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Die Kleine Kneipe Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)

chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf omaria vom 26.09.2014, 15:29:32
Omaria,

öange Jahre hat die Lampionblume hier geblüht, irgendwann haben wohl
die Bäume die Luft genommen.

Anjeli, schön blüht es auf deinem Balkon.

Meli, danke schöne Reihergeschichte.

Schönen Abend an alle.

Chris



chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf chris vom 26.09.2014, 17:14:05
Gute Nacht

Nebel lag überm Land,
und die Bäume rauschten so sacht,
da gab mir deine liebe Hand
ihr erstes süsses ‚Gutenacht'.

Und ich dann noch in den Nebel ging -
und die Bäume wühlten in meinem Sinn -
und ich bebte und redete vor mich hin -
und mein Auge voll Thränen hing.

Christian Morgenstern

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Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf chris vom 26.09.2014, 17:14:05
Chris, schön wenn Dir diese kleine
Geschichte gefallen hat.
Sie fiel mir heute morgen so aus den Fingern,
nachdem ich den Brunnen gesehen hatte.

Ich hatte heute noch eine große Freude.
Meine beiden ältesten Enkelinnen,
Schwestern von Pubert dem Größeren,
kommen auch zu mir in der nächsten Woche.
Das wird ein fröhliches Treiben
rein und raus geben.

Für Conny und mich habe ich schon
Karten für das Planetarium bestellt.
Sie mag es auch sehr, und diesmal
beginnt die Geschichte auf
einem holländischen Segelschiff irgendwas
von Anno 18 Hundert und Tubak...
endet dann aber bei der Energie in der Zukunft.

Das wird spannend.

In der Küche kann ich dann
endlich mal wieder aus dem Vollem schöpfen...
10 Leute zum Essen... und alles Genießer...
das wird schön.
Es gibt eine sehr feine Suppe -
zum Selberschöpfen und dann verschiedene
Salate und ein paar kalte Platten,
so ein paar kleine Leckereien.
Maria!!! bitte überlesen - geräucherte Fische -
jetzt wieder hinkucken Maria,
Käse und Schinkenvariationen.

Es wird ein sehr lustiger Abend werden,
das weiß ich jetzt schon!

Und mit dieser Freude verkrümele
ich mich nun zu meinem e-book, das liegt schon
auf dem Kopfkissen und wartet...

Gute Nacht Euch allen...

Meli

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chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von chris
als Antwort auf meli vom 26.09.2014, 23:01:45
Im September

Wir wollen in den Nussbusch gehn
Und dort einmal zum Rechten sehn.
Das Eichhorn und der Häher
Sind arge Nüssespäher,
Der Buntspecht und die Haselmaus,
Die lieben auch den Nusskernschmaus!
Sie nagen und sie zwicken,
Sie hacken und sie picken,
Und wer nicht kommt zur rechten Zeit,
Geht, wie ihr wisst, der Mahlzeit queit.

Wir wollen in den Garten gehen
Und dort einmal zum Rechten sehn.
Zur Nachtzeit war es windig!
Nun seht nur her! Was find ich
Im sand’gen Steig, im grünen Gras,
Bald hier, bald dort? Was ist denn das?
Äpfel mit rothen Stirnen
Und goldgestreifte Birnen!
Und dort beim Eierpflaumenbaum ...
O seht nur hin! Man glaubt es kaum!

Wir wollen an den Zaun hin gehn
Und dort einmal zum Rechten sehn.
Was steht denn gleich dahinter?
O seht, zwei arme Kinder!
Sie ladet hinter ihrem Haus
Kein Garten ein zu frohem Schmaus.
Da sollte man doch denken:
Heut’ giebt’s was zu verschenken!
Und merkt ihr erst, wie wohl das thut,
Da schmeckt es euch noch mal so gut.

Heinrich Seidel

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Hallo und guten Morgen Kleine Kneipe!

Meli, da kannst du dich aber auf nächse Woche freuen.

Wünsche allen einen schönen Samstag.

Chris









Clematis
Clematis
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von Clematis
als Antwort auf chris vom 27.09.2014, 07:18:54
Guten Morgen Kleine Kneipe!

heute noch kein Geburtstag, doch ein Mut-Mach-Satz vom
großen Revolutionär, den ich mir schon längst hinter
die Ohren und ins Herz geschrieben habe:

Künstler-Gedenken(Clematis)


merkts Euch!

einen schönen Samstag!
Ingeborg-Clematis
Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf Clematis vom 27.09.2014, 08:35:28
Guten Morgen,

ich hoffe, dass ihr alle gut geschlafen habt.

Danke Chris, ich eile zum Frühstück. Habe gestern Nacht noch lange gelesen und da kommt mir der Kaffee doch gerade richtig.
Über die Brezel muss ich mich nicht näher auslassen. Jeder kennt wohl inzwischen meine Obsession.

Meli

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Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf Clematis vom 27.09.2014, 08:35:28
Liebe Ingeborg-Clematis,

Ja Schiller und seine Räuber - entstanden
in der Sturm-und-Drang-Zeit.
Mit diesem Drama verbindet sich für mich
ein persönliches Erlebnis, von dem ich
durchaus berichten will.

In den Jahres meines Ludwigsburger Lebens
gab es immer Aufführungen in der Stadthalle, wofür
es über meinen Arbeitgeber vergünstigte Karten gab.
Ein eigenes Theater nannte Ludwigsburg
nicht sein eigen.
Und es wurden die Räuber angekündigt
und ich besorgte mir eine Karte und
erhielt auch noch eine in den vorderen Reihen.
Die Handlung war mir bekannt.
Ich ging also angehübscht, so,
wie man zu solchen Events in den 60ern eben ging.
Nun hatte die Stadthalle nur eine
ganz normale Bühne und die Inszenierung
hielt sich natürlich genau an die Vorgaben des Stückes.

