Aktuelle Themen Versorgungs-"Liebe"

uki
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Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von uki
als Antwort auf gila vom 01.09.2009, 22:14:10
Uff, jetzt aber ganz schnell dran geschrieben, damit es keine Verwechslung gibt. Ich habe das nicht gesagt, nicht gedacht, nirgends geschrieben.

Das nur zur Richtigstellung oder Klarstellung.
Dann noch in doppelter Ausführung.

War das jetzt wirklich von dir so gedacht, dass du mich meinst?
Ich denke eher, du wolltest mir zustimmen mit deinen Worten.
--
uki
oesiblitz
oesiblitz
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von oesiblitz
als Antwort auf gila vom 01.09.2009, 22:16:53
gila das ist wirklich Schwachsinn eine Hausfrau als Nutte hinzustellen.
Es gibt natürlich Beispiele wo man als Aussenstehende(r)
sich fragt, macht die junge Frau, die sich einen alten Beamten krallt (gestern noch zufällig davon gehört und in der Familie diskutiert) aus Liebe oder denkt sie vielleicht an die Möglichkeit nach seinem Ableben sehr gut versorgt zu sein. Eine Beamtenrente ist ja schließlich nicht von schlechten Eltern.
Wenn man versorgt ist dann ist es doch gut, was spricht dagegen?
Über die moralischen Gründe sollte man meines Erachtens nicht zu viel diskutieren. Es gibt andere Sorgen. Zum Beispiel die einer älteren Hausfrau die nach dem Tod ihres Mannes zur Hartz IV Empfängerin wird, aus der Wohnung muss und nicht mehr weiß wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll.
--
oesiblitz
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf uki vom 01.09.2009, 22:03:18
@uki

Ich bin doch nicht bekloppt - natürlich weiß ich, was ein Kuckuckskind/Ei ist. Ich meine das wirklich so, wie ich es geschrieben habe. Es ist für mich nicht notwendig, mein Sperma weiter zu geben, um mein Kind zu lieben. Sollte meine ExFrau meinen Sohn von einem anderen Mann empfangen haben, so wäre er dadurch nicht weniger mein Sohn.

P.S.: Wir waren uns immer treu und die Ehe ging aus charakterlichen Gründen auseinander. Wir waren halt nicht füreinander gebacken.

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melanie
melanie
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Re: Versorgungs-
geschrieben von melanie
als Antwort auf karl vom 01.09.2009, 21:25:11

Hallo Karl,
ich hoffe, es ist nicht so angekommen, dass ich Menschen (oftmals Frauen) dafür verurteile, die aus Versorgungsgründen sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, nur um ihren sozialen Status nicht gefährden zu müssen, das liegt mir fern.
Ich gehe seit fast zwanzig Jahren den ZEN-buddhistischen Übungsweg, um besser leben zu können, einmal gut sterben zu können, und vor allem um ein besserer Mensch zu werden. Wie sagte Buddha Shakyamuni so schön: "Rechtes Denken, rechtes Reden, rechtes Handeln", so bin ich stets bemüht Menschen zu verstehen, sie nicht zu verurteilen, Mitgefühl zu entwickeln. Meine eigentliche Intention sehe ich eigentlich mehr darin, menschliches Handeln zu analysieren, vielleicht hin und wieder einmal einige wachzurütteln, und hier an dieser Stelle eine vielleicht interessante Diskussion einzuleiten.
Ganz zum Schluss möchte ich noch bemerken: Es wäre wirklich für das Individuum fatal, am Ende des eigenen Lebens auf das Leben eines anderen Menschen zurückzublicken.
Ganz liebe Grüße, Melanie
Re: Versorgungs-
geschrieben von meli
als Antwort auf melanie vom 02.09.2009, 02:18:34
Guten Morgen Melanie,

ich habe gerade Deinen Beitrag an Karl gelesen und kann Dir sagen, dass Dein Beitrag bei mir nicht wie eine Verurteilung, sondern wie das Aufzeigen trauriger Tatsachen in unserer Gesellschaft angekommen ist.

Du hast natürlich auch recht, wenn Du schreibst, das Verhalten verändert werden kann.
Aber - nach meiner beruflichen Erfahrung - ist das ein langer und harter Weg.
Wenn ich jetzt so schreibend überlege und zurück gehe bis zu den Soufragetten, die für die Frauenrechte eingetreten sind und von Frauen - nicht nur von Männer - getreten wurden, weil sie weibliche Lebensumstände verändern wollten.

Also, was für den einzelnen Menschen gilt, gilt natürlich zeitlich gesehen für Gesellschaftsstrukturen.
Dazu gehört z.B. ja das späte Frauenwahlrecht. Jeder kann das bei Frau Googel und Wiki nachlesen. Es ist für eine heute aufgeklärte und moderne Frau fast nicht nachvollziehbar.
Und es gibt natürlich im arabischen Bereich immer noch einige wenige Länder, in denen Frauen nicht wählen dürfen.

Wenn sie aber nicht wählen dürfen, dürfen sie natürlich auch nicht in die Politik. Und diese Politik wird überwiegend von Männern gemacht. Das wir z.Zt. eine Kanzlerin haben, ist schließlich auf der Welt nicht das Übliche (und das hier ist keine Wertung über ihre Arbeit oder Sympathiekundgeben, sondern einfach nur Benennung der Tatsache).

