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Bildende Kunst Verändert Kunst den Menschen?

Logan
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Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von Logan
Irgendwann kam ich mit Bildern in Berührung, Gemälden aller stilrichtungen, habe mit Menschen in Galerien über ein Bild diskutiert, kam so ins Gespräch mit ihnen, Plastiken, usw.

Irgendwann habe ich es dann selbst versucht – die ersten landeten im Müll, doch nie aufgegeben, immer weiter, immer weiter.

Malen beruhigt, es inspiriert, man lernt in Farben seine Welt zu sehen, es beruhigt, selbst wenn oft Müll herauskommt, ab und an.

Ja, die Kunst hat mich verändert.

Logan
Femmefatale
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von Femmefatale als Antwort auf Logan vom 02.04.2017 08:10:15
Ob das, was ich male, Kunst ist, mag mal dahingestellt bleiben.Ich male nicht gegenständlich , sondern nur Formen aus Farben. Dabei male ich mit Pastellkreide und den Fingern. Ich brauche den direkten Kontakt der Finger zur Farbe und dem Papier.
Gerne betrachte ich Bilder, weniger die der alten Maler, aber auch nicht unbedingt einen modernen Picasso.
Wir haben daheim auch viele Bilder hängen, sowohl Gemälde als auch Kunstfotografien.

LG ff

PS.: Ja, Kunst verändert mich; ich komme mehr zu mir selbst, zu meinem Inneren, das Anschauen von schönen Bildern schenkt mir Freude, innere Ruhe und verändert meinen Blick für den unwesentlichen Alltag.
Das eigene Malen führt mich noch mehr zu mir selbst.
britti
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von britti als Antwort auf Femmefatale vom 02.04.2017 08:59:06
Auch ich male. Oft habe ich mich gefragt, warum gerade jetzt dieses Motiv. Dann kam ich drauf: wenn mich etwas bewegt, das mit dem Motiv symbolisch verbunden ist!
Das ist natürlich sehr subjektiv und muss nicht von anderen auch so empfunden werden - obwohl es vorkommt, dass das Motiv auch kollektiv stimmt, dann wäre es Kunst und viele würden das Bild wahrnehmen. Meine subjektiven Bilder verändern mich insofern, dass ich mein Innenleben besser betrachten und einordnen kann, das gibt Zufriedenheit und
einen tieferen Sinn. Ohne ein Motiv fühle ich mich irgendwie oberflächlich...
Femmefatale
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von Femmefatale als Antwort auf britti vom 03.04.2017 15:17:46
Wie unterschiedlich Menschen das doch wahrnehmen.
Bei mir kommt gerade das intuitive Malen von Farben und Formen aus tiefstem Inneren und hinterlässt nicht den Eindruck von Oberflächlichkeit.
Aber es wäre ja nicht interessant, wenn alle gleich empfinden würden.

LG, ff
britti
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von britti als Antwort auf Femmefatale vom 03.04.2017 16:32:06
Vielleicht hast Du mich missverstanden? Ohne ein vorerst unbewusstes Inneres finde ich kein passendes Motiv im Aussen.Später dann kommt das Aha-Erlebnis.Wir malen eigentlich beide von Innen nach Aussen,der eine konkret, der andere abstrakt. Das oberflächliche Gefühl ist bei mir nur vorhanden, wenn ich nicht male oder noch kein Motiv "aufblitzt". Wenn da kein unbewusstes Inneres an die Oberfläche will, habe ich das Gefühl des Stillstands, keine Entwicklung, kein Bewusstwerden - eben Oberflächliches. Ich brauche Innen und Aussen, dann kann ich loslegen...
Femmefatale
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von Femmefatale als Antwort auf britti vom 03.04.2017 17:04:56
Ah so, alles klar, jetzt weiß ich, was du meinst.

