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Aktuelle Themen Warum nicht darüber reden?

mart
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von mart
als Antwort auf klaxbremen vom 10.02.2008, 18:31:14
Dabei hat der vorschlagende, nicht unbedeutende Anglikaner es nur gut gemeint und einen Vorschlag für ein echtes Problem präsentiert.

Das Vereinigte Königreich müsse eben der Tatsache ins Auge blicken, dass sich einige der Bürger nicht mit britischem Recht identifizierten.

Wird schon so ein, wie der Herr meint, aber sein vorgeschlagener Lösungvorschlag ist empörend und Arschkriecherei.



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mart
karl
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Administrator

Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 10.02.2008, 11:39:08
Ich lenke nicht vom Thema ab. Ich bin ganz eindeutig gegen jede religiöse Unterwanderung der Staatlichkeit, also ganz eindeutig auch gegen die Einführung der Scharia im Privatrecht.
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karl
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf karl vom 11.02.2008, 13:48:57
Ob wir nun dagegen sind, oder nicht, aber wenn wir weiter so unendlich tolerant, oder besser gesagt doof sind und wenn die bevölkerungsentwicklung so weitergeht, haben wir den islamismus und die scharia in D spätenstens in 100 jahren.
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gram

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yankee
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von yankee
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 11.02.2008, 14:54:32
Deinen Optimismus kann ich nicht teilen. Ich glaube nicht daß das noch 100 Jahre dauert.
Scheinbar hindert uns unser demokratisches Grundverständnis ständig daran, konsequente Schritte zur Verhinderung solchen Unheils umzusetzen.
Schaut man in die Geschichte, findet man reichlich Beispiele, in denen unter einem staatlichen Oberhaupt bzw. Gesetzgeber die Tolerierung anderer Religionen über jahrhunderte hinweg mehr oder weniger friedlich funktioniert hat. Angefangen bei den alten Ägyptern über die Babylonier, die Perser, die Mauren und Mongolen. Alle diese Kulturen haben allerdings eines gemeinsam: Es waren alles Monarchien und keine einzige Demokratie. Selbst die Herrschaft unter und nach Alexander dem Großen waren Monarchien, auch wenn die Griechen in Griechenland ein demokratisches System hatten. Im demokratischen Griechenland wurden andere Religionen bzw. Götter meines Wissens nicht geduldet.
Aufgrund dieser Erkenntnis glaube ich nicht an eine friedliche, nach demokratischen Grundregeln ablaufenden Kompromiss mit fanatischen Religionsführern. Früher oder später wird es gewaltig krachen.
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yankee
mart
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von mart
als Antwort auf Medea vom 09.02.2008, 20:03:14
medea,

Die Sharia wurde im Staat Ontario auch kurzzeitig angewendet. Im September 2005 wurde jedoch der Arbitration Act (auch auf Grund internationaler Proteste durch Frauenrechtsorganisationen) derart geändert, dass Entscheidungen auf Grund von religiösen Gesetzen nicht mehr möglich sind.

Das zeigt den Erfolg von internationalem Frauenengagement, das hier von vielen muslimischen Frauen aus der westlichen Welt unterstützt wurde.

Es gibt aber in versch. Ländern immer wieder Vorstöße in diese Richtung (z.B. in den Niederlanden); es ist sogar offensichtlich ernsthafter Diskusskionen im Rahmen von juristischen Symposien wert.


Frauen aller Länder vereinigt euch.


.... unterstützende Männer sind herzlich willkommen!
--
mart
silhouette
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf mart vom 11.02.2008, 20:20:13
In einem Punkt muss ich aber Karl recht geben: Der religiöse Fundamentalismus und Fanatismus ist überall auf dem Vormarsch.
Beispiel im link, rechts auf das video "godtube" klicken. Wer eine direkte Quelle aus USA sehen möchte, der nehme www.godtube.com

Vorbeugend angemerkt: es ist nicht die amerikanische Version des guten alten deutschen Kabaretts!
--
silhouette

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mart
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von mart
als Antwort auf silhouette vom 11.02.2008, 20:41:01
Natürlich stimmt es! -- und deshalb ist es ja auch echt gefährlich!


Soweit ist die Unterminierung der mit viel Opfern erkauften Rechtssprechung aufgrund staatlicher Gesetze, die für alle, Weiblein und Männlein, gelten zu haben, schon gediehen:

n den Niederlanden ist die Diskussion über die Einführung der Schari'a im vollen Gange, nachdem der damalige niederländische Justizminister Piet-Hein Donner, ein Christdemokrat, im September 2006 erklärte, er könne sich die Einführung der Schari'a in Holland gut vorstellen, wenn die Mehrheit der Wähler dafür wäre [10]. Mittlerweile wird diese Möglichkeit auch in universitären Kreisen ernsthaft diskutiert. Ein Symposium an der Universität Tilburg widmete sich dem Thema "Sharia in Europe" am 3. Mai 2007 und lud dazu u.a. die palästinensisch-amerikanische Islamwissenschaftlerin Maysam al-Faruqi von der "Georgetown University" in Washington, D.C. ein, die keine Probleme erkennen wollte, die Schari'a in den Niederlanden einzuführen: "Beide Rechtssysteme können mühelos nebeneinander bestehen" [11].
geschrieben von wikipedia



Ich bin nicht so naiv zu meinen, daß dadurch nicht Tore geöffnet werden, durch die vergangen geglaubte Fluten und die Begehrlichkeiten aller christl. Religionen eindringen werden.

mart
silhouette
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf mart vom 11.02.2008, 20:48:22
Das hätte ich von den vernünftigen, toleranten, aber in Sachen Demokratie sehr sattelfesten Holländern erwartet. Dreht denn alle Welt durch?
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silhouette
adam
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 11.02.2008, 13:48:57
Ich bin froh, daß Du so deutlich Stellung beziehst.

Für mich ist Fundamentalismus, gleich welcher Religion, intellektueller Terror, besonders an einfach denkenden Menschen, die in ihrer Religion Halt suchen. Von den Kriegen, die geführt werden, ganz zu schweigen.

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adam
mart
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Re: Warum nicht darüber reden?
geschrieben von mart
als Antwort auf adam vom 11.02.2008, 22:57:12
Einen interessanten Artikel hat Heinrich Bergstresser über dieses Thema gebloggt. Er ist Redakteur in der Zentralredaktion der Deutschen Welle und hat in Nigeria mehrere Jahre die Friedrich-Naumann-Stiftung vertreten.
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mart

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