Anthropologie / Psychologie Träumen

mane
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Träumen
geschrieben von mane
Der Traum ist ein bis heute nicht eindeutig erklärbares Phänomen. Es gilt aber als erwiesen, dass bei Menschen, die regelmäßig am Schlafen und somit am Träumen gehindert werden, ernsthafte seelische und körperliche Störungen entstehen, abgesehen natürlich von den Schäden, die durch den Schlafentzug hervorgerufen werden.

Sigmund Freud glaubte noch, Traumsymbole ohne Rücksicht auf die individuellen Erfahrungen eines Menschen, eindeutig zuordnen und katalogisieren zu können.
Nach aktuellem Forschungsstand ist diese Sichtweise zu einfach gedacht. Für den Traumforscher und Psychologen Professor Michael Schredl ist es wichtig, zu schauen, welche Gefühle und Handlungen mit dem Geschehen im Traum verbunden waren. War es angenehm oder angstbesetzt und auf welche Art und Weise sind wir damit umgegangen?

Planet Wissen

Träume greifen das auf, was wir tagsüber erleben, und stellen es aus einem anderen Blickwinkel dar.
Es wird vermutet, dass sie beim Problemlösen helfen können. Alte Informationen werden mit neuen vermischt, so dass es zu kreativen Lösungen kommen kann.

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Träumen?

Ich habe leider selten Erinnerungen an meine Träume - zumindest kann ich sie, auch, wenn ich sie beim Aufwachen noch erinnere, meist nicht lange festhalten.
Ein Traumtagebuch, direkt nach dem Aufwachen zu führen, wie in dem obigen kurzen Video beschrieben, könnte eine Hilfe sein.
Hat von Euch jemand Erfahrung in dieser Richtung?

Dann gibt es Menschen, die sogenannte Klarträume (Luzides Träumen) haben, und die Fähigkeit, diese bewusst zu steuern. Allerdings ist dies nur ganz wenigen Menschen, besonders denen, die im Meditieren geübt sind, möglich. Das könnte für Leute interessant sein, die häüfig Albträume haben.

Ich freue mich auf den Austausch mit Euch,

Mane
panda
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Re: Träumen
geschrieben von panda
als Antwort auf mane vom 18.08.2014, 13:20:27
Die Aborigines in Australien nennen die Vergangenheit " Traumzeit ".
In dieser Zeit (glauben sie ) wurde von ihren göttlichen Ahnen die Welt erschaffen.Dies malen sie in Bildern von der Regenbogenschlange , dem großen Adler , usw.

In Melbourne habe ich in einem Museum die eigens für sie reservierte Abteilung besucht.
Zu den Klängen z.B. des Didgeridoo kann man ihre Malerei bestaunen , und in Sesseln das Ganze auf sich wirken lassen.
Man kommt tatsächlich ins " träumen "...

Das Meiste über Träume hast du ja schon bestens beschrieben.
Manche glauben , daß Träume Dinge aufgreifen , die für unser Leben eine Bedeutung haben.
Dabei gibt die eigenartige "Sprache " der Träume ( die trotz intensiver Forschung noch nicht zufriedenstellend entschlüsselt wurde )immer wieder Anlaß zu Spekulationen.
Persönlich glaube ich , daß Träume eigentlich " nichts " bedeuten , sondern uns so " einfallen " wie wenn wir am Tag , beim " Dösen " von Irgendwas " Tagträumen ".

