Forum Politik und Gesellschaft andere gesellschaftliche Themen Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft

andere gesellschaftliche Themen Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft

digi
digi
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von digi
als Antwort auf karl vom 22.10.2020, 12:13:54
Noch kurz zur Anmerkung "Taxi ja, Robo nein". Ich bleibe hier bei meiner anderen Meinung. Der Vorteil der Autonomisierung des Fahrens liegt ja vor allem auch in der Erhöhung der Sicherheit bei gleichzeitigem Senken der Kosten. Möglich, dass starke Gewerkschaften noch das Mitfahren eines Taxifahrers für einige Jahre erzwingen können, aber wirkliche Zukunft hat das nicht
geschrieben von karl
Das mit den seinerzet erzwungenen leeren Posten ist doch bekannt aus GB mit dem ZugPersonal.
Aber es können diese Menschen ja nicht einfach entsorgt werden.
Rentner sind ja für den allgemeinen Arbeitsmarkt auch zu nix nütze.
Dennoch hoffe ich darauf, dass ich jetzt nicht entsorgt werde.

Noch sehe ich die CoronaMisere nicht am Ende.
Falls es jemals ein Ende geben sollte, dann nur vergleichbar mit den Pocken.
MaW mit Zwangsmaßnahmen. Und das dauert....
Vor allen Dingen verstehe ich nicht, wie darüber gelabert werden kann, dass das alles soooo schädlich für die Freiheit ist.
Klar gilt es abzuwägen mit Beschränkungen und finanziellem Schaden.
Aber selbst bei moderaten Bitten geht das Labern in Scharen weiter.
Tod eindeutig  vor Augen, herrgottsackra, was gibt es da noch zu diskutieren.

Es wurde mir auch so merkwürdig still um einen evtl Impfstoff.
olga64
olga64
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 28.10.2020, 20:48:06

Hübsche Bildchen aus und für die Gastroszene. Wenn ich nur bedenke,dass es da Wirte gab, die die Formulare für die Registrierung unbesehen einsammelten, obwohl dort als Name "Angela Merkel", "Donald Trump" oder "Mickimaus" standen, ist gut erklärlich ,dass man auch dieser Branche in Sachen Mithilfe zur Eindämmung der Pandemie nur bedingt glauben sollte und darf.
Es wird Zeit ,dass diejenigen Gastronomen, die vermutlich schon vor Corona nicht unbedingt "starke Unternehmer" waren mit betriebswirtschaftlichem Know How allmählich nach Alternativen für ihr eigenes Berufsleben nachdenken werden.
Die Gäste werden noch lange nicht in die Kneipen strömen, auch wenn der 2. Lockdown Ende November ein Ende finden sollten.
Und auch der Trick, dass eine Eckkneipe sich zu einem "Restaurant" ernennt, weil es ausser Getränken noch ein Mettwurst-Brot anbietet, zieht nicht so richtig.
Eingerahmt von Plexiglasscheiben bei einem vermummten Kellner die Bestellung aufzugeben, ist auch nicht jedermanns und -fraus Sache.

ABer bevor wieder mal laut nach "dem Staat" gerufen wird (den man ja sowieso für unfähig hält, wenn man ihn mit den Politikern verwechselt) - wie wäre es, wenn solche Leute sich anböten, z.B. dieGesundheitsämter zu unterstützten? Dort erfolgt die Anlernphase innerhalb weniger Tage, es muss diszipliniert und zuverlässig telefoniert werden und das richtige Ausfüllen von Formularen (manuell oder digital) kann man dann auch noch lernen. Es gibt Geld dafür und die Anstellung dürfte befristet erfolgen, weil nach einem Ende der Pandemie dieses vielen Leute dort nicht mehr gebraucht werden.
Das wäre doch eine Überbrückung zum Nutzen des Staates, also von uns allen, von dem man ansonsten ja immer nur was fordern möchte (steht uns doch zu!).
Wer längerfristig erkennt, nicht mehr in die Gastroszene zurück zu wollen, dem bietet sich der Pflegesektor an: da werden viele Menschen gesucht, mittlerweile auch recht gut bezahlt - aber auch hier gilt: Disziplin und Durchhaltevermögen.
Ich hoffe sehr ,dass hier ein Umdenken in der GEsellschaft erfolgt so nach dem Motto von Kennedy: frag dich nicht, was dein Staat für dich tun kann, frag dich selbst, was du für deinen Staat tun kannst. Olga

Mareike
Mareike
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Mareike
als Antwort auf olga64 vom 29.10.2020, 14:43:11
....

