Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!

Aktuelle Themen Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!

bellis
bellis
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von bellis
als Antwort auf arno vom 31.07.2008, 18:07:43
Dem Titel des Thread stimme ich zu.
Aber dein Eingangsposting ist natürlich unsinnig. Ich nehme an, du wolltest nur ein wenig provozieren.

Wer kein Geld hat kann nichts sinnvoll anlegen, vermehren oder sonstwas.

Schau dir mal die wirklich Reichen an. Die schotten sich inzwischen in ihren eigenen abgeschirmten Wohnvierteln ab, schicken ihre Kinder auf Privatschulen, an Eliteuniversitäten etc.
Sie habe ihre eigenen Privatärzte, Zugang zu New-Aging-Kliniken, deren Preise einen Mittelstandsmenschen schwindelig machen.
Die Gattinnen dieser Reichen wissen nicht mehr, wie sie das Geld verprassen sollen.
Unter den reichen Russen ist es üblich die Fl. Mineralwasser zu 98€ zu trinken.

Diese Superreichen haben 80% des Gesamtvermögens, den Rest teilen wir Mittelständler uns mit den ganz Armen.

Daher stimmt dein Titel - es wird sich nie ändern.

Was Politik schaffen können müßte, wäre nur wenigstens den Hunger zu beseitigen.
--
bellis
arno
arno
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von arno
als Antwort auf bellis vom 02.08.2008, 20:13:31
Hallo, bellis,

durch den Wettkampf im Wirtschaftsleben bedingt,
konzentriert sich der Reichtum auf immer weniger Menschen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann z. B. 95% unserer
Bevölkerung durch den Wettkampf aussortiert und verarmt sind.

Wenn also die Politiker die Armut wirklich beseitigen wollen,
ohne das Wirtschaftssystem vom Wettkampf befreit zu haben,
kämpfen sie in der Tat gegen Windmühlen. Zur Zeit flickschustern
die Politiker mit blindem Aktionismus an den maroden Sozialgesetzen.
Der Wettkampf geht aber gnadenlos weiter!
CDU, SPD und FDP und die EU befürworten den Wettkampf und beschleunigen
die Verarmung!

Viele Grüße
--
arno
susannchen
susannchen
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von susannchen
als Antwort auf arno vom 02.08.2008, 22:14:45
Was schlägst du vor, was sollten sie ändern?
--
susannchen

Anzeige

astrid
astrid
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von astrid
als Antwort auf susannchen vom 02.08.2008, 22:50:32
Hallo Susannchen,
wir,die Leute müßten sich ändern und aufbegehren.

Doch die Jungen haben dazu keinen MUT
und wir ALTEN haben die Kraft nicht mehr,
sowas über eine lange Zeit durchzustehen.


Liebe Grüße,Astrid
pea
pea
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von pea
als Antwort auf Medea vom 30.07.2008, 23:02:41
Vielleicht kann so etwas wie ein großer runder Tisch bestehend aus vielen kompetenten Leuten einen Weg aus diesem Dilemma finden?



Der letzte große runde Tisch war die Hartz-Kommission.
Ergebnis:
Armut per Gesetz!


@arno
Schön, daß Du Dich mal in einen Deiner Threads einmischst!

Die Sozialhilfedynastien sind Ergebnis einer verfehlten Familien- und Sozialpolitik.
Da lohnt es sich Kinder ohne Perspektive wahllos in die Welt zu setzen.
Das Prekariat verfügt manchmal über eine gewisse Bauernschläue...
denn die Verwendung der staatlichen Hilfen bestimmen die 'Eltern'.

--
pea
bellis
bellis
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von bellis
als Antwort auf arno vom 02.08.2008, 22:14:45
Hallo, bellis,

durch den Wettkampf im Wirtschaftsleben bedingt,
konzentriert sich der Reichtum auf immer weniger Menschen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann z. B. 95% unserer
Bevölkerung durch den Wettkampf aussortiert und verarmt sind.

Wenn also die Politiker die Armut wirklich beseitigen wollen,
ohne das Wirtschaftssystem vom Wettkampf befreit zu haben,
kämpfen sie in der Tat gegen Windmühlen. Zur Zeit flickschustern
die Politiker mit blindem Aktionismus an den maroden Sozialgesetzen.
Der Wettkampf geht aber gnadenlos weiter!
CDU, SPD und FDP und die EU befürworten den Wettkampf und beschleunigen
die Verarmung!

