andere gesellschaftliche Themen Der Handwerkermangel

digis
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RE: Der Handwerkermangel
geschrieben von digis
als Antwort auf MarkusXP vom 14.01.2023, 23:45:59
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Du bist doch  - als FDP Mann -  ein Anhänger der Marktwirtschaft! Die Bezahlung in einer Marktwirtschaft muss sich ja bekanntermaßen aus der Nachfrage/Angebot ergeben, richtig?

Wenn du dem zustimmen kannst, dann müsste der Preis für eine Leistung in einem Mangelberuf so lange steigen, bis Nachfrage und Angebot in einem Gleichgewicht sind!

Derzeit ist der Stundensatz für eine Anwalt ( daran gibt es ja nun wahrlich keinen Mangel! ) zwischen 150 und 500 Euro ... und was kriegt der Klempner?

Da stimmt doch was nicht!

Halt dich aufrecht, gute Besserung!
MarkusXP

 
Natürlich 'stimmt da was nicht'.
Nämlich kann es nicht mehr stimmen, wenn vom verdienten Einkommen irgend eines 'Handwerkers/Selbstandigen(/Handwerksbetriebes' nicht mehr so viel hängen bleibt, dass er seine  Rechnungen bezahlen kann, weil er vorab zu viele ZwangsAbgaben neben dem ausufernden Schriftkram zu begleichen hätte. Dieser 'Krempel' wird von 'Schreibtischtätern' übernommen, die auch erhebliche! Kohle sehen möchten. Die wiederum der Klempner reinspielen müsste. Wenn er sie denn von seinen Abnehmern kriegen würde, die aber auch knapp bei Kasse sind. Letzten Endes wird zur Arbeit noch Geld mitgebracht.
Und dann fängr der Untrnehmern an nachzudenken - und schmeissst den Laden hin bevor er beim Amtsgericht im gedeckten Outfit um Anhörung bittet, bitten muss. Schon wieder 10 Arbeitsstellen weg, die zum Sozialamt wechselten.
Genau das macht die Situation so heiss.

Erfolg vont Janze: Billigste Arbeitskräfte, deren Qualität gelegentlich zu wünschen übrig lässt. Ergebnis: Nachbessern, was die Lage überhaupt nicht bessert.

DE ist zwar ein reicher Staat, der sich aber diesen Reichtum im Grunde unter den bestehenden Umstanden gar nicht leisten kann.
Dass dieser Eindruck des Reichseins möglich lange bestehen beibt, dafür haben wir jene sehr gut entlöhnten 'Experten', die zwar nichts zum Gemeinwohl beitragen, wohl aber ihren eigenen Vorteil im Auge haben. Das Verderbllche ist, dass sie mittlerwerweile nötig sind.

Aber ich möchte mich ja nicht wieder aufregen ...
Das mit den Augen wird schon wieder, da schaue ich frohgemut in die Zukunft; beim System aber überhaupt nicht, da sehe ich das was geschlossene Augen so hergeben. Und das ist dunkel,
Unabhämgig von einer ParteiVorliebe; bei Ricarda Lang mach ich mal ne Ausnahme (welche verrate ich nicht; denn die Partei gibts auch nicht).

Wer kennt den Sketch nicht...

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