Forum Wissenschaften Anthropologie / Psychologie ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,

Anthropologie / Psychologie ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 19.08.2014, 16:11:23
Ist Adhs vielleicht nur eine Modekrankheit?
Leider gibt es bis heute keine Studien darüber.
Seltsamerweise sind Kinder die zappelig und unaufmerksam sind gleich krank.
Vielleicht sollten sie sich bei Sport und Spiel ordentlich austoben statt nur vor dem Fernseher oder bei Pc Spielen zu hocken.
Die Diagnose ADHS wird bei jeder Verhaltensauffälligkeit, gestellt,
manchmal sind es einfach nur Erziehungsfehler, dann ist es das einfachste die Kinder medikamentös ruhig zu stellen.
Klaro
Klaro
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Klaro
als Antwort auf vom 23.08.2014, 12:07:03

Vielleicht sollten sie sich bei Sport und Spiel ordentlich austoben statt nur vor dem Fernseher oder bei Pc Spielen zu hocken.
Die Diagnose ADHS wird bei jeder Verhaltensauffälligkeit, gestellt,
manchmal sind es einfach nur Erziehungsfehler, dann ist es das einfachste die Kinder medikamentös ruhig zu stellen.
geschrieben von Catrinchen


Hallo Catrinchen,

ich glaube eher, dass die wirklich hyperaktiven Kinder weniger vor PC und TV hocken, denn dort kann man sich kaum abreagieren und das würde ihrem Bewegungsdrang nicht zukömmlich sein.

Erziehungsfehler "einfach" mit Tabletten behandeln? Wird vielleicht manchmal gemacht, aber ist sicher nicht der richtige Weg, denn der würde eher zu einer Erziehungsberatungsstelle führen um eine entsprechende Therapie einzuleiten.

Klaro
Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf vom 23.08.2014, 12:07:03
Ist Adhs vielleicht nur eine Modekrankheit?
Leider gibt es bis heute keine Studien darüber.
Seltsamerweise sind Kinder die zappelig und unaufmerksam sind gleich krank.
geschrieben von Catrinchen


Nein, Catrinchen, ADHS ist keine "Modekrankheit", sondern eine sehr ernst zu nehmende Regulationsstörung, die sich sehr häufig schon im Säuglingsalter manifestiert. Die betroffenen Babys (in der Mehrzahl Jungen) schreien auffallend viel und lassen sich nur schwer beruhigen ("Schreibabys"). Sie sind motorisch auffallend unruhig, schlafen schlecht, sind schwer zu füttern und werden häufig auch später als "normale" Kinder sauber.
Später fallen diese Kinder dadurch auf, dass sie sich schnell langweilen, sich leicht ablenken lassen, besonders impulsiv sind und auf äußere Reize besonders heftig oder sonst inadäquat reagieren ...

Im Kindergarten- und Schulalter führt die Verhaltensstörung dann zwangsläufig zu schwerwiegenden Konflikten mit anderen Kindern, deren Eltern, überforderten Erziehern, zu Lernschwierigkeiten etc. mit sekundären seelischen Folgen, so dass der Ruf nach der "erlösenden Pille" nur zu verständlich ist...

Diese Kinder und ihre Eltern brauchen unbedingt und frühzeitig professionelle Hilfe

Ursula

Anzeige

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 23.08.2014, 18:02:06
ein, Catrinchen, ADHS ist keine "Modekrankheit", sondern eine sehr ernst zu nehmende Regulationsstörung, die sich sehr häufig schon im Säuglingsalter manifestiert

Hallo Ursula,
ich nehme an das Du eine ausgebildete Medizinerin bist,
da Du ja so gut Bescheid weißt.
Schreikinder werden nicht zwangsläufig mit ADHS befallen,
Verständnis habe ich allerdings nicht für den Schrei nach der erlösenden Pille, finde es unverantwortlich Kindern ohne besonderen
Grund schon Tabletten zu geben, und dieses sogenannte ADHS ist für mich kein Grund. Manchmal ist es einfach nur die fehlende Erziehung die Kinder dazu verleitet ,sich ständig auffällig zu benehmen, da es versäumt wurde ihnen Grenzen auf zu zeigen.
Aber die Pharma Industrie freut es.
tessy
tessy
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von tessy
als Antwort auf vom 23.08.2014, 18:42:03
Ursulas Beiträge schätze ich seit vielen Jahren sehr, es wäre sehr
schade wenn sie sich vergraulen lassen würde.
Nirgends kam von ihr die Aussage dass alle Schreibabys später ADHS bekommen.
Wie siehst du das Catrinchen?

