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Aktuelle Themen Urlaub ist für alle da

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Clematis vom 14.08.2014, 09:47:11
genau so sehe ich das auch.

bezüglich betreuungsgeld haben die politiker endlich gemerkt
(welch wunder!), daß das gerade die für mist ausgeben, die ihre
kinder wirklich in die betreuung geben müssten.

aber nein - da wurden die fehlenden betreuungsplätze geschönt
mit dem betreuungsgeld. so agieren politiker. die gingen schon
davon aus, daß dann viele nicht auf den platz pochen, der ihnen
lt. neuestem gesetz zustehen würde. geschickt manipuliert.

jeder normale hat sowas kommen sehen, aber die politik entscheidet
eben einfach so über die köpfe hinweg.

so kann sich eben jeder seinen teil denken, ohne es hier
zu schreiben, was er denkt.
das ist besser so.

die realität sieht eben anders aus, als andere sich das
so in ihrer gutgläubigkeit ausmalen.
Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Clematis vom 14.08.2014, 09:47:11
Tja, das ist ein Thema!!!

Ich finde:

Kein Urlaubsgeld, kein Betreuungsgeld, usw.

Ja das denke ich auch,es wird schon so viel heute getan für Kinder,
wovon wir als Eltern früher nur träumen konnten.
Bescheidenheit , ist das was heute vielen fehlt,immer wird nur nach dem Staat gerufen, bin mal gespannt wann angeregt wird von den Linken, das jeder 2000 Euro bekommt, egal ob er arbeitet oder nicht.
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von schorsch
Armut ist erblich!

Kinder von armen Eltern haben eine ein paar hundert Prozent grössere Chance, auch mal arm zu werden. Das fängt schon bei der Tatsache an, dass Kinder armer Eltern höchst selten in den Genuss einer "höheren" Ausbildung kommen.

Nicht alle Kinder haben Verwandte, die die Kinder zu sich in die Ferien nehmen können; vielfach waren oder sind auch diese Verwandten so arm, dass sie mit ihren eigenen Kindern eigene Sorgen haben und den Kindern der Verwandten nicht auch noch Ferien ermöglichen könnten.

Aber es wäre jedem Kind zu gönnen, ein paar Wochen im Jahr unbeschwert mit anderen Kindern in anderer Umgebung rum-tollen und ihre Daheim-Sorgen für einen Moment vergessen zu können.

P.S. Ich weiss, von was ich rede. Wer Armut nur vom Hörensagen kennt, sollte sich der Stimme enthalten.....

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Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf schorsch vom 14.08.2014, 10:44:03
schorsch,

wie schon an anderer stelle zu lesen war, gibt es zahlreiche
einrichtungen - städtisch oder auch von der kirche - wo kinder
mit anderen kindern in urlaub geschickt werden können.

die eltern müssen sich nur mal darum kümmern, da liegt meistens
der hase im pfeffer.

wenn man denen nicht alles vor die nase hält, von alleine kommt
da null aktivität. so ist es auch kein wunder, wenn manches kind
nicht gefördert und auch gefordert wird.

die eltern sind oft phlegmatisch, denken nur an sich, sitzen selbst
die meiste zeit auf ihrem hintern. so siehts aus.

du kannst die armut von einst nicht mit heute vergleichen.

im vergleich zu früher ist es heute schon supertoll, was alles
eltern und auch kindern ermöglicht wird.
nerida
nerida
Mitglied

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von nerida
als Antwort auf vom 14.08.2014, 10:25:05

Ja das denke ich auch,es wird schon so viel heute getan für Kinder,
wovon wir als Eltern früher nur träumen konnten.
Bescheidenheit , ist das was heute vielen fehlt,
geschrieben von Catrinchen

...und die im Dunkeln siehst auch Du nicht.....
nerida
nerida
Mitglied

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von nerida
als Antwort auf vom 14.08.2014, 10:49:55

wie schon an anderer stelle zu lesen war, gibt es zahlreiche
einrichtungen - städtisch oder auch von der kirche - wo kinder
mit anderen kindern in urlaub geschickt werden können.

die eltern müssen sich nur mal darum kümmern, da liegt meistens
der hase im pfeffer.

