Forum Blog-Kommentare Angst vor dem Tod?

Blog-Kommentare Angst vor dem Tod?

Roxanna
Roxanna
Mitglied

Ja genau
geschrieben von Roxanna
lieber Pan, das ist der Weg erfüllt und vielleicht sogar ohne Angst zu leben, wie du es beschreibst. Ist das aber jemals zu schaffen, zu dieser Haltung zu kommen und wie fragt

Roxanna

Entschuldige, lieber Pan, dass ich gerade ein wenig vorlaut bin mit meinen Kommentierungen zu deinen Geschichten. Aber gerade, die Geschichten, die du in den letzten Tagen eingestellt hast, haben bei mir eine Menge ausgelöst und in Bewegung gebracht. Dafür bin ich dir sehr dankbar, habe aber auch gut zu tun mit der Verarbeitung .
werderanerin
werderanerin
Mitglied

Leider...
geschrieben von werderanerin
leben wir viel zuoft in Zwängen, die uns klammern und uns manchmal die Luft zum atmen nehmen.

Man sollte bewußter im "Jetzt" leben, denn das "Vergangene" ist eh vorbei und das "Morgen" noch garnicht vorhanden, aber leider ist es dann doch nicht so einfach !

Haben wir wirklich Angst vor dem Tod...klar mache ich mir manchmal Gedanken, aber Angst habe ich nicht.

Auch ein Satz wie "man sollte jeden Tag so leben, als wäre es der letzte"... klingt natürlich gut, ist doch aber im "wahren" Alltag kaum zu handhaben, wie denn auch, Arbeit, Kinder, Haushalt und all das, was uns täglich begleitet, teilweise stresst, ist doch das Leben, nur die Gestaltung ist bei jedem ganz unterschiedlich.

Natürlich muss man im Normalfall auch ein Tagesablauf für den kommenden Tag planen, anders gehts doch kaum...aber manchmal würde uns Menschen etwas mehr Ruhe und Besonnenheit helfen, das "Jetzt" angenehmer zu empfinden und auch zu mögen.

Die meisten sehen das "Jetzt" ja garnicht, weil sie in der Vergangenheit oder im Morgen sind...
omasigi
omasigi
Mitglied

Es ist sicher eine gute Uebung
geschrieben von omasigi
Lieber Pan,

was Du schreibst. Jeden Tag als Ganzes abgeschlossen hinnehmen. Den neuen Tag wieder neu gestalten.
Einverstanden.
Trotzdem wird es nicht immer gelingen.
Aber jetzt im Alter hat man doch mehr Moeglichkeiten jeden Tag neu zu begruessen.
Ich will jetzt mal versuchen Deine weise Idee bewusster um zu setzen.
Angst vor dem Tod habe ich nicht, doch bin ich nicht immer dankbar wenn ein neuer Tag anfaengt.

Danke fuer Deinen Denkanstoss sagt
omasigi

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Pan
Pan
Mitglied

Mir geht es genau so
geschrieben von Pan
- ich habe überhaupt keine Angst vor dem Sensenmann. (Vielleicht vor langem Leiden, das ist möglich)Ich weiss nun schon seit acht Jahrzehnten, wie schnell es gehen kann. Bin dem Freund Hein schon etliche Male von der Schippe gesprungen, hab ihm eine weitere Zeit abgerungen. Einmal ist eben Schluss!
Das ist so sicher, wie --- na klar, wie ER eben. Und so geniesse ich jeden Tag, an dem die Sonne aufgeht. (Auch wenn sie mal nicht scheint.)
Für den letzten Tag planen? Nein, auf keinen Fall. Vorsorgen natürlich, aber niemals planen. Ich habe zeitlebens geplant und immer kam es anders ...
Aber das ist mal ein Grundgedanke: Planen und hoffen, dass es anders kommt. Was bleibt dann? Ewiges Leben??
Fürchterlicher Gedanke.
Danke für Eure Kommentare
sagt Horst
JuergenS
JuergenS
Mitglied

Gedanken mach ich mir da schon
geschrieben von JuergenS
Mich wundern eigentlich so klare Ansagen wie: Ich hab keine Angst vor dem Tod. Ob man wirklich sein Innerstes hier nach aussen schreibt?
Es gibt im bayerischen Sprachraum das Theaterstück,"der Brandner Kaspar schaut ins Paradies", unglaublich witzig, strotzend vor Menschlichkeit und Wahrheiten.
Dieses Stück begleitet mich gedanklich seit Jahrzehnten, vieles davon kann man im Alltag verbal einfliessen lassen.
Vor 30, 40 Jahren fand ich es amüsant, jetzt wo ich bereits älter bin als der Hauptdarsteller damals spielte, 72, nimmt die Witzigkeit immer weniger Raum ein und die Bange zu. Punktum. Ob es ein Fehler ist, keinen rechten Glauben gefunden zu haben, an was Überirdisches?
nnamttor44
nnamttor44
Mitglied

An den überraschenden Tod ...
geschrieben von nnamttor44
... denke ich eher nicht. Dennoch geschah es z. B. gestern, dass ich den zwei Vierjährigen erklärte, dass sie in zwei Jahren, wenn sie sechs sind, in die Schule kommen.

"Dann bist Du schon tot, Oma!" kam eine naseweise Antwort.

