Forum Wissenschaften Anthropologie / Psychologie ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,

Anthropologie / Psychologie ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,

olga64
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 03.11.2014, 20:42:53
Edita - mir ist dies schon bekannt. Ich fragte ja Bruny nur, weil sie die Symptome so schilderte als sei es Autismus.
Andererseits glaube ich wirklich, dass die praktischen Erfahrungen von uns alten Leuten mit Schule und Lehrern Jahrzehnte her sind. Auch wenn einige von uns Enkel haben, die zur Schule gehen, müssen sie sich darauf verlassen, was die Kinder berichten, was ja auch nicht immer richtig sein muss, oder? Oder die dazugehörigen Eltern, die natürlich ihre eigenen Prinzen und Prinzessinnen als so göttlich beurteilen,dass eigentlich nur die Lehrer und die Schule Fehler machen können - die Eltern natürlich nie. Deshalb stehe ich auch auch einigen Schilderungen hier sehr skeptisch gegenüber und kann Lehrer und Schulklassen verstehen, wenn sie sich gegen ein störendes Kind wehren (müssen). Olga
Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Bruny vom 04.11.2014, 15:42:56
Möchtest Du Dich informieren ...

http://www.gesundheit.de/krankheiten/gehirn-und-nerven/adhs/adhs-kinder-der-schule

und siehe Link unten.

Gruß
Inga
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Bruny
als Antwort auf vom 04.11.2014, 17:53:37
Inga was ich nicht benötige ist ein Link. Ich spreche aus eigener Erfahrung und denke das ist mehr wert.
Natürlich KÖNNTE ein ADHS Kind die normale Schule besuchen, aber man tut dem Kind absolut keinen Gefallen damit. Das Kind fühlt sich ausgegrenzt und minderwertig. Beides kann ein ADHS Kind definitiv nicht brauchen.

Es gab dich in diesem Thread einen Bericht eines Betroffenen. Heute werden die Kinder gnadenlos aussortiert.

Bruny

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schorsch
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Bruny vom 04.11.2014, 15:42:56
Diese Kinder können ja nicht "geheilt" werden in so genannten Förder- und Sonderschulen. Sie werden eines Tages ins "normale" Leben entlassen und müssen sich jetzt so verhalten, als ob sie keine Defizite hätten. Wenn sie aber in normalen Schulklassen mitgeführt werden, müssen sie von klein auf darauf "trainiert" werden, dass sie sich in die so genannt normale Gesellschaft integrieren MÜSSEN.
Edita
Edita
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 04.11.2014, 15:57:57
Oder die dazugehörigen Eltern, die natürlich ihre eigenen Prinzen und Prinzessinnen als so göttlich beurteilen,dass eigentlich nur die Lehrer und die Schule Fehler machen können - die Eltern natürlich nie. Olga


Oh Olga - das hat mit ADHS so wenig zu tun wie Steinpilz mit Fußpilz,
solche Eltern gibt es natürlich auch, aber .........ADHS - Kinder werden bei ihren Eltern niemals zu Prinzen und Prinzessinen, im Gegenteil, man muß ihnen wünschen, daß sie die Nerven und Kontrolle über sich selbst behalten, und am allerwichtigsten .........trotzdem die Liebe zu ihren Kindern auch behalten!
Das alles hat mit Erziehung nichts zu tun, wenn das betroffene Kind nicht die entsprechende Therapie bekommt, Ergo- und medikamentös, kann das in einer Katastrophe enden, denn bei ADHS werden im Gehirn wichtige Botenstoffe fehlreguliert! Das ist ähnlich wie bei Parkinson, wo der Botenstoff Dopamin, allerdings zu wenig oder überhaupt nicht mehr, produziert wird, also nicht fehlgeleitet wird!
Und in diesem Thread geht es um Kinder, denen diese schwerwiegende Krankheit aus oder wegen der fehlenden Kompetenz des Lehrers, das nicht alleine sein Versagen ist, sondern auch der Bildungspolitik geschuldet ist, zugeteilt wird, und das ist in meinen Augen,........ ja - ich möchte sagen - ein Verbrechen!

Edita
Bruny
Bruny
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Edita vom 05.11.2014, 10:54:29
Danke! Und das meine ich ernst.
Bruny

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olga64
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Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 05.11.2014, 10:54:29
WEnn es also die Bildungspolitik, die ja Ländersache ist, per se sein sollte - wie wäre es, wenn die Eltern und auch Grosseltern sich intensiv darum bekümmerten, dass hier eine positive Änderung erfolgt? Z.B. gleich in Baden Württemberg anfangen - bringt evtl mehr als in einem Seniorenforum den Finger in eine Wunde legen, oder? Oder evtl. Vorurteile weiter ausbauen? Olga
Edita
Edita
Mitglied

Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 05.11.2014, 15:48:21
Liebe Olga, es ist mir ein unbedingtes Bedürfnis, und das geht in einem Forum wunderbar, rotzfrechen und opportunistischen Senioren, die regelrecht zwanghaft versessen darauf sind, anderen Senioren kindische und dümmliche Ratschläge zu erteilen, vor Augen zu führen, welches Glück sie in ihrer Schulzeit hatten, denn damals wußte man noch nichts von ADHS!

Edita
olga64
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Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 05.11.2014, 17:18:13
Na klar Sweetheart - damals waren die Strafen für Kinder, die an heute so formulierter ADHS "litten" auch viel drakonischer (weiss ich ja aus eigener Erfahrung). Und irgendwann war die Phase auch vorbei und die Vernunft kehrte ein.
Trotz allem finde ich Krankheiten wie Ebola, Aids und teilweise Kinderlähmung noch sehr viel tragischer und alle sollten sich bemühen, hier mitzuhelfen,dass weniger Menschen daran sterben. Olga
Re: ADHS - Wenn Pädagogen sich anmaßen medizinische Diagnosen zu stellen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 05.11.2014, 17:21:53
" Und irgendwann war die Phase auch vorbei und die Vernunft kehrte ein."

So unrecht hast Du gar nicht Olga,im Bericht steht unter anderem:

" Es gibt aber selbst innerhalb der Medizin starke Kontroversen über die ADHS-Diagnostik. Viele Kinder verhalten sich von Zeit zu Zeit hyperaktiv, aber deshalb leiden sie nicht gleich unter einer Aufmerksamkeitsstörung. "

Die Lehrer stellen keine Diagnose,sondern weisen auf Probleme hin,die zum Teil auf ADHS hinweisen können.Ich denke die Autorin hat die Ausage der Erziehungswissenschaftlerin Nicole Becker falsch interpretiert.Nur ein Facharzt (Kinderpsychiater, spezialisierter Kinderarzt) kann die Diagnose stellen.
Die Ausprägung der ADHS kann sehr unterschiedlich sein...und ein normaler Schulbesuch ist möglich.
Gruß
Inga

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