Computerhilfe (PC-Abteilung) Das Anti-Botnet-Projekt

miriam
miriam
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Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von miriam
Könnte mir einer unserer Kenner in Sachen Computer und Internet erklären, ob das Anti-Botnet-Projekt hilfreich sei und ob es sich empfiehlt es auf dem eigenen Rechner zu installieren?

Das Projekt wurde sogar in den ZDF-Nachrichten erwähnt und als hilfreich bezeichnet - ich setze als Link den Text der ZDF.de-Seite ein.

Miriam



clara
clara
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Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von clara
als Antwort auf miriam vom 17.09.2010, 11:07:21
Liebe Miriam,

über eine Computerzeitschrift bin ich auch auf diese Aktion aufmerksam geworden. Dort gibt es diesen DE-cleaner auf CD/DVD. Ich bin ja sehr für Sicherheit im Computerbereich, aber ich warte erstmal ab, weil ich bei einem Provider bin (1&1), der sich dieser Aktion angeschlossen hat und seine Kunden bei Entdeckung eines Missbrauchs informiert. Hier ein Auszug aus Deinem Link:

Wie die Anti-Botnet-Hilfe abläuft

1. Das Anti-Botnet-Beratungszentrum arbeitet eng mit großen deutschen Internetprovidern zusammen. Diese sind in der Lage, Computer zu identifizieren, die Spam verschicken oder die versuchen, Schadsoftware auf anderen Computern zu installieren. Wurde ein infizierter Rechner entdeckt, ermittelt der Provider anhand der IP-Adresse den betroffenen Kunden und informiert diesen über die Infektion.


Es können nämlich bei der Installation bei manchen Computern Probleme auftreten, die ich mir nicht unnötiger Weise antun möchte.

Gruß, Clara
miriam
miriam
Mitglied

Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von miriam
als Antwort auf clara vom 17.09.2010, 12:23:04
Danke dir Clara,

deine Antwort ist für mich sehr hilfreich, da ich auch bei 1&1 bin.
Was mir in der letzten Zeit auffällt ist, dass ich weniger Angebote bekomme zum Beispiel zur Verlängerung gewisser nichtexistenter Körperteile, und andere sinnvolle Vorschläge.

Liebe Grüße

Miriam

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hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf miriam vom 17.09.2010, 11:07:21
Ich kann mir nicht helfen, das Ganze liest sich fast so wie eine über Umwege freiwillige Installation eines Bundestrojaners. Es ist eine einfache Möglichkeit nicht nur nach Schadsoftware, sondern auch sogenannte Raubkopien beim DAU zu suchen. Diese Methode besitzt nicht mein Vertrauen. Ihr kennt noch meine Position, als es um den umfassenden Einsatz des Teamviewer im ST ging.

Auch installierte Würmer (Bots) erzeugen einen Process im eigenen System und lassen sich mit einfachen Mitteln lokalisieren und deinstallisieren. Dieser Vorgang wird im Tutorial Entfernung von Malware aller Art umfassend und ohne Schnörkel beschrieben. Wer Fragen zu diesem Projekt und zu der verwendeten Software hat, kann sie in einem geeigneten Thread stellen.

Der Vorteil der von mir dort beschriebenen Methode ist, das zumindest die Erkennung einer Malware äußerst einfach geschieht. Wer es beim ersten Mal durchlesen nicht geschnallt hat sollte es ein zweites oder sogar ein drittes Mal lesen. Zudem gilt die Grundregel: Ein System, in welche Malware installiert ist und ausgeführt wird, gilt als kompromittiert und ist ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko. Nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für alle Menschen, deren Internetadresse sich auf eurem PC befindet. Kein Mensch und keine Maschine ist in der Lage festzustellen, zu welchen Informationen der Angreifer gelangte und das betroffene System ist sofort zu löschen.

Dies kann auf mehrere Arten geschehen:
1. Die einfachste Möglichkeit ist das Restore eines Images der Startpartition. Danach ist das System in der Regel innerhalb weniger Minuten wieder komplett Betriebsbereit. Mit der Herstellung eines Image kann sofort begonnen werden. Ihr müsst euch nur an diese Anleitung halten
2. Laptops besitzen oft eine Recovery-Disk. Diese ist sofort zu benutzen. Es kann aber auch ein Image gem. Pkt.1 angelegt und im Ernstfall benutzt werden. Wer natürlich alle seine Daten auf der C: abgelegt hat, obwohl die D: völlig leer ist, dem sind sie restlos in der Tonne. Ihr habt die Wahl!
3. Desktop-PCs erhielten oft eine Setupdisk von MS. Von dieser ist zu starten, die Partition C: zu löschen und Windows mit allen Programmen neu zu installieren.

