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Aktuelle Themen Vergiftung durch Alternativmedizin

Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von kunvivanto

Bei einem Patienten fielen während einer Operation extrem niedrige Sauerstoff-Werte im Blut auf. Bei der Suche nach der Ursache kam heraus, dass er eine Zyanidvergiftung hatte, hervorgerufen durch Aprikosenkernextrakt, den er zur Vorbeugung gegen Krebs nahm.
Bericht
Da kann ich nur sagen: So ein Schwachkopf.

Über den Sachverhalt aufgeklärt, entschied er, das giftige Zeug trotzdem weiter zu nehmen.
Doppelter Schwachkopf.
Eine Psychotherapie würde ihm wohl mehr bringen.
 
Bei Angeboten der Alternativmedizin grundsätzlich Hirn einschalten

Ja, es gibt Naturheilmittel. Was Oma noch wusste, sind Mittel, die über Generationen durch Erfahrung, d.h. evolutionär gefunden wurden. Aber was heute als Alternativmedizin angeboten wird, hilft in der Regel nur dem Geldbeutel des Anbieters. Für den Patienten ist es im günstigsten Fall unschädlich (vom Geldverlust mal abge­sehen).
Was speziell Krebsvorbeugung betrifft: Das ist möglich, aber nicht durch Schlucken dubioser Extrakte, sondern auf ganz natürlichem Weg. Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an frischer Luft sind das optimale Mittel. Mehr ist bei gesunden Menschen nicht erforderlich, und auch bei Kranken nur, wenn es ein Arzt für nötig hält.
Über Krebs habe ich eine extra Seite auf meiner eigenen Homepage

Es gibt allerdings ein totsicheres Mittel zur Krebsvorbeugung: Sich umbringen.
Ich habe noch von keinem Toten gehört, der Krebs bekommen hätte. 

schorsch
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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von schorsch als Antwort auf kunvivanto vom 14.09.2017 10:10:06
.............

Es gibt allerdings ein totsicheres Mittel zur Krebsvorbeugung: Sich umbringen.
Ich habe noch von keinem Toten gehört, der Krebs bekommen hätte. 
Ich aber von vielen, die bekommen hatten! 
RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von umanitad als Antwort auf kunvivanto vom 14.09.2017 10:10:06

Kunvivanto, in vielem von Deinen Erläuterungen gebe ich Dir Recht,aber nicht in ALLEN!
Du polarisierst...bewusst oder unbewusst?

Wie ist es mit Krebserkrankungen bei Neugeborenen, Kleinkindern und Jugendlichen?
Bei Menschen, die stets sehr gesund und ausgewogen lebten?

Es erstaunt mich,dass Du die Psyche ganz ausser Acht gelassen hast.
Meine langjährig gewonnenen Erfahrungswerte in einer Krebsklinik,zeigten mir, dass die Psyche ein enorm wichtiger Faktor als Auslöser der Krankheit sein kann.-

Der schwarze Humor mit Ratschlag , zur Verhütung dieser schwerwiegenden Krankheit, empfinde ich, sorry, mehr als deplaziert.-


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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von kunvivanto als Antwort auf umanitad vom 14.09.2017 13:09:34
Wie ist es mit Krebserkrankungen bei Neugeborenen, Kleinkindern und Jugendlichen?
Bei Menschen, die stets sehr gesund und ausgewogen lebten?
Man kann das Risiko nicht absolut ausschließen, nur minimieren. Und dazu sind die angegebenen Methoden optimal, weil nebenwirkungsfrei. Sich selbst zu vergiften ist jedenfalls keine sinnvolle Alternative.
Es erstaunt mich,dass Du die Psyche ganz ausser Acht gelassen hast.
Keineswegs, ich schrieb ja: "Eine Psychotherapie würde ihm wohl mehr bringen." 
Und auf meiner Seite über Krebsheiler steht "Übertriebene Ängstlichkeit schädigt über die Stress­mecha­nis­men das Immunsystem."
Der schwarze Humor mit Ratschlag , zur Verhütung dieser schwerwiegenden Krankheit, empfinde ich, sorry, mehr als deplaziert.-
 Ansichtssache. Andere kann er zum Aufwachen bringen.
olga64
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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von olga64 als Antwort auf kunvivanto vom 14.09.2017 10:10:06
 
 
 
Über Krebs habe ich eine extra Seite auf meiner eigenen Homepage

Es gibt allerdings ein totsicheres Mittel zur Krebsvorbeugung: Sich umbringen.
Ich habe noch von keinem Toten gehört, der Krebs bekommen hätte. 
RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von kunvivanto

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Mein Sarkasmus richtet sich nicht gegen Krebskranke, sondern gegen Paranoiker, die aus Angst vor einer Krankheit ihre noch vorhandene Gesundheit zerstören.