Es scheint so , daß das nie schlafende Unterbewußtsein irgendwelche " Filme " abspielt.Da diese auch oft gar keinen Bezug zur Aktualität haben , ist unklar , nach welchem Modus die " Filme " ausgewählt werden.
Natürlich neigt man dazu , Träume mit einem dann mal aktuellen Bezug für " wichtig " zu halten , --persönlich glaube ich das jedoch , wie gesagt , nicht.
Aber ....vielleicht liege ich da auch völlig daneben .
Ein weites Feld.....
FrauOberschlau
FrauOberschlau
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Re: Träumen
geschrieben von FrauOberschlau
als Antwort auf mane vom 18.08.2014, 13:20:27
einige träume bleiben immer in errinerung bei mir, egal ob nun gute oder schlechte träume

erinnern kann ich ich mich manchmal recht gut, kommt leider nicht so oft vor... machmal wenn ich mich im schlaf beim träumen viel bewege, wird mein mann dadurch wach und ich erzähle ihm dann bruchstücke aus dem traum und kann am morgen danach fragen... dann kommt auch die erinnerung an den traum zurück, aber nur wenn mein mann nicht vergißt was ich ihm nachts erzählt habe

klarträume hatte ich auch schon, owohl ich noch nie meditiert habe, die kommem aber nicht so oft vor

f.o.

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mane
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Re: Träumen
geschrieben von mane
als Antwort auf panda vom 18.08.2014, 14:49:54
Die Aborigines in Australien nennen die Vergangenheit " Traumzeit ".
In dieser Zeit (glauben sie ) wurde von ihren göttlichen Ahnen die Welt erschaffen.Dies malen sie in Bildern von der Regenbogenschlange , dem großen Adler , usw.
........
Dabei gibt die eigenartige "Sprache " der Träume ( die trotz intensiver Forschung noch nicht zufriedenstellend entschlüsselt wurde )immer wieder Anlaß zu Spekulationen.
Persönlich glaube ich , daß Träume eigentlich " nichts " bedeuten , sondern uns so " einfallen " wie wenn wir am Tag , beim " Dösen " von Irgendwas " Tagträumen ".

Aber ....vielleicht liege ich da auch völlig daneben .
Ein weites Feld.....


Lieber Panda,

es ist interessant, wie Menschen (hier die Aborigines) stets nach Erklärungen für die Entstehung der Welt suchen. Mir gefällt die Naturverbundenheit der Ureinwohner Australiens, die sich in Verwandtschaft mit der ganzen Schöpfung sehen und keinen Unterschied zwischen den Lebewesen und sogar unbelebten Dingen, wie z.B.Steinen sehen.

"Ein weites Feld", ist das ganze Traumgeschehen, da hast Du recht. Es ist möglich, dass unsere Träume ganz zufällig entstehen, da unser Bewusstsein in der Nacht nur eingeschränkt funktioniert und viele Eindrücke (scheinbar) wahllos miteinander vermischt.

Für mich sind sie jedoch ein Wegweiser (wenn ich sie denn mal erinnere), besonders, wenn ich immer wieder den gleichen Traum habe, mal genauer hinzuschauen.

Ich erinnere mich noch gut an meine Abizeit, wo ich vor Prüfungen abends noch einmal den Stoff durchging. Mir war es möglich, dass Gelernte auf diese Weise besser zu speichern ( Traumarbeit).

Du kennst doch sicher die alte Volksweisheit: "Eine Nacht über einem Problem schlafen" und dann sieht die welt schon wieder viel freundlicher aus. Vielleicht liegt es daran, dass sich der Träumende eine neue Sicht der Dinge oder sogar eine Lösung "erträumt".

Liebe Grüße,
Mane
mane
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Re: Träumen
geschrieben von mane
als Antwort auf FrauOberschlau vom 18.08.2014, 15:19:55
einige träume bleiben immer in errinerung bei mir, egal ob nun gute oder schlechte träume

klarträume hatte ich auch schon, owohl ich noch nie meditiert habe, die kommem aber nicht so oft vor

f.o.


Liebe FrauOberschlau,

erkennst Du einen Sinn hinter Deinen Träumen? Manche Menschen, die sich mit der Materie befassen und Hinweise für ihr reales Leben darin suchen, gehen davon aus, dass alle Personen, Lebewesen und Dinge im Traum, Teile von uns selbst sind. Sie erzählen uns als Gleichnisse Geschichten.