Die Kleine erlebte vor kurzem, dass ihr Opa durch einen Unfall dem Tod sehr nahe kam, die Eltern wohl davon sprachen. Max erlebt, wie sein heimischer Opa jeden Tag an das Grab seiner Frau geht, der andere Opa innerhalb von 4 Wochen ein 2. Mal schwer krank ins Krankenhaus kam und hörte natürlich auch die Erwachsenen reden, ob ...

Und da beide von mir immer zu hören bekommen, wenn ich mit ihnen ihre wilden Spiele spielen soll, dass ich dies oder das nicht mehr so gut kann, "weil ich schon alt bin", kam die obige Schlussfolgerung.

Etwas hat es mich erschreckt, dass die Kinder so dachten, was ich ja wohl selbst etwas angeregt hatte. Aber Angst vor dem Tod? Nein, eher Angst vor langem, schmerzhaften Leiden. Wer will das schon?

Jeden Tag annehmen, wie er kommt, ist meine Devise. Es geschieht so viel, das man nicht vorher sehen kann. Aber man kann es integrieren und genießen oder durchleben.

In diesem Sinne möchte ich noch ein paar Jährchen leben, das habe ich auch den Kindern gesagt. Es täte mir leid, ihnen schon bald zu bescheren, dass die Tage dann ohne Oma vergehen würden.

nnamttor44 - Uschi

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ramires
ramires
Mitglied

Jeder geht es anders an
geschrieben von ramires
Hallo, Pan!

Möchte Dir vorrangig nur zu Deinem Blogartikel gratulieren, dazu, was Du alles angeführt hast, und überhaupt, wie Du es (auch metaphorisch) in Worte brachtest.

Es ist wohl dem unterschiedliche Wesen des Menschen geschuldet, ob er sich jeglicher Angst (dieser im Besonderen) ausgeliefert fühlt, oder ob er gegen sie angeht, sie auf Sparflamme zu drosseln vermag.
Nicht jeder schafft das.

Die unheilbar Kranken sehnen den Tod herbei. Und, ob diejenigen, welche den Tod suchen und finden, ihn trotzdem (noch) fürchten?...

Du hast auch mich zum Nachdenken veranlasst, und ich denke nicht in Tages- sondern Jahresabläufen. Freute mich z. B. erst unlängst wieder, dass ich durch das Rapsgelb fahren durfte und den vollen Flieder zu meiner Nase führen. Dankbarsein und Hoffen, das bewegt mich dann immer..


Beste Grüße *Ramires*
Pan
Pan
Mitglied

Genau so sollte man leben,
geschrieben von Pan
lieber Ramires. Oftmals bleibt es dann beim Wollen und den früheren Aussagen trauert jedermann hinterher.
Ich denke, Angst vor dem Endlichen hat gewiss niemand. Das behaupte ich nur mal so.
Aber dann, dann kommt die Crux: ich bin dann nicht mehr da!
Und da genau liegt dann der Denkfehler. Nicht das Hinscheiden ist der Punkt, sonder das "nicht-mehr-dasein". Wenn man das überwinden kann, ist auch jede Furcht weg. (Ich hab das in meiner Berufszeit über Jahre erlebt.)
Wer aber sein Leben nicht mehr lebenswert findet, wer sich über die Jahre hinweg quält und verzweifelt auf sein Ende wartet, dem sollte es auch freistehen, abzutreten.
Danke für Eure Kommentare,
grüßt
Horst
ramires
ramires
Mitglied

Hallo, Horst!
geschrieben von ramires
Darauf möchte ich kurz nochmal "feedbacken"!
Ob er nun ursprünglich vom "Geheimrat" stammt oder nicht, ich fand den lapidaren Satz immer hilfreich, auch im Zusammenhang mit dem von Dir eingebrachten Thema:
"Wer schreibt, der bleibt."
Dazu gibt es, wie sollte es auch anders sein, garantiert wieder differente Ansichten. Aber für mich ist der Gedanke doch tröstlich, in der Hoffnung, dass meine Drucksachen (allein schon) in den Familiengenerationen weiter bestehen werden, sofern meine Gene in manchen Nachfahren virulent bleiben. LG *Otmar*
Pan
Pan
Mitglied

Lieber@heigl,
geschrieben von Pan
ich denke nicht, dass dies etwas mit dem "rechten Glauben", wie Du es nennst, zu tun hat. Und Übersinnliches schon gar nicht, das sind alles Gedanken, die der Mensch -irgendwann - erfunden hat, um eben diese "Angst vor dem Tod" zu bekämpfen. Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen der Glaube an ein späteres Ewiges Leben, diese Furcht zu überwinden.
Und das, genau das ist es, was ich ansprach: Es ist die Angst, nicht mehr da zu sein. Glaub mir, ich habe so manchen alten Menschen erlebt, der froh war, dass er nach 90 oder noch mehr Jahren die letzte Reise antreten kann.
Gut, dass wir nicht unsterblich sind! Ich stelle es mir fürchterlich vor, als Hundertzwanzigjähriger weiter leben zu müssen, wenn ich all das, was dann modern ist, nicht mehr verstehe(n kann).

Das uralte Märchen "Der Tod im Apfelbaum" endet mit dem Satz:
>Und deshalb liebt es der Tod bis auf den heutigen Tag nicht, alte Leute zu holen.
Siehst Du, auch so ist man früher der Angst begegnet.
Ich glaube, alles ist so richtig wie es ist. Und wenn nicht - wer könnte das denn ändern?
Ich wünsche Dir viel gute Gedanken,
Pan~

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