Forum Politik und Gesellschaft andere gesellschaftliche Themen Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft

andere gesellschaftliche Themen Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft

Rispe
Rispe
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Rispe
als Antwort auf Mareike vom 09.07.2021, 11:49:07

Und warum bleibt es beim Telefonieren?
Die Treffen sind längst wieder erlaubt, sogar mein Chor singt wieder zusammen. Und da sehe ich keine Spur von Depression, genau das Gegenteil ist eingetreten. Durch die lange Abstinenz vorher sind alle gerade besonders glücklich und engagiert dabei.
Und was das Mundtot-Machen anbetrifft, da kann ich nur sagen: Gut, dass es noch Leute gibt, die Fake News nicht zulassen. In den USA haben wir gesehen, zu welchen Ergebnissen die geballte Ladung davon geführt hat.
Willst du diese Verhältnisse hier auch haben?

karl
karl
Administrator

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von karl
als Antwort auf Mareike vom 09.07.2021, 11:49:07

@Mareike,

wer zwischen dem Holocaust und den heutigen Anticoronamaßnahmen eine Verbindung zieht - und das tat auch die missbräuchliche Verwendung der Videos - der kann nicht glaubhaft die Meinungsfreiheit verteidigen. Du solltest Dich in Grund und Boden schämen, das auch noch zu verteidigen.

Karl

Rispe
Rispe
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Rispe
als Antwort auf karl vom 09.07.2021, 12:10:48

Ich habe das Video nicht gesehen, aber noch gut in Erinnerung, wie entsetzt ich war, als eine Schülerin sich mit Anne Frank verglichen hat wegen ihrer Antihaltung zu den Maßnahmen.

Relativieren, leugnen, alles auf eine Stufe stellen und vergleichen, was nicht zu vergleichen ist. Das sind die Markenzeichen dieser Leute.
Und da du schon nach den Veränderungen in der Gesellschaft fragst:
Es gibt einen tiefen Riss zwischen diesen Leuten und denen, die nicht die Maßnahmen, sondern das Virus anklagen. Der Riss geht durch Freundschaften und mitten durch Familien und kann Freunde oder eigene Familienangehörige zu Feinden machen (ich weiß, wovon ich spreche).

Das ist die traurige Bilanz, die ich bisher ziehe. Aber ich laste das alles nicht den Politikern an, die haben das im Großen und Ganzen gut hingekriegt.
Sondern diesem verdammten Virus. Hier allerdings laste ich sämtlichen Politikern der Welt an, dass sie dieses Eindringen von Viren und Übertragung auf den Menschen durch die Eingriffe in Ökosysteme massiv mitbefördert haben.
 


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Mareike
Mareike
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Mareike
als Antwort auf karl vom 09.07.2021, 12:10:48

Wo siehst Du eine missbräuchliche Verwendung der Videos?

Musedo schrieb lediglich, dass ihn diese Videos von Vera Sharav nachdenklich gemacht haben und so erging es mir auch.

Ich wüsste nicht, warum ich mich schämen soll! Ich bin der Meinung, dass es in einer Demokratie möglich sein muss, gegensätzliche Sichtweisen zur Sprache zu bringen. Vera Sharav begründet,warum sie zu den Impfungen eine skeptische Haltung hat. Ihre Erfahrungen als kleines Kind in einem Lager haben sie fürs Leben geprägt:
" Ich habe den Schrecken des Holocaust überwunden und kam in die USA, damals war ich elf Jahre alt.
Eine der ersten Fragen, die ich mir stellte, lautete: Wo waren alle diese Leute [als wir sie brauchten]? Wie konnten sie das zulassen [was uns geschah]? Warum musste mein Vater sterben? Ich war außer mir vor Wut."

Ich denke @Rispe, dass das nicht gleich zu setzen ist mit dieser Demonstrantin, die Anna Frank als Begründung anführte.