Viele Grüße
--
arno
geschrieben von arno


Diesen Sätzen stimme ich vorbehaltlos zu, aber wie sieht die Lösung des Problems aus???

Außerdem widersprichst du mit diesem Beitrag komplett deinem Eingangsposting.
Denn was sollten ausgerechnet die Armen - denen du an ihrer Lage selbst Schuld gibst - am Wirtschaftssystem ändern können?
--
bellis

Anzeige

bellis
bellis
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von bellis
als Antwort auf astrid vom 02.08.2008, 22:56:56
Hallo Susannchen,
wir,die Leute müßten sich ändern und aufbegehren.

Doch die Jungen haben dazu keinen MUT
und wir ALTEN haben die Kraft nicht mehr,
sowas über eine lange Zeit durchzustehen.


Liebe Grüße,Astrid


Die Jungen haben viel zu verlieren wenn sie aufbegehren und sie ins Visier der Staatsmacht geraten. Ihre beruflichen Zukunftschancen stehen auf dem Spiel, in einer ohnehin schon unsicheren Perspektive. Ihnen da mangelnden Mut vorzuwerfen finde ich nicht in Ordnung.

Aber wir Alten, wozu haben wir nicht alles Kraft!
Wir hätten nichts mehr zu verlieren.
Aufzubegehren sind wir nur zu bequem geworden. Wir haben es uns so schön gemütlich eingerichtet und haben keine Ideale mehr.
Man meckert höchstens noch mal ein wenig über "die da oben"...
--
bellis
arno
arno
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von arno
als Antwort auf bellis vom 03.08.2008, 09:12:13
Hallo, bellis,

ich widerspreche nicht meiner Themenbeschreibung, weil ich eine
andere Facette des Armut-Problems betrachtet habe.
In der Themenbeschreibung habe ich die selbstverschuldete Armut,
bedingt durch den unvernünftigen Umgang mit Geld betrachtet und
jetzt durch einen Beitrag von Dir bedingt auf die
Verarmung durch den ständigen Wettkampf in unserem
Wirtschaftssystem hingewiesen.
Jeder Wettkampf ist die Basis der Auslese!

Er ist absolut rücksichtslos, kalt und personenverachtend!

Wer im Wettkampf verliert, wird ausgegrenzt, benachteiligt, usw..
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", heißt ein allgemein
bekannter Spruch.
Die Auslese in der Evolution beruht genauso wie die Ausnutzung
aller Ressourcen auf dieser Erde auf dem Wettkampf.

Das Wirtschaftssystem kann umgebaut und auch ohne Wettkampf funktionieren.

Dafür ist die Politik, bzw. sind die Parteien zuständig und nicht die Wirtschaft.
Wenn man z. B. die "kleinste Zelle des Staates" betrachtet -
ich meine die Familie - , erkennt jeder, daß die Familienmitglieder ohne
ausgrenzenden Wettkampf auskommen.
Die Spielregeln einer gut funktionierenden Familie basieren auf "Wärme", "Achtung vor den Familienmitgliedern" und der
"Rücksichtnahme"!

Ich könnte mir ein anderes Wirtschaftssystem vorstellen, wo diese 3
Grundpfeiler als Basis für die Organisation der menschlichen Gemeinschaft genommen werden. Die Umgestaltung der Wirtschaft ist möglich, aber nicht einfach.

Viele Grüße
--
arno
hugo
hugo
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von hugo
als Antwort auf bellis vom 03.08.2008, 09:22:01
hallo bellis,,ok was kann man selber für sich 1.privat, was kann jeder 2. in seinem Umfeld und was können wir 3. gemeinsam tun um etwas an dieser Misere zu ändern,,?

zu 1. Jeder für sich kann und sollte selbstverständlich im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas gegen drohende oder schon vorhandene Armut tun.