ABer bevor wieder mal laut nach "dem Staat" gerufen wird (den man ja sowieso für unfähig hält, wenn man ihn mit den Politikern verwechselt) - wie wäre es, wenn solche Leute sich anböten, z.B. dieGesundheitsämter zu unterstützten?
Heute wurde in der aktuellen Stunde WDR Köln berichtet, dass sich 4000 Kölner beim Gesundheitsamt beworben haben. Das Amt hat aber keine Zeit sich damit zu befassen ...

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karl
karl
Administrator

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von karl

Mich hat gestern eine Aussage des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU, Ralph Brinkhaus, im Bundestag nachdenklich gemacht. Er verteidigte die Maßnahmen der Bundesregierung und appellierte an alle Abgeordneten, diese Maßnahmen zu unterstützen, denn wir als Demokratie müssten beweisen, dass auch wir in der Lage sind die Pandemie zu beherrschen, ohne dass wir zu so drastischen Maßnahmen wie China greifen müssten. 

In der Tat, was für ein verheerendes Zeugnis für die Demokratie wäre es, wenn nur eine Diktatur die Pandemie besiegen könnte! Ob dies das Ergebnis zeitigen würde, das sich die "Freiheitskämpfer" hierzulande wirklich wünschen würden? Ich bezweifle das.

Karl

pschroed
pschroed
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von pschroed

Es besteht Hoffnung, auch wenn es noch bis April 2021 dauern könnte. Phil.

Von der Leyen forderte die EU-Regierungen nun auf, sich auf die Verteilung und Lieferketten für die Impfstoffe vorzubereiten. Allerdings hatte sie am Mittwoch gesagt, dass "im besten Fall" im April mit größeren Mengen Impfstoff zu rechnen sein.
 
Quelle https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/biontech-chef-will-in-zwei-wochen-zulassung-fuer-impfstoff-beantragen-a-e93de7ea-165b-42e0-af58-150ebdc5d0bb

Biontech-Chef will in zwei Wochen Zulassung für Impfstoff beantragen
Um möglichst schnell aus der Coronakrise herauszukommen, hoffen viele Politiker und Medizinerinnen auf einen Impfstoff. Das Mainzer Unternehmen Biontech zeigt sich nun optimistisch.
30.10.2020, 09.29 Uhr

sammy
sammy
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von sammy
als Antwort auf karl vom 30.10.2020, 11:01:44


In der Tat, was für ein verheerendes Zeugnis für die Demokratie wäre es, wenn nur eine Diktatur die Pandemie besiegen könnte! Ob dies das Ergebnis zeitigen würde, das sich die "Freiheitskämpfer" hierzulande wirklich wünschen würden? Ich bezweifle das.
 
geschrieben von karl
......karl, leider wird die "Demokratie", insbesondere in einer Pandemie und dergl., belastet durch fehlenden Intellekt und verschiedene Einflüsse/Interessen  (Wirtschaft, Politik, und erst recht die Medien.

sammy

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aixois
aixois
Mitglied

RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von aixois
als Antwort auf karl vom 30.10.2020, 11:01:44

Obwohl kein Brinkhaus - Fan, fand ich seine Rede im BT gestern als - nicht nur im Vergleich zu unter den anderen Redebeiträgen - hervorragend. Das lag nicht zuletzt daran, dass sie frei gehalten wurde und nicht monoton vom Blatt gelesen wurde. Da flammte kurz das alte "Rede"- PARLAment wieder auf in einer Zeit des Arbeitsparlaments, wo Entscheidungen in Fachgremien/Ausschüssen erarbeitet bzw. vorentschieden werden.