Mareike

olga64
olga64
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von olga64
als Antwort auf Rispe vom 09.07.2021, 12:20:13

Die Pandemie ist ja noch nicht vorbei und keiner weiss, ob sie jemals vorbei sein wird. Meine persönliche Erfahrung ist,dass wir alle davon extrem überrascht wurden und mit all unserem vermeintlichen Wissen vor dem Nichts standen.
Dazu zähle ich jeden BürgerIn von uns,genau so wie die Politiker. Bei denen haben sich auch in Deutschland in der ersten Phase die meisten mal unsichtbar gemacht, aber mit Sicherheit schon an ihren Reden für Talkshows usw gebastelt, was sie alles besser gemacht hätten.
ABer es entwickeln sich natürlich auch neue Strömungen wie die so.g. Querdenker, die aus dem Protest gegen die Corona-Politik (also nicht gegen das Virus, das sie ja für nicht existent halten) entstanden sind.
Werden die nun mit dem Ende der Pandemie verschwinden? Nicht, wenn es nach dem Gründer, Herrn Ballweg geht.
Mittlerweile hält er aber wenig davon, die Bewegung über Kleinstparteien in den Bundestag zu tragen (seine persönlichen Erfahrungen als Kandidat für das Stuttgarter Oberbürgermeisteramt, die nicht erfolgreich waren, dürften ihn da belehrt haben).
In der Szene mischen sich aber radikale Milieus von Rechtsextremen über Esoteriker bis hin zu den Anhängern von Verschwörungsezählungen.
Derzeit gibt es die These:
Die Szene wird kleiner und radikalisiert sich weiter, so dass es den gut vernetzten Akteuren gelingt, ein Thema mit ähnlich breiter Anschlussfähigkeit zu setzen.
Schon jetzt hört man ja immer öfters von "der Klima-Diktatur".
Ob die Querdenker noch Massen mobilisieren können, zeigt sich am 1. August. Ballweg plant hier eine grosse Demo in Berlin.
Er wurde befragt, welche Partei man denn als Anhäger der Querdenker-Bewegung wählen sollte. Er meinte daraufhin, dass es mehr um die Frage ginge, ob man überhaupt wählen solle. An diesem Thema habe er und und einige Mitstreiter gearbeitet und am 1. August könne er Grossartiges dazu verkünden.
Da zuletzt die TEilnehmerzahlen zu Querdenker deutlich abgenommen haben, möchte Ballweg jetzt auf überegionale Zugkraft setzen. Es sollen über Telegram insbesondere Leute angesprochen werden, die noch nicht zur eigenen Blase gehören. Querdenker arbeitet anscheinend auch daran, eine eigene Plattform als Alternative zu Youtube aufzubauen.
Wenn das nicht alles nur das übliche Blabla eines sich selbst überschätzenden Herrn Ballweg ist, zeigt es schon, wie sehr sich eine Gesellschaft ändern und teilen kann in solchen Zeiten der Unsicherheit, wenn dafür nur entsprechende Anführer zur Verfügung stehen, die simple Botschaften verbreiten an diejenigen, die eben nur solche verstehen und denen die Komplexität einer solch grossen Sache zu schwierig ist, um darüber wirklich nachzudenken,bzw. sich von Experten aufklären zu lassen.
(TEilweise Textpassagen entnommen dem Artikel "De Ehrgeiz der Querdenker" in der heutigen SZ).

Rispe
Rispe
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Rispe
als Antwort auf olga64 vom 09.07.2021, 16:36:56
Er wurde befragt, welche Partei man denn als Anhäger der Querdenker-Bewegung wählen sollte. Er meinte daraufhin, dass es mehr um die Frage ginge, ob man überhaupt wählen solle. An diesem Thema habe er und und einige Mitstreiter gearbeitet und am 1. August könne er Grossartiges dazu verkünden.
 
Die haben doch schon eine eigene Partei, nämlich die hier: Die Basis

Ansonsten - die SZ von heute liegt noch bei mir rum, ich lese gleich mal den Artikel, danke für den Hinweis.
 

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teri
teri
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von teri
Natürlich hat die Pandemie unser Verhalten geprägt....

Ob allerdings der Großteil  unserer Gesellschaft dauerhaft und etwas tiefsinniger zum Nachdenken beginnt, wage ich zu bezweifeln. Außerdem wissen wir heute noch nicht langfristig , was der Virus mit unserer Gesundheit  und unserer derzeitigen Gesellschaftlich-Wirtschaftlichen Lebenssituation bewirkt hat und noch immer weiteren Einfluß darauf nimmt.

Heute hörte ich z.B.  in den Nachrichten, daß die Impfung nur 6 Monate wirkt und man danch eine 3. Impfung benötigt.....

Wie -  und wie lange uns also diese Pandemie noch belgeiten wird - samt vielen  sichtbaren Traumatas bei einigen Menschen, - steht m. E. nach ich den Sternen.

Also habe ich für mich beschlossen, mein Leben den schönen Dingen zu widmen und das Leben JETZT zu genießen.

