Forum Wissenschaften Anthropologie / Psychologie Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde

Anthropologie / Psychologie Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde

digi
digi
Mitglied

Re: Am Rosenmontag stellt er sich persönlich vor...
geschrieben von digi
als Antwort auf miriam vom 11.02.2013, 11:27:07
Unfehlbar?
Dann wirf den ersten Stein ...
oder wird es nur Konfetti zum Rosmont wegen der Farben?
Adoma
Adoma
Mitglied

Re: Am Rosenmontag stellt er sich persönlich vor...
geschrieben von Adoma
als Antwort auf digi vom 11.02.2013, 12:36:16
Gehört Steine werfen mit zur Unfehlbarkeit?
Manno in der Disziplin Werfen habe ich nie punkten können
Also auch kein Sportabzeichen.
Würde natürlich das Ziel verfehlen.
Ach, und gerade dachte ich, ich geselle mich zu Miriam dazu.

Adoma, mit den Nachwirkungen vom gestrigen Karnval selbst zu schlapp für Konfettiwurf
miriam
miriam
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von miriam
als Antwort auf Adoma vom 11.02.2013, 12:51:53
Bevor wir wieder über den fast unfehlbaren Menschen nachdenken (also auch über uns), werfe ich noch schnell eine Handvoll Konfettis in die Runde:



Miriam


...und nicht vergessen: am Aschermittwoch ist alles vorbei!

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pippa
pippa
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von pippa
Ein unfehlbarer Mensch ist ziemlich arm dran.

Da er sich keinerlei Fehler erlauben kann oder darf, muss er sich praktisch geistige aber auch physische Fesseln anlegen.

Ist das ein Leben?

Vielleicht hat das auch der Papst erkannt.

Pippa
adam
adam
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von adam
als Antwort auf pippa vom 11.02.2013, 15:58:24
Pippa,

ein unfehlbarer Mensch, also mit dem Vermögen der geistigen Omnipotenz wäre nach menschlicher Auffassung ein Gott.

Kein Mensch kann das von sich annehmen, auch das Papsttum hat da seine Schwierigkeiten und selbst bei einer Diskussion hier im Forum müßte ein STler wohl mit Stirnrunzeln rechnen.

Wenn über Gottgleichheit diskutiert werden soll, kann m.E. nicht zwischen Menschen verglichen werden, denn der Mensch irrt sich voran, das stand schon vor Goethe fest.

--

adam
weserstern
weserstern
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von weserstern
Ich denke heute, am Rosenmontag, mal über eine Gesellschaft nach, die fast nur unfehlbare Menschen hätte...

das würde ja eine große Arbeitslosigkeit verursachen ...

wir brauchen dann fast keine, Richter, Justizangestellte, Politessen, Verwaltungsbeamte...
Finanzbeamte, Gerichtsvollzieher, Rechtsanwalte und Schiedsmänner..

diese Liste könnte man noch beliebig fortführen ...

doch wir sind alle oftmals.... kleine SÜNDERLEIN...

Gruß weserstern

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erafina
erafina
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von erafina
als Antwort auf pippa vom 11.02.2013, 15:58:24
Aber ist es nicht eher so,
dass, wenn jemand unfehlbar IST,
er sich dafür nicht anstrengen muss, weil er es eben einfach per se IST?

era
Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von Felide1
unfehlbar heißt mit anderen Worten:

fehlerfrei,fundiert,100%ig,unbestritten,zweifelsfrei tatsächlich amtlich, untrüglich etc.

Vielleicht meint der eine oder andere einen Punkt zu erfüllen und glaubt dadurch unfehlbar zu sein. Aber ist er es wirklich?

Ich bin froh kein unfehlbarer Mensch zu sein denn dann wäre ich nicht ich und für andere eventuell ein Langweiler. Unter meinen Freunden ist Gott sei Dank auch keiner unfehlbar, deshalb können wir auch über uns und unsere Aktionen herzlich lachen.

Felide
miriam
miriam
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von miriam
als Antwort auf Felide1 vom 12.02.2013, 07:01:22
Wie bei fast allen sich lebhaft gestaltenden Diskussionen, ging der ursprüngliche Sinn in dem ich den fast unfehlbaren Menschen ins Spiel gebracht habe, mehr oder weniger verloren.

Dies geschieht eigentlich fast immer, wenn ein Thema dazu animiert, selber weiter zu denken - ich erwähne es also im positiven Sinne.

Trotzdem hier nochmals der ursprüngliche Kontext, so wie es in meinem Eröffnungsbeitrag zu lesen ist:

"Das erste was mir dabei spontan einfiel war, dass eigentlich die menschlichen Unterschiede bei fast schon fehlerlosen Individuen, so gering wären, dass ein Gedankenaustausch eventuell Gefahr liefe, nur noch aus einem sich gegenseitig zustimmen zu bestehen."

Ich erwähne dies hier erneut - da es mir in diesem Zusammenhang unter anderem auch um den Begriff Streitgespräch ging - welches oft falsch verstanden wird.
Doch Streitgespräch hat nix mit dem streiten zutun, sondern bedeutet eigentlich Meinungsaustausch, Gedankenaustausch, Debatte.

Persönlich stelle ich fest, dass diese Art der Kommunikation mir - je älter ich werde - desto wichtiger wird.

Ist es eine Art noch schnell in den Gedanken Ordnung machen - vor dem großen Abgang?
Hat dies für Euch auch so eine große Bedeutung?

Danke für diese sinnvolle Diskussion.

Miriam
daddy60
daddy60
Mitglied

Re: Nachdenken über eine Gesellschaft, die aus (fast) unfehlbaren Menschen bestünde
geschrieben von daddy60
als Antwort auf miriam vom 12.02.2013, 09:05:03
Zitat: "Das erste was mir dabei spontan einfiel war, dass eigentlich die menschlichen Unterschiede bei fast schon fehlerlosen Individuen, so gering wären, dass ein Gedankenaustausch eventuell Gefahr liefe, nur noch aus einem sich gegenseitig zustimmen zu bestehen."

Wie bei fast allen sich lebhaft gestaltenden Diskussionen, ging der ursprüngliche Sinn in dem ich den fast unfehlbaren Menschen ins Spiel gebracht habe, mehr oder weniger verloren. Zitatende.

Unfehlbare Menschen, entschuldige, was sind das denn für hirnrissige Gedanken? Nichts ist unfehlbar, überhaupt nichts! Nichtmal die Natur. Wie lange gibt es die Welt, wie lange den Menschen? Wie groß ist das Weltall, was ein Lichtjahr? Und vor allem, bleibt das alles jahrmillionen Lichtjahre so, oder verändert sich alles, wirklich alles über die unendliche Zeit?

Unfehlbare Menschen kann es nicht geben, denn alles menschengemachte ist fehlerhaft, ist zweckgebunden unfrei usw. Darf man hier frei seine Meinung sagen, bzw traut sich das überhaupt jemand?
Nein, es ist immer das gleiche Schema nur ja immer anständig sein, nirgends anecken und immer irgendeine "Form" wahren!

Wie widersprüchlich ist dann eine "Vorstellung" von fehlerlosen Individuen?
Übrigens, du darfst doch garnicht individuell sein! Du hast doch anständig erzogen zu sein und so wie egal welche Schule, Ausbildung oder anderwertige Reglementationen es nicht nur von Dir und mir erwarten.

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