geschrieben von karin2

sicher gibt es eine Menge Möglichkeiten, AWO, Kreisjugendring, die Caritas und die Stadtmissionen bieten tolle Reisen an. Meine Tochter und einige Kinder aus meinem Bekanntenkreis haben an vielen teilgenommen. Aber auch das ist nicht kostenlos. Inzwischen wurden viele der ehemaligen finanziellen Beihilfen von Sozial-bzw. Jugendamt gestrichen.
Es gibt zwar die Ferienpässe - aber die Kinder müssen schon eine gesunde Stabilität mitbringen um allein an solchen Veranstaltungen teilzunehmen.
Auch den Eltern sollten über ein gewissen Mass guter Nerven verfügen. Ich erinnere mich an Jugendreisen meiner Kinder nach Korfu, ein Schiffsreise mit Havarie und sonstigen Unbill. Eine Reise in die Bretagne, wo zwar die Unterkünfte vorhanden waren aber kein einziger Schlüssel dafür. Sprachkurs in England mit Ausflug nach London, der katastrophal endete.
Und noch so vieles mehr. Einen großen Teil meiner grauen Haare habe ich wegen dieser Exkursionen. Gefördert habe deshalb auch ihr Interesse an Kampfsport, heute hat sie den schwarzen Gürtel, aber ruhiger bin trotzdem nicht geworden.

Ich hatte trotz so einiger finanzieller Engpässe immer das Glück in einem sehr stabilen sozialen Umkreis zu leben. Das hat nicht jeder und wenn dann noch Scham dazukommt und die Erbarmungslosigkeit der Gesellschaft, die auch aus vielen Zeilen in diesem Thread zu spüren ist, dann macht mich das sehr sehr traurig.

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Clematis
Clematis
Mitglied

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von Clematis
als Antwort auf schorsch vom 14.08.2014, 10:44:03
lieber Schorsch,

Kinder von armen Eltern müssen sich MEHR anstrengen, beruflich nach oben zu kommen und Geld zu verdienen.
Möglich ist es jedem, der von altem Denken und Handeln weg will und für sich entscheidet, es anders machen zu wollen.

Ich bin das beste Beispiel dafür. 1952 aus der Schule gekommen,
7 Jahre als Dienstmädchen, in der Schuhfabrik Salamander im Akkord Schuhsenkel eingefädelt, in der Chem. Fabrik Tabletten abgefüllt, nebenher Schreibmaschine und Stenografie gelernt, nach 3 Jahren in derselben Fabrik aufs Büro. Von dort versetzt in die Großstadt in das wissenschaftl. Büro, dort Sekretärinnenschule, 1 Jahr lang, nebenher Sprachen und künstlerische Volkshochschulkurse.

Dann endlich einen Beruf: Sekretärin.
Dann Sprechstundenhilfe in einer Klinik, nebenher Ausbildung zur Heilpraktikerin, mit 49 Jahren ENDLICH selbständig in meiner Praxis.

So, man muss halt lernen um aus dem alten Schlamassel rauszukommen.
Von meiner Familie und meinen 3 großen Schwestern kam kene Unterstützung, weder finanziell noch psychologisch.

Deshalb wage ich, das Gegenteil zu beweisen. Ich selbst unterstütze Jede(n), der sich anstrengt, weiterzukommen.

Grüßle
Ingeborg-Clemtis
Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Clematis vom 14.08.2014, 11:32:09
Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Dir, Ingeborg. Ich stimme Dir in allem zu und zolle Dir meinen vollen Respekt.

Gruß, Bruny
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf Clematis vom 14.08.2014, 11:32:09
Kinder von armen Eltern müssen sich MEHR anstrengen, beruflich nach oben zu kommen und Geld zu verdienen.
Möglich ist es jedem, der von altem Denken und Handeln weg will und für sich entscheidet, es anders machen zu wollen.
(...) Ich bin das beste Beispiel dafür. 1952 aus der Schule gekommen ...


genau .

nun haben wir allerdings 2014 und es ist viel wasser die Elbe
stromabwärts geflossen .

man sollte versuchen , von seiner situation von "anno dunnemals" zu
abstrahieren und die parameterverschiebung mit in rechnung stellen .

1952 gab es eine sozialistische macht , die das kapital zur legende
von der "sozialen marktwirtschaft" zwang .
es gab praktisch keine arbeitslosen , was den spielraum der
arbeiterklasse erweiterte und es gab noch längst keinen neoliberalen ,
revanchistischen rollback in form der Agenda 2010 .

sitting bull
det
det
Mitglied

Re: Urlaub ist für alle da
geschrieben von det
als Antwort auf Clematis vom 14.08.2014, 11:32:09
Und Du glaubst ernsthaft, Ingeborg, das deine Geschichte 1:1 auf die heutige Zeit übertragbar ist? Daß man eine Zeit mit Arbeitskräftemangel einfach so mit einer Zeit mit konstant hoher Arbeitslosigkeit vergleichen kann? Meine "Karriere" wäre jedenfalls heute undenkbar. Niemand stellt für meinen Job heutzutage jemanden ohne Studium ein. 50jährige ehemalige Kollegen mit teuren Spezialausbildungen finden keinen Job und Du glaubt an die self-made-Karriere?

det

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