Gruß
teri

PS.: Totzdem werde ich weiterhin die politische Rechtsradikale mit ihren kunterbunten zuckersüßen Ausreden;-)  wie bei einigen wenigen hier im Thread gelesen,  beobachten und rechtzeitig etwas dagegen unternehmen.
aixois
aixois
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von aixois
als Antwort auf Mareike vom 09.07.2021, 11:49:07

@Mareike

Ich hätte mit Frau Sharav nicht diskutiert, jedenfalls nicht über ihre Obsession, dass es einen geheimen  Eugenik Plan von  Rockefeller- Gatges- Schwab gibt. Ich wäre auch nicht auf die perfide Instrumentalisierung der alten Dame durch Leute wie Füllmich u.a.  eingegangen (sog. Aufruf an die Deutschen u.a.).

Mich hätte aber interessiert, ob und wie sie sich noch an die Evakuierung aus Transnistrien als kleines 4 jähriges Mädchen erinnert und das Glück bei der Einschiffung in Istanbul. Und ich hätte sie vielleicht auch noch gefragt, was ihr von der 'schönen' Zeit heute noch geblieben ist an Erinnerung , vor dem schrecklichen Tod ihres an Schizophrenie erkrankten Sohnes.

Mir tut das Schicksal von Frau Sharov leid, ich kann daher auch ihre Verbitterung zum Teil nachvollziehen, teile aber ihre Ansichten nicht genausowenig wie die Klagen vor Gericht, wonach die Corona Maßnahmen  (wie  Corona Tests oder Impässe) Teil eines 'medizinischen , nicht genehmigten Großversuchs' der Pharmaindustrie seinen und gegen den Nürnberger Kodex bzw.die Menschenrechte verstießen.
Das ist Querdenken in hochkarätiger Form auf  Lore-Heftchen Niveau.


aixois

Der-Waldler
Der-Waldler
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Der-Waldler
Interessanter Artikel über Möglichkeiten, "wie es epidemiologisch weitergehen könnte"
olga64
olga64
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von olga64

Die Corona-Krise zeigt die besten und auch schlechtesten Seiten von Menschen. Aktuell z.B. der Fall Alfons Schuhbeck, ein auch über bayerische Grenzen hinaus sehr bekannter und agiler Koch.
Am Platzl, das ist der Ort in München, wo auch das Hofbräuhaus steht, ist er mit seinem weissen Kittel der ungekrönte König gewesen - denn jetzt hat er Insolvenz angemeldet und erklärt mit tränenfeuchter Stimme,dass die staatlichen Unterstützungssegnungen ihn nie erreicht hätten.
Dazu muss man aber auch wissen,dass Herr Schuhbeck seit Mitte 2019 im Verdacht steht, mit seinen vielen Gastro-Unternehmen Steuern in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro hinterzogen zu haben.
Er scheint eine etwas lockere Buchhaltung geführt zu haben und wird jetzt von der Kanzlerei Gauweiler/Saur (ja, der Masken-Sauter) anwaltschaftlich vertreten.
Er hat insgesam 14 verschiedene Unternehmen, verkauft seine Gewürze auch für teures Geld bei Aldi und sehr viel online. Das und seine mutmassliche hohe Steuerschuld dürften auch der Grund sein, warum er "Staat" bisher zögerlich war, ihm grosse Hilfen auszubezahlen, weil - siehe oben - die hemdsärmelige Buchführung auch Probleme macht ,entsprechende Belege vorzulegen.
Herr Schuhbeck wurde schon einmal in 1994 wegen Verwicklung in dubiose Anlaggeschäfte, wegen Untreue und Steuerhinterziehung verurteilt.
Schon damals sah er sich nicht als Täter, sondern als Opfer.
Auch, wenn er jetzt auch schon 72 Jahre alt ist, braucht er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, gerne auch den Fussball, in dem er den FC Bayern verpflegt und muss jetzt schauen, wie er aus diesem SChlamassel wieder rauskommt.
Die Leidtragenden werden seine ca 50 Mitarbeiter sein, die unschuldig in diesen Strudel mit hineingerissen werden.
Sollte sich die Steuerschuld wirklich in dieser Höhe beweisen lassen,steht darauf sogar Knast - . Wollen wir ihm nicht wünschen, aber ich könnte mir vorstellen, dass er sogar dort dann den Kochlöffel schwingen würde. Olga


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