.

hugo
senhora
senhora
Mitglied

Re: Und weil's so schön ist ...
geschrieben von senhora
als Antwort auf niederrhein vom 10.07.2007, 21:45:32
Weiter so, da kommen sonnige Zeiten auf die Weltgemeinschaft zu.
Es gibt noch viele Gründe, sich Sorgen um die Zukunft zu machen.

Schon heute gibt es eine Machtkonzentration in der Lebensmittelwirtschaft.
Einige wenige multinationale Unternehmen kontrollieren bereits jetzt den internationalen Markt für Saatgut: Monsanto, Bayer, Dupont, Syngenta.
Durch die (fast) weltweite Vergabe von Patenten, die alle Ebenen der Lebensmittelproduktion umfassen, geraten Landwirte und Lebensmittelhersteller in einem nie dagewesenen Ausmaß in direkte Abhängigkeit von diesen Konzernen.
Die Kontrolle der Nahrungsmittel gerät in die Hände einiger weniger Konzerne, die zugleich auch weltweit versuchen, gentechnisch veränderte Saaten einzuführen
Der US-amerikanische Saatgutkonzern Monsanto weitet seit Jahren seine marktbeherrschende Stellung auf die ganze Lebensmittelproduktion aus.
Die Methoden: Firmenaufkäufe, Patente auf normales und genmanipuliertes Saatgut, Pflanzen, Tiere und Lebensmittel.

Das jüngste Beispiel: Zwei weltweit angemeldete Patente auf Schweinezucht. Die Schweineherden will sich Monsanto gleich mit patentieren lassen.
(Quelle: Greenpace)


senhora
niederrhein
niederrhein
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Schöne neue Monsanto-Welt
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf senhora vom 14.07.2007, 11:31:47
Zitat
"Der US-amerikanische Saatgutkonzern Monsanto weitet seit Jahren seine marktbeherrschende Stellung auf die ganze Lebensmittelproduktion aus."

U.a. verfolgt diese edle Firma unbarmherzig alle Farmer, die den Versuch machen, eigenes Saatgut zu benutzen bzw. das Monsanto-Saatgut "beeinflussen" d.h. Bauern, die nicht Monsanto-Saatgut verwenden, würden durch ihre benachbarten Felder die Monsanto-Felder genetisch beeinflussen bzw. umgekehrt die "Vorteile" der Monsanto-Felder "genießen", denn die Bestäuber (Wind, Bienen, andere Insekten) kümmern sich nicht um irgendwelche Grenzen ...

(Leider nur ungenau aus der Einnerung zitiert; es finden sich im Internet sicher genaue Hinweise)

Die Bertha
vom Niederrhein

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