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olga64
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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von olga64 als Antwort auf kunvivanto vom 14.09.2017 18:13:59

Eine mehr als faule Ausrede, die Sie hier anbringen.
ES liegt an Ihnen, bei solchen Aussagen und Meinungen klar und verständlich sich zu äussern und es nicht anderen zu überlassen, wie sie evtl. falsch interpretieren.
Allerdings lohnt es sich nicht, auf ein solches Gewäsch weiter einzugehen. Olga

karl
Administrator
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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von karl als Antwort auf kunvivanto vom 14.09.2017 10:10:06
kunvivanto:
Bei Angeboten der Alternativmedizin grundsätzlich Hirn einschalten
Dem kann ich vorbehaltlos zustimmen.
kunvivanto:
Es gibt allerdings ein totsicheres Mittel zur Krebsvorbeugung: Sich umbringen.
Ich habe noch von keinem Toten gehört, der Krebs bekommen hätte. 
Das jedoch halte ich, angesichts der angespannten Situation, in der sich Krebserkrankte befinden (es gibt genügend, die nicht nur einer Einbildung unterliegen), für mehr als grenzwertig.

Persönlich würde ich auch Wert auf den Hinweis legen, dass "Krebs" nicht gleich "Krebs" ist. Es gibt fast so viele Varianten wie es Typen von sich teilenden Körperzellen gibt. Die Ursachen für die "Entartung" der Zellen, die sich in unkontrollierter Vermehrung äußert, sind immer genetische Veränderungen in diesen Zellen durch sogenannte somatische Mutationen. Glücklicherweise sind mehrere dieser Zufallsereignisse notwendig, um Krebs auszulösen. Vielfach kann die Immunabwehr solche entstandenen Krebszellen frühzeitig eliminieren. Es ist deshalb richtig, dass bei einem geschwächten Immunsystem sich ein Krebs leichter entwickeln kann.

Manche Menschen haben eine Prädisposition für bestimmte Krebsarten. Dies bedeutet, dass im Genom ihrer Zellen bereits ererbt Mutationen in Richtung unkontrollierten Wachstums vorliegen, so dass nur noch wenige zusätzliche somatische Mutationen erfolgen müssen, um die Teilungskontrolle zu entfernen. Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Krebs ist bei diesen Individuen also erhöht. Berühmtes Beispiel für solch eine Prädisposition ist das Vorliegen der Brustkrebsgenvarianten BRCA1 und BRCA2, die das Risiko deutlich steigern und in der Familie vererbt werden können. Etwa 5-10% der Brustkrebsfälle sind davon betroffen.

Der Hinweis auf unterschiedliche Krebsarten ist auch deshalb wichtig, weil es inzwischen viele Krebsarten gibt, die - wenn früh erkannt - heilbar sind. Bei Leukämie und bei Lymphomen z. B. (von denen es jeweils wieder viele unterschiedliche Varianten gibt) sind Therapien entwickelt worden (Stammzelltransplantationen von einem Spender oder die Auslagerung der eigenen Stammzellen während einer Hochdosischemo), die nachhaltige Heilung bewirken können (in der engsten Familie verifiziert, hier war die Patientin vor 17 Jahren übrigens bereits Stadium IV).

Karl
Geändert von karl
pschroed
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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von pschroed als Antwort auf karl vom 22.09.2017 08:21:53

Danke Karl, der Zurückführung zu der Realität, Phil.

Geändert von pschroed
Femmefatale
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RE: Vergiftung durch Alternativmedizin
geschrieben von Femmefatale

Liebe Zeit, ein Aufschrei geht durchs Forum!
Es geht Kunvivanto doch um die Sache mit den Aprikosenkernen, nicht darum, sich über Krebskranke lustig zu machen.
Habt ihr keinen Sinn für schwarzen Humor? Sehr schade.
Ich finde jedenfalls, dass es mir besser tut, wenn ich über solch eine Bemerkung lache, als wenn ich da sitze wie ein Kaninchen vor der Schlange und aus Angst vor Krebs fast umkomme.
Wenn ich Krebs bekomme, dann bekomme ich ihn, basta.
Ich mit meiner Raucherei werde ja von Ärzten immer wieder darauf hingewiesen, welches Risiko ich eingehe. Mir ist das sehr wohl bewusst.
Ich habe mal zu einem Arzt gesagt: Stellen Sie sich mal vor, ich quäle mich jetzt durch den Rauchentzug und sterbe dann an etwas ganz anderem. Ich würde mich ja schwarz ärgern.
Und: Wir haben beide herzlich gelacht.
Das Leben besteht aus mehr als aus Schrecken und Angst.

LG von einer optimistischen ff


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