Ich weiß nicht mehr, wie oft der Vorhang zuging,
umgebaut wurde. Es wurde spät und später,
doch das grausige Geschehen schritt zäh und langsam voran.
Wir saßen auf harten Holzstühlen...
Ich verpasste den letzten Bus nach Hause...
Also musste ich laufen...

Mein Weg führte damals von der Stadthalle
am blühenden Barock vorbei...
Die Straßen waren menschenleer...
Es war stockfinster...

Amelie war tot, ermordet von der Hand
des geliebten Räuberhauptmanns Moor.
Sie verstarb mit einem gellenden Schrei...
Er hallte mir noch in den Ohren...
Der Vater hatte sein Leben ausgehaucht...

Glaub mir Ingeborg, ich bin gerannt,
so schnell, wie eine 20jährige nur
rennen kann. Es war so etwas von gruselig in mir.
Das ist unvergessen und soll keinesfalls
Deinen geliebten Schiller schmälern.
Er ist und bleibt in seinen sozialkritischen
Schriften aktuell, so wie ein Goethe oder Heine...

Aber immer, wenn Schiller angesprochen
wird oder die Räuber, steht dieses Erleben
wieder vor mir.
Jetzt, abgeklärt und andere gruselige
Situationen durchlebt, kann ich
über die junge Frau von damals schmunzeln...

Meli
anjeli
anjeli
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von anjeli
als Antwort auf Clematis vom 27.09.2014, 08:35:28
Guten Morgen in der Kleinen Kneipe...

Clematis... Schiller... na ja... ich mag ihn auch... aber andere viel lieber...

Christian Morgenstern... ist in diesem Jahre 100 Jahre tot... und rund um Shakespeare wird der 450 Geburtstag begangen/gefeiert...

ein Zitat von Skakespeare habe ich mir besonders gemerkt

In der Kürze liegt die Würze

merkt es euch...

Ich habe heute morgen auf dem Weg zum Bäcker... keine Blumen... ich habe typisch Altweibersommer und Herbst eingefangen...



Ich mag nicht das trübe Wetter mit dem dunstigen Nebel...

anjeli
Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von meli
als Antwort auf chris vom 27.09.2014, 07:18:54
Chris,

es ist ein schönes Herbst- und sozialkritisches Gedicht von Heinrich Seidel.

Es hat mich interessiert und ich habe Wikipedia bemüht...

Wenn man so viele Vornamen hat

Heinrich Friedrich Wilhelm Karl Philipp Georg Eduard Seidel
geschrieben von Wikipedia


ist man dann seinen Namen besonders verpflichtet?

Heinrich Seidel war schon ein beachtlicher Mann.
Maschinenbauer, Ingenieur.
Er konstruierte die Dachkonstruktion des Anhalter Bahnhofs,
damals einzig in Europa.
Auch die Yorckbrücken stammen von ihm.

Er wirkte unter dem Pseudonym Leberecht Hühnchen.
Außerdem war er im Allgemeinen Reimverein als Johannes Köncke
tätig.

Wer kennt nicht den Spruch "Dem Ingenieut ist nichts zu schwer".
Das ist die erste Zeile des Ingenieurliedes.

Ingenieurlied

Mel.: Krambambuli das ist der Titel etc.

Dem Ingenieur ist nichts zu schwere -
Er lacht und spricht: "Wenn dieses nicht, so geht doch das!
Er überbrückt die Flüsse und die Meere,
Die Berge unverfroren zu durchbohren ist ihm Spass.
Er thürmt die Bogen in die Luft,
Er wühlt als Maulwurf in der Gruft,
Kein Hinderniss ist ihm zu gross -
Er geht drauf los!

Den Riesen macht er sich zum Knechte,
Dess’ wilder Muth, durch Feuersgluth aus Wasserfluth befreit,
Zum Segen wird dem menschlichen Geschlechte -
Und ruhlos schafft mit Riesenkraft am Werk der neuen Zeit.
Er fängt den Blitz und schickt ihn fort
Mit schnellem Wort von Ort zu Ort,
Von Pol zu Pol im Augenblick
Am Eisenstrick!

Was heut sich regt mit hunderttausend Rädern,
In Lüften schwebt, in Grüften gräbt und stampft unddampft und glüht,
Was sich bewegt mit Riemen und mit Federn,
Und Lasten hebt, ohn’ Rasten’ webt und locht und pocht und sprüht,
Was durch die Länder donnernd saust
Und durch die fernen Meere braust,
Das Alles schafft und noch viel mehr
Der Ingenieur!

Die Ingenieure sollen leben!
In ihnen kreist der wahre Geist der allerneusten Zeit!
Dem Fortschritt ist ihr Herz ergeben,
Dem Frieden ist hienieden ihre Kraft und Zeit geweihtl
Der Arbeit Segen fort und fort,
Ihn breitet aus von Ort zu Ort,
Von Land zu Land, von Meer zu Meer -
Der Ingenieur!

Heinrich Seidel





Das fand ich doch jetzt hochinteressant.

1880 allerdings kehrte er dem technischen Beruf
den Rücken und widmete sich ganz der Schriftstellerei.

Meli

Wikipedia - Heinrich Seidel
omaria
omaria
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr,. CXLII (Nr. 142)
geschrieben von omaria
als Antwort auf anjeli vom 27.09.2014, 10:15:47
Guten TAG!?

anjeli - es geht mir wie dir:
[/indent]

Kurz und bündig:
Die Sonne kämpft sich jetzt durch den Nebel
und trocknet hoffentlich bald die Luft!

omaria [i]schon fast auf dem Weg in die Stadt...

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