Ohne Transparenz und Information der Wählerschaft (weshalb auch die Kritik an den Berliner Corona Empfehlungen ohne Parlamentsabstimmung für mich etwas 'schal', wenig überzeugend ist). Dass die MdBs es nicht einmal schaffen das Wahlrecht vernünftig zu ändern oder bis heute immer noch keine Registrierung der ihre Entscheidungen beeinflussenden  Lobbyisten hingekriegt haben , verdunkelt ihren selbst verliehenen Heiligenschein als 'Demokratieretter' doch erheblich.

Gewünscht hätte ich mir eine klare Aussage in der Aussprache gestern, wie unsere Parlamentarier sich zu der AfD (Gauland) Aussage der Relativierung des Werts eines Lebens positionieren : Schillers (völlig aus dem Bedeutungszusammenhang gerissenes Zitat aus der Braut von Messina, wo sich der Brudermörder zur Sühne seiner Schuld selbst entleibt "der Übel größtes aber ist die Schuld) ) " das Leben ist der Güter höchstes nicht".  Corona fordert ihren Preis  an Menschenleben wie die z.B. die jährlichen Verkehrstoten, den wir (einfach ?) akzeptieren müssen, so Gauland sinngemäß.
Gibt es eine Begrenzung der durch die 'offene' Wirtschaft/Gesellschaft verursachten 'Kollateralschäden (Verkehrstote, Covid19 Opfer) und wo liegen diese Limits (kann es die Bettenzahl der Intensivstationen sein).
Solche ethischen Werte-Fragen gehören ehrlich angesprochen, öffentlich, gerade auch im Parlament. Da kam aber nichts, kein Anstoss für eine Debatte. Eine Frage,  die so ähnlich übrigens auch ansteht, was die Prioritätensetzung beim Zugang zu den Impfungen nächstes Jahr angeht.
Wer hat bei Vorrang, wenn die Impfstoffmenge die Nachfrage bei weitem übersteigt ?  Da es selbst bei bei verfügbarem Impfstoff weit mehr als ein halbes Jahr dauern könnte, bis die Impfwilligen (wer ?) geimpft werden, ist die Frage durchaus legitim, insbesondere wenn der R-Wert weitr zu hoch bleiben sollte. Das Pflegepersonal, der 50-jährige Lungenkranke oder die 85 jährige Oma oder doch die Lehrer oder Angehörigen anderer systemrelevanten Berufe ?
Eine Kommission soll die Kampagne derzeit vorbereiten. Auch einer der vielkritisieerten 'klandestinen Expertenklüngel hinter verschlossenen Türen'  oder wird "das Parlament" bei so wichtigen Fragen vorher einbezogen, will es überhaupt dazu befragt werden ?



 

marei1000
marei1000
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von marei1000
Das Thema von Olga64 wie immer auf den Punkt gebracht, kann nur zustimmen, weiss es nicht besser, wie viele andere auch.
 
JuergenS
JuergenS
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von JuergenS
als Antwort auf karl vom 30.10.2020, 11:01:44

angesichts unserer nächsten 4 Wochen fällt mir nur mehr ein:

zusätzlich zu der Selbstverständlichkeit, uns an die neuen Vorgaben zu halten brauchen wir auch Glück: good lockdown👀

Mareike
Mareike
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RE: Die Corona-Krise verändert unser Verhalten und die Gesellschaft dauerhaft
geschrieben von Mareike
als Antwort auf aixois vom 30.10.2020, 12:26:26

Eine Kommission soll die Kampagne derzeit vorbereiten. Auch einer der vielkritisieerten 'klandestinen Expertenklüngel hinter verschlossenen Türen'  oder wird "das Parlament" bei so wichtigen Fragen vorher einbezogen, will es überhaupt dazu befragt werden ?



 
Was mir dazu in den Sinn kommt?

„Wie war zu DE es doch vordem,
Mit Angela so bequem!
Denn, war man faul: … man legte sich
Hin auf die Bank und pflegte sich:
 …
Und eh ein Faulpelz noch erwacht, …
War all sein Tagewerk … bereits gemacht!“
 
 
Das wird uns noch auf die Füsse fallen.
Wer wird sich um Covid kümmern, wenn alle mit dem Wahlkampf 2021 befasst sind?

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