Forum Blog-Kommentare "Auf allen "Vieren" durchs Minenfeld!!"

Blog-Kommentare "Auf allen "Vieren" durchs Minenfeld!!"

Liebe Marlen,
geschrieben von ehemaliges Mitglied
es ist mir ein Anliegen, dich zu fragen, ob du nie bereut hast in den "Westen" gelangt zu sein. Der unsinnigen Grenze der DDR, mit all ihren lebensgefährlichen Hindernissen entronnen zu sein, ist eine mutige Handlung. Wie man Freiheit empfindet oder was man darunter versteht ist ja stets und immer induviduell. Was ihr daraus gemacht oder gelernt habt wäre einer Fortsetuung wert.

Herzlicht
Alwite
tilli †
tilli †
Mitglied

Alwite hat Recht!
geschrieben von tilli †
Solche Geschichten müßten immer publik werden.Denn niemand der in Freiheit leben konnte, weiß nicht wie schwer es war.Ich weiß es und wenn auch nicht immer ein Paradies einen Menschen erwartet so ist das Wort FREIHEIT jede Mühe wert um sie zu erlangen.
Danke für die Geschichte und grüße Tilli
hijona
hijona
Mitglied

Schlimm
geschrieben von hijona
Ich glaube dass wir " Wessis " uns das gar nicht vorstellen können, wie schlimm das damals für DDR Bewohner war.
Ich hatte schon einige Mieter aus dem Osten und alle sind froh, dass die Grenzen geöffnet wurden. Das Unfreie Leben war schon übel, denke ich.
Gott sei Dank ist das aber heute Geschichte.

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henryk
henryk
Mitglied

Liebes Marlenchen....jetzt wissen wir mehr von deinem Mann..
geschrieben von henryk
....Die Freiheit.....ja...die Menschen wollen sie haben obwohl sie sehr teuer manchmal ist..Henryk
marlenchen
marlenchen
Mitglied

liebe Alwite,
geschrieben von marlenchen
danke für deinen kommentar, ja als mein mann mir von seiner flucht erzählte, war ich nachträglich noch aufgeregt, doch er hat es nie bereut--, seine mutter kam ihn dann regelmäßig im westen besuchen, nach öffnung der grenze später, besuchte er natürlich regelmäßig seine heimat mit mir, da ich auch dort verwandte habe!
wünsch dir einen schönen sonntag, liebe grüße vom marlenchen.
marlenchen
marlenchen
Mitglied

liebe tilli,
geschrieben von marlenchen
ich danke dir für deine so netten worte,
ja es war zwar schon ein risiko die flucht,
aber es ist ja alles gut gegangen!
dir ganz liebe grüße vom marlenchen


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marlenchen
marlenchen
Mitglied

liebe hijona,
geschrieben von marlenchen
schön, dass du meine geschichte gelesen hast-
ich bin auch in den neuen bundesländern aufgewachsen,
doch eine flucht hätte ich nicht gewagt!!
ich habe meinen mann aus dem bericht,
kurz nach der wende kennengelernt,
ich war inzwischen witwe, aber wir haben dann auch bald geheiratet-
und ich wohne schon wieder seit 10 jahren in den alten bundesländer,
da merkt man, wie die zeit vergeht!!
dir ganz liebe grüße vom marlenchen.

marlenchen
marlenchen
Mitglied

ja,
geschrieben von marlenchen
lieber henryk,
mich bewegt es heute noch, wenn mein mann von der flucht erzählt,

es wäre eine überlegung wert, dieses in einem buch fest zu halten.

ich sehe so manchmal in gedanken, die hunde, die minen und die leuchtkugeln
vor mir,
doch er hatte glück, und hatte es auch nie bereut, zumal dann auch sein großer wunsch zur see zu fahren in erfüllung ging! ganze sieben jahre ist er um die welt gesegelt!!!
dir ganz liebe grüße vom marlenchen.
helgachen
helgachen
Mitglied

grus
geschrieben von helgachen
ich kenn ja alles aus dem erzälen von deinen mann liebe marlen,
doch gut nochmal zulesen, deine helga.
ortwin
ortwin
Mitglied

Wie simpel ist es heute
geschrieben von ortwin
Anfang Oktober diesen Jahres fuhr ich mit einem ICE - Berlin-München - wieder über die Grenze von noch vor 20 Jahren. Der Zug hielt zum letzten Mal vor dem Anstieg von Thüringen nach Franken, er hielt in Saalfeld. Man kann, wenn man weiß, wo die Grenze einmal verlief, oben an der Straße das braune Hinweisschild sehen, das auf diese Grenzüberschreitung hinweist. Wenn man die Kilometeranzeigen beobachtete, konnte man sehen, dass es bis dahin über 166,6 km von Jena und so im Reichsbahn-Bereich waren, dann von da ab in Bundesbahn-Zählweise (um die 52,4 km) abwärts gezählt in Richtung Ludwigstadt weiter geht.

Schatulle(ortwin)


Meine letzte Fahrt auf dieser Strecke mit dem ICE. Denn im nächsten Monat fahre ich mit meinem Smart von Ingolstadt nach Berlin, das Umzugsgut fährt extra. Ich fahre nach 65 Jahren zurück in meine Geburtsstadt. Da geht es über die Autobahn A9.

Mitgefühlt habe ich bei jeder gelungenen und misslungenen Flucht, die im "Westen" bekannt wurde. Ich fand nach dem 17.Juni 1953 einen jungen Kollegen, der mit seinem Leipziger Sächsisch ganz große Schwierigkeiten hatte im Neuanfang - das war lange bevor die Fluchtwelle von Ost nach West einsetzte. Um diese Zeit floh meine erste Frau als junges Mädchen in der Nacht von Salzwedel/Altmark nach Bösel/Lüchow-Dannenberg, obwohl sie nicht schwimmen konnte, tastete sie sich mit ihrem Koffer durch den Grenzfluss Jeetze.

Ich stand (nicht an der Grenze) auf der westlichen Seite der "Mauer". Wie oft hat man gedanklich durchgespielt, was passieren könnte, wenn ...
Es ist "nichts" passiert in den Tagen vor zwanzig Jahren - keiner mehr braucht einen Ballon, eine Lokomotive, ein gepanzertes Auto oder eine frische Unterhose, um von "Ost" nach "West", man kauft sich ggf. ein Ticket für 29 Euro und setzt sich in den Zug - von Ost nach West, von West nach Ost, von Nord nach Süd, von Süd nach Nord.

ortwin

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