Anthropologie / Psychologie Angst vor Konflikten

pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von pilli †
als Antwort auf loretta † vom 02.12.2012, 16:11:07
Mal was anderes, du redest von dieser deiner Liga. Diese besteht nie aus einer Person. Wer sind denn die anderen?


alle, deren sichtweisen, wünsche und träume einen ähnlichen gedankenweg beschreiten, konflikten zu begegnen...
alle, die differenzieren können zwischen streit und zank...
alle, die mit humor entwaffnen können...

sind willkommen und wennz denn dann mal zeitweise nicht funzt in der "offenen Liga", da hat es "Auswechselspieler"; also ein ständiges kommen und gehen.

die rangfolge in meiner liga wird zur zeit von Sophie angeführt, die seit beginn des neuen schuljahres zur "Streitschlichterin" bestimmt wurde.

...In der neueren Pädagogik geht man eindeutig von positiven Perspektiven im Zusammenhang mit dem Austragen von Streit und Auseinandersetzungen aus. Im Vordergrund steht nicht nur die Tatsache, dass die Atmosphäre in Gruppen, die es gelernt haben, ihre Streitereien selbst zu regulieren, besser ist als in Gruppen, in denen der Streit unterdrückt oder von oben herab reguliert wird. Auch die Kompetenz zur Streitschlichtung wird sehr geschätzt, die jemand erwirbt, der sich in Gruppen produktiv auseinandersetzen kann...
geschrieben von wiki


Streit

vielleicht spielst du schon mit in der liga, ohne dass es dir bisher bewußt war?

---

paula51 du empfindest mich als "Engel" obwohl ich doch mit worten und tönen signalisieren wollte, dass ich kein engel bin, sondern eher den kleinen teufel in mir spüre?

"Der liebe Gott weiß, daß ich kein Engel bin
so`n kleiner Teufel steckt doch in jedem drin
Der liebe Gott weiß, daß ich kein Engel bin
das mit dem Himmel, das kriegen wir schon hin!

Liebe, Sünde, Leidenschaft, wo ist das Problem?"


guckst du wenige beiträge zurück?

---
pilli
Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pilli † vom 02.12.2012, 23:49:41
alle, die differenzieren können zwischen streit und zank... (zitat)

wie differenzierst du es?
Medea
Medea
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von Medea
als Antwort auf vom 03.12.2012, 08:18:42
Moin Karin.
Wikipedia sieht es so:
Die Alltags- und Umgangssprache unterscheidet zwischen dem eher vagen „Zank“ und dem „Streit“ mit definierten Streitgegenständen, beispielsweise beim Wettstreit oder beim Rechtsstreit („Zank und Streit“); dabei wird der Begriff „Streit“ zumeist wertfrei oder ambivalent verwendet, wohingegen der Begriff „Zank“ eher abwertend besetzt ist („streitlustig“ gegenüber „zänkisch“)."

Für mich sind ein zänkisches Weib oder ein streitsüchtiges
nicht so weit auseinander - -
klug ist es, sich von beiden fernzuhalten.
- gg -

Gruß
M.

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Mareike
Mareike
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von Mareike
als Antwort auf Medea vom 03.12.2012, 10:17:09
Zänkisch oder streitsüchtig, ja das ist wohl gleich.

Aber man könnte auch mal über den Begriff STREITFÄHIG nachdenken.

Mareike
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von pilli †
als Antwort auf vom 03.12.2012, 08:18:42
...wie differenzierst du es?...
geschrieben von karin2


sehr stark!

zank errichtet barrieren zwischen den konfliktbeteiligten und streitbar geführte diskussionen könnten zum abbau der willkürlich errichteten barrieren führen. gestritten wird vor gericht und zwar ohne zank, den sich jeder richter verbieten würde während der verhandlung.

bei "Zeit online" begegnet mir der wortbegriff "sanftes streiten", positive signale zur auseinandersetzung mit streit zu vermitteln:

...Menschen, die im Streit schnell beleidigt oder zu nachgiebig sind, haben häufig größere psychische Probleme, ergaben die Untersuchungen. »Rückzug ist eine Form von Selbstschutz und meist Ausdruck eines geringen Selbstwertgefühls«, sagt Herzberg. Und wer zu schnell von seinen Standpunkten abrückt, fühlt sich oft unsicher in der Beziehung und klammert aus Angst, den Partner zu verlieren...
geschrieben von Zeit online


Eine Anleitung für den gelungenen Zoff mit Erfahrungen von Menschen, die diesen beherrschen.

