Forum Blog-Kommentare "Aba haidschi bumbaidschi bumbum"

Blog-Kommentare "Aba haidschi bumbaidschi bumbum"

lillii
lillii
Mitglied

Hallo Clematis..
geschrieben von lillii
Du hast dieses alte Lied sehr schön in Form einer Kanzone eingesetzt, mir ist es sogleich aufgefallen und mir scheint sie gelungen,
Gratulation !
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es meine Mutter gesungen hat, in meiner Kinderzeit gab es das Fernsehen noch nicht.
Ob sie es überhaupt kannte. ich weiß es nicht.
Obwohl später sicherlich.
Peter Alexander sang es 1969, doch mir ist das von Heintje geungene um 1968 mehr im Gedächtnis geblieben.

Ein schöner Thread, weckt Erinnerungen.

LG lillii
Clematis
Clematis
Mitglied

Hallo Lillii!
geschrieben von Clematis
Dieses Lied kannte meine Mutter natürlich auch nicht vom Fernsehen. Wahrscheinlich von ihrer Mutter oder von ihren Chefinnen, die sie als Hausangestellte in den Zehn- und Zwanziger-Jahren kannte.
Ich erinnere mich, dass wir es auch im Kindergarten gesungen haben.

Wie dem auch sei, Du hast andere Erinnerungen, das ist gut so.
Es bietet sich ja regelrecht an, für ein Lied die Form der Kanzone zu nehmen.

sei bedankt und gegrüsst
Clematis
Clematis
Clematis
Mitglied

liebe Omasigi
geschrieben von Clematis
das tut doch gut, wenn man solch schöne Dinge mal wieder aus dem untersten Gedankenstüble heraufholen muss.

Schön, dass Du es mir mitgeteilt hast,
ich danke Dir.

lieben Gruss
Clematis

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immergruen
immergruen
Mitglied

Ich kenne diese Melodie
geschrieben von immergruen
aus der Vorweihnachtszeit, man könnte es auch als Wiegenlied bezeichnen?
Deine Erinnerungen , liebe Klematis, sind sehr innig und über die Form Deiner Canzone brauchen wir nicht zu diskutieren. Sie klingt, und das soll sie ja wohl auch.
Ich bin sehr angetan.
das immergruen
Clematis
Clematis
Mitglied

liebes Immergrün
geschrieben von Clematis
schön, dass Du da warst und hast Dich bissle wiegen lassen.

Dieses Lied ist voller Geheimnisse, ich kenn noch alle Strophen. Eigentlich ist es die reine Esoterik, doch bei diesem Wort erschrecken so viele, das will ich doch vermeiden, da ja das Gegenteil passieren sollte, nämlich:

die zugesichterte Führung in unseren Seelenbereich.
Deshalb auch das Wiegenlied, es erleichtert Abschied zu nehmen.

herzlich
Ingeborg
Sirona
Sirona
Mitglied

Erinnerung
geschrieben von Sirona
Liebe Clematis, es gibt wohl in unseren Breiten kaum ein Kind, dessen Mutter nicht am Abend dieses Liedchen gesungen hat. Doch eines hat mich immer sehr an dem Text gestört und nicht nur mich traurig gestimmt. „Sie is ja ausgange und kimmt nimma hoam und lässt dös kloan Büabale ganz alloan .....

Wenn ich an diese Stelle gekommen sind, dann fragten mich meine Kinder ängstlich: „Mama, Du gehst doch nicht fort und kommst immer wieder heim?“. Aus diesem Grunde habe ich dann dieses Lied nicht mehr gesungen und wählte lieber „Guten Abend, gute Nacht“.

Was mich interessieren würde, ist dieses Lied getextet worden, nachdem eine Mutter gestorben ist?

LG Sirona

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Clematis
Clematis
Mitglied

Liebe Sirona
geschrieben von Clematis
für mich ist dieses Lied ein Hinweis auf Abschied.

Der kann nun differenziert werden:
abendlich, wenn wir einschlafen und unsere "kosmischen Runden" drehen.

Beim Erwachsenwerden, der seelischen Trennung von der Mutter.

oder
beim Tod, der Mutter, des Kindes, eines Geschwisterchens.

Die Kinder heute fragen mehr, weil die Denkkräfte in der Menschheit zugenommen haben, das sind die Verstandeskräfte,
deshalb haben wohl Deine Kinder - und viele andere - besorgt gefragt.
Da hast Du klug gehandelt.
Ich habe z. B. nie gefragt, mich aber in diese Melancholie und in den Rhythmus schaukeln lassen.

lieben Gruss
Clematis
Erst einmal muss ich wohl erklären,
geschrieben von marina
dass mein Beitrag nicht als persönlicher Angriff gewertet werden sollte, was höchstwahrscheinlich trotzdem passieren wird bei dem Wermutstropfen, den ich jetzt hier hineinschütte.
Aber ich muss es einfach doch loswerden. Denn ich wundere mich sehr, weil ich deine Gedichte, Clematis, teilweise wirklich gut finde. Aber dieses hier von dir belobigte Lied fand ich schon als Kind, vor allem gesungen von Heintje, furchtbar kitschig. Was soll eigentlich dieses blöde "bum bum"? Und das, was Sirona anmerkt, ist genau das, was ich schon als Kind grässlich fand, und als Erwachsene finde ich diesen Text, den obendrein niemand versteht, noch viel mehr deplatziert für ein Kinderlied.

Meinem Sohn habe ich abends nur die schönen Brahms-Lieder "Die Blümelein, sie schlafen" und "Guten Abend, gute Nacht" am Bett vorgesungen, um ihn mit guter Musik und guten Texten vertraut zu machen. Niemals mit so etwas, das wäre mir nicht über die Lippen gekommen.

So, und jetzt dürft ihr alle über mich herfallen. Ich wappne mich schonmal.

Gruß Marina
Clematis
Clematis
Mitglied

Herzlichen Dank...
geschrieben von Clematis
...liebe Marina.

Nu haste Dir erbrochen, nu isses widder jut.

Was der Heinje gekräht hat und sonstige Schlagersternchen dazu sangen und/oder sagten ist was ganz anderes.

Also: reg Dich wieder ab, Du kommst eh nie drauf!

Clematis
Angeregt durch diese Diskussion, habe ich mir nochmal Gedanken gemacht über dieses Lied.
geschrieben von marina
Die letzte Strophe lautet:

"Und da Heidschi-Bumbeidschi is kumma
und hat ma mei Büaberl mitg’numma.
Er hat ma‘s mitg’numma und hat‘s neama bracht,
drum wünsch i mein’ Büaberl a recht guate Nacht."

Bei diesem Text kann ich die letzte Zeile nur als Zynismus auffassen.
Gut, dass ich ein stabiles Elternhaus hatte, in dem ich mich sicher fühlte und deshalb schon als Kind auf Abstand zu diesem Text gegangen bin. Aber wie wird es einem Kind damit gehen, das in einem unstabilen Umfeld aufwächst, wo permanent das Damoklesschwert von Trennungen, Scheidung der Eltern etc. über ihm hängt?
Bzw. es geht hier wohl um das Sterben eines Kindes. Soll man einem sterbenden Kind so etwas noch vorsingen?
Das ist doch kein Einschlaftext, sondern einer, von dem ein sensibles Kind Alpträume kriegen kann.

Hier der ganze Text von dem Lied:

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