Forum Allgemeine Themen Die Kleine Kneipe Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)

Die Kleine Kneipe Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von meli
als Antwort auf anjeli vom 10.10.2014, 12:29:18
anjeli,

Danke, dass Du an die Geburtstage von Liberia und omasigi erinnert hast.
Ich hatte es heute morgen gesehen und war dann aber sehr in Eile.
So kann ich jetzt noch gemütlich gratulieren.

Meli
haweger
haweger
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von haweger
als Antwort auf chris vom 10.10.2014, 12:56:02
Also, als Kaffeesachse, habe ich Elke Heise gefragt (aus unserem Dorf und jetzt eine Leipzigerin, die über den Kaffee in Sachsen publiziert)
Der Pharisäer Kaffe ist ein Mischgetränk aus Kaffee und Rum, dessen Sahnehaube zum einen das Verdunsten des Rums verhindert und zum zweiten den Alkoholgeruch verbirgt, so dass man unbemerkt Alkohol zu sich nehmen kann.
Erfunden wurde es tatsächlich in Friesland, weil der dortige Pfarrer, ein Abstinenzler, keinen Schnaps in seiner Gegenwart duldete. Man wollte mit einem kleinen Schnaps auf die Kindtaufe anstoßen.

Nach Sachsen kam der Kaffe schon um 1680. Er wurde zur Alternative für den arbeitenden Bauern zur morgendlichen Milchsuppe. und als dann der Zucker industriell erzeugt wurde, "gabs de süsse Blembe".

Ich selbst trinke zwar fast jeden Tag eine Tasse Kaffee, er muss jedoch nicht sein. Bin zum Tee übergewechselt. Gruß haweger
chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von chris
als Antwort auf haweger vom 10.10.2014, 15:05:05
Haweger,

danke, da konnte ich mich doch erinnern, dass die Geschichte vom
Pfarrer, den man mit dem Pharisäer betrogen hat schonmal gelesen
hatte.

Aber als Sachse kannst du mir sicher auch verraten, warum es
heisst, bei den Sachsen gibt es einen Bliemchenkaffee ...wobei ich
natürlich nicht schreibe: Gaffee .

Kaffeestunde:




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chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von chris
als Antwort auf chris vom 10.10.2014, 15:11:38
Weil wir schon beim Kaffee sind, will ich auch mal vom
fränkischen Muckefuck erzählen:

Ich hab ja schon immer mal von meiner Nachbarin und
dem Zichorie geschrieben.

Ich versuch es mal nachzuerzählen.

In der schlechten Zeit nach dem 1. Weltkrieg, da hat man
sich damit beholfen, dass man Getreide auf dem Herd
geröstet hat, dieses wurde auf dem Herd auf einem Blech
gemacht. Das ganze dann in einem Topf mit Wasser gekocht und
dazu gab man dann Zichorie, den Zichorie verkaufte ein Händler aus
Würzburg, der ab und an ins Dorf kam.

Zichorie diente da zur Farbgebung.

Ich erinnere mich, dass in der 1. Zeit nach 1945 auf den
Herden auch immer noch ein Kaffeetopf stand.

Also ohne Zucker konnte man den Kaffee nicht trinken.

Chris
omaria
omaria
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von omaria
als Antwort auf chris vom 10.10.2014, 15:11:38
Hallo - nun isser wech - unser Gast aus Ghana...
Ein bisschen traurige Wehmut ist in mir >
wie gerne wäre ich mit nach ROM geflogen!

Zur Erinnerung an die schöne, kurze, vergangene Zeit:


Allen einen guten Start ins Wochenende!

omaria
Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von meli
als Antwort auf chris vom 10.10.2014, 16:11:35
An diese Geschmacksrichtung kann ich mich, da
Nachkriegskind, nicht erinnern.

Was ich aber immer noch in der Nase habe...

Mitte der 60er kam ich in Ludwigsburg am Bahnhof an.
Meine neue Wahlheimat...
Ich stieg aus dem Zug und bin bald umgefallen.

Nun kann ich kein Schwäbisch - heute kann ich es, wenn
es nicht gerade von dr Rauhen Alb kommt - doch wenigstens
verstehen...

Eine Frau erklärte mir dann, dass sei normal mit dem
Geruch...
Der Malzkaffee würde geröstet...
Es wurde dort damals in der Kaffeefabrik - ich meine, es
wäre Unifrank gewesen - der Lindeskaffee geröstet.

Wer von uns kennt sie nicht, diese blau-weiße Packung???

Es gab nur Sonntags den "echten" und natürlich ohne
einen Schnappes drin oder gar mit Sahne...

Erst Ende der 50iger saßen die Männer bei Familientreffen
am Rauchertisch mit Zigarette oder Zigarre, tranken Kaffee
und einen deutschen Weinbrand (die Marke muss ich nicht nennen
oder ???)

Und die Frauen und Töchter?
Klar doch, die standen in der Küche und spülten das
reichliche Geschirr....

Und damit schließe ich den Erfinder der Spülmaschine wieder
einmal in mein Nachtgebet ein.

Meli

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chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von chris
als Antwort auf omaria vom 10.10.2014, 17:23:58
Liebe Omaria,

da habt ihr eurem Freund aus Ghana viele Schönheiten aus dem
Münsterland gezeigt.

Er wird an dem Video seine Freude haben und sicher in seiner
Heimat auch zeigen.

Ich wünsche dir und Göga auch ein schönes Wochenende.

Chris
Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von meli
als Antwort auf omaria vom 10.10.2014, 17:23:58
Maria,

dieser Clip ist so etwas von schön.
Es passt einfach alles - die langsame Führung
der Bilder, die Spitze sind, die Musik,
rundherum toll.

Dass Du auch gerne nach Rom geflogen wärest,
kann ich sehr gut verstehen.
Rom ist eine faszinierende Stadt und ich
denke gern an meinen Aufenthalt dort.

Jetzt denke ich, ist erst einmal Ruhe angesagt.
Du wirst sicher noch viele Bilder haben, die
zu bearbeiten sind.

Ich freu mich schon drauf...

Meli
chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von chris
Verstohlen schleicht heran die Nacht

Verstohlen schleicht heran die Nacht
Und packt den Tag mit langen Krallen.
Den hat das Laufen müd’ gemacht
Und lässt nun Arm’ und Beine fallen.

Sie schleppt ihn in den schwarzen Wald
Und heißt die Sterne ihn bewachen.
Dann rennt sie ohne Aufenthalt,
Die Runde um die Welt zu machen.

Doch kommt sie abgehetzt nach Haus,
Ward ihre ganze Müh’ zu nichte.
Die Sterne führten ihn heraus,
Zum Dank blies er sie lachend aus
Und hing an Tann’ und Fichte
Ein Strählchen Sonnenlichte.

Ludwig Jacobowski

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Re: Die Kleine Kneipe Nr. CXL!!! (Nr. 143)
geschrieben von meli
als Antwort auf chris vom 10.10.2014, 21:32:49
Eigentlich kann man ja schon wieder
"Guten Morgen" sagen...

Doch habe ich heute für das Nachtprogramm
etwas anderes...

Es gibt etwas zum Zuhören...
Nein, kein Gedicht, sondern eine Geschichte in zwei Kapiteln.
Dies ist jetzt das erste Kapitel, Hördauer ca. 23 Minuten.
Das zweite Kapitel kommt in der nächsten Nacht!

Joseph Freiherr von Eichendorff schrieb

Zauberei im Herbste


schaurig schön in seiner Dramatik.

Eichendorff - Zauberei im Herbste

Gute Nacht wünscht Euch

Meli

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