"streitbar sein" könnte bedeuten, das eine kritische sichtweise dazu führt, dass es wert ist, für oder gegen etwas sich streitbar zu zeigen.

selbst eine "Streitkultur" ist doch bekannt? :


...Der Begriff Streitkultur kann unter vielen Aspekten (psychologisch, juristisch, literarisch, soziologisch, philosophisch, theologisch, historisch usw.) definiert werden.

Er wird ähnlich wie der Begriff politische Kultur nicht nur als sozialwissenschaftlicher Terminus verwendet, sondern ist mittlerweile auch alltagssprachlich und politisch besetzt.

Streitkultur zu besitzen bedeutet: mit Worten und Medien den eigenen Standpunkt vertreten zu können, ohne dem Anderen abzusprechen, dass auch er einen abweichenden Standpunkt besitzt und besitzen darf.

Streitkultur schließt ferner die Überzeugung ein, dass der Streit grundsätzlich Positives bzw. Bedeutendes hervorbringen kann, da er alte Normen und Fakten in Frage stellt und nach der Möglichkeit von Alternativen Ausschau hält, unabhängig davon wie nützlich oder angemessen das Bewährte auch ist...
geschrieben von wiki


Streitkultur

in diesem, auch meinem sinne karin, differenziere ich den streit vom zank.

---
pilli
Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pilli † vom 03.12.2012, 11:22:15
Nach Beilegung des Streits ist die Beziehung zwischen den Konfliktgegnern nicht nachhaltig gestört. (wiki)

das halte ich für ein gerücht, denn - wieviele paare laufen auseinander nach einem streit?

wieviele dinge landen zwangsläufig vor gericht, weil sich die parteien nicht einigen?

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bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von bongoline
als Antwort auf vom 03.12.2012, 08:18:42
Also mit Streit und Zank - soferne es nicht ein Dauerzustand ist, den man austrägt und dann ist Ruh, komme ich besser zurecht,

als

mit ach so lieben und immer Frieden predigenden, den Ton immer in gemäßigter Lautstärke, vornehme Zurückhaltung spielend, von allen als sooooooo eine Liebe, Gute und Nette bezeichnet, es fehlt nur der Heiligenschein, die aber in impertinenter Weise immer mit einem Lächeln verpackt sticheln, reizen und nie offen sagen, was Sache ist.
Denen angedeutete Tränen kommen, wenn man es wagt, mal etwas in die richtige Spur bringen zu wollen.

Nein mit so viel Schein"heiligkeit" und süß verpackter Hintertriebenheit komme ich absolut nicht zurecht.

Da liebe ich die Leut, die noch Pfeffer im Hintern haben, mit denen man eine Meinung auch mal lautstark zum Ausdruck bringen kann, mit denen man aber auch herzhaft lachen und ulken kann. Bei den Scheinheiligen bleibt mir selbst das Lachen im Hals stecken und es kommt höchstens ein angedeutetes Lächeln zustande, das nix mit freundlicher Zustimmung was zu tun hat

Streitkultur auf gleicher Augenhöhe - kann man nur mehr selten praktizieren, das hintertreibende Gesumsel ist weit mehr verbreitet und ehrlich gesagt, davor fürchte ich mich.

bongoline
myrja
myrja
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von myrja
als Antwort auf bongoline vom 03.12.2012, 11:44:13
Hallo Bongoline,

ich unterstreiche jedes Deiner Worte!
Scheinheilgkeit oder lieb sein aus Bequemlichkeit oder um geliebt zu werden, das ist mir zuwider!

Myrja
Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf bongoline vom 03.12.2012, 11:44:13
"süß verpackte hintertriebenheit" muss ja nicht zwangsläufig sein, wenn man bestrebt ist,

streit zu vermeiden. ICH vermeide in der familie weitgehend streit, weil es m.e. die eigenen nerven schont

und oft (im nachhinein gesehen) totaler quatsch ist.

warum streitet man? warum will jeder seinen willen, seine meinung, durchsetzen?

auch wenn man manchmal stillschweigend nachgibt, muss es nicht zwangsläufig schwäche sein.

ich sehe es eher als möglichkeit, als sieger aus der diskussion zu gehen, weil der

jeweilige streitpartner merkt, daß er gegen die wand fährt mit seinem gebrüll oder was auch immer.
heide †
heide †
Mitglied

Re: Angst vor Konflikten
geschrieben von heide †
Für mich entsteht der Eindruck, dass bei einigen von Euch Konflikte nur im Zusammenhang mit anderen Menschen zu suchen sind.
Hat keiner von Euch Konflikte mit sich selbst? Ich schon; bin aber allzeit bereit, mich damit auseinanderzusetzen......

H

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