Es ist sehr schlimm, wenn das Geld z.B. im Ruhestand nicht ausreicht, um davon 2 Menschen ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Wobei ich sehe, dass das, was menschenwürdig sein kann, für den einen ein Leben in einer 1-Zimmer-Wohnung, dafür ruhig, darstellen kann und für den anderen eben im Aushalten der ewigen Streitereien, Verletzungen, aber dafür im goldenen Käfig.

Ich bin sehr froh, dass die jungen Menschen, zumindest die, mit denen ich privat zu tun habe, andere Lösungen für ihr Leben finden können.
Und ich habe sehr viel Zeit und Energie in meine Kinder gesteckt, damit sie andere Wege gehen können.

Es gibt auf dieser Ebene auch gesellschaftspolitisch noch genug zu tun.

Ich wünsch Dir einen schönen Tag






--
meli
karl
karl
Administrator

Re: Versorgungs-
geschrieben von karl
als Antwort auf melanie vom 02.09.2009, 02:18:34
Meine eigentliche Intention sehe ich eigentlich mehr darin, menschliches Handeln zu analysieren, vielleicht hin und wieder einmal einige wachzurütteln, und hier an dieser Stelle eine vielleicht interessante Diskussion einzuleiten.

Ich denke, dies ist Dir gelungen. Die Diskussion ist m. E. sehr interessant und auch fair geführt.
--
karl

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Medea
Medea
Mitglied

Re: Versorgungs-
geschrieben von Medea
als Antwort auf karl vom 02.09.2009, 07:58:32
Hier wurde eine Diskussion geführt mit den verschiedensten Aspekten eines schwierigen Themas ohne Hickhack, persönlicher Anmache, überflüssiger Schärfe ....

M.

helga122
helga122
Mitglied

Re: Versorgungs-
geschrieben von helga122
als Antwort auf meli vom 02.09.2009, 07:21:09

--
helga122 Ja, da gibt es wirklich noch viel zu tun. Ich frage mich, wieso geht man als junger Mensch eine Versorgungsehe ein. Das kann doch keine Liebe sein.
Auf Anraten einer Freundin sollte ich auch mal sowas machen. Der Mann sah schon komisch

aus. Also ....niemals. Ich habe mich auf meinen Basisinstinkt verlassen. Und siehe da eines Tages hatte ich ihn. Das heißt nun nicht, daß die Ehe perfekt gelaufen sei, dafür war ich zu sehr kriegsgeschädigt. Aber ich würde in jungen Jahren doch nicht den zweiten Schritt vor den ersten setzen. Ich finde es richtiger: erst Ehe, dann die Versorgung.
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Versorgungs-
geschrieben von schorsch
als Antwort auf helga122 vom 02.09.2009, 08:16:53
Ganz generell kann/muss doch gesagt werden, dass, was für die eine gilt, nicht zwangsläufig auch für hunderttausend andere zu gelten hat.

Konkret:

Eine weibliche Person kann sich gut in eine Situation einfügen, die von anderen arrangiert wurde. Darum sind die in einigen Kulturkreisen Hochzeits-Arrangierungen noch gang und gäbe. Die Frau fügt sich klaglos da drein - weil sie gar nichts anderes kennt. Käme die gleiche Frau (Mädchen) in unsere Kulturregionen und es würde von ihr verlangt, sich den Sitten des ursprünglichen Heimatlandes zu fügen, würde sich wahrscheinlich revoltieren.

Ein Mensch fühlt sich oft nur unglücklich, weil er sich der Situation bewusst ist, resp. weil er von Dritten auf die Idee gebracht wurde, er müsse doch zwangsläufig unglücklich sein.

Vielleicht sollten wir uns ab und zu der Sitten erinnern, in denen wir noch lebten, bevor wir vom Primaten zum Menschen mutierten?

--
schorsch
Re: Versorgungs-
geschrieben von meli
als Antwort auf schorsch vom 02.09.2009, 08:35:31
Schorsch, woher willst Du wissen, dass sich Frauen in anderen Kulturkreisen k l a g l o s in ihr Schicksal fügen?
Ich denke doch, dass trotz der kulturellen Unterschiede in allen Bereichen der Welt Menschen so etwas wie Zuneigung, Liebe und Begehren zu einem bestimmten - und wenn das Schicksal es will - auch zu mehreren Partnern empfinden können und nicht unbedingt für den einen, von den Eltern und der Familie Auserwählten empfindet.
Und diese Tradition hat nichts meistens nichts mit Gefühl, sondern mit Geld und Machterweiterung oder vielleicht auch Schutz zu tun.

Genau hier liegt doch in vielen Bereichen die Dressur, der Frauen zu entrinnen versuchen, was uns in unseren Breitengraden ja auch - hoffentlich überwiegend - gelang, Dank der Frauen, die das alles durchgekämpft haben.

Mein persönliches Empfinden sträubt sich ganz gewaltig dagegen, dass ein Mann schreibt:

Eine weibliche Person kann sich gut in eine Situation einfügen, die von anderen arrangiert wurde. Darum sind die in einigen Kulturkreisen Hochzeits-Arrangierungen noch gang und gäbe. Die Frau fügt sich klaglos da drein - weil sie gar nichts anderes kennt.


Etwas nicht zu kennen heißt auch, keine Wahl zu haben.
Im zwischenmenschlichen und sexuellen Bereich ist das für mich eine grauenhafte Vorstellung.
Hier tut Aufklärung dringend not.
--
meli

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