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Die Kleine Kneipe Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf chris vom 21.09.2014, 18:06:10
Chris,

wie schön ist dieser Engel doch vor dem blauen Himmel!

Dann zog sich also Euer Fest durch den ganzen Ort - das ist toll.

Es muss wohl insgesamt der Sonntag für die mittelalterlichen Feste gewesen sein, denn hinter Rockenhausen im Kreis Donnersberg war auch eines.

Die Schwester meiner Schwiegertochter fuhr mit ihren Jungens dorthin und nahm Einstein 1 und Einstein 2 mit.

Das Tolle war, wer mittelalterlich verkleidet war, musste keinen Eintritt zahlen.
Viele kamen verkleidet...

Unsere zogen also mit ihren Faschingsritterkostümen, Schild und Helm los, die Schwester meiner Schwiegertochter bekam von der anderen Schwägerin noch einen tollen langen Rock und eine passende Bluse hatte sie.

Einen Korb mit einigen hartgekochten Eiern drin und zack - war sie eine Marktfrau...

Sie hatten viel Spaß und es gab für jeden Stockbrot zum Selberbacken und eine Wurst dazu.
Toll waren wohl die Vorführungen der Gaukler und Musikanten.
Wir haben anschließend um meinen Laptop herumgesessen und uns das Prinzip der Drehorgel angeschaut, denn die Musikinstrumente waren auch mittelalterlich...

So saßen wir mit Lady Schnatterli im Garten, Klein-Mareike schlief auf dem Bauch ihrer Mama und die Prinzession und Einstein 3 spielten Ritter auf der Ritterburg...

Der Kaffee war gut, der Kuchen auch.

Und jetzt mache ich mir noch einen Strammen Max , das ist ein schöner Abschluß dieses Tages...

Meli
chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf meli vom 21.09.2014, 17:41:41
Meli,

danke für die Spitzweg-Biografie.

Natürlich gab es bei den Schaustellern auch einen Zauberer
und Fechtvorführungen und Feuerschlucker und und....

Ich sag ja, ich hab sicher einiges vergessen.

Chris
Clematis
Clematis
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von Clematis
als Antwort auf omaria vom 21.09.2014, 16:33:20
Danke Omaria, das ist
"Der ewige Hochzeiter"

ich hab erst nach vielen Jahren entdeckt, wie viel
Philosophie in seinen Bildern steckt.

Grüßle
Ingeborg-Clematis

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Clematis
Clematis
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von Clematis
als Antwort auf meli vom 21.09.2014, 17:41:41
liebe Meli,

die Spitzwegbilder sind sehr philosophisch und doch sehr
menschlich.
Ich hab ein Büchle von ihm "und abends tu ich dichten". da
ist er genauso kauzig und ich denke mir, dass er beim Malen
und Dichten öfters in sich hineingelächelt hat.

Übrigens: Aufmerksam auf ihn hat chris mit einem Gedicht
von ihm gemacht.

Wie dem auch sei: wir haben ihn mal wieder hochleben lassen,
das ich die Hauptsache.

einen frohen Abend
Ingeborg-Clematis
omaria
omaria
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von omaria
als Antwort auf meli vom 21.09.2014, 17:41:41
Die KK muss wohl noch ein neues K dazu bekommen?!
KUNST in jeder Form ist hier sehr willkommen!

meli - ich habe natürlich auch alle Brunnen,
die mir in Berlin vor die Kamera kamen,
für dich fotografiert...

Einen Clip lade ich grad bei youtube hoch...
Hier kannst du schon mal raten:


Schönen TV-Abend wünsch ich mit dem Münster-Tatort!

omaria
chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf meli vom 21.09.2014, 18:28:34
Meli,

fällt mir noch ein, in Wertheim auf der Burg war auch
Mittelaltermarkt.

Chris

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chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf Clematis vom 21.09.2014, 19:13:36


Mei Dachstubn

Logier in a Dachstubn,
Und da bin i gern,
Da siech i gar weit rum
In d'Höh und in d'Fern.

Da tramt mir der schönst Tram,
Wie d'Engerln rum fliegn -
Die drunten, die sehns kam,
Die über oa Stiegn.

Da guck i frohseli
In d'Himmelwelt naus,
Bis kummt z'letzt Micheli,
Da zieh i dann aus.

Mi tragts, wenns a wenig
Is weiter ins Grab,
Daß i - notabeni -
Net selber z'steign hab.

Und hoff, wenn i dro kimm
Und's Sterbgewand onhab,
Das i so an Tram nimm
Mit abi ins Grab.

Carl Spitzweg

chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf omaria vom 21.09.2014, 20:07:12
Neue Bauernregeln für das Jahr 1877

Die Dächer, wenn im Juni naß,
Deutet schon auf Regen das.

Wenn der Kuckuck nicht vor Johanni schreit,
So hat er später auch noch Zeit.

Wenn der M ai recht warm und fein,
Wirst im Juni durstig sein;
War er aber kalt und schlecht,
Durst's im Juni dich erst recht.