Wenn ihr etwas nicht wisst, fragt hier im Forum mit einem geeigneten und konkreten Betreff, so das es den Fachleuten sofort auffällt. Dann wird euch meist sofort geholfen.
miriam
miriam
Mitglied

Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von miriam
als Antwort auf hinterwaeldler vom 17.09.2010, 15:17:32
Danke dir Hinterwaeldler für diese Erläuterungen - muss sie nochmals ganz laaaangsam durchlesen, das ist eine Materie bei der ich mich schwer tue.

Komme sicher noch mit neuen Fragen nach dem lesen von Malware.

Miriam
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf miriam vom 17.09.2010, 15:38:58
Das Problem ist nicht schwer zu verstehen. Du musst dir nur die Software auf den PC holen und einfach mal angucke. In Bezug auf eine LiveCD kann ich jedem interessierten Mitglied des Forums helfen.

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clara
clara
Mitglied

Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von clara
als Antwort auf hinterwaeldler vom 17.09.2010, 15:17:32
Ich kann mir nicht helfen, das Ganze liest sich fast so wie eine über Umwege freiwillige Installation eines Bundestrojaners.

@ Hinterwäldler

Das hätten die Experten vom Chaos Computer Club sicher schon heraus gefunden. Und die würden dem Bundesamt für Internet-Sicherheit, bzw. dem Innenminister dann ein paar unbequeme Fragen stellen.
So wie ich lese, dienen die 2 Millionen Euro, die das Innenministerium für die Aktion bereit stellt, vor allem dem Schutz der staatlichen Computernetze und Wirtschaftsunternehmen. Diesem Schutz dienen dann auch saubere private Rechner.
Ich halte das Ganze für Panikmache. Wer gesunden Menschenverstand walten lässt, also keine dubiosen Mailanhänge öffnet und nicht wahllos auf Links klickt, dazu seinen Virenscanner immer aktuell hält und eine Firewall einsetzt, dessen Computer ist schon ziemlich gefeit gegen diese Botnetze.

Clara
langer
langer
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Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von langer
als Antwort auf clara vom 17.09.2010, 21:38:31
[ Wer gesunden Menschenverstand walten lässt, also keine dubiosen Mailanhänge öffnet und nicht wahllos auf Links klickt, dazu seinen Virenscanner immer aktuell hält und eine Firewall einsetzt, dessen Computer ist schon ziemlich gefeit gegen diese Botnetze.]Genau so ist es,aber eine gute Rundumlösungist immer gefragt.
digi
digi
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Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von digi
Und wenn die 'Junx' hoch und heilig versprechen,
nichts auf meinem PC 'zu machen'. -

Ich halte es mit der uralten Erfahrung, daß die Regierung und ihre Beamten der natürliche Feind der Bürger ist.

Wer zudem die (Sicherheits-)Technik kennt und sich intensiv damit beschäftigt hat, der weiß, daß so ein Vorhaben gar nicht möglich ist.

Ein gewisser Schutz ist sicher möglich.
Aber glaube zudem niemand, daß die Hacker nicht bald den Bogen raushaben.

Also stinkt die Sache doch gen Himmel.
So etwas muss man ganz anders angehen.

Wer möchte mein Patent haben?
miriam
miriam
Mitglied

Re: Das Anti-Botnet-Projekt
geschrieben von miriam
als Antwort auf digi vom 18.09.2010, 10:11:36
Also stinkt die Sache doch gen Himmel.
So etwas muss man ganz anders angehen.

Wer möchte mein Patent haben?


Natürlich möchte ich auch dein Patent haben, Digi. Schon allein um zu sehen, wie weit der Grad meiner Verwirrtheit gehen kann.

http://wuerziworld.de/Smilies/wirr/wirr2.gif[/img]

An allen hier einen herzlichen Dank

Miriam

[i]jetzt ziehe ich mich aber zurück - heute ist Putztag
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