Augen auf: rechnen, gucken, zählen, vergleichen,,,,und anpacken,,nicht abwarten,,

zu 2. helfen, zupacken, informieren, Tipps geben,,

zu3. das fängt schon im täglichem Umgang miteinander an,,,wenn ich die Armut um mich herum nicht sehen will, dann sehe ich sie auch nicht, dann habe ich Entschuldigungen und Ausreden und sogar Begründungen für und nicht gegen Armut, für und nicht gegen diese Zustände, Ursachen, Gründe,,

Wenn ich sie sehe und daran etwas ändern will, dann reichts nicht aus, einem Nachbarn einem Einzelfall mal zu helfen (das fällt unter Menschlichkeit,,)dann müssen die Ursachen benannt und nicht verschwiegen werden, dann müssen die Verursacher und Mitverursacher benannt werden und da sind allemal unsere politischen Vertreter die Zuständigen dafür, das die Rahmenbedingungen gemacht wurden die dazu führten das wir unverschämt viele arme Menschen haben.

um nur ein Beispiel zu nennen (das wird mal wieder einigen hier nicht passen und ich hör mir deren fundamentalen Widerspruch gerne an) Helmut Kohl.

der vertrat ca 40 Jahre lang in verschiedensten Funktionen eine Politik die mit dazu führte, das wir diesen vermaledeiten Zustand haben ohne das ihn selbst, bis heute, auch nur ein Hauch dieser weitverbreiteten Armut berührt.

das was er öffentlich predigte und das was in seinem Namen mit seiner Kompetenz unter seiner Mitwirkung geschah, bzw nicht geschah,,drängt nun Millionen Deutsche in Armut Verzweiflung,,ins Abseits der Gesellschaft,, wobei er mehrmals geschworen hat, Schaden vom deutschen Volk abzuwehren,,

Nun ist oder war Kohl nur eins von vielen Rädchen, nur ein Teil dieser gesamten gesammelten, unverfrorenen Abstauberelite,,

Das dies nicht erkannt wurde, nicht wahrgenommen wurde, er immer wieder ausschließlich seine guten Seiten herausstellen konnte, die Wählerschaft (bzw einen großen Teil davon) sich blenden ließ, ist schon ein tolles Phänomen und deutet auf den vielzitierten deutschen "Michelismus" hin.

( dumm, träge, uninformiert, jedem Rattenfänger hinterherlaufend, die eigenen Blutsauger verehrend usw um nur mal in wenig bildlich und etwas überzogen die Situation darzustellen)

Leute wie er, sollten niemals 10 oder 20 oder gar 30 Jahre lang ihr schlimmes sich selbst und eine Elite bereicherndes Spiel mit dem Volk treiben dürfen,, je länger desto korrupter, desto ausgebuffter, desto arroganter und überlegener und um so effizienter erfolgt dieses Ausbeuten, da sich sehr schnell, alle Hebel der dazugehörigen Macht in wenigen Händen dauerhaft vereinen.
--
hugo
bellis
bellis
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von bellis
als Antwort auf hugo vom 03.08.2008, 10:08:01
Zitat von Arno:"...jetzt durch einen Beitrag von Dir bedingt auf die
Verarmung durch den ständigen Wettkampf in unserem
Wirtschaftssystem hingewiesen.
Jeder Wettkampf ist die Basis der Auslese!

Er ist absolut rücksichtslos, kalt und personenverachtend!

Wer im Wettkampf verliert, wird ausgegrenzt, benachteiligt..."

Wer diesen Wettkampf verliert ist selbst Schuld? - so jedenfalls die Aussage in deinem Einganspost.

Wer andererseits versteht, den anderen geschickt das Geld aus der Tasche zu locken, der ist klug und geachtet. Anders kommt man nun mal nicht zu Geld. Ob er damit allerdings zu den Reichen gehört? Wohl nur wenn er überdurchschnittlich viel abzocken konnte.

Der wahre Reichtum wird vererbt, die Reichen bleiben unter sich. Wenige Familien und Konzerninhaber lancieren aus dem Hintergrund die Politik.

Den Kindern aus Arbeiterfamilien wird im Normalfall der Zugang zu Bildung verwehrt - er bleibt arm, selbst Schuld?

Wenn jemand sein Leben lang bescheiden gelebt hat und im Alter dennoch arm ist - selbst Schuld?

Aber wenn die Schere weiter so auseinanderdriftet, könnte es übel ausgehen.
War da nicht mal die franz. Revolution, wo das bettelarme (selbst Schuld??) Volk dem reichen Adel die Köpfe abgehackt hat? Sie hattens mit der Abzockerei zu toll getrieben.

Ich glaube keiner ist an seiner Armut selbst Schuld!
--
bellis

Anzeige