Is der Oktober noch heiter und warm,
War der Mai, daß Gott erbarm.

Aufs Antlaß, wenns schön Wetter is,
Da graten die Bratwürst allmal gwis.

Is d'Hitz auch groß noch im September,
Späternaus wirds kühler und bequember.

Summen die Fliegen schon im Mai,
Kommt bald der Juni auch herbei.

Marie Himmelfahrt klar Sonnenschein,
Schmeckt 's ganze Jahr a guter Wein.

Donnersts im August,
Wird später auch viel gekust.

Wenn in d'Schlehdornblüh ein Reif einfallt,
Wirds später a no warm und kalt.

Am Abend vor Laurenzi,
Da kuß i mein Zensi.

Carl Spitzweg, 1877
Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf chris vom 21.09.2014, 20:18:17
Chris,

ist das schön, was Du von Carl Spitzweg ausgegraben hast.

Man kennt seine Bilder - aber die Gedichte? Und dann Mundart,
das ist schon sehr speziell.

Doch sehr speziell ist auch das, was ich aus
Heidelberg mitbrachte.
Und das hat nun mit Spitzweg überhaupt nichts zu tun, aber
ist vielleicht doch auch interessant.

Ich stieg aus dem Bus und ging zur Info für die Touris
(schließlich hatte ich ja nur begrenzt Zeit).
Da fiel mir doch etwas ins Auge, das schon sehenswert ist,
ob man es mag oder auch nicht.

Mir hat es gefallen, aber ich kam erst jetzt dazu,
zu suchen und wurde dann fündig und zwar über
eine Berliner Skulptur, die ziemlich umstritten war
und vielleicht auch noch ist,
nämlich das Rolling Horse, eine Skulptur,
die auf der Nördlichen Terrasse des Europa Platzes
am Berliner Hauptbahnhofs steht.
Vielleicht hat der eine oder andere Berlin
Reisende sie ja gesehen.

Der Berufsverband Bildender
Künstler Berlin hat das Kunstwerk nach der Errichtung im Mai 2007
öffentlich kritisiert.
Es sei provinziell und ähnele zu stark der
Skulptur S-Printing Horse desselben Künstlers,
die in Heidelberg zwischen einem Gebäude
der Heidelberger Druckmaschinen AG
und dem dortigen Hauptbahnhof steht.[3]

Beide Skulpturen wurden von Unternehmen
in Auftrag gegeben, deren Vorstandsvorsitzender
zum Zeitpunkt der Auftragserteilung Hartmut Mehdorn war
(Heidelberger Druck bzw. Deutsche Bahn).
geschrieben von Wikipedia - Rolling Horse


Wikipedia - Rolling Horse

Ich sah nun in Heidelberg das Sprinting Horse.

Leider habe ich es nicht mehr in der Nacht
beleuchtet gesehen, weil ich vorher abfahren musste.
Mich hat diese Skulptur fasziniert.
Ich hatte keine Ahnung über die Hintergründe.
So konnte ich einfach meiner Phantasie freien
Lauf lassen.

Jetzt weiß ich Bescheid - und ich muss sagen,
ich verstehe zwar jetzt, warum diese Skulptur
so gestaltet wurde - es ist ja eine Auftragsarbeit.
Aber meine Vorstellungen haben mir besser gefallen.

Das S-Printing Horse
ist mit 13 Metern Höhe und 90 Tonnen Gewicht
die größte Pferdeskulptur der Welt,
entworfen vom Bildhauer Jürgen Goertz.

Die Skulptur besteht aus Edelstahl
und Aluminium und gelangte durch verschiedene
Bearbeitungsverfahren zu ihrer
endgültigen Gestalt
(gegossen, geschliffen, poliert und teilweise vergoldet,
teilweise mit Metallic-Glimmerlack gespritzt).
Sie wurde vom Lohnfertiger Kinkele
in Ochsenfurt hergestellt und mit
sechs Schwertransporten nach Heidelberg gebracht[1].

Die Skulptur steht seit dem Jahr 2000 auf dem Vorplatz
der Print Media Academy,
einem Büro- und Schulungsgebäude der
Heidelberger Druckmaschinen AG in Heidelberg.
geschrieben von Wikipedia - S-Printing Horse


Wikipedia - S-Printing Horse







Beim letzten Foto sieht man bereits die blaue Einfärbung,
doch leider musste ich dann fahren. Das habe ich nun
wirklich bedauert, weil die komplette Beleuchtung hätte
ich gerne für Euch auf dem Foto festgehalten.

Meli
Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf omaria vom 21.09.2014, 20:07:12
Klar, Maria

die Sache mit der Kunst passt in jedem Fall.

Haben wir doch jetzt die Zeit - wenn auch nicht immer,
aber doch immer öfter - uns mit diesen Bereichen
intensiver zu befassen, als es für viele von uns
während der Berufstätigkeit möglich war.

Meli

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