Ruediger Dahlke schreibt in "Das Schattenprinzip - Aussöhnung mit unserer verborgenen Seite":
"Im dunklen Schatten der Nacht begegnen wir allem, was wir auf unsere innere Mülldeponie abgeschoben haben: Wünsche, Sehnsüchte, nicht verarbeitete Gefühle, Ängste, längst vergessene, aber offen gebliebene Lebensthemen. Alles, was wir dem Licht des Bewusstseins nicht aussetzen, kehrt im Traumleben wieder."

Vielleicht lohnt es sich, sich damit zu befassen.

Spannend finde ich, dass Du von Zeit zu Zeit Klarträume hast. Bist Du dabei in der Lage, diese Träume zu steuern?

Liebe Grüße,
Mane
Re: Träumen
geschrieben von meli
als Antwort auf mane vom 19.08.2014, 11:22:15
Ich nahm einmal in unserem Schlaflabor an einer Studie teil, die zum Inhalt das "Lernen im Schlaf" hatte.

Hier mussten vor dem Schlafengehen verschiedenste - zum Teil sehr kniffelige - Aufgaben am PC gelöst werden.
Dies geschah ohne Verkabelung, dann wurde der Kopf verkabelt, aber noch nicht an den Monitor angeschlossen, sondern direkt vor dem Zu-Bett-gehen wurden die Aufgaben noch einmal durchgegangen.

Schlafenszeit mit Überwachung der Hirntätigkeit am Monitor und Aufzeichnung der Rem und Non-Rem-Phasen.
Morgens wurde direkt der gesamte Stoff noch einmal bearbeitet und es war eine massive Verbesserung objektiv zu messen.

Das fand ich sehr eindrücklich.
Im übrigen kann ich Deine Ausführungen zum Thema Lernen bestätigen. Diese Beobachtung machte ich bereits sehr frühzeitig während meiner ersten Berufsausbildung.

Meli

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FrauOberschlau
FrauOberschlau
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Re: Träumen
geschrieben von FrauOberschlau
als Antwort auf mane vom 19.08.2014, 11:49:15
ich kann diese träume steuern, was mich immer wieder verwundert

sinn ergeben die meisten träume für mich nicht, es kommt auch mal vor, dass ich schreiend aufwache, weil ich was fiese oder ekeliges geträumt habe... das ist schon ein komisches gefühl wenn ich so drüber nachdenke, was ich gerade geträumt habe... gott sei dank kommt das nicht oft vor

f.o.
panda
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Re: Träumen
geschrieben von panda
als Antwort auf meli vom 19.08.2014, 12:00:24
" mal das Ganze eine Nacht überschlafen...." " vor dem Schlafen noch was lernen " ...

Kommt da vielleicht die Redensart her " den Seinen gibt's der Herr im Schlaf " .. oder ist da was Anderes gemeint ?
Re: Träumen
geschrieben von meli
als Antwort auf panda vom 19.08.2014, 14:48:09
Da musst Du schon den Herrn fragen, vielleicht kann er Dir eine Antwort geben .... im Schlaf natürlich...

Meli
panda
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Re: Träumen
geschrieben von panda
als Antwort auf meli vom 19.08.2014, 14:49:56
O.k..... werds mal versuchen...

Interessant it die sog." Prae-kognition ".
Viele verstehen ja darunter , daß man etwas weiß ( oder ahnt ) , bevor es geschieht...

Fast jedem von uns ist es wohl mal passiert , daß wir festgestellt haben " jetzt passiert etwas , wovon ich letzte Nacht geträumt habe ..."
Ist das nun Spekulation , das Zufalls-Prinzip ( denn wie oft träumen wir von etwas , was dann NICHT passiert ) oder --- könnte uns manchmal - im Schlaf - etwas auf sich aufmerksam machen wollen ?

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