Gruß
Tessy
Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf vom 23.08.2014, 18:42:03

Schreikinder werden nicht zwangsläufig mit ADHS befallen,
Verständnis habe ich allerdings nicht für den Schrei nach der erlösenden Pille, finde es unverantwortlich Kindern ohne besonderen
Grund schon Tabletten zu geben, und dieses sogenannte ADHS ist für mich kein Grund. Manchmal ist es einfach nur die fehlende Erziehung die Kinder dazu verleitet ,sich ständig auffällig zu benehmen, da es versäumt wurde ihnen Grenzen auf zu zeigen.
Aber die Pharma Industrie freut es.
geschrieben von Catrinchen


Hallo Catrinchen, Du scheinst meinen Beitrag etwas missverstanden zu haben:

Natürlich wird nicht aus jedem "Schreibaby" später ein ADHS-Kind, das habe ich auch nicht geschrieben oder gemeint.
Studien mit knapp 17000 Kindern haben aber ergeben, dass Babys mit sogenannten Regulationsstörungen, also Kindern, die u.a. auffallend schlecht schlafen, auffallend viel schreien, sich dabei schlecht beruhigen lassen, motorisch besonders unruhig sind etc., später signifikant häufiger eine Verhaltensstörung vom Typ ADHS entwickeln...

Wenn ich den Ruf nach einer "erlösenden Pille" verständlich finde, dann auch nur wegen des Leidensdruckes, der auf den betroffenen Kindern, ihren Familien und Lehrern etc. lastet. Keinesfalls befürworte ich Ritalin oder andere Psycho-Drogen - ganz im Gegenteil.
Ritalin macht zwar die Kinder ruhiger, verbessert die Konzentrationsfähigkeit etc., hat aber auch viele und teilweise sehr gefährliche Nebenwirkungen, die nach meiner Ansicht von der Pharmaindustrie in unverantwortlicher Weise bagatellisiert werden...

Gruß, Ursula

Anzeige

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 23.08.2014, 18:42:03
kennt ihr die geschichte vom struwwelpeter?

solche kinder gab es schon vor 150 jahren. niemand kam auf die idee,
diese kinder mit medikamenten vollzustopfen.

jedes kind wird einmal groß - man muss nur genug zeit und geduld
für manche kinder aufbringen. kinder sind eben kinder, eines ist
pflegeleicht, das andere kann einen zur weißglut bringen.

sicher kennt jeder solche kinder.

wenn man manchmal erziehungsmethoden der heutigen eltern beobachtet,
wundert es einen nicht, wenn solche kinder langsam zur norm werden.

die kleinen gehirne werden von anfang an überreizt. überall werden
die babies mit hingeschleppt, sogar manchmal zu rockkonzerten.
dann tv, pc, aufbleiben bis spätabends....

solche folgen sind es dann, wenn die kinder völlig überdreht sind
und nicht mehr zur ruhe kommen, sich nicht mehr konzentrieren können.
eben struwwelpeter.
Graue_Woelfin
Graue_Woelfin
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Graue_Woelfin
als Antwort auf vom 23.08.2014, 20:02:40
@Karin2
..deiner Ausführung stimme ich voll zu.

Es wird immer deutlicher gezeigt,dass Kinder(auch die'frisch geschlüpften')nicht die Ruhe erhalten,die sie zum gesunden Gedeihen benötigen.
Zuletzt gesehen(auf einer belebten Einkaufstrasse): Brust raus-Kind ran-Handy an.
Mich erschreckt die Wahrnehmung,dass Kinder sich nach den Annehmlichkeiten der Eltern zu richten haben und nicht die Eltern nach den Bedürfnissen der Kinder.
Natürlich gibt es Eltern die der Entwicklung ihrer Kinder gerecht werden aber eben auch zu viele die es nicht machen.

Und noch eines: wir vergessen,dass es die 4Temperamente gibt und die haben immer noch ihre Gültigkeit.
Es sei denn,wir wollen ein angepasstes unkritisches Volk heranzüchten,dann nehme man Ritalin etc.pp
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von schorsch
als Antwort auf vom 23.08.2014, 20:02:40
Ich kenne auch so ein "Zappelphilipp-Kind". Der "Bub" ist heute etwa 75 Jahre alt - und immer noch genau der gleiche Zappelphilipp wie einst - und macht seiner Frau das Leben zur Hölle damit! Nur wenn er die vom Arzt verschriebenen Medikamente regelmässig einnimmt, ist er für die Umwelt erträglich. Wenn nicht, pöbelt er die Leute an und terrorisiert sie mit Telefonanrufen. Ich bin eines seiner Lieblingsopfer. Aber aus Rücksicht auf seine Frau stelle ich meine Seele auf das Programm "Engelsgeduld" um....
Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf schorsch vom 24.08.2014, 11:18:31
schorsch,

dieses verhalten dieses alten nölpottes wird krankhaft
sein und mit dieser krankheit wohl nichts zu tun haben.

schizo sind viele, mehr als man allgemein denkt.

Anzeige