LG, ff
SamuelVimes
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von SamuelVimes als Antwort auf Logan vom 02.04.2017 08:10:15
Ich glaube, Kunst verändert nicht nur den Menschen, der sie schafft
sondern auch den Menschen, der sie betrachtet, anhört oder liest.
(wobei ich den Begriff Kunst weiterfasse als Bilder malen)
So zähle ich auch z.b. Literatur und Musik zur Kunst.
Ich bin ein "passiver" Kunstliebhaber - ich höre oder sehe mir Kunst an.
Nicht alles gefällt mir.
Aber das was mir gefällt, zeigt mir oft neue Perspektiven und verändert manchmal sogar eine vorgefasste Meinung.
LG
Sam
Femmefatale
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von Femmefatale als Antwort auf SamuelVimes vom 04.04.2017 01:01:09
Ja, das stimmt so auch für mich.

Ich freu mich, dass es hier mal ein Thema gibt, bei dem wir uns weitgehend verstehen und in dem nicht unbedingt kontrovers geschrieben wird.
Schön!

Liebe Grüße, ff
heigl
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von heigl als Antwort auf Femmefatale vom 04.04.2017 08:07:38
Dieses erbauliche Thema interessiert auch mich. Kunst ist natürlich, wie Sam schon schrieb, vieles.
Mich zum Beispiel hat mein Onkel als Kind auf Impressionimus aufmerksam gemacht, das hat mich nie mehr losgelassen, ohne selbst hier was Markantes hinterlassen zu haben.
Heutzutage fülle ich meine Zeit zum erkläcklichen Teil mit der Erstellung von Grafiken und Animationen mit Hilfe verschiedener Fractal-Programme, ich zähle es für mich, ein wenig zur Kunst, weil man ständig gestalten kann. Auch bei ST gibt es entsprechende Aktivitäten, immer schon.
Näheres bei Interesse. Servus
olga64
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Re: Verändert Kunst den Menschen?
geschrieben von olga64 als Antwort auf SamuelVimes vom 04.04.2017 01:01:09
Auch für mich zählt Kunst in ihrer Vielschichtigkeit zu den ganz wichtigen Dingen in meinem Leben. Voraussetzung dafür war allerdings, dass mich als Kind meine Eltern und Verwandten hinführten und mir auch, je älter ich wurde, hier aufzeigten, was wichtig und gut ist. Nur so konnte ich meinen eigenen Weg finden.
Heute befasse ich mich unter dem Oberbegriff (passiv) mit Musik und auch Theater. Ich geniesse es sehr, in der Nähe von München zu leben, wo ich ausgezeichnete Programme und ebensolche Interpreten geniessen kann.
Aber ich habe auch schlimmere Kindheitserinnerungen: mein Vater, ein asgewiesener Wagner-Fan schleppte mich als Kind in 5 Stunden lange Opern und verdarb mich für diesen Komponisten auf Lebenszeit.
Der allerwichtigste Punkt ist jedoch die Literatur, will heissen, das Lesen, was mich seit meiner Kindheit begleitet. In vielen schlimmen Situationen in meinem Leben verhalfen mir Bücher, in eine andere Welt abzutauchen und meine aktuell dann nicht so gute Phase für einige Zeit zu vergessen.
Seit einiger Zeit beteilige ich mich in unserer Bücherei an einem Vorleseprogramm für kleine Kinder, denen nicht mehr regelmässig vorgelesen wird, wie ich dies so kannte. Diese Kinder faszinieren mich: sie sind aufnahmefähig wie ein SChwamm und "gehen" förmlich mit der Handlung mit, wenn sie dann mit roten Bäckchen dasitzen und kein Ende mehr finden wollen. Wir müssen sie dann aus unseren Armen lösen, sie mit Gummibärchen bestechen, wenn die Mütter zur Abholung bereitstehen und sie auf das nächste Mal vertrösten, wo sie pünktlich wieder eintreffen.
Aber auch hier in diesem Forum mag ich es gerne, wenn Lesewütige wie ich die Bücher bekanntgeben, die ihnen gefallen und die sie lesen.
Es ist auch ein Trost für mich zu wissen,dass man Bücher auch hören kann, wenn es einmal so weit ist, dass die Augen ein Lesen von Büchern nicht mehr möglich machen. Meine Mutter machte dies bis zu ihrem Tod, um ihre Leseleidenschaft nicht aufgeben zu müssen. Olga