Forum Wissenschaften Anthropologie / Psychologie ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,

Anthropologie / Psychologie ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,

olga64
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von olga64
als Antwort auf Bruny vom 03.11.2014, 16:14:26
Verwechseln Sie dies mit Autisten? Die ADHS usw. sind doch von einer hohen Lebendigkeit und stören dadurch auch massiv den Unterricht. Wie ich schon mal sagte, war ich sicher auch so ein Kind - man nannte mich allerdings damals nur frech und renitent (erschien auch so im Zeugnis).
Natürlich wären männliche Lehrer hilfreich, zumal bei Kindern, die hauptsächlich in Frauenhaushalten aufwachsen (Mutter und Grossmutter, evtl. noch Schwester und Tante). ABer Männer haben "eine natürliche Scheu" vor schlechtbezahlten Jobs (kann ich ja auch verstehen). Am Gymnasium ist dann das ja wieder anders. Olga
Bruny
Bruny
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 03.11.2014, 16:17:04
Nein, ich verwechsle da nichts. Ein ADHS oder ADS Verhalten hat viele Gesichter. Eins davon ist ein konstruktives, Unruhe stiftendes Verhalten, weil das Kind unter- oder überfordert ist. Nur die Lehrerinnen haben nicht die Zeit oder die Geduld oder beides, zu erkennen wie mit dem Kind umzugehen ist. Neben diesem konstruktiven Verhalten ist aber gleichzeitig auch eine große Unsicherheit in der Seele dieser Kinder. Und geringe Abweichungen von der Routine enden meistens in Stress, Schreien, Weinen oder anderen dramatischen Szenen, die dann wieder die Allgemeinheit auf den Plan ruft um ihre doofen Kommentare abzugeben.
Bruny
Edita
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 03.11.2014, 16:17:04
war ich sicher auch so ein Kind - man nannte mich allerdings damals nur frech und renitent (erschien auch so im Zeugnis).
Olga


Wieso waaar ??? Das ist heute auch noch so!!!

Bussi-bussi!

Edita

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olga64
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 03.11.2014, 16:43:30
....heute bekomme ich keine Zeugnisse mehr (ätsch) nur böse KOmmentare oder Drohungen. Auf alles kann ich gut reagieren und sende einige Bussis zurück. Olga
Edita
Edita
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 03.11.2014, 16:17:04
Verwechseln Sie dies mit Autisten? Die ADHS usw. sind doch von einer hohen Lebendigkeit und stören dadurch auch massiv den Unterricht. Olga


Liebe Olga,

der Unterschied zwischen Autismus und ADHS ist sehr gravierend, denn Autismus ist keine Krankheit, es ist eine geistige Behinderung, eine Wahrnehmungsstörung und eine Informationsverarbeitungsstörung, bei der Betroffene kerngesund sein können, aber viele Autisten plagt auch eine Epilepsie, deren medikamentöse Behandlung sich auch zusätzlich negativ auf die autistischen Merkmale auswirken können und oft auch tun! Es gibt keine generellen Anleitungen, wie man Autisten " heilen " kann, kann man sowieso nicht, aber die autistischen Züge kann man, wenn man sich in den Autisten reinversetzen kann, ein bißchen reduzieren, aber das ist eine unaufhörliche permanente Übung!

ADHS oder ausgeschrieben Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ist eine neurobiologische Krankheit mit großen sozialen Auswirkungen,
das Zappelphilip-Syndrom ist nur eine Begleiterscheinung, derer es einige gibt, wie z.B. Unaufmerksamkeit, Gestörtsein im Sozialverhalten, Aggressivität, impulsives und spontanes Stören, Angst, Depressionen, Tourette-Syndrom, u.a., alleine hieran kann man erkennen, daß es einer äußerst gründlichen und intensiven Untersuchung braucht, um ADHS zu diagnostizieren, geschweige denn zu therapieren! Ohne erfahrenen Psychologen geht da nichts! Mit einer guten, auf den Betroffenen zugeschnittenen Therapie kann man ADHS aber positiv beeinflussen, ob es heilbar ist, da scheiden sich die Geister!

Edita
Bruny
Bruny
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Edita vom 03.11.2014, 20:42:53
Hallo Edita, eine sehr gute Beschreibung hast Du hier eingestellt. Wir hatten deutsche Nachbarn hier die wahrscheinlich alle, Vater und zwei Söhne unter ADHS litten. Aus Deutschland sind sie mehr oder weniger "geflohen" weil sie den 1. Sohn nicht medikamentös behandeln lassen wollten. Der Vater war cholerisch und äußerst aggressiv, der 6jährige Junge ebenso und der kleine 2jährige auf dem besten Weg dahin. Unverantwortlich habe ich das ignorante Verhalten der Mutter empfunden, die die einzige gewesen wäre um für die restliche Familie Hilfe anzustreben. Ohne professionelle Hilfe sind an ADHS erkrankte Menschen vom sozialen Leben ausgegrenzt.

Gruß, Bruny

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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 03.11.2014, 16:12:36
@inga...

gerade weil das so ist, daß der anteil der ausländerkinder
so groß ist, geben viele hier in meinem umkreis ihre kinder
in privatschulen.

das sollte zwar nicht die regel werden, aber es hilft den kindern
sehr.

die lehrer sind ausgeglichener, weil der kenntnisstand der schüler
in etwa gleich ist. auch die förderung im hause ist gleich.

das kostet zwar - aber wer es sich leisten kann, da finde ich
es ok.

das schulsystem im allgemeinen gerät aus dem ruder -
alle sind überfordert. lehrer, kinder und auch die eltern, die sich
zuhause mit allem auseinander setzen müssen, wenn die kinder in der
schule nicht den anschluss verpassen sollen.
geschrieben von karin2


Hallo Karin,die Möglichkeit des Schulwechsels haben zwei Elternpaare genutzt und diese kutschieren ihre Kinder 30 Min. durch die Stadt in eine andere öffenliche Grundschule,nur ist das Problem damit nicht gelöst.Schulen,Lehrer ,Eltern und Kinder müssen sich mit einer gehäuften Aufnahme ausländischer Kinder auseinandersetzen.Das Hauptproblem,die Nichtbeherrschung der deutschen Sprache kann nicht nur im Förderunterricht aufgefangen werden,in der siebten Std.eines Schultages sind die meisten Grundschüler nicht mehr aufnahmefähig.Unsere Bildungsministerin sollte sich für mehr Geld einsetzen,damit die Lehrerschaft besser ausgebildet und kleinere Klassen ermöglicht werden,zusätzliche Kräfte sollten eingestellt werden.
LG Inga
Bruny
Bruny
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Bruny
als Antwort auf vom 04.11.2014, 13:19:14
Entschuldigung, aber was hat das mit ADHS Kindern zu tun? Das erschließt sich mit überhaupt nicht.
Bruny
Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Bruny vom 04.11.2014, 13:34:55
Nun Bruny,überfüllte Klassen,Kinder,die Probleme haben,Lehrer die überfordert sind..das ganze Klima..
Da können sich Auffälligkeiten entwickeln,die eine falsche Diagnose (Vorstellung beim Arzt) möglich machen.OK ?
Gruß
Inga
Bruny
Bruny
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Bruny
als Antwort auf vom 04.11.2014, 15:04:40
Nein, nicht ok Inga. ADHS Kinder gehen gar nicht in eine normale Schule, sondern werden gleich in der Sonderschule, heute Förderschule untergebracht. Wie gesagt ADHS Kinder, ADS Kinder trifft man evtl. noch in der normalen Schule an, aber auch immer weniger, unter dem Motto, was stört wird